Auf Trab

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By Der Pferdepodcast von Julia KistnerKids & FamilyPets & Animals
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Auf Trab episodes

  • Bored out – Unterforderung unserer Vierbeiner

    Man mag es nicht glauben, aber das Thema heute in den Ställen ist mehr Unterforderung als Überforderung und das Schlimme ist, man kann es manchmal nicht sofort erkennen, warnt Celina Skogan, zertifizierte Branderup-Trainerin und ganzheitlich ausgebildeter Pferdemensch.

    Während sie beobachtet, dass unterforderte introvertierte Pferde zu Depressionen und Antriebslosigkeit neigen werden unterforderte extrovertierte Pferde oftmals aggressiv.

    Wichtig sei einen Trainingsplan im Kopf zu haben, der das Pferd mental wie körperlich durch Abwechslung fordert und das vor allem regelmäßig, sonst kann man das Pferd auch wieder schnell überfordern.

    Beschäftigen sollten man natürlich auch oder gerade Pferde mit Tragerschöpfung bzw. allgemein Reha-Pferde. Gymnastizieren und bewegen kann man auch vom Boden aus in unterschiedlicher Intension.

    Ausgebildet in klassischer Dressur widmet sich Celina natürlich auch viel und regelmäßig der Bodenarbeit. Selbst Seitengänge lassen sich vom Boden aus durchführen. Auch Schnüffel-Spiele können unterforderte Pferde gut fordern. So kann man etwa das Pferd einen großen Ball vor sich her rollen lassen. Auch Ausritte beleben die Sinne.

    Mehr Ideen gegen die Langeweile von Pferden hörst Du in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.

    Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistner, die Welshies und Podcast-Gast Celina Skogan, die Du über diesen Link erreichst: www.equidemia.com

    Liebe Hörer:innen bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag!

    Musik- und Soundrechte:

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    #Bewegungstraining #Unterforderung #Headshaking #Koppen #Depression #Agression #Pferde #reiten #Podcast

    Foto: Celina Skogan

    40 min
  • Feine Hilfen: Tipps von Bewegungstrainer Eckart Meyners

    „Meine Damen und Herren, ich verstehe nichts von ihrer Materie,

    aber eins weiß ich sie machen alles falsch“ – damit machte sich AUF TRAB-Podcastgast und Bewegungspädagoge Eckart Meyners vor fünf Jahrzehnten nicht gerade beliebt in der Reiterszene. Umso mehr erfreut ihn, dass sein Sechs-Punkte-Bewegungsprogramm die Pferdewelt revolutioniert hat. Beweglichkeit des Reiters ist der Schlüssel zur feineren Kommunikation mit dem Pferd, so sein Credo.

    Hierfür muss man vor allem folgende Körperteile mobilisieren:   

    1.  Mobilisierung des Kopf- und Nackenbereichs

    Wichtig ist hier, dass der Übergang zwischen Schädel und ersten Halswirbel nicht blockiert ist. „Wenn ich den Kopf fixiere, dann fixiere ich letztendlich den ganzen Körper“, meint Eckart Meyners, „das fängt damit an, das ich die Nase zu hoch trage beziehungsweise den Kopf in den Nacken nehme, um die Trainerin-Anweisung, den Kopf aufrecht zu halten, zu befolgen. So kann Bewegungsübertragung im Körper nicht optimal laufen.“ Die Nase sollte man etwas unter der Waagrechten halten.

    2.  Mobilisierung des Brustbeins

    Das funktioniert, indem man über Kreuz die Arme auf die Schultern legt und das Brustbein sanft hin und her bewegt, den Kopf in die entgegengesetzte Richtung. Denn man müsse beim Brustbein beginnen, wenn man das Becken mobilisieren möchte .

    3.  Mobilisation des Golgi-Systems

    Das ist das Netz aus Faszien und Muskeln, das man etwa morgens vor dem Aufstehen so mobilisiert, indem man Hautfalten vom Schambein abwärts zwischen Daumen und Zeigefinger hochzieht, sich also kneift. Das kann man genauso im Nackenbereich, mit dem Schulterheber und anderen

    Körperteilen machen, die verspannt sind.

    4.  Mobilisierung des Kreuz-Darmbeingelenks

    Das Mobilisieren des sogenannten Iliosakralgelenks sei für jede Reiterin wichtig. Wenn das blockiert ist sind die menschlichen Bewegungen nicht mehr dreidimensional und damit stören wir die Dreidimensionalität der Pferdebewegung.

    Das Kreuzdarmbein mobilisiere ich im Liegen auf dem Rücken, winkele dabei die Knie an und lege dabei ein Bein auf das entgegengesetzte Knie ab. Ich führe die Beine ganz weich nach links und rechts soweit es problemlos geht, wechsle dann die Seite. Wenn das irgendwo blockiert, hört man ein kleines Knacksen und die Blockade ist befreit. Hier lohnt sich ein Blick in seine Bücher  und „Verbessere Dein Reiten" sowie "Aufwärm- und Übungsprogramm", erschienen im Kosmos-Verlag zu werfen

    5.  Mobilisierung des Beckens

    Hierzu gibt es unzählige Übungen: Die Hände in die Hüfte legen und gleichmäßig nach links und rechts kreisen oder im Liegen die Knie anwinkeln. Beim Einatmen das Becken heben und dabei die Gesäßmuskeln anspannen. Beim Ausatmen das Becken langsam absenken, ohne ganz den Boden zu berühren.

    6.   Richtig treiben

    Hier geht es darum sich vom Pferd bewegen zu lassen und nicht zu versuchen, die größere Masse Pferd zu bewegen. Man sollte sich beim Treiben also nicht zu viel anstrengen. Getrieben wird  mit dem oberen Teil der Wade, ausgelöst durch ein Anspannen der hinteren Oberschenkelmuskulatur. Das Knie bleicht offen und locker, die Fußgelenke bleiben locker. Die Fersen schwingen mit der Bewegung nach unten

    Wichtig sei „was leicht ist ist richtig“ – bei der Mobilisierung sollte man nie bis zur Schmerzgrenze gehen.

    Welche Bewegungs-Übungen Eckart Meyners selbst jeden morgen vor dem Aufstehen macht, warum Augen-Übungen so wichtig sind und was es mit Brain-Gym im Allgemeinen auf sich hat verrät er in der aktuellen AUF TRAB-Podcast-Folge.

    AUF TRAB wurde inzwischen weit mehr als 100.000 mal downgeloaded.

    Vielen Dank dafür sagen Julia und Ihre Welshies Dancer, Velvet und Tessa.

    Bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag!

    Musik- und Soundrechte:

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    #Bewegungstraining #Mobilisierung #Pferde #reiten #Podcast

    Foto: Eckart Meyners


     

     

    33 min
  • Hund und Pferd: Tipps für den entspannten Ritt zu dritt

    Hundetrainerin Conny Sporrer: Sicher unterwegs mit Hund und Pferd

    Hundetrainerin Conny Sporrer: Sicher unterwegs mit Hund und Pferd

    Da gibt ihr als Hundebesitzer:in mir bestimmt recht: Es gibt kaum etwas
    Schöneres wie ein Ausritt zu dritt mit Hund und Pferd. Ich nehme meine
    Hündin Ella – ein kniehoher Pointer-Mischling und echter Wirbelwind -
    gerne an der kurzen Schleppleine mit. Ohne Leine geht nichts bei meinem
    Wirbelwind mit Jagdhund-Ahnen bei den vielen Hasen, Rehen und
    Rebhühnern.
    Ich habe bei mir zuhause den großen Vorteil, dass in und um mein kleines
    Dorf wenig Verkehr ist, „Gefahren“ wie Riesentraktoren sieht man im
    Flachland zum Glück von Weitem.
    Aber auch ich muss mit meinen zwei ungleichen – vor allem auch ungleich
    großen – Vierbeinern unterwegs doppelt achtsam sein. Der Ritt zu Dritt
    muss gut vorbereitet sein, damit weder Mensch, noch Pferd, noch Hund
    überfordert sind und alle drei am gemeinsamen Ausflug auch Spaß haben
    können.
    Am besten trainiert man erst einmal im eingezäunten Gelände und startet
    dann mit Spaziergängen mit einer Helferin, um alleine schon die nötige
    Distanzndes Hundes zum Pferd zu übenm die Kondition des Hundes
    abzutesten und ob die stimmlichen Anweisungen sowohl Pferd als auch Hund
    verstehen.
    Eigentlich sollte man zuerst nochmals an den Basics am Boden arbeiten,
    um zu schauen, wo der Hund begraben ist. Folgen Hund und Pferd? Kann ich
    definieren, wann Dynamik lost geht? Ist genügend Vertrauen da? Kann ich
    gut genug einhändig reiten usw.
    Ideal wäre den Hund im ersten Schritt in den Stall mitzunehmen und dort
    angebunden erst einmal die neue Situation anschauen und beschnuppern zu
    lassen, um ihn nicht gleich in Stress zu versetzen, dass er auf alles
    aufpassen muss. Anschließend kannst Du Dein Pferd an einer ca.
    Drei-Meter-Leine führen und einen zweiten Zweibeiner bitten, neben Euch -
    quasi als Puffer - Dein Pferd zu führen.
    Wer vor hat, mit Leine auszureiten, was Conny grundsätzlich begrüßt, da
    man dem Hund so auch ein regelmäßiges Tempo vorgibt, kann das durch
    gemeinsames Fahrrad schieben, dann Fahrrad fahren die Leinenführigkeit
    üben.
    Der perfekte Hund für den Ritt zu Dritt sollte entspannt sein, unbedingt
    gehorchen, körperlich fit sein und wenig jagdliche Motivatin haben.
    Übrigens Hütehunde und Welpen sind für Hundetrainerin Conny nicht
    unbedingt die erste Wahl.
    Welcher Zwei- und Vierbeiner ist schon perfekt! Keine Sorge, Erziehung -
    klare Grundsignale dem Hund und Pferd zu lernen - ist schon mehr als
    die halbe Miete.
    Wie Beutetier Pferd, Raubtier Hund und Mensch sich grundsätzlich optimal
    aufeinander abstimmen, damit man mit Hund und Pferd wirklich entspannt
    unterwegs sein kann erzählt Hundetrainerin Conny Sporrer von der
    Hundeschule Martin Rütter in der aktuellen Folge des Podcasts AUF TRAB.

    Diese AUF TRAB-Folge ist übrigens eine geniale Einstimmung auf Conny Sporrers ⁠Gratis-Webinar ⁠am 4. Juni 2024 zu dem Thema, zu dem Du Dich bei der deutschen reiterlichen Vereinigung FN online anmelden kannst.

    Viel Hörvergnügen wünschen Julia und ihre Welshies, die sich über Likes ,
    Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freuen, damit noch mehr
    Pferdefreunde auf uns aufmerksam werden.

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    #Ausritt #Hund #Stimmhilfen #Erziehung #Pferde #reiten #Podcast

    Foto: Conny Sporrer

    38 min
  • 44 Regeln für faires Reiten.

    „Bei Fußball und allen Team-Sportarten gibt es klare Fairnessregeln, nur beim Reiten läuft so viel schief“, bedauert Reittrainerin und Buchautorin Silja Schießwohl. Es sei zum einen zu viel Missgunst zwischen Reiterinnen und Stallkoleginnen. Vor allem aber fehle es an Fairness gegenüber dem Pferd. Silja denkt dabei gar nicht an physische Gewalt, die AUF TRAB-Hörerinnen ohnedies nicht anwenden. Bei fairem Reiten gehe es ihr um einen ausbalancierten Sitz, feine Hilfen und sinnvolle Gymnastizierung, nicht nur des Pferdes, sondern auch der Reiterin.

    Eine Disbalance durch Hohlkreuz, Hüftknick und Co. wäre durch das viele Sitzen in der Arbeit völlig normal. Dadurch könnten wir unseren Körper nicht mehr richtig wahrnehmen. Es beginne schon mit der eigenen Atmung, die entspannend oder aktivierend auf das Pferd wirken kann und auf die man zu wenig aktiv achtet.

    Wir müssten wieder lernen in unseren Körper hinein zu spüren, etwa zu fühlen, was eine neutrale Stellung der Hüfte ist, wie sich lockere Schultern anfühlen etc.. Wenn man seine Schultern in Bürohaltung 23 Stunden

    lang trägt, wird man dies auch die 24. Stunde am Tag auf dem Pferd tun. Und da unser Kopf schon mehrere Kilo wiegt, wird die Gesamtbalance des Pferdes gestört, wenn er zusammen mit den Schultern nach vorne überhängt, gestört.

    Wir könnten von unserem Pferd nicht Aufrichtung erwarten, wenn wir selbst nicht aufgerichtet sind. Weiter Beispiele für unfaires Reiten erzählt Silja Schießwohl in der aktuellen Podcast-Folge AUF TRAB und in ihrem

    Buch „44 goldene Regeln für faires Reiten“, erschienen im Crystal-Verlag.

    Viel Hör- und Lesevergnügen wünschen Julia und die Welshies, die sich über Likes , Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freuen, damit noch mehr Pferdefreunde auf uns aufmerksam werden.

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    #Balance #Disbalance #FeineHilfen #Gymnastizierung #Pferde #reiten #Podcast

    Foto: Silja Schiesswohl

    36 min
  • Osteopathie - wohltuende Do-it-yourself-Handgriffe am Pferd

    Beatrix Schulte Wien, Physiotherapeutin und Gründerin und Leiterin des Deutschen Instituts für Pferdeostheopathie DIPO animiert jede Pferdehalterin und Mitreiterin mit einfachen Handgriffen die Muskeln und Faszien ihres Pferdes zu lösen und zu entspannen.

    Kann man da nicht viel kaputt machen? Bevor man Hand anlegt sollte sich

    natürlich mit der Anatomie des Pferdes beschäftigen. Auch sollte man die Verspannungen mit Tierarzt und anschließend der Ostheopathin oder Physiotherapeuten abklären und sich von ihnen anleiten lassen und sich für Bewegungsabweichungen sensibilisieren lassen.

    Wichtig sei die achtsame Kontaktaufnahme mit dem Pferd, es sanft zu berühren. Was aber, wenn sich ein Pferd an seinen Problemzonen nicht

    berühren lässt? „Ja dann fängt man sinnigerweise mit leichtem Druck an den
    Körperstellen an, an denen sich das Pferd sehr wohl behandeln lassen mag. Dann nähere ich mich langsam den Stellen, von denen ich weiß, da wird das Pferd immer sensibler“, erklärt Beatrix Schulte Wien, „dabei werde ich auf jeden Fall mit meinem Druck und mit meinen Händen immer feinfühliger und vermittele dem Pferd geradezu mental, dass ich ihm ja etwas Gutes tun will und dass ich ihm nicht das Fell über die Ohren ziehen will. Das hat nichts mit Esoterik zu tun. Über elektromagnetische Wellen ist nachgewiesen worden, dass die Gedanken eines Therapeuten das Pferd beeinflussen können und das Pferd sie wahrnimmt.“

    Wenn man etwa in die Nähe des empfindlichen Genick kommt, sollte man nicht gleich mit Streichungen und Knetungen starten, sondern erst einmal vorsichtig mit den Fingerkuppen über das Fell reiben, bis zur Unterhaut vordringen und dann erst fragen, ob man vorsichtig und langsam weiter in die Tiefe der Muskulatur eindringen darf. „Das zeigt einem ein Pferd sehr deutlich, ob es ihm gut tut und ob es sich entspannen kann“, versichert die Therapeutin, „das Pferd fängt dann oft an zu kauen, die Ohren fallen auf einmal zur Seite, der Hals neigt sich und das Pferd zeigt mit seinem

    ganzen Körper, dass es ihm gut tut.“

    Kaum jemand kann auch so gut wie Beatrix Schulte-Wien erklären, was der Unterschied zwischen Physiotherapie, Ostheopathie und Craniosacrale

    Therapie ist – egal, ob angewandt am Menschen oder an Pferden. Am Besten ihr hört selbst in die aktuelle Podcast-Folge AUF TRAB rein.

    Wer möchte kann uns sehr gerne mit Likes, Kommentaren, einem

    Gratis-Abo und Weiterempfehlungen unterstützen, damit noch mehr Pferdeliebhaberinnen auf den Podcast aufmerksam werden. Vor allem aber bleibt AUF TRAB bis zum nächsten Samstag. Eure Julia Kistner und ihre Welshies.

    Wer sich übrigens intensiver mit „Physiogriffe für Pferde“ beschäftigen möchte, den können wir das neue gleichnamige Praxis-Buch von Beatrix Schulte Wien und Irina Keller ans Herz legen, erschienen im Kosmos-Verlag.

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    #Phyiotherapie #Ostheopathie # #Pferde #Pferde-Anatomie #reiten #Podcast

    Foto: DIPO

    42 min
  • Mike Geitner: Fitte Pferde mit Turnmatten

    Ob Dualaktivierung, Equikinetic, Equiklassic oder Longe-Walking –

    Mike Geiter bringt seit Jahren mit gelb-blauen Bahnen und Pelonen Abwechslung ins Training. Sein neuestes Programm heißt Equi-Gym und dafür setzt Mike blau-gelbe Turnmatten ein, die angeblich auch Hufeisen aushalten.

    Das Ganze sei kein Verkaufsschmäh, sondern habe – so wie alle seine Trainingsprogramme - einen wissenschaftlichen Hintergrund, meint Mike. Die Grundidee sei bei einem Vortrag von Tierärztin Dr. Julia Rohrbach geboren worden, indem sie berichtete, dass bei Pferden, die in der Box stehen, weil sie Verletzungen haben nach ca. sechs Tagen die Mechanorezeptoren, also auch die Dehnungsrezeptoren weitgehend

    die Arbeit einstellen, weil sie nicht gefordert werden. Mit verschiedenen
    Untergründen – und da kommen die neuen Geitner-Matten ins Spiel – könne man den Heilungsprozess verbessern.

    Denn ca 80 Prozent aller Informationen, die beim Pferd im Gehirn ankommen seien Rückmeldungen von den Beinen und von den ganzen Mechanorezeptoren. Das Gehirn werde durch die Matten enorm beschäftigt. Mike legt sie bei seinem Rehaprogramm Equikinetic zwischen die Quadratvolte. Dies jedoch nicht an allen vier, sondern nur an zwei Seiten der Quadratvolte, da es sonst ein zu intensives Training wird.

    Für die bessere Balance, Korordination oder natürlich für den Spaßfaktor setzt Mike die Matten jetzt auch bei der Dualaktivierung ein – ob geritten

    oder geführt. Am Besten aber, ihr hört Mike Geitner selbst in der neuen Podcastfolge AUF TRAB über sein jüngste Baby berichten.

    Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia Kistner und die Welshies.

    Und wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr den Podcasts sehr gerne gratis abonnieren, liken oder ihn auch ruhig weiterempfehlen. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.

    Mehr zu Mike Geitner findet ihr auf pferde-ausbildung.de

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    #Training #Reha # #Pferde #Rezeptoren #Equi-Gym #Bodenarbeit #reiten #Podcast

    Foto: Mike Geitner/AUF TRAB

     

     

    30 min
  • Andrea Lipp: Die richtigen Galopphilfen

    In der Ruhe liegt auch die Kraft der Reiterin

    „Das Wichtigste ist, dass sich die Reiterin vom Pferd bewegen lässt und nicht versucht, das Pferd zu bewegen“, ärgert sich Andrea Lipp, Trainerin der Klassisch-barocken Reitkunst, dass man auf Reitplätzen immer noch Galoppanweisungen hört wie „Kreuz anspannen, Gesäß anspannen, Sattel auswischen.“ Das könne gar nicht funktionieren. „In dem Moment, wo ich die Muskelatur anspanne, verliere ich den Kontakt zum Pferderücken“, warnt Andrea. Das könne man selbst einmal ausprobieren,in dem man auf einem Stuhl seinen Po anspannt. Damit hebt man sich vom Stuhl ab

    und spürt seine Sitzbeinhöcker nicht mehr vernünftig. „Wenn ich hingegen meinen Pol locker lasse spüre ich beide Sitzbeinhöcker sofort mehr und das ist ein ganz entscheidender Schlüssel für den korrekten Sitz.“

    Viele Reiterinnen würden beim Galoppieren aus Angst reflexartig mit den Oberschenkeln klemmen. „Sie haben auch gelernt, dauernd mit den Schenkeln zu treiben. Das ist nicht richtig. Der Po muss ruhig im Sattel ruhen und die Oberschenkelknochen müssen so locker wie bei einem Hampelmann aus der Hüfte runter hängen“, empfiehlt Andrea Lipp, „nur so kann ich das Pferd im Galopp in Balance begleiten und das fühlt sich wunderbar an.“

    Egal welche Gangart sei es wichtig, sich Zeit mit der Hilfengebung zu lassen, das Pferd nicht zu überfallen und es damit zu stressen und aus der Balance zu bringen.

    Weitere Tipps, wie der Galopp korrekt wird und Spaß macht hörst Du

    in dieser AUF TRAB -Podcastfolge.

    Viel Hörvergnügen wünschen Julia und Ihre Welshies.

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    Mehr zu Andrea Lipp findet ihr auf www.barock-reiten.de

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    #Galopp #Schwebephase #Gangart #Pferde #horses #Dreitakt #reiten #Podcast

    Foto: Andrea Lipp

     

     

    35 min
  • Indianerpferde made in Styria

    Der Steirer Hannes Wagner machte sich in US-amerikanischen Reservaten auf der Suche nach „echten“ Indianerpferden. Er wurde im Reservat der Palouse fündig und züchtet die legendären Indianerpferde M´amin jetzt in der Steiermark in Gschaid bei Birkfeld. Sein großes Ziel ist es, M´amins in die

    USA in das Reservat zu reimportieren, damit sie von den Indianern weiter
    gezüchtet werden und nicht aussterben.

    Zum einen ist es die einzigartige Rasse, die Hannes fasziniert. M´amins sind für die Distanz gezüchtet und legen problemlos 90 Kilometer am Tag zurück, wo unsere Warmblüter mit 40 bis 50 Kilometer oftmals am Limit sind.

    M´amins haben noch spanisches Blut in den Adern, sind gefleckt wie Appaloosa und ähneln diesen auch sonst rein äußerlich. Allerdings sind bei ihnen nicht so wie bei Appaloosas unterschiedliche Rassen hinein gekreuzt.

    Hannes hat auch das spezielle Pferdetraining von den Indianern gelernt, das er als das „wahre“ Horsemanship oder auch NorthWest Horsemanship bezeichnet. Es baue nicht auf Zirkustricks mit Leckerlis auf, sondern es geht um Leadership, dass das Pferd den Menschen als sein Leittier akzeptiert. Schläge kommen bei der Ausbildung nicht vor. Lob funktioniert, indem man vom Pferd den Drück wegnimmt und es in Ruhe lässt.

    Hannes, der sich schon immer für die Indianerkultur insgesamt begeistert,

    züchtet die Pferde auch nicht still und heimlich hintern den sieben steirischen Bergen, sondern versucht die Indianerkultur in seinem M´amin Horse Territory zu pflegen und Interessierten zugänglich zu machen.

    Wer einmal in die Indianerwelt der M ámin´s im steirischen Gschaid

    tief eintauchen möchte, vielleicht sogar im Tippi übernachten möchte, hat hierzu eine gute Gelegenheit beim The M´amin Horse Showfestival vom 16. bis 18. August 2024

    Info unter www.mamin.at. Mehr Info zu dieser ganz speziellen Rasse und auch zu NorthWest Horsemanship erhältst Du auch in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.

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    #Mamin #Indianer #Pferde #horses #Indigene #Podcast

    Foto: Johannes Wagner

     

    34 min
  • Pferde sind einseitig. Beidseitiges Training für mehr Balance.

    Einige AUF TRAB-Podcastfolgen haben sich bereits mit der angeborenen körperlichen Schiefe unserer Pferde beschäftigt, eine Folge der einseitigen Lage des Fohlens im Mutterleib. Diese ist aber nur eine Lateralität von drei, betont Konstanze Krüger, Professorin für Pferdehaltung im Studiengang Pferdewirtschaft in Nürtingen. Sie forscht mit zwei Kolleginnen auch an zwei weiteren Lateralitäten: die motorische und die sensorische Einseitigkeit von Pferden.

    Die motorische Lateralität zeige sich in der bevorzugten Verwendung der linken oder rechten Körperteile für bestimmte Aufgaben. Sensorische Lateralität bedeute wiederum, dass das Pferd bevorzugt seine linken oder rechten Sinnesorgane, etwa das linke oder rechte Auge oder Ohr einsetzt.

    Das muss man wissen, damit man versteht, warum sich ein Pferd links oder rechts lieber führen lässt oder einem lieber das linke oder rechte Auge oder Ohr zuwendet.

    Die Lateralität sagt auch viel über den Charakter eines Pferdes aus. Bei ausgeglichenen Pferden ist die Einseitigkeit meist nicht so stark ausgeprägt. Links motorische und sensorische Pferde sind häufig sensibler und schreckhafter als rechtsmotorische und rechtssensorische Vierbeiner.

    Die Ausgeprägtheit der Einseitigkeit sagt auch viel über den Gemütszustand des Pferdes aus. Mit dem Stresspegel des Pferdes steigt auch dessen Einseitigkeit, weshalb man zunächst alles tun sollte, damit sich das Pferd wohl fühlt.

    Konstanze Krüger kennt jede Menge Tipps, wie man die Händigkeit seines Pferdes herausfindet. Tritt es etwa meist mit dem linken Fuß an, liegt eine linke Einseitigkeit nahe. Ein Indiz hierfür wäre auch, wenn es sich links besser als rechts führen lässt. Vor allem aber ist es ein Warnsignal, wenn ein Pferd immer stärker links einseitig wird. Dann fühlt es sich aus irgendeinem Grund – bem Training, der Haltung, Fütterung, Weidegenossen etc. nicht wohl.

    Mit einem beidseitigen Training kann man sein Pferd körperlich wie mental in Balancezu bringen. So sollte man beim Reiten oft die Seiten wechseln, oder auch bewusst von beiden Seiten aufsteigen, das Pferden von beiden Seiten führen, Aufzäumen, füttern usw. Keinesfalls sollte man das Pferd zwingen, dass es einem etwa mit dem anderen Auge anschaut, sondern es nur anbieten. Sonst bringt man das Pferd nur noch stärker unter Stress, was die Einseitigkeit fördert und das Pferd verstört.

    Mehr dazu, wie wir die Einseitigkeit unserer Pferde besser erkennen,

    interpretieren und darauf richtig reagieren können erfährst Du in dieser AUF
    TRAB-Podcastfolge und im Buch „Lateralität bei Pferde“ von Konstanze Krüger, Isabell Marr und Kate Farmer, erschienen im Kosmos-Verlag.

    Viel Hör- und Lesevergnügen wünschen Julia Kistner und ihre

    Welshies.

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    #Lateralität #Einseitigkeit #Pferde #horses #Händigkeit #Podcast

    Foto: Konstanze Krüger

     

    32 min
  • Daniela Bolze: ... und sie sprechen doch! Wie Pferde mit uns kommunizieren.

    Pferde kommunizieren mit ihrem Körper, mit jeder einzelnen Bewegung, mit Muskelanspannung welches Bein wo steht, wie hoch der Schweif getragen wird, wie das Ohr steht, wie viele Augenfalten da sind, wie angespannt oder entspannt die Lippen sind. „Sie kommunizieren miteinander teilweise wirklich nur über kleine Blicke. Das, was wir immer als Kommunikation verstehen, das sind die Lautäußerung. Das gibt's bei Pferden wie bei allen Fluchttieren nur im Extremfall“, beschäftigt sich Pferdetrainerin

    Daniela Bolze in ihrem Buch „...und sie sprechen doch – wie Pferde mit uns kommunizieren“ intensiv mit der Pferdesprache. „Das ist eben das Traurige, die Pferde kommunizieren permanent mit uns und die meisten Menschen gehen da überhaupt nicht darauf ein“, bedauert Daniela. Pferdefreunde würden die vielen kleinen Kommunikationsversuche ihrer Vierbeiner nicht erkennen.  Pferde seien sehr höfliche Tiere, die Dich einladenmit ihnen zu kommunizieren. Man sollte mit ihnen unbedingt früh genug Blickkontakt aufnehmen, wenn man ihre Koppel, ihr Paddock oder ihren Stall betritt. Sie signalisieren Dir etwa, wann du näherkommen kannst, indem sie den Kopf zur Seite nehmen. Das werde oft fehlinterpretiert als desinteressiertes Wegschauen.
    Wenn das Pferd vor Dir steht und mit dem Kopf nickt, bedeutet das eigentlich „bleib mir vom Leib.“ Wenn du da nicht darauf reagierst, indem Du dann entweder stehen bleibst, am besten tief durchatmest, bis das Pferd Dich noch einmal einladet sind die Weichen für den Tag schlecht gestellt. Auch sollte man dem Pferd nicht hinterherrennen, wenn man es von der Koppel holt, sondern sich vielmehr erst einmal fragen, warum das Pferd nicht unserer Einladung, mitzukommen folgt.
    Ärger etwa, den man mit in den Stall mitbringt, einen hohen menschlichen Energiepegel spürt das Pferd sofort.

    Hilfreich kann eine Begrüßungskultur sein. Das ich dem Pferd etwa auf der Weide erst einmal zuschaue, ihm die Schweifrübe kraule, bevor ich ihm das Halfter entgegenstrecke und es hektisch überstreife. Sie verstehen uns nicht, aber sie verstehen die Tonalität, mit der wir ihnen begegnen. Viele Tipps für eine feinere Kommunikation mit Deinem Pferd erfährst Du von Daniela in dieser AUF TRAB-Podcastfolge und in ihrem Buch „…und sie sprechen doch“, erschienen im Crystal-Verlag.

    Viel Hör- und Lesevergnügen wünschen Julia & die Welshies.

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    #Crystal #DanielaBolze #Pferdesprache #horses #Pferd #Kommunikation #Podcast

    Foto: Crystal Verlag

    49 min

About Auf Trab

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Der Podcast für alle Pferde-verrückten Freizeitreiter und Kutschenfahrer.

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feinstoff by Guido Maria Kretschmer

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