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Zu Gast beim „Gegenwartsgeplapper“
Wir haben in einer verrauchten Göttinger Kneipe angefangen – mitten in einer linken Studentenblase, in der Diskussionen oft nur in eine Richtung gehen durften. Aus dem Frust über dieses Diskursklima ist based. entstanden: unser Versuch, Journalismus wieder mit Neugier und Respekt zu machen.
Christina vom Gegenwartsgeplapper dreht den Spieß um und stellt uns die Fragen. Wir erzählen, warum und wie wir überhaupt angefangen haben, was uns am heutigen Journalismus stört – und wohin die Reise für based. geht.
Außerdem: wie Frauke Petry extra nach Berlin angereist ist – und wir das Video einfach nicht aufgenommen haben…
Und: eine große Ankündigung Anfang November (jetzt doch in Folge 100), die frischen Schwung in based. bringen wird.
Zum "Gegenwartsgeplapper": https://open.spotify.com/show/48Q3RKAWQqashaIUQwGZtM?si=9ea7534168f34195
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Eine Aktivistin demonstriert alleine gegen Islamisten
Der Judenhass auf deutschen Straßen nimmt zu. Rund 6000 antisemitische Straftaten registrierte die Berliner Polizei im Jahr nach dem 7. Oktober 2023 – das sind 77 Prozent mehr als im Vorjahr.
Aktivistin Karoline Preisler schreckt das nicht ab. Sie stellt sich regelmäßig mit Schildern mit Aufschriften wie „Rape is not Resistance“, Blumen und Bildern israelischer Geiseln auf antiisraelische Demonstrationen – und begibt sich damit in Lebensgefahr.
Trotz zahlreicher Anfeindungen und Morddrohungen will sie weiter mit den Islamisten ins Gespräch kommen. Preisler sieht ihr Engagement als den „Stachel im Fleisch“ vieler Antisemiten, die sich von ihr provoziert fühlen.
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Neue Medien fordern die Leitmedien heraus
Die großen journalistischen Marken Deutschlands stehen unter Druck. Die Auflagen sinken, und das Vertrauen in die ehemals zentralen Qualitätsmedien schwindet. Im Internet macht eine neue Konkurrenz ein alternatives Angebot.
Dazu gehört auch “Apollo News”. Der erst 23-jährige Chefredakteur Max Mannhart möchte mit seiner Redaktion über Themen berichten, die Leitmedien auslassen würden. Kritik an Mannharts Medium mündet oft in dem Vorwurf, es sei „rechts“ oder gar „rechtsextrem“.
Die Linkspartei Berlin-Treptow forderte nun bei einer Veranstaltung mit der Amadeu Antonio Stiftung, „Apollo“ aus dem Stadtteil zu vertreiben. Sie wolle „rechten Medien auf die Tasten treten“. Mannhart versteht das als Aufruf zur Gewalt. Trotz dieser Vorgänge wächst die Marke rasant.
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Sicherheitsgefühl in Deutschland schwindet
Nach einer Serie von Anschlägen zu Jahresbeginn wird bis heute intensiv über die Sicherheit des Landes gestritten. Laut Allensbach-Sicherheitsreport fühlen sich inzwischen 40 Prozent der Deutschen im öffentlichen Raum nicht mehr sicher.
Die “Welt”-Journalisten Alexander Dinger und Philipp Woldin analysieren in ihrem Buch eine “Neue deutsche Gewalt” als einen Grund für das schwindende Sicherheitsgefühl – vor allem in Städten. Die Täter sind auffällig jünger und brutaler als früher, auch Migration spielt eine Rolle.
Statt konstruktiv über die Ursachen der Verrohung des öffentlichen Raums zu diskutieren, fehle der Debatte den Autoren zufolge Differenzierung. So argumentierten etwa sowohl Böhmermann als auch Weidel mit Auslassungen und Halbwahrheiten.
Das Buch "Neue Deutsche Gewalt" hier kaufen: https://amzn.eu/d/13vW9oQ
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Wenn Gewalt gegen Frauen zur Waffe wird
Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 bleibt nicht nur wegen der hohen Opferzahlen, sondern auch wegen seiner Brutalität in Erinnerung. Zentral war dabei der gezielte Einsatz sexualisierter Gewalt gegen Frauen.
Die Gewalt der Hamas habe ein Signal an jüdische Frauen senden sollen, sagt Rebecca Schönenbach, Expertin für Islamismus und Feminismus. Misogynie diene totalitären Regimen als Werkzeug der Kontrolle.
Obwohl die Täter ihre Verbrechen teils selbst dokumentierten, bleibt das Thema weitgehend unbeachtet. Erst im März 2024 stufte die UN den Einsatz sexualisierter Gewalt lediglich als „wahrscheinlich“ ein. Dieser Antisemitismus, so Schönenbach, verschlimmere das Trauma der Frauen.
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Wer sind die Rebellen von heute?
Die FDP will neuerdings „die radikale Mitte“ sein. CDU-Chef Merz rudert bei Gegenwind regelmäßig zurück. Der Mut zum Anecken wird dagegen eher bei Linken gesehen – etwa Jette Nietzard (Grüne), die öffentlich im ACAB-Pulli posiert.
Kolumnist Jan Fleischhauer sieht hingegen nicht bei Grüner Jugend, sondern JuLis und Junger Union die richtigen Rebellen. Sie würden sich gegen eine linke Stimmung an Unis und in Medien stellen, während linker Jugendprotest oft mit Zustimmung von Eltern und Regierung einhergehe.
Fleischhauer schrieb 30 Jahre für den “Spiegel” und kennt die Sponti-Linke. Er warnt Bürgerliche jedoch auch vor falscher Rebellion: Die AfD, sagt er, wolle nicht widersprechen, sondern das System zerstören.
based. war LIVE auf dem Open Summit 2025
Was für ein Meilenstein: Vor über 200 Menschen durften wir beim Open Summit des Think-Tanks Prometheus aufzeichnen. Mit Jan Fleischhauer haben wir versucht, dem Schrecken der Politik etwas Heiteres abzugewinnen – und dem Publikum nach zu urteilen, ist das gelungen. Danke an alle, die dabei waren und uns geholfen haben, dieses Event möglich zu machen. Aber: Da geht noch mehr...
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Foto: Superbass
Eine Arbeiterpartei verliert ihre Arbeiter
Vor Jahrzehnten kämpfte die SPD noch um 40 Prozent bundesweit. Ihren Rückhalt in der Arbeiterschaft hat sie aber längst verloren. Ausgerechnet diese wählt heute eher die AfD als Sozialdemokraten. Statt Links also eher Rechts.
Fragt man Stefan Laurin, Herausgeber des Blogs “Ruhrbarone”, versucht die SPD nicht einmal mehr, die eigene Kernklientel noch anzusprechen. Viel mehr biedere sich die Sozialdemokratie an die Politik der Grünen an. Das kostet Vertrauen unter der eher konservativen Arbeiterschaft.
Ganz im Gegensatz zur aktuellen Wachstumsskepsis müsse sich die SPD viel mehr auf das Ziel Wachstum und Wohlstand konzentrieren. Die Diskussionen um Postwachstum und Bürgergeld verschrecken Menschen mit kleinem Geldbeutel.
*zwei Fragen mussten wir im Nachhinein neu aufnehmen, weil die Kamera während des Gesprächs ausgefallen ist.
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Die Bereitschaft zur politischen Gewalt steigt
Charlie Kirk wurde in der vergangenen Woche auf einer Veranstaltung an der Utah Valley University erschossen. Kirk galt als enger Vertrauter Donald Trumps und war ein wichtiger Influencer für die konservative Bewegung in den USA.
Nach dem Mord an Kirk gab es nicht nur Trauer, sondern auch Häme und Freude. Journalisten streuten teils Falschinformationen. Für Cicero-Redakteur Ben Krischke ist die Empathielosigkeit das Resultat der Tendenz, im politischen Gegner das Böse zu sehen.
Krischke sieht Influencer Kirk als „brückenbauenden Radikalen“. Es bestürze ihn, dass jemand debattenfreudiges Opfer einer solchen Tat wurde. In Deutschland wird die Lage mit einem laut BKA neuem Höchststand von 84.172 politisch motivieren Straftaten ebenfalls schlimmer.
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Kaum noch Optimismus für die Zukunft des Landes
Der Optimismus im Land ist verflogen. Laut Bertelsmann Stiftung waren kurz vor der Bundestagswahl 75 Prozent der Deutschen pessimistisch, was den Zustand der Demokratie angeht und sahen das Land auf dem falschen Weg.
Auch Kabarettist Vince Ebert geht es so. Er kritisiert in seinem neuen Buch „Wot se Fack, Deutschland?“, dass sich viele Debatten von Rationalität und Vernunft entfernen würden. Seine Analyse: Unsere Gefühle haben den Verstand verloren.
Das Buch stieg schnell zum Bestseller auf. Ebert selbst sieht sein Buch als ein Plädoyer für die Werte der Aufklärung. Kritiker hingegen erkennen es als Teil einer Medienindustrie, die sich immer mehr auf Empörung fokussiert.
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Zum Buch von Vince: https://amzn.eu/d/8ZiZzq9
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Der based. Podcast LIVE mit Jan Fleischhauer!
Am 27.09. trifft sich die liberale Szene beim Open Summit vom Think Tank Prometheus in Berlin – dem Gipfeltreffen der Freiheit.
Zum krönenden Abschluss: eine Live-Aufnahme unseres Podcasts vor etwa 200 Zuschauern. Mit unserem Rabattcode Meinungsfreiheit50 bekommt ihr das Ticket 50% ermäßigt.
Tickets: https://eventbrite.de/e/open-summit-2025-tickets-1245890705639
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