
Sign up to save your podcasts
Or


Nach unserer langen Sommerpause sind wir nun wieder zurück unter den Linden und widmen uns einer ganzen Folge lang Literatur aus Tschechien. Das ist in diesem Jahr Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse und es gibt da wirklich viel zu entdecken! Ahoj! Ludwig beginnt mit Gedichten über Tiere, die von den Menschen verdrängt werden und sich dennoch am Ende behaupten. Maria reist mit Alice Horácková zu einer lebenslangen Freundinnenschaft ins Riesengebirge. Tschechisch und Deutsch fließen da erst natürlich ineinander und werden dann doch gewaltsam getrennt. Mit großer Tragik und summendem Humor blicken wir dann tief in die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive einer Fliege. Danach nimmt uns Jarka Kubsova mit in den Wald. Ist es ein Märchenwald? Vielleicht, denn sie zaubert eine der bekanntesten vergessenen tschechischen Autorin aller Zeiten wieder in unser Bewusstsein. Wie sehr frühkindliche Erfahrungen unsere spätere Bindungsfähigkeit prägen, weiß nicht nur die Berliner Tinder-Bubble, sondern auch Štěpánka Jislová. In ihrer Graphic Novel erzählt sie einfühlsam und sehr anschaulich von der Einsamkeit in unseren Tagen. Zum Abschied wird es hart kapitalismuskritisch bei uns. Wir teilen eine Schicht mit Anna Beata Háblová und spüren die zerstörerische Kraft des Niedriglohns aus dem Kühlregal wehen. Verschwitzt und ausgebrannt folgen wir dann dem Fahrradkurier in Petr Šestáks wütendem Fight-Club Pamphlet gegen die herrschenden Verhältnisse.
Viel Freude beim Nachlesen, eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.
Willkommen zu unserer letzten Folge vor einer kleinen Sommerpause. Zu Beginn lüftet Maria gleich das Geheimnis, wegen welchem Spieler sie doch ab und zu gern Fußball schaut. Danach liest sie melancholisch-liebevolle Gedichte eines Mannes, den wir beide gern als Großvater hätten. Bevor Ludwig mit seinem ersten Roman beginnt, empfiehlt er euch, Tino Schlench aka Literaturpalast zu folgen, wenn ihr euch für Literatur aus Südosteuropa interessiert. Von dort erzählt Maja Iskra in ihrem Debüt – und von einem Mädchen in Belgrad, das zwischen Prügeleien und dem Echo des Krieges das Lieben lernt. Auf Heike Geißlers neuen Roman haben wir alle gewartet und Marias hohe Erwartungen wurden mehr als erfüllt, trotz der strengen Olfaktorik, die aus den Seiten strömt. Domenico Müllensiefens neuestes Werk riecht wohl eher nach Benzin und saurem Kaffee. Wenn er von einer LKW-Fahrerin und ihrer Tochter erzählt, wird selbst die Autobahn zu einem literarischen Ort. Bis zu den malerischen Lofoten sind die beiden nicht gefahren, sonst hätten sie vielleicht die Spuren von Anna Boberg entdecken können, der Künstlerin, der Sophia van der Linden ein wunderschönes literarisches Portrait gezeichnet hat. Auch bei Ludwigs Empfehlung zum Schluss vermischen sich die Grenzen von Kunst und Literatur und bei Maria bleibt es mit Stig Dagerman skandinavisch-kristallin.
Viel Freude beim Hören und natürlich beim Nachlesen. Schreibt uns gern, welche Bücher euch aus dieser Folge besonders gefallen haben!
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.
Zu Beginn unserer Mai-Folge laden wir euch ein zu einer Live-Veranstaltung in die Stabi. Am 27. Mai wird Maria im altehrwürdigen Humboldtsaal mit der tschechischen Autorin Anna Beata Háblová und der deutschen Autorin Anette Selg über ihre neuen Bücher sprechen. Kommt gern vorbei! Danach lässt Ludwig mit den Weltraumgedichten von Alexander Schnickmann zwei Galaxien sich sanft streifen. Aber nur einmal. Danach heißt es schon wieder Abschiednehmen, von der Nacht, einem Gefühl oder einer früheren Version unseres Selbst. Das gelingt am besten mit den stärkenden Gedanken von Gabriele Arnim zu allem, was uns gerade umgibt. Manchmal braucht es auch ein Gewehr, um wirklich Abschied nehmen zu können, zeigt uns Muri Darida in seinem ersten Roman. Das kann von einem kleinen Dorf in Ungarn sein oder von der Vergangenheit. Oder, wie in Sharon Dodua Otoos neuem Roman, von einem Mann, der einem tierisch auf die Nerven geht. Auf wenigen Seiten gelingt ihr die absolut plausible Herleitung eines Mordes. Ähnlich knapp und präzise schreibt auch Katerina Poladjan ihrem preisgekrönten neuen Roman. Der lässt zwischen den Zeilen viel Zeit, vom Strand am Schwarzen Meer zu träumen. Zum Schluss empfiehlt Maria noch ein Fährenbuch ihrer Lieblingsübersetzerin aus dem Dänischen und Ludwig einen sehr klugen, feministischen Essay über Puppen.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören!
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin.
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.
Folge 83 ist nun als Podcast online! Was erwartet euch diesmal?
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin.
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.
Willkommen zu Folge 82! Die beginnen wir mit einem besonders schönen Gedicht über das Wort „schön“ von Nasima Sophia Razizadeh. Direkt danach feiert Maria das Booktokphänomen einer literarischen Wiederentdeckung und geht mit Jacqueline Harpman in die dystopischen Verliese einer frauenfeindlichen Welt. Wie sehr mensch den Schmerz und das Leid lieben kann, liest Ludwig in der bitterbösen Beziehungsgeschichte von Dana Suffrins Toxibaby. Dass Gelb auch ein schöner Gedanke sein kann, zeigt uns Nefeli Kavouras und legt gleichzeitig wohl den spektakulärsten Plottwist des Bücherfrühlings hin. Wenn von Ulrike Almut Sandig ein neues Buch erscheint, ist unser Interesse natürlich geweckt. Mit „Im Orkan“ nähert sich die Lyrikerin, Klangkünstlerin und Schriftstellerin dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine märchenhaft und realistisch zu gleich. Zum Schluss empfiehlt Maria ein längst überfälliges Sachbuch über queere Literatur und Ludwig einen flirrend-genialen Einblick in den Abschiedsschmerz einer Teenagerin.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören. Schreibt uns gern, welche Bücher nun auf euren SuB wandern 😊
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.
Nach unserer Sonderfolge zum Wortmeldungen Literaturpreis sind wir nun ganz regulär wieder in der Stabi und sprechen über sieben Bücher, die uns im letzten Monat beschäftigt und begeistert haben. Maria beginnt mit Lyrik von Warsan Shire, die ihr so vertraut vorkommt und doch ganz neu ist. Vielleicht liegt es an ihrer Wahrhaftigkeit? Bei Ludwig wird es sportlich in dieser Folge mit Res Siguschs Romanfigur Christian. Der kann seine Ängste nicht wegtrainieren und wirkt am Ende trotzdem stärker als erwartet. Kein so gutes Ende nimmt die Geschichte des argentinischen Autors Jorge Barón Biza, sowohl im Roman wie im echten Leben. Denn auch an alten Wunden kann man Sterben. Was der Gier nach Erfolg und der Leistungswille mit dem Körper von Mädchen und jungen Frauen anrichtet, erzählt Son Lewandowski schmerzhaft präzise - wie literarischen Spitzensport. (Und kleine Korrektur: es gibt vier Disziplinen im Bodenturnen: Stufenbarren, Schwebebalken, Sprung und Boden.) Auch beim nächsten Buch spielt Schmerz eine zentrale Rolle, wenn Maggie Nelson sich einer oralen Lehre des Leidens verweigert und Maria dabei direkt hinter die Stirn trifft.
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin.
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.
(c) blauschwarzberlin 2026
In dieser Sonderfolge sprechen wir über die fünf Shortlisttexte für den Wortmeldungen-Literaturpreis 2026. Der Preis wird seit 2018 von der Crespo Foundation an literarische und kritische Kurztexte zur Gegenwart verliehen.
Und das Beste? Auf wortmeldungen.org/literaturpreis/shortlist könnt ihr alle Texte herunterladen und lesen!
Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören!
Wer die fünf Autor:innen einmal live erleben möchte, hat dazu am 11. Februar 2026 um 19.30 Uhr im Literaturhaus Frankfurt die Gelegenheit.
Die Preisverleihung findet am 12. Juni 2026 im Crespo Haus in Frankfurt a.M. statt.
Wir bedanken uns bei dem Team des Wortmeldungen-Preises für den frühen Einblick in diese herausragenden Texte und die gute Zusammenarbeit!
© blauschwarzberlin 2026
Wir begrüßen euch mit Folge 80 im neuen Jahr und stellen gleich zu Beginn eine der großen Fragen der Winterlesezeit: Lieber dicke, alte oder dünne, neue Bücher? Danach steigt Ludwig ein mit einem Oscar-nominierten Lyriker und Gedichten, die zwischen Realismus und Naturmythologie flimmern wie Nordlichter am Nachthimmel. Lange hat Maria gezögert, öffentlich über Joan Didion zu sprechen. Mit den posthum erschienenen „Notizen für John“ wagt sie nun diesen Schritt. Besser spät, als nie! Das können wir auch über die Lektüre von Christopher Isherwood sagen. Der ist Ende der 1920er Jahre wegen der größeren Freiheit von London nach Berlin gezogen. Und 1933 verließ er es, kurz nach der Bücherverbrennung. Wie er von diesen vier Jahren erzählt, zeugt von großer, trauriger Philanthropie und weckt Berlin-Sehnsucht, selbst bei denen, die hier wohnen. Bis nach Garmisch-Partenkirchen führt uns Jaqueline Kornmüllers erster Roman. Eine Geschichte, geboren in bitterster Armut und dennoch geradezu strotzend vor Zuversicht und Lebensglück. Das wird man in David Wojnarowicz‘ Waterfront Journals nur selten finden. Warum die nun endlich erschienene Erstübersetzung dieser Texte aus dem New York der 70er Jahre trotzdem so lesenswert sind, wird in unserem Gespräch hoffentlich deutlich. Zum Schluss empfiehlt Maria Mäuse als großartige Erzählstimmen einer Familie zwischen Russland und den USA und Ludwig den ersten (!) wissenschaftlichen Sammelband zum Thema Literatur und Podcast.
Wir wünschen euch wie immer viel Spaß beim Hören und einen sanften Start ins neue Lesejahr.
Und vielen Dank an die Stabi unter den Linden für die Bücherbehausung!
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin
(c) blauschwarzberlin 2026
Unsere weihnachtliche Folge beginnen wir mit einem kurzen Rückblick auf Partys, die wir verpasst haben (leider) und Weihnachtsmärkte (nicht so schlimm). Nach einer Überleitung, die sich so angefühlt hat, wie mit einem Schlitten in verborgene Landschaften zu gleiten, gratulieren wir ganz poetisch dem Verlagshaus zum 20. Jubiläum. Womit? Einem Gedicht natürlich! Das schenkt uns diesmal die Lyrikerin Anne Bastrop. Danach erlesen wir mit dem Premio Strega-Preisträger Andrea Bajani eine familiäre Versuchsanordnung, die besonders in den Feiertagen wie eine böse, schöne Verheißung klingt. (Wir raten davon ab, das zu Hause nachzuahmen.) Von Miku Sophie Kühmel wird Maria in die dreißiger Jahre collagiert, direkt in das Kunst- und Liebesleben von Hannah Höch. Danach reisen wir mit Jegana Dschabbarowa nach Russland und weiter nach Aserbaidschan und erkunden den weiblichen Körper wie ein von Männern kolonialisiertes Land. Zum Glück haben sich ihre Hände ermächtigt, zu schreiben. Das denken wir auch bei Tezer Özlu. Von den kalten Nächten ihrer Kindheit wissen wir nun endlich dank der wiederentdeckenden Übersetzung Deniz Utlus. Zum Schluss empfiehlt Ludwig allen Menschen, die Bücher und Literatur lieben, sich mit Roger Willemsens Texten bequem hinzulegen. Und Maria legt euch Karen Köhlers Aufforderung für mehr Spielen unter den Baum.
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin.
(c) blauschwarzberlin 2025
In den alten Mauern der Stabi haben wir es uns wieder gemütlich gemacht, um über ganz neue Bücher zu sprechen. Poetisch beginnen wir mit einem vulkanischen Langgedicht von Nancy Hünger, die wie eine Seismographin die unterirdisch wirkenden Kräfte einer großen Liebesbeziehung erspürt. Dass Liebe auch eine politisch starke und mächtige Kraft sein kann, liest Maria bei Daniel Schreiber und teilt mit großer Begeisterung seinen hell leuchtenden Aufruf in diesen dunklen Zeiten. Wie sich dieser Aufruf in unsere intimsten Beziehungen übersetzen lässt, mit Verantwortung, Fürsorge und verbindlicher Nähe, zeigt Andrea Newerla in ihrem neuen, augen- und türenöffnenden Buch. Das ist wie Familie, nur besser. Ganz selbstbestimmt will sich auch die Protagonistin in Eva Baltasars Roman „Mammut“ eine eigene Familie bauen. In welche Abgründe das dann führen kann, zeigt dieses schmale, aber unglaublich wuchtige Buch. Wie es Kaśka Bryla gelingt, über so schwere Themen wie Gulag und Covid einen so fesselnden Text zu schreiben, bleibt Ludwig am Ende ein Rätsel. Gewiss ist ihm nach der Lektüre aber das herausragende erzählerische Talent Brylas. Zum Schluss empfiehlt Maria das Tagebuch einer Trennung, in dem alles erlaubt zu sein scheint. Und Ludwig wünscht euch einen Ohrwurm der ersten literarischen Girlband – den No Scribes. Also: dreht die Lautstärke hoch und hört euch das mal an.
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin.
Wir danken der Staatsbibliothek zu Berlin, diesen Raum für Literatur zu ermöglichen.
(c) blauschwarzberlin 2025
From the publisher's feed

5 Listeners

178 Listeners

71 Listeners

27 Listeners

25 Listeners

37 Listeners

24 Listeners

13 Listeners

4 Listeners

10 Listeners

21 Listeners

7 Listeners

0 Listeners

1 Listeners

11 Listeners