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Redaktion: Sina Schuler
Produktion: Gina Kutkat
Kristian Weiser war 13, als er das erste Mal einen Joint rauchte. Doch dabei blieb es nicht, später kamen chemische Drogen wie MDMA oder Amphetamine dazu – bis er fast an einem Drogen-Cocktail gestorben wäre. Der heute 29-Jährige wusste meist nicht, was genau er da konsumiert und in welcher Dosierung. Darüber sind sich auch heute noch die wenigsten Konsumierenden klar, die in Baden-Württemberg leben. Denn das Land hätte längst grünes Licht, Drug-Checking umzusetzen – doch es hinkt der Einrichtung solcher Angebote hinterher, bei denen Substanzen auf ihre Inhaltsstoffe und Dosierung überprüft werden.
Im Podcast spricht Kristian Weiser, der heute in Hartheim lebt, über seinen Konsum und den Weg aus der Sucht. Und wie schockiert er darüber ist, dass er so unbedarft verschiedene Substanzen konsumiert hat. Hätte ihm Drug-Checking geholfen?
Das Know-how, Substanzen zu analysieren, hat die Forensische Toxikologie an der Uniklinik Freiburg. Volker Auwärter, der das Institut leitet, setzt sich seit Jahren für Drug-Checking ein. Auch der Experte kommt in dieser Folge von „BZ am Ohr“ zu Wort. Könnte es Drug-Checking bald in Städten wie Freiburg geben und wie genau könnte es ablaufen?
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Er liebt den Ballermann so sehr, dass alle Urlaubstage dafür draufgehen: Marco Flohe aus Denzlingen, besser bekannt als „Malle-Marco“ auf Social Media, ist Bierkönig-Ultra. Er ist Industriemechaniker, 33 Jahre, aufgewachsen in Emmendingen bei Freiburg. Auf Instagram und Tiktok hat er Tausende Follower, er teilt dort Videos und Memes von seinem Malle-Lifestyle. Was treibt ihn an? Und hat er keine Sorgen, dass ihm sein Lebensstil in Sachen Job oder Beziehung irgendwann vor die Füße fällt? Das erzählt Malle-Marco in dieser Podcastfolge von "BZ am Ohr".
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Sie werden angeschrien, unter Druck gesetzt – oder erleben gar Eingriffe, die sie gar nicht wollen. 10 bis 30 Prozent der Frauen erleben bei der Geburt ihres Kindes Gewalt. Woher kommt diese Gewalt? Die Freiburger Historikerin Helena Barop sagt: Aus dem Patriarchat. Darüber hat sie ein Buch geschrieben: „Mythen, Macht und Muttermund - eine feministische Geschichte der Geburt" ist gerade im Siedler-Verlag erschienen. Helena Barop zeigt darin, wie patriarchale Strukturen bis heute die Geburtshilfe prägen. Sie zeichnet nach, wie die die Geburtshilfe von einer reinen Frauensache zu einer männlich dominierten Medizin wurde – mit Folgen, die bis in die heutigen Kreißsäle reichen.
Im Podcast „BZ am Ohr" spricht Helena Barop über die erschreckende Geschichte der Gebärhäuser ab 1750, in denen mittellose Frauen als Übungsobjekte für Medizinstudenten missbraucht wurden. Sie erklärt, warum Frauen überhaupt auf dem Rücken gebären – eine Erfindung der Aufklärung, die nichts mit medizinischer Notwendigkeit zu tun hat. Und sie beschreibt, wie die mechanische Vorstellung von Geburt, die damals entstand, noch immer zu unnötigen Eingriffen führt. Warum liegt die Kaiserschnittrate in Deutschland bei über einem Drittel? Wie hängen Zeitdruck im Kreißsaal und Gewalt unter der Geburt zusammen? Und was bedeutet es, wenn 10 bis 30 Prozent der Gebärenden traumatisierende Erfahrungen machen?
Helena Barop macht aber auch Mut: Noch nie waren Geburten so sicher wie heute, noch nie hatten Frauen und Kinder so viele Rechte. Die Geschichte der gewaltfreien Geburtshilfe ist noch nicht zu Ende erzählt – aber sie muss aktiv weitergeschrieben werden. Was sich im System ändern muss, welche Rolle Hebammen spielen sollten und warum die Ärzteschaft historische Verantwortung übernehmen muss, erklärt die Historikerin in dieser Folge von „BZ am Ohr".
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Mit einem 3:1-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga bucht der SC Freiburg das Ticket für das Europa-League-Finale. Es ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte des Sportclubs. Wie konnte dieser Finaleinzug gelingen? BZ-Sportchef René Kübler sagt, es sei die Krönung einer Entwicklung, die schon über viele Jahre anhält. Man habe das nicht erwarten können, aber es komme auch nicht völlig überraschend.
In dieser Sonderfolge von "BZ am Ohr" sprechen Christoph Giese und René Kübler über das starke 3:1 gegen Braga, über Lukas Kübler und Nicolas Höfler, die sich nahtlos in die Mannschaft einfügten - und über die starke Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren.
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Digitale sexualisierte Gewalt, Deepfakes und KI – diese Themen betreffen längst nicht mehr nur Prominente. Mit nur einem Foto lassen sich täuschend echt aussehende Porno-Aufnahmen von echten Menschen erstellen. Digitale Gewalt ist ein riesiges Problem - das zeigen auch die aktuellen Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes oder der Spanner-Skandal an der Uni Freiburg. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Podcast-Redakteurin Dora Schöls mit Rechtsanwältin und Podcasterin Stephanie Beyrich über die Frage: Wie können wir uns vor digitaler Gewalt schützen - ohne komplett aus dem Netz zu verschwinden? Welche gesellschaftlichen Veränderungen braucht es, damit digitale Gewalt nicht weiter verharmlost wird? Und warum sind vor allem Frauen betroffen?
Stephanie Beyrich erklärt, warum wir wie nackt im Dunkeln stehen, wenn wir Daten online hinterlassen, und gibt konkrete Tipps für Betroffene: Wie dokumentiere ich Beweise rechtssicher? Wann sollte ich Strafanzeige erstatten? Und wie kriegen wir große Internet-Plattformen dazu, schneller auf Meldungen zu reagieren? Denn die aktuelle Gesetzeslage schützt die Opfer nicht ausreichend. Beyrich sagt im Podcast, was sie von dem aktuellen Gesetzesentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig hält, und erklärt, warum ihr geplante EU-Regelungen Hoffnung machen.
Tipps von Hateaid: Das kannst du bei Gewalt im Internet tun
Digitale Übergriffe: Gesetz gegen Deepfakes: Was sind die Pläne von Justizministerin Hubig?
Überblick: Alle Artikel zum Spanner-Skandal an der Uni Freiburg
Kommentar: Spanner-Skandal an der Uni Freiburg und Collien Fernandes: Fälle wie diese sind ein Schlag ins Gesicht jeder Frau
Eine Betroffene erzählt: "Von Hunderten missbraucht gefühlt"
Interview: "Keiner hat eine Alternative zum Social-Media-Verbot"
Hintergrund: Social-Media Verbot: Das sagen Schülerinnen und Schüler im Hochschwarzwald dazu
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Künstliche Intelligenz, Unternehmensführung und die Zukunft der Arbeit – das sind die zentralen Themen dieser Folge von „BZ am Ohr". Zu Gast ist Christian Steiger, Geschäftsführer von Lexware, einer Tochter der Freiburger Haufe Group. Der 52-Jährige vertritt eine provokante These: In naher Zukunft wird jeder Unternehmer von einer KI als Co-Geschäftsführer unterstützt. Doch wie realistisch ist diese Vision – und was bedeutet sie für Selbstständige, Handwerker und den Mittelstand?
Christian Steiger erklärt im Gespräch sein „Lena-Prinzip": Statt nur zu „prompten", sollten Unternehmer lernen, KI zu „mandatieren" – ihr also klare Ziele, Werte und Grenzen vorzugeben. Wie funktioniert das konkret? Welche Tools nutzt Steiger selbst im Alltag? Und warum sieht er gerade für die vier Millionen Selbstständigen in Deutschland enormes Potenzial, durch KI entlastet zu werden? Der Podcast gibt praktische Einblicke, wie ein Bäcker oder Handwerker den Einstieg in die KI-Welt meistern kann – und warum die Kontrolle dabei immer beim Menschen bleiben muss.
Doch die KI-Revolution wirft auch unbequeme Fragen auf: Werden Berufseinsteiger es künftig schwerer haben? Verschwinden klassische Bürojobs? Und was passiert, wenn Routineaufgaben wegfallen? Steiger spricht offen über die Transformation des Arbeitsmarktes, über die Bedeutung von Neugier und Loslassen – und darüber, warum er seiner Tochter nicht empfehlen würde, Buchhalterin zu werden. Außerdem verrät der frühere Musiker und Komponist der Euromir-Hymne, ob KI-generierte Musik ihn berühren kann und wann ihm neue KI-Entwicklungen zuletzt eine Gänsehaut bereitet haben.
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Der SC Freiburg spielt eine der erfolgreichsten Saisons seiner Vereinsgeschichte. In der Bundesliga kämpft der Club noch um den Einzug in den Europapokal, im DFB-Pokal und in der Europa League hat er jeweils das Halbfinale erreicht. In dieser Woche nun steht das Halbfinal-Hinspiel bei Sporting Braga an. Setzt sich der Sportclub gegen den portugiesischen Verein durch, würde er ins Finale der Europa League einziehen. Das wird am 20. Mai in Istanbul ausgetragen.
In dieser Folge von BZ am Ohr sprechen die BZ-Redakteure Julia Dreier und Christoph Giese über diese außergewöhnliche Saison. Was macht den SC Freiburg so erfolgreich? Warum ist der SC seit einigen Jahren im Dauer-Hoch? Und wie lange geht das noch so weiter? Außerdem werfen wir einen Blick auf das anstehende Halbfinale: Was ist Braga für ein Team? Welche Spieler von Braga kennt man aus Deutschland? Und wieso ist das Stadion von Braga so besonders?
Mehr zum Thema: SC Freiburg ohne Atubolu? Torhüter-Planungen für die kommende Saison laufen
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Berichterstattung von Kate Connolly zum Engländerunglück (Guardian):
2016: The fatal hike that became a Nazi propaganda coup
2026: UK schoolboys’ fatal hike remembered in Black Forest 90 years on
Podcast:
Podcast: Das Engländer-Unglück am Schauinsland von 1936 gibt bis heute Rätsel auf
BZ-Artikel zum Engländerunglück:
Engländerunglück vor 90 Jahren: Wie das Geschehen die Familien der Opfer weiterhin beschäftigt
Wie das Gedenkwochenende zum Engländerunglück in Hofsgrund nachwirkt - "Jeder hat jetzt ein Bild vom anderen"
Wer war Kenneth Keast, der 1936 beim Engländerunglück fünf Schüler am Schauinsland in den Tod führte?
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Südbadens Alt-Banker sind überzeugt: Banken wird es noch eine ganze Weile geben. Unregulierte Internet-Marktplätze, wo sich Kapitalgeber und Kapitalnehmer ohne Aufsicht virtuell im Netz treffen, werden nicht an die Stelle der etablierten Finanzdienstleister treten. So macht Marcel Thimm, langjähriger Chef der Sparkasse Freiburg Nördlicher-Breisgau, im Videopodcast "BZ am Ohr" deutlich, dass es Banken sind, die mit ihrem Wissen die unterschiedlichen Interessen von Sparern und Kreditnehmern in Einklang bringen.
Thomas Keller, Firmenkundenspezialist und bis 2022 unter anderem Managing Director der Deutschen Bank in Freiburg und Stuttgart, weist auf die positiven Folgen des regulierten deutschen Bankwesens für die Entwicklung der heimischen Wirtschaft seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hin. Schwierigkeiten einzelner Finanzdienstleister hätten gut abgefangen werden können, das Risiko einer Ansteckung sei gering gewesen.
Uwe Barth, über viele Jahre hinweg Sprecher des Vorstands der Volksbank Freiburg und ebenfalls Firmenkundenspezialist, sagt, ein guter Bankberater vermöge, wie ein Kunde zu denken. Für ihn heißt das, sich in der betreffenden Branche hervorragend auszukennen und sich intensiv mit den Problemen des Unternehmens auseinanderzusetzen. Der Anspruch müsse sein, "auf Augenhöhe mit der Unternehmerin oder dem Unternehmer zu reden".
Das Gespräch führt Bernd Kramer, Redaktionsleiter Wirtschaft bei der Badischen Zeitung.
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An diesem Sonntag hat Freiburg die Wahl: Am 26. April wählen die Freiburgerinnen und Freiburger eine oder einen neuen Oberbürgermeister. Wie ist die Stimmung in der Stadt vor der Wahl? Wer hat die größten Chancen, Amtsinhaber Martin Horn herauszufordern, der erneut mit Unterstützung der SPD antritt? Da sind Monika Stein, unterstützt von einem links-grünen Bündnis, und Achim Wiehle mit der CDU hinter sich. Außerdem treten an die parteilosen Kandidaten Florian Braune und Dejan Mihajlovic sowie Karl Schwarz von der AfD - und dann gibt es noch die Spaßfraktion mit Claudio Probst, Martin Borgmann und Wim Kölker.
Eine repräsentative Umfrage der BZ sieht Martin Horn vorne, gefolgt von Monika Stein und Achim Wiehle. Was sagen diese Kandidierenden zu den entscheidenden Themen wie bezahlbares Wohnen und Wirtschaft? Zum Stadttunnel und zur Verpackungssteuer? Soll der Flugplatz bebaut und der Stühlinger Kirchplatz mit Video überwacht werden? Darüber spricht BZ-Podcastredakteurin Dora Schöls in dieser Folge von "BZ am Ohr" mit Max Schuler, dem Leiter der Freiburger Stadtredaktion der Badischen Zeitung.
Außerdem geht es um die Frage, warum soll das Münster gesprengt und Freiburg zur Küstenstadt werden soll. Wofür wurde der AfD-Kandidat Karl Schwarz heftig ausgebuht? Wann und wo gibt es am Sonntag die Ergebnisse? Und was passiert, wenn am Sonntag niemand die absolute Mehrheit bekommt?
Die BZ Freiburg bei Instagram findet ihr unter bz_freiburg.
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