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Wir stellen uns die große Frage, die alle in der Astronomie schon mal gestellt bekommen haben: Gibt es Aliens und wenn ja, wo sind sie? Auf der Suche nach der Antwort treffen wir auf den großen Filter, Aussterbewahrscheinlichkeiten und die unvorstellbaren Distanzen und Zeiträume im Universum.
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Das Fermi Paradoxon und der große Filter
Im Jahr 1950 hat der Physiker Enrico Fermi bei einem Mittagessen die heute berühmte Frage gestellt: "Where is everybody". Gemeint hat er damit die Tatsache, dass wir bis jetzt noch nichts von der Existenz irgendwelcher Aliens mitbekommen haben. Denn die Milchstraße ist groß, das Universum ist alt und wenn es intelligente Aliens gibt, hätten die eigentlich genug Zeit haben sollen, um bei uns vorbei zu kommen, eine Nachricht zu schicken oder sich sonst irgendwie bemerkbar zu machen. Auf der Suche nach einer Antwort auf Fermis Frage hat man unter anderem die berühmte (und berüchtigte) Drake Gleichung entwickelt. Man hat die Seltene-Erde-Hypothese ins Feld geführt, die besagt, dass wir allein im All sind und den Großen Filter, also irgendein Ereignis, das daszu führt, dass sich Zivilisationen vergleichsweise schnell selbst auslöschen oder gar nicht erst entwickeln. Vielleicht steht uns das noch bevor, denn immerhin haben wir jede Menge Möglichkeit, uns selbst verschwinden zu lassen. In der aktuellen wissenschaftlichen Arbeit "When Communication Enables Catastrophe: Nuclear Risk and the Short Lifetimes of Technological Civilizations" hat man die Wahrscheinlichkeit für unser Aussterben durch einen globalen Atomkrieg sogar berechnet…
Am Ende kommen wir - so wie alle vor uns - auch nicht auf eine definitive Antwort. Aber wir sind überzeugt, dass es Aliens gibt. Es ist aber absolut wahrscheinlich, dass das Universum einfach zu groß ist und zu lange existiert, als dass wir uns irgendwann treffen könnten.
Das Cosmic-Latte-Buch
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Im neuen Science-Fiction Special machen sich Eva und Peter auf den Weg zu den Sternen. Nachdem im letzten Special der Flug zum Mond besprochen wurde, geht es nun weiter hinaus: Wann haben wir uns - im Film - auf den Weg zu den Sternen gemacht? Und mit welchen Mitteln sind wir in der Science-Fiction weit hinaus ins All geflogen? Von Odyssee 2001 gehen wir mit Star Trek an die Grenzen des Sonnensystems und mit Interstellar und Project Hail Mary weit darüber hinaus.
Interstellares Reisen in der Sci-Fi
Die Reise zu fernen Sternen und Galaxien ist ein Klassiker in der Science Fiction. Könnte man zumindest denken, aber tatsächlich hat es lange gedauert, bis wir uns im Film über die Grenzen des Sonnensystems hinaus gewagt haben. Den Anfang hat der Film "2001: Odyssee im Weltraum" gemacht und wenn auch damals noch nicht das Publikum, dann zumindest eine Generation von Filmschaffenden beeindruckt.
Dann kam Star Trek und hat uns wirklich weit hinaus ins Weltall gebracht. Zuerst nur in der Serie, aber später auch im ersten Kinofilm, der - so Eva - heute immer noch ein wenig unterschätzt wird. Denn gerade in diesem Film sieht man, was es wirklich heißt, wenn wir etwas weit hinaus ins All schicken.
Die Reise zu den Sternen im Namen trägt der Film "Interstellar", den Peter aber so gar nicht gut finden kann; Eva dagegen durchaus schon. Der Film von Christopher Nolan ist zusammen mit "Projekt Hail Mary" auch ein wunderbarer Anlass, um darüber zu sprechen, dass Hollywood ein wenig mehr Mut vertragen könnte, wenn es um echte Wissenschaft in Science-Fiction-Filmen geht.
Darüber hinaus reden Eva und Peter über all das, was uns auf dem Weg zu den Sternen behindern könnte. Wie kriegen wir das mit den Distanzen wirklich hin? Welche Techniken sollte die Wissenschaft erforschen? Funktioniert das mit Kryoschlaf und Generationenschiffen wirklich? Oder wäre es einfacher, wenn wir Roboter, KI und Biodrucker hinaus zu den Sternen schicken?
Alle Filme die in der Folge erwähnt wurden, findet ihr in dieser Liste:
2001: Odyssee im Weltraum
2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen
Star Trek: Der Film
Die Farbe aus dem All
In Blink of an Eye
Der Astronaut - Project Hail Mary
Mickey 17
Weitere Informationen
Das Buch, das Peter über Raumfahrt gelesen hat ist "The Case for Mars" von Robert Zubrin
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Cosmic Latte ist zurück aus dem Sommer und macht sich gleich wieder auf eine große Reise. Jana nimmt uns mit zu den galileischen Monden des Jupiters, auf denen man jede Menge erleben kann.
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Sitnikov und Gewinnspielauflösung
Wir freuen uns über Sommergrüße und Urlaubstipps und Eva erklärt, was ein Sitnikov-Planet ist und warum man dort eher keinen so guten Urlaub machen kann. Außerdem lösen wir die Fragen aus unserem Jubiläums-Gewinnspiel.
Die galileischen Monde
Jana hat ein Herz für Monde und auch Eva denkt, dass diese Himmelskörper immer ein wenig unterschätzt werden. Und deswegen gibt es heute eine Geschichte, die sich ausschließlich den Monden widmet. Jana erzählt von den galileischen Monde, also den vier großen Monden des Jupiters, die Galileo Galilei 1610 entdeckt hat. Sie waren historisch enorm wichtig, weil sie uns gezeigt haben, dass sich nicht alles um die Erde bewegen muss - und bei der Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im 17. Jahrhundert haben sie auch geholfen.
Mittlerweile wissen wir aber sehr viel besser über die vier Monde Bescheid. Io ist der vulkanisch aktivste Himmelskörper im Sonnensystem. Europa dagegen ein Eismond, mit einem unterirdischen Ozean, der voll mit Mineralien ist und extrem gute Bedingungen für die Entstehung und Existenz von Leben bieten könnte. Ganymed ist der größte Mond des Sonnensystems; größer als der Merkur und Kallisto wäre ein super Ziel für uns Menschen, wenn wir das Jupitersystem genauer erforschen wollen. Die NASA hat dazu sogar die Studie "Revolutionary Concepts for Human Outer Planet Exploration" veröffentlicht, die eine Landung dort für das Jahr 2045 in Aussicht stellt - allerdings nur, wenn wir schon vor 20 Jahren mit der Planung begonnen hätten.
Die galileischen Monde bleiben faszinierend und zum Glück sind ein paar Raumsonden dorthin unterwegs. Zum Beispiel JUICE, über die wir in Folge CL011 ausführlich gesprochen haben.
Das Cosmic-Latte-Buch
Wer im Podcast noch nicht genug von uns bekommen hat, kann zwischen den Folgen in unserem Buch weitere spannende Geschichten über das Weltall, Sterne, Aliens und die Raumfahrt lesen. Unser Buch "Auf einen Kaffee im All" bekommt ihr überall, wo es Bücher gibt.
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Cosmic Latte macht Sommerurlaub. Wir suchen die besten Orte im Universum, um unsere Ferien zu verbringen. Dieses Mal besuchen wir den zweitgrößten Mond des Sonnensystems und machen einen (kalten) Badeurlaub unter dem Leuchten des Saturn.
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Elka macht im echten Leben Flitterwochen auf der Insel und hat sich für die dritte Cosmic-Latte-Sommerreise den Titan als Ziel ausgesucht. Der zweitgrößte Mond des Sonnensystems wurde 1655 entdeckt und ist trotz seiner extrem niedrigen Temperaturen auch irgendwie erdähnlich. Es gibt dort Seen, Meere, Strände und Dünen - aber der Strand ist eisig und das "Wasser" ist flüssiges Methan. Wer lieber nicht badet, kann auf die Suche nach Eisvulkanen gehen oder probieren, den beeindruckenden Saturn durch den Smog in der Atmosphäre zu beobachten.
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Cosmic Latte macht Sommerurlaub. Wir suchen uns die besten Orte im Universum, um unsere Ferien zu verbringen. Dieses Mal sind wir auf Kepler-16b, dem Planeten mit zwei Sonnen, auf dem es trotzdem kalt ist und Luke Skywalker eher nicht wohnen würde.
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Urlaub unter zwei Sonnen
Evi war im NASA Reisebüro und hat sich dort einen Urlaub bei Kepler-16b gebucht. Das war der erste zirkumbinäre Planet, den wir entdeckt haben, also der erste Planet, der zwei Sterne auf einmal umkreist. Dort ist es allerdings nicht so heiß wie auf Tatooine, dem Wüstenplanet aus Star Wars. Ganz im Gegenteil: Es ist eiskalt dort und der Planet selbst hat nicht mal eine feste Oberfläche. Aber, wie eine Studie der Uni Texas gezeigt hat: Dort könnte es zumindest einen habitablen Mond geben. Vergesst aber eure Handschuhe und die lange Unterwäsche nicht!
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Cosmic Latte macht Sommerurlaub. Wir suchen uns die besten Orte im Universum, um unsere Ferien zu verbringen. Den ersten Stop machen wir mit Jana auf dem Planeten K2-18b. Dort gibt es (vielleicht) einen gigantischen Ozean und (noch vielleichter) das eine oder andere Meeresmonster.
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Urlaub auf dem Ozeanplaneten
Der Planet K2-18b umkreist einen, von der Erde 124 Lichtjahre entfernten Stern. Wir gehen davon aus, dass es dort flüssiges Wasser gibt und vielleicht sogar einen Ozean, der den gesamten Planeten umspannt. Das James-Webb-Weltraumteleskop hat Hinweise auf die Existenz von Dimethylsulfid entdeckt, ein Molekül, das auf der Erde von Mikroorganismen erzeugt wird und für den typischen Algengeruch des Meeres verantwortlich ist. Dort könnte es also alles geben, was man für einen Urlaub am (bzw. im) Meer braucht. Aber Vorsicht: Vielleicht gibt es dort auch anderes Leben und vielleicht ist der Planet statt mit Meer auch mit heißer Lava bedeckt. Wir übernehmen keine Verantwortung, wenn der Urlaub nicht so läuft, wie ihr euch das vorgestellt habt ;)
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In diesem Science-Fiction Special widmen sich Eva und Peter der größten Reise der Menschheit. Im Juli 1969 sind wir das erste Mal auf dem Mond gelandet. In der Science Fiction fliegen wir schon sehr viel länger zu unserem Nachbarn. Von der Rakete im Auge des Mondes bis zu Ryan Gosling als Neil Armstrong: Das Reiseziel ist in dieser Folge immer dasselbe, doch die unterschiedlichen Wege, wie die Science-Fiction zum Mond gefunden hat, reichen von lächerlich bis dramatisch.
Artemis und die Reise zum Mond
Bevor wir uns der Science Fiction widmen, bleiben wir noch ein wenig bei der Realität. Die Artemis-Missionen sind gerade dabei, nach mehr als 60 Jahren demnächst vielleicht wieder auf dem Mond zu landen. Sofern alles klappt, natürlich - und dann wird sich zeigen, ob dieses Ereignis so spektakulär wird, wie es die erste Mondlandung war. Eva fiebert der Mondlandung auf jeden Fall schon entgegen, Peter ist vorerst noch nicht so begeistert und ein wenig übersättigt von den vielen Raketenstarts.
Le Voyage dans le Lune: Frühe Filme
Die erste Reise zum Mond hat man im Kino schon im Jahr 1902 gesehen. Le voyage dans la lune ist ein wenig seltsam, aber das Bild der Rakete, das im Auge des Mondes steckt, ist bis heute ikonisch. Frau im Mond von Fritz Lang ist aus heutiger Sicht ebenfalls seltsam, aber diesem Film verdanken wir immerhin den Countdown.
Destination Moon, Hidden Figures und die Frage nach Realität und Inspiration
Nach einer kurzen Diskussion über die Rolle des Mondes im Film landen wir beim Film Destination Moon aus den 1950er Jahren. Eva stellt fest, dass dieser Film erstens schlecht ist und zweitens keine Frauen zeigt. Das bringt uns direkt zu Hidden Figures und der Frage, ob man den Rassismus in den damaligen USA deutlicher darstellen hätte sollen. Peter sagt ja; Eva dagegen meint, dass die inspirierende Wirkung des Films zerstört worden wäre.
First Man und Apollo 13
Bei der Diskussion über den Film First Man stellen wir fest, dass die reale Mondlandung erstaunlich spät verfilmt wurde; viel früher gab es mit Apollo 13 einen Blockbuster über einen gescheiterten Mondflug.
Noch mehr Mondfilme
Bevor Peter zu sehr von "Moonfall" zu schwärmen beginnt, gibt es am Ende noch ein paar Filmempfehlungen. Alle Filme die in der Folge erwähnt wurden, findet ihr in dieser Liste:
Weitere Informationen
Das deutsche Raumfahrtprojekt in Afrika wurde von der Firma Otrag durchgeführt; mehr dazu gibt es hier. Es gibt dazu auch einen Film mit dem Titel Fly Rocket Fly- Mit Macheten zu den Sternen.
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Cosmic Latte feiert Geburtstag!
Seit vier Jahren nehmen euch Eva, Jana und Elka mit auf eine Reise durch Astronomie, Raumfahrt und die großen Fragen des Universums. In dieser Jubiläumsfolge stellen wir unsere ganz persönlichen Lieblingsgeschichten aus dem Weltall, der Wissenschaft und ihre besonderen Momente in der Geschichte vor.
Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen: wir verlosen drei Exemplare unseres Buchs „Auf einen Kaffee im All“. Dafür haben wir ein kleines Quiz vorbereitet, bei dem ihr euer Wissen über den Podcast und die Geschichten aus dem Buch unter Beweis stellen könnt.
Elkas Top 3 Sternbilder
Elka hat sich am Himmel umgesehen und ihre Lieblingssternbilder gesucht. Auf Platz 3 landet Cassiopeia und wir diskutieren ein wenig über äthiopische Prinzessinen und böse Walfische. Auf Platz 2 landet Carina, der Kiel des Schiffes, und Elkas Favorit ist Orion.
Janas Top 3 der falschen astronomischen Theorien
Jana hat sich für die Geburtstagsfolge angesehen, was wir Menschen im Laufe der Zeit falsch verstanden haben. Zum Beispiel unseren Platz im Kosmos: Ihr Platz der falschen Theorien ist der Geozentrismus, der aber aus damaliger Sicht durchaus plausibel war. Platz 2 besetzt der Äther, den erst Albert Einstein ausräumen konnte und Janas Lieblingstheorie, die falsch ist, ist die Steady-State-Theorie, die eine Zeit lang eine plausible Alternative zum Urknallmodell war.
Evas Top 3 der kosmischen Zufälle
Eva hat in der Geschichte nach Zufällen gestöbert, und auf Platz 3 ein besonderes Schmankerl gefunden: wenige Stunden nachdem wir das berühmte WOW-Signal empfangen haben, ist Elvis gestorben (oder besser gesagt: Zurück zu seinem Heimatplanet gereist). Auf Platz 2 landet ein Briefbeschwerer in einer mexikanischen Ölfirma, der uns gezeigt hat, wo der Dino-Killerasteroid eingeschlagen ist und der beste Zufall war der, der uns in den 1960er Jahren klar gemacht hat, dass das Universum tatsächlich mit einem Urknall begonnen hat.
Gewinn unser Buch "Auf einen Kaffee im All"
Wenn ihr unser Buch gewinnen möchtet, schickt uns eure Antworten bis 31.08.2026 um 23:59 per Mail an [email protected]
Die Quizfragen:
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Nach den Raketenpionieren und den Anfängen der Raumfahrtgeschichte geht es in dieser Folge weiter mit dem eigentlichen Wettlauf ins All.
Eva und Jana verfolgen die Ereignisse vom Start des ersten Satelliten Sputnik 1 über Juri Gagarins historischen Flug bis zu John F. Kennedys berühmtem Versprechen, noch vor Ende der 1960er Jahre Menschen auf den Mond zu bringen.
Wie reagierten die USA auf die frühen Erfolge der Sowjetunion? Und welche technischen Schritte waren notwendig, um aus einer Vision Realität werden zu lassen?
Außerdem werfen Eva und Jana einen Blick auf die sowjetischen Mondpläne und stellen die spannende Frage, ob die UdSSR jemals Chancen auf eine eigene Mondlandung hatte.
Schließlich geht es zurück in die Gegenwart: Warum interessiert sich die Menschheit heute wieder für den Mond? Welche Ziele verfolgt das Artemis-Programm? Und weshalb könnte der Mond diesmal nicht nur ein Reiseziel, sondern ein dauerhafter Außenposten der Menschheit werden?
Von Sputnik bis Artemis
Im zweiten Teil unserer Reise zum Mond verlassen wir die Welt der Raketenpioniere und steigen direkt in das Space Race ein.
Nachdem wir in der letzten Folge die Geschichten von Jules Verne, Konstantin Ziolkowski, Robert Goddard, Hermann Oberth und Wernher von Braun kennengelernt haben, beginnt diesmal die Phase, in der die Raumfahrt von einer Vision zu einem globalen (politischen) Wettlauf wird.
Der Wettlauf ins All beginnt
Den Auftakt macht das Jahr 1957. Mit dem Start von Sputnik 1 gelingt der Sowjetunion ein historischer Erfolg: Zum ersten Mal umkreist ein künstlicher Satellit die Erde. Für die USA ist das ein Schock, denn plötzlich scheint die Sowjetunion im Wettlauf der Systeme die Nase vorn zu haben. Dieser Eindruck verstärkt sich wenige Jahre später noch weiter, als Juri Gagarin als erster Mensch ins All fliegt und die sowjetische Raumfahrt einen Erfolg nach dem anderen erzielt.
Die Entwicklung der NASA-Programme Mercury und Gemini schufen die Grundlagen für die spätere Mondlandung. Dabei geht es um die Herausforderungen des Lebens im All, das Andocken von Raumfahrzeugen, Weltraumausstiege und die vielen technischen Probleme, die gelöst werden mussten, bevor überhaupt an eine Reise zum Mond zu denken war.
Die Apollo-Missionen bauen auf die Erkenntnisse der vorangegangenen Programme auf. Mit ihnen beginnt die bemannte Raumfahrt. Die Tragödie von Apollo 1 im Jahr 1967, bei der die Astronauten Gus Grissom, Ed White und Roger Chaffee sterben, zeigt, dass es nicht ein geradliniger Erfolgsweg ist und wie riskant die Mondfahrt ist.
Obwohl die Technik vorhanden war und weitere Missionen geplant waren, wurde das Apollo-Programm danach beendet. Eva und Jana sprechen über die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründe dafür sowie darüber, warum das Interesse am Mond nach dem Ende des Wettlaufs ins All überraschend schnell nachließ.
Hätte die Sowjetunion das Space Race gewinnen können?
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die sowjetische Seite der Geschichte. Welche Chancen hatte die Sowjetunion tatsächlich, Menschen auf dem Mond landen zu lassen?
Die Gegenwart
Zum Abschluss werfen Eva und Jana einen Blick in die Gegenwart. Nach mehr als fünfzig Jahren Pause steht der Mond erneut im Mittelpunkt der Raumfahrt. Das Artemis-Programm der NASA verfolgt diesmal andere Ziele als Apollo: Statt eines kurzen Besuchs sollen langfristige Aufenthalte, wissenschaftliche Forschung, die Nutzung von Ressourcen vor Ort und die Vorbereitung zukünftiger Marsmissionen ermöglicht werden.
Tipp:
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Eva ist in dieser Folge zu Gast bei Walter Kutschera. Walter ist Physik-Professor (im Ruhestand) an der Uni Wien und hat in seinem Leben so viel erlebt, dass man darüber unbedingt eine Podcastfolge machen muss. Er wurde im Jahr der ersten erfolgreichen Kernspaltung geboren, hat Arnold Schwarzenegger getroffen als der noch jung war, hat als Physiker in den USA mit Leuten zusammengearbeitet, die am Manhattan-Projekt beietiligt waren und in Österreich einen Teilchenbeschleuniger gebaut. Davon und von noch viel mehr plaudert er in dieser Folge von Cosmic Latte.
Zu Gast bei Walter Kutschera
Eva ist heute zu Gast bei Walter Kutschera, Physiker an der Uni Wien. Er wurde 1939 in Wien geboren – im selben Jahr, in dem die Entdeckung der Kernspaltung publiziert wurde. Eva hat ihn im Rahmen ihrer Recherchen zum Cosmic-Latte-Buch "Auf einen Kaffee im All" kennengelernt und weil Walter so viel zu erzählen hat, macht er das in dieser Podcastfolge.
Von Arnold Schwarzenegger in Graz bis in die USA
Walter Kutschera erzählt von seinem Studium der Experimentalphysik in Graz und einer überraschenden Begegnung: Während seiner Zeit beim Bundesheer hat er dort den jungen Arnold Schwarzenegger getroffen. Anschließend schildert er, wie ihn die damalige Aufbruchsstimmung der Kernphysik – geprägt durch die Vision „Atoms for Peace“ – motivierte, Österreich zu verlassen. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn nach Heidelberg, München und schließlich in die USA, wo er begann, an Teilchenbeschleunigern zu arbeiten und jene Methoden zu entwickeln, die später sein gesamtes wissenschaftliches Leben prägen sollten.
Walter erzählt, wie er nach Wien zurückkehrte, um den „Vienna Environmental Research Accelerator“ (VERA) aufzubauen. Die Idee entstand durch eine internationale Evaluierung der österreichischen Physiklandschaft. Aus einer wissenschaftlichen Chance wurde ein konkretes Großprojekt: Ein denkmalgeschütztes Gebäude im Zentrum Wiens wurde in ein modernes Beschleunigerlabor umgewandelt. VERA entwickelte sich rasch zu einer international anerkannten Forschungseinrichtung.
Luis Alvarez und die Atombombe
Ein Vorbild von Walter bei seinen Studien war der Physiker Luis Alvarez. Dieser war nicht nur Nobelpreisträger und Mitentwickler der Theorie zum Asteroideneinschlag der Dinosaurier, sondern auch direkt am Manhattan-Projekt beteiligt. Er war dabei, als die Bombe über Japan abgewofen wurde und hat diese Erfahrungen in einem Brief an seinen Sohn aufgeschrieben. Dieses Thema führt uns zu Einsteins Briefwechsel mit Sigmund Freud über die Frage „Warum Krieg?“ (der Briefwechsel ist hier nachlesbar) und zur grundlegenden Frage nach Aggression und menschlichem Verhalten. Wissenschaft, Geschichte und Philosophie verschmelzen hier miteinander.
Wie baut man einen Teilchenbeschleuniger?
Der Aufbau eines Teilchenbeschleunigers ist eine Mischung aus wissenschaftlicher Expertise, Organisationstalent und einer Portion Glück. Walter schildert die praktischen Herausforderungen: geeignete Hersteller finden, Räume umbauen und technische Anforderungen mit Denkmalschutzauflagen zu vereinbaren. Der Einbau von VERA erforderte sogar das Öffnen von Gebäudewänden, damit die Anlage überhaupt ins Gebäude transportiert werden konnte. Aber jetzt steht das Ding und macht das, was es soll: Beschleuniger-Massenspektrometrie. Dieses Verfahren ermöglicht den direkten Nachweis extrem seltener Isotope wie Kohlenstoff-14, indem störende Signale durch eine Reihe magnetischer, elektrischer und physikalischer Filter entfernt werden. Im Vergleich zu älteren Methoden, die auf den radioaktiven Zerfall warten mussten, erhöhte diese Technik die Nachweisempfindlichkeit um Größenordnungen und eröffnete zahlreiche neue Anwendungen.
Walter erzählt auch von der historischen Bedeutung der Entdeckung der kosmischen Strahlung durch Victor Franz Hess und beschreibt die Entstehung von Primär- und Sekundärstrahlung - ohne die gäbe es überhaupt kein C14.
Der „Bomb Peak“ und das Gehirn des Menschen
Die Atomwaffentests haben auch uns Menschen beeinflusst. In den 1950er- und 1960er-Jahren führten die zu einem deutlichen Anstieg von C14 in der Atmosphäre – dem sogenannten „Bomb Peak“. Dieses unbeabsichtigte globale Experiment wurde später zu einem mächtigen Werkzeug der Medizin. Forschende konnten damit herausfinden, wann bestimmte Zellen im menschlichen Körper entstanden sind. So ließ sich beispielsweise untersuchen, ob sich bestimmte Gehirnzellen im Laufe des Lebens erneuern oder nicht. Siehe dazu auch die Arbeit, die Walter selbst geschrieben hat: "The Versatile Uses of the 14C Bomb Peak"
Superschwere Elemente und Quarks
Walter erzählt auch von seiner Suche nach hypothetischen superschweren Elementen, die möglicherweise langlebiger sein könnten als bisher bekannte Atomkerne. Obwohl die Experimente letztlich keine neuen Elemente fanden, waren sie wissenschaftlich dennoch bedeutsam. Und am Ende geht es um die großen offenen Fragen der modernen Physik. Die sichtbare Materie macht nur einen kleinen Teil des Universums aus; der Rest besteht offenbar aus dunkler Materie und dunkler Energie, deren Natur noch unbekannt ist. Auch das Neutrino bleibt rätselhaft: Milliarden dieser Teilchen durchdringen jede Sekunde unseren Körper, doch viele ihrer Eigenschaften sind bis heute ungeklärt.
Das Buch zum Podcast
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