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Er schreibt viel und dabei sehr Unterschiedliches: Kolumnen, lustige Bücher über das älter werden, aber auch Krimis. Ubd über seine eigene Familie, die DDR und die Entdeckung seiner jüdischen Wurzeln. Die Ideen für seine Geschichten findet der Berliner im Alltag, zum Beispiel in der U-Bahn. Er ist ein neugieriger und genauer Beobachter.
In seinem letzten Buch "Wir werden jung sein" widmet sich Maxim Leo dem Traum von der ewigen Jugend und erzählt von einer Medikamentenstudie, die außer Kontrolle gerät. Ulrike Bieritz hat mit ihm übers Schreiben, Ideenfindung und das Leben als Ostberliner gesprochen.
– Wiederholung vom 3. März 2024 –
Frank Ebert war gerade erwachsen, als das Land, in dem er 1970 geboren wurde, zu Ende war. Er ist Bürgerrechtler, DDR-Oppositioneller, hat in der Umwelt-Bibliothek in Berlin gearbeitet, sich an den Protesten gegen den Wahlbetrug 1989 beteiligt, wurde mehrfach verhaftet. Er organisierte Mahnwachen, besetzte die Stasizentrale, baute das Archiv der DDR-Jugendopposition auf, dass später in die Robert-Havemann-Gesellschaft überführt wurde.
Seit März 2023 ist Frank Ebert Berliner Beauftragter für die Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ulrike Bieritz hat mit ihm über Opposition und Widerstand heute, das Wachhalten von Erinnerungen und warum es heute immer noch einen braucht, der sich um die Opfer des SED-Regimes kümmert, gesprochen.
Wiederholung vom 11. Juni 2023
Aus 99 Lehrerinnen und einem Lehrer werden grammatikalisch 100 Lehrer; Frauen verschwinden hinter dem generischen Maskulinum noch mehr als unter einer Burka. So spitzt Luise F. Pusch ihre Kritik am Deutschen als Männersprache zu. Die inzwischen 80-Jährige gilt als eine der Begründerinnen feministischer Linguistik. Mit ihren Büchern Mitte der 80er Jahre ruinierte sie ihre Karrierechancen an deutschen Hochschulen, ist seitdem freiberuflich als Autorin und Herausgeberin tätig, u.a. des bei Suhrkamp erscheinenden Kalenders "Berühmte Frauen". Luise F. Pusch erzählt im Gespräch mit Friederike Sittler, wofür das F. in ihrem Namen steht, wie sie selbst zu ihrer Identität fand, wie es ist, von Rechten angefeindet zu werden, und warum sie den Genderstern ablehnt. Wiederholung vom 7.4.2019
"Erfolg kommt, wenn man authentisch bleibt", sagt Tijen Onaran und zeigt, dass sie selbst das beste Beispiel dafür ist. Die 1985 in Karlsruhe geborene Tochter türkischer Eltern ist erfolgreiche Unternehmerin, Investorin, Bestseller Autorin, Podcasterin. Ihre Themen sind Diversität, Sichtbarkeit und Digitalisierung. 2019 wurde sie in die Riege der 100 erfolgreichsten Frauen in der Wirtschaft gewählt.
Mit dem, von ihr gegründeten, Unternehmen "Global Digital Woman" will sie die Gleichstellung der Geschlechter beschleunigen, den Anteil von weiblichen Führungskräften in Unternehmen erhöhen und Frauen weltweit vernetzen.
Ulrike Bieritz hat im Mai 2022 mit Tijen Onaran gesprochen.
"Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden" - dieser Vers hat Literaturgeschichte geschrieben. Bis heute ist "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien ein Meilenstein im Genre Fantasy. Er hat Generationen von Autorinnen und Autoren geprägt und ist bis heute weltweit ein Bestseller. Warum? Zum 70. Jahrestag der Erstveröffentlichung sprechen wir mit dem Tolkien-Experten Thomas Honegger über den Erfolg der Trilogie.
Als Fotograf ist Michael Ruetz Autodidakt. Der promovierte Sinologe begann eher zufällig mit dem Fotografieren - inmitten der West-Berliner Studentenproteste 1968. Sein Foto von Rudi Dutschke gehört zum kollektiven Bildgedächtnis. Ruetz Blick auf Ost-Berlin spiegelt Sympathie für das Leben auf der anderen Seite der Mauer. Kompositorisch genau durchdacht unterscheiden sich seine Aufnahmen von der Flut der Bilder, die auf uns einströmen. Man spürt dahinter den geduldigen Beobachter, die Konzentration auf wenige Themen. "Timescapes" nennt Michael Ruetz sein Langzeitprojekt, das derzeit in der Akademie der Künste zu sehen ist. In unregelmäßigen Abständen hat er über Jahrzehnte die städtebauliche Veränderung der Berliner Mitte dokumentiert. Britta Bürger im Gespräch mit dem Fotokünstler .
Als Annette von Schlabrendorff 1985 zur Welt kam, war ihr Großvater bereits vier Jahre tot. Er war Rechtsanwalt und Richter am Bundesverfassungsgericht. Vor allem aber war Fabian von Schlabrendorff Teil des militärischen Widerstands gegen Hitler.
Als Kind hat sie erst nach und nach von seinem Engagement gegen Hitler erfahren. Sie wurde von ihrem Vater zu Besuchen bei den Witwen ehemaliger Widerstandskämpfer mitgenommen, und musste in der Schule Referate über ihren Großvater halten.
Heute ist die Geschichtslehrerin Mitglied im Vorstand der Stiftung 20. Juli 1944 und Mitverfasserin eines Manifests zum 80. Jahrestag des Umsturzversuchs. Matthias Bertsch hat mit ihr über ihren Großvater gesprochen und darüber, welche Bedeutung die Erinnerung an den Widerstand hat.
Holger Teschke ist ein Berliner, der immer mit einem Fuß am Meer steht. Der Autor und Regisseur kommt von der Insel Rügen, er ist auf einem Fischkutter zu See gefahren, bevor ihn seine Liebe zum Theater ans Berliner Ensemble gebracht hat. Aber die Liebe zum Meer setzt sich immer wieder durch in seinem Leben. Gerade hat er ein Buch über Möwen veröffentlicht. Vorher hat er Bücher über Heringe geschrieben, über seine Inseln Rügen und Hiddensee, aber auch über seine zweite Heimat, Cape Cod an der amerikanischen Atlantikküste.
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