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Wenn Autistic-Hero-Girl eine neue Hose braucht, dann muss sie all ihre Superheldinnen-Kräfte aktivieren. Denn in der Umkleidekabine lauern für eine Autistin viele Herausforderungen: zu grelles Licht, verwirrende Umgebungsgeräusche, kratzende Etiketten. In Daniela Schreiters Comics lässt sich mitfiebern, ob Autistic-Hero-Girl ihren Alltag bewältigen kann, bevor die Endgegner Overload und Meltdown zuschlagen. Informativ und unterhaltsam. Die Comickünstlerin Daniela Schreiter schafft den Spagat, über Autismus so zu schreiben und zu zeichnen, dass Betroffene sich gesehen fühlen und Nichtbetroffene eine neue Welt entdecken können.
Volker Gerling ist Geschichtensammler. Im Sommer 2003 begab er sich zum ersten Mal auf eine Wanderung durch Deutschland. Ohne Geld, aber dafür mit einem Bauchladen, auf dem seine Daumenkinos lagen: Schwarz-Weiß-Fotos von Menschen, die er innerhalb weniger Sekunden 36-mal fotografiert und daraus jeweils eine kleine Bildgeschichte gemacht hatte. Über seinen Bauchladen kam er immer wieder ins Gespräch mit Menschen, die ihm ihre Geschichten erzählten. Manche ließen sich auch für ein neues Daumenkino fotografieren. Inzwischen zeigt Gerling seine Daumenkinos in Theatern und auf Festivals in aller Welt und erzählt die dazugehörenden Geschichten. Und immer noch begibt er sich im Sommer mit seinem Bauchladen auf Wanderschaft. Die Begegnung mit Menschen ist ihm wichtig, gerade auch mit denen, die nicht ins Theater gehen. Und die erzählen ihm gern ihre Geschichten.
Während alle Welt eifrig mit dem Smartphone fotografiert, vertraut Akinbode Akinbiyi seiner analogen Rolleiflex-Kamera. Sie ist seine stete Begleiterin, wenn er auf den Straßen großer Metropolen auf den richtigen Moment für eine Aufnahme wartet: in Lagos und Bamako, Durban und Berlin.
Akinbiyi ist Ende 70. Seit fünf Jahrzehnten sucht er nach (post-)kolonialen Spuren in den Städten. Zugleich beobachtet er, wie sich Orte durch die Globalisierung verändern. Aufgewachsen ist er in England und Nigeria. Als Fotograf zog es ihn weiter durch die Welt.
Seit über 30 Jahren lebt und arbeitet er auch in Berlin. Jetzt zeichnet die Stadt Akinbode Akinbiyi mit ihrem wichtigsten Kunstpreis aus, dem Hannah-Höch-Preis 2024. Und bis Mitte Oktober ist sein Werk in der Berlinischen Galerie zu erleben.
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