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Ulrike Reistenhofer war erst 18 Jahre alt. Die junge Hartbergerin studierte in Graz und besuchte im August 1998 ein Technofestival in Zürich. Es sollten die letzten Tage in ihrem Leben sein. Sie war schon auf dem Rückweg, sollte eigentlich in Innsbruck umsteigen in den Zug Richtung Graz. Doch den bestieg sie nicht. Reistenhofer behob noch 100 Schilling von einem Bankomat.
Einen Tag später fanden Kanufahrer am Ufer der Rienz in Ehrenburg (Südtirol) eine Frauenleiche. 14 Tage später wurde die Verbindung zu der in ihrer Heimat vermissten Resitenhofer hergestellt, die Mutter musste ihre Tochter identifizieren.
Möglicherweise ist Reistenhofer in den falschen Zug eingestiegen, vielleicht kam sie auch per Anhalter nach Südtirol. Fakt ist, dass sie vor ihrem Tod in Franzensfeste – wenige Kilometer von dem späteren Tatort entfernt – noch Süßigkeiten gekauft hat. Stunden danach musste die junge Steirerin sterben, brutal erschlagen mit einem Stein.
Die zehnjährige Tochter einer Bauernfamilie soll die ausgerissenen Jagdhunde suchen. Doch sie kommt nicht zurück. Ihr Vater findet sie wenig später – tot, mit zahlreichen Messerstichen. Schnell ist klar, wer der Täter ist. Jahrzehnte nach der Tat wird das Ende des Maßnahmenvollzugs des zurechnungsunfähigen Täters zum Gesprächsthema.
Mit Hans Breitegger und David Knes.
In einem anderen Zusammenhang hat sich Kleine-Zeitung-Redakteurin Christina Traar mit dem Thema Maßnahmenvollzug in Österreich auseinandergesetzt. Zum Artikel "Einblick in den Maßnahmenvollzug: Haft ohne Ablaufdatum"
Eine bestialische Bluttat erschütterte Kärnten im Jahr 1941. Eine ganze Familie wird ausgelöscht. Der Vater wird von der Front nach Hause geholt, erst dort angekommen erfährt er vom Tot seiner liebsten – er zerbricht an der Nachricht. Die NS-Behörden verhaften bald 38 polnische Zwangsarbeiter und drohen, einen nach dem anderen zu erschießen, bis einer die Tat gesteht. Einige Wochen später wird wieder eine Familie getötet, auf die gleiche Art und Weise wie bei der ersten Tat. Damit gab es nun insgesamt neun Opfer. Nun ist klar, dass die Zwangsarbeiter nichts mit den Verbrechen zu Tun haben. Franz Podritschnig gerät ins Visier der Behörden. Jener Mann, den die Nachbarn der Opfer von Anfang an verdächtigt hatten.
Mit dem Autor und Chronisten Valentin Hauser und David Knes.
Der Plan ist so perfide, wie naiv: Paul will seine Ex-Frau Hannah (alle Namen von der Redaktion geändert) aus dem Weg räumen – aus Hass und für eine Lebensversicherung, die er auf sie abgeschlossen hatte. Er verspricht seinem Freund Georg einen Anteil davon und überredet ihn, bei der Planung und Durchführung eines Anschlags mit einer Paketbombe zu helfen. Durch ihre geistesgegenwärtige Reaktion überlebt die dreifache Mutter die Explosion. Die Tat fällt in das typische Muster eines Femizids. In Österreich gab es alleine in diesem Jahr bereits ein Dutzend Fälle, bei denen eine Frau wegen eines gewalttätigen Mannes sterben musste.
Hilfe für von Gewalt Betroffene gibt es bei diesen Stellen:
Gewaltschutzzentrum Kärnten
Zara - Gegen Hass im Netz
WEISSER RING – Verbrechensopferhilfe
Netzwerk Steirische Frauen- und Mädchenberatungsstellen (alle Bezirke)
Frauenhelpline
Belladonna Frauenberatung (Klagenfurt, St Veit/Glan)
Es ist eine dramatische Geschichte, die sich über ein halbes Jahrhundert zieht und im Jahr 1955 ihren Anfang nimmt. Ein charismatischer Prediger begeistert eine junge Grazerin. Doch hinter seiner Maske verbirgt sich ein manipulativer Kultanführer.
Diese Folge wurde beim Kleine Zeitung Podcast-Festival am 13. Mai im Grazer Schauspielhaus aufgezeichnet.
14. Juli 2001, ein Radfahrer findet in der Nähe der Autobahnabfahrt Ilz gegen 8.15 eine männliche Leiche. Schnell steht fest, dass der Mann regelrecht hingerichtet worden war. Ein Kopfschuss aus nächster Nähe war sofort tödlich. Das war vor mehr als 20 Jahren. Erst jetzt, im Jahr 2023 kam es zum jüngsten Prozess in dem Fall.
Mit Hans Breitegger und David Knes
Artikel zur Prozessberichterstattung:
April 2023: Nach 22 Jahren endet der Fall Vitali mit einem Schuld- und einem Freispruch
Jänner 2023: 21 Jahre nach Mord: Prozess startet im Jänner in Graz
Dezember 2018: Mordprozess: Zwei späte Schuldsprüche
15 Jahre nachdem er wegen eines Mordes ins Gefängnis ging, hätte Alois Knotz um eine Begnadigung ansuchen können. Er lehnte ab – er wollte nicht begnadigt werden für eine Tat, die er nicht begangen haben will. Also kam Knotz erst nach insgesamt mehr als 26 Jahren aus dem Gefängnis – und kämpfte danach weiter um seine Rehabilitierung. Der Fall erschien auch in der Serie "Tatort Steiermark".
Mit Hans Breitegger und David Knes.
Ruja Ignatova ist eine der meistgesuchten Verbrecherinnen der Welt. Mit Onecoin ergaunerte sie Milliardenbeträge. Als die ganze Sache aufflog, diente ihr Krypto-"Geschäft" als Blaupause für eine Reihe weiterer Maschen. Zwei Hotspots befinden sich in Kärnten und in der Steiermark.
Mit Roman Vilgut und David Knes
Im Podcast wird kurz ein weiterer Fall angeschnitten – jener von Wolfgang Auer-Welsbach und dem größten Pyramidensystem Österreichs. Die delikt-Folge mit Thomas Cik dazu heißt "12.500 Opfer: Wie die Gier blendete". Sie finden Sie auf allen Podcast-Plattformen und hier.
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