Heute zu Gast ist Dr. Kai Fritzsche. Er ist psychologischer Psychotherapeut, langjähriger Ausbilder und Supervisor in klinischer Hypnose sowie Mitentwickler und prägende Stimme der Ego-State-Therapie im deutschsprachigen Raum. Seine Arbeit verbindet humanistische Psychologie, hypnotherapeutische Ansätze und eine tiefgehende Auseinandersetzung mit inneren Anteilen, auch in komplexen klinischen Kontexten wie der Traumatherapie und der forensischen Psychiatrie.
In dieser Episode des Podcasts spricht er im Gespräch mit Raphael Kolic über seinen ungewöhnlichen Weg in die Psychologie nach der Wende, seine ersten Begegnungen mit Hypnotherapie und die Entwicklung seiner therapeutischen Haltung. Dabei wird deutlich, wie sehr ihn die Verbindung aus Neugier, Erfahrung und persönlicher Reifung geprägt hat.
In dieser Podcastfolge erwartet dich:
- Wie er nach der Wende vom verhinderten Medizinstudium zur Psychologie fand und warum für ihn von Anfang an klar war, Psychotherapeut zu werden.
- Weshalb ihn weniger Theorien als vielmehr die Phänomene menschlichen Erlebens fasziniert haben.
- Wie ihn die personenzentrierte Psychotherapie nachhaltig geprägt hat und warum „lernen und staunen" bis heute zentral für seine Arbeit ist.
- Welche Erfahrungen ihn zur Hypnotherapie geführt haben und was ihn an Trance, Körperprozessen und dem Unbewussten so beeindruckt hat.
- Warum frühe therapeutische Euphorie und „Unreife" ein wichtiger Teil der Entwicklung sein können.
- Wie er zur Ego-State-Therapie kam und weshalb sie für ihn zu einem integrativen Metamodell wurde.
- Was sogenannte „Magic Moments" im therapeutischen Prozess sind und warum sie sich nicht herstellen, aber würdigen lassen.
- Wie sich sein Blick auf Wirksamkeit verändert hat und weshalb kleine, oft stille Momente entscheidend sein können.
Eine Folge über Entwicklung, Haltung und die Kunst, im therapeutischen Prozess die entscheidenden Momente zu erkennen.