Ethanol - ein kleines Molekül mit großer Wirkung. Verpackt in Bier, Wein oder Schnaps entspannt es uns, macht uns lustig und gesprächig. Zu viele dieser kleinen Moleküle allerdings machen müde, leichtsinnig und streitlustig. In den närrischen Tagen sorgt das gesellige Molekül deswegen ebenso für neue Freundschaften und Beziehungen, wie auch für den Anstieg von Gewalttaten, Unfällen und Polizeieinsätzen. Es hat Power, das Molekül, und greift mit seiner Energie in Stoffwechsel, Hormonsystem, Immunsystem, Nervensystem und Gehirn ein. Aber ist das jetzt schlimm? Die Folgen des Alkoholkonsums waren 2018 ein heiß diskutiertes Forschungsthema, denn alte Weisheiten gerieten ins Wanken. Schluss mit dem Mythos vom gesundheitsfördernden Glas Wein jeden Tag, bisherige Empfehlungen sind hinfällig. Einige Experten plädieren deshalb neuerdings für den absoluten Verzicht auf Alkohol. Wenn nicht jetzt, wann dann. Nach dem standardisierten Alkohol-Exzess an Fasching ist Abstinenz die reine Erholung. Feierabend ohne Bier, Party ohne Cocktail, Laune ohne Wein wenigstens für die nächsten 45 Tage. Bringt das Erholung für Leib und Seele oder das Ende von geselligem Spaß und den unnötigen Bruch mit einer jahrhundertealten Kultur?