Amerika Absurdistan. Ein Präsident, der nach dem Pippilotta-Prinzip regiert: "Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt.“ Der sich in seiner Wirklichkeit nicht von Fakten verwirren lassen will und stattdessen lieber in Florida das Bad in der Fanmenge genießt. Seinen Anhängern gefällt’s. Sie glauben an Trumps manipulierte Wahrheiten. Wie kann das sein, fragen sich diejenigen, die in Protestzügen gen Washington marschieren?
Doch wer weiß heute eigentlich noch, was wahr ist oder falsch? In der Kunst verschwimmen die Grenzen schon lange. In der virtuellen Welt werden sie aufgelöst. Und so scheinen sich nicht nur in den USA die Gesellschaften kaum noch auf verbindliche Wahrheiten einigen zu können. Neue Führer werden gesucht, während wir uns alter Führer längst entledigt haben. Aber wer soll die Deutungshoheit auch innehaben, wenn Religion für viele keine Rolle mehr spielt und die politischen Eliten ihre Legitimität verlieren?