"En marche“, "Vorwärts“, so heißt die vor elf Monaten gegründete Bewegung von Emanuel Macron, ein Kampagnen-Netzwerk, dem sich 220 000 Franzosen angeschlossen haben. Es trägt die Initialen des vielleicht künftigen französischen Präsidenten, der am 23. April im ersten Wahlgang gewählt wird. Macron wäre mit 39 Jahren der jüngste in der Geschichte der Grande Nation. Er ist parteilos, gilt als sozialliberal und proeuropäisch. Sein Programm ist eine Mischung eher linker und eher rechter Ideen. Entscheidend aber: für seine Anhänger verkörpert er das Neue, den Aufbruch, die Hoffnung. Auf einem Zettel, der ihm kürzlich von einer älteren Dame zugesteckt wurde, stand sogar geschrieben, er werde erwählt von jenem, der über uns sei. Ein Messias wird er wohl nicht werden, aber er steht für einen neuen Typ von Politikern, zu dem auch Martin Schulz gehört: die Gegen-Trumps, Hoffnungsträger, die die Rechtspopulisten mit ihren eigenen Waffen angreifen.