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Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Bettina Kohlrausch und Korinna Hennig --- „Kontrollverlust war eine Kernerfahrung.“ (Bettina Kohlrausch) --- Auch wenn die Pandemie vorbei ist: fünf Jahre nach dem ersten Lockdown sprechen wir von multiplen Krisen. Dabei ist die Corona-Politik längst nicht aufgearbeitet, die Folgen der Pandemie werden kaum thematisiert. Die Journalistin Korinna Hennig und die Politikwissenschaftlerin Bettina Kohlrausch blicken zurück. Auf eine Zeit, in der Familien und Jugendliche oft vergessen wurden, sich Ungleichheiten verschärft haben, die Politik Vertrauen verloren hat - aber auch gute Dinge passiert sind. Lässt sich aus der Corona-Krise lernen? --- Korinna Hennig arbeitet seit 2002 beim Norddeutschen Rundfunk. Während der Covid-Pandemie war sie Host und verantwortliche Redakteurin des Podcasts „Coronavirus Update“. --- Bettina Kohlrausch ist seit Anfang Mai 2020 Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung und Professorin für gesellschaftliche Transformation und Digitalisierung an der Universität Paderborn. --- Mehr Infos s. www.radiodrei.de/derzweitegedanke --- Schreiben Sie uns gern direkt an [email protected]
Ein Abend für die Ukraine --- Irina Bondas, Yuriy Gurzhy, Dmitirj Kapitelman, Alex Lissitsa und Katja Petrowskaja lesen neue und ältere Texte --- Moderation: Natascha Freundel --- radio3 Kultursalon am 19.02.2025 --- "Es gibt keinen Grund, sich zu gewöhnen. Der Krieg ist kein fernes Meeresrauschen. Das zunehmende Erstarren im Angesicht der laufenden Ereignisse lässt die Gewalt gewähren." Katja Petrowskaja: "Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg", Suhrkamp 2025. --- "Es ist schon klar, dass nicht einmal ein Tierarzt-Besuch in der Ukraine ohne eine Flut guter Ratschläge über die Bühne geht. An die offene Autotür gelehnt, ruft sie mir zu: 'Wenn sie noch etwas brauchen, melden Sie sich gerne. Aber nicht in den nächsten zwei Wochen. Denn jetzt fahre ich erstmal nach Cherson an die Front, um für unser Land zu kämpfen.'" Alex Lissitsa: "Meine wilde Nation", C.H. Beck 2024 ---- "Der Krieg nimmt die Dinge wörtlich, reißt das Individuelle von den Worten als wäre es ein Kleid, darunter: Symbol, Abstraktion, Floskel. Wir sagen: unerträglich. Und ertragen doch." Irina Bondas: "Die Lyrik ist eine Freiwillige in Charkiv" --- "Eigentlich ist es ganz leicht herauszufinden, was Populisten und faschistoide Demagogen treiben. Um zu wissen, was sie wirklich tun, muss man sich nur anhören, welche Handlungen sie anderen vorwerfen. Und spiegeln. Alles, was sie als fremde Schrecklichkeiten anprangern, spiegeln." Dmitrij Kapitelman: "Russische Spezialitäten", Hanser Berlin 2025. --- "Stell dir vor, Ringo, Du leihst Dir kurz Claptons Gitarre und springst damit ins Publikum. Ein paar kräftige Schläge gegen Bloodimyrs Kopf könnte Wunder wirken. Es gibt nichts Effektiveres, was man für Peace and Love tun könnte." Yurij Gurzhy: Kriegstagebuch vom 8.7.2023 --- Mehr Infos s. www.radiodrei.de/derzweitegedanke --- Schreiben Sie uns an [email protected]
Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Tareq Sydiq und Robert Menasse +++ Robert Menasse: "Gewohnheit macht immobil" In Deutschland und in Österreich wurde protestiert. Gegen die "Parteien der Mitte". Gegen die Union bzw. gegen die ÖVP. Denn beide Parteien haben sich in Allianzen mit teils rechtsextremen Kräften geübt. In Deutschland, indem die Union es ermöglichte, dass erstmals ein Antrag im Deutschen Bundestag mit Stimmen der AfD angenommen wurde. In Österreich, weil dort die konservative Partei ÖVP Verhandlungen über eine zukünftige Regierung mit der rechtsnationalen FPÖ geführt hat. Die Verhandlungen sind mittlerweile geplatzt. Die Empörung war trotzdem zumindest in Teilen der Gesellschaft groß - in Deutschland hält sie an. Doch in Meinungsumfragen spiegelt sich das kaum wieder. Wer geht auf die Straße? Wie nachhaltig sind die Proteste? Ist die Mehrheit der Menschen schon zu geübt darin, die gewohnten Zustände einfach hinzunehmen - sogar, wenn es um Faschismus geht? Eine Debatte über die Protestkultur in Deutschland und Österreich.+++ Die Sendung wurde am 12.02.2025, 9 Uhr aufgezeichnet, bevor die Koalitionsgespräche zwischen ÖVP und FPÖ scheiterten.+++ Tareq Sydiq ist Protestforscher am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg. 2024 erschien sein Buch „Die neue Protestkultur. Besetzen, kleben, streiken: Der Kampf um die Zukunft“ bei hanserblau. +++ Robert Menasse lebt als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. Zuletzt ist sein Essay "Die Welt von morgen" bei Suhrkamp erschienen.+++ Mehr Infos s. www.radiodrei.de/derzweitegedanke --- Schreiben Sie uns gern direkt an [email protected].
Derviş Hızarcı im Gespräch mit Natascha Freundel --- "Mehr Für statt Gegen." (Derviş Hızarcı) --- Die politische Debatte vor der Bundestagswahl ist vergiftet, spätestens seit der Abstimmung über das „Zustromungsbegrenzungsgesetz“ der CDU mit den Stimmen der FDP und der völkischen AfD - nach der Holocaust-Gedenkstunde im Deutschen Bundestag am 29. Januar 2025. Der Begriff „Migration“ hat mittlerweile einen deutlich negativen Klang, während die „Mitte der Gesellschaft“ gebetsmühlenartig beschworen und gesucht wird. Wie können wir beides – Migration und Mitte – ohne Angst zusammendenken? --- Derviş Hızarcı ist Vorstandsvorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, KIgA. Sein Buch „Zwischen Hass und Haltung. Was wir als Migrationsgesellschaft lernen müssen“ erschien 2024 bei Suhrkamp. --- Mehr Infos s. www.radiodrei.de/derzweitegedanke --- Schreiben Sie uns gern direkt an [email protected].
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