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Zehn Jahre nach seinem Tod David Bowies, feiert der Musikfilm „Tribute to David Bowie — Heroes never die“ in der ARTE Mediathek das Vermächtnis des Künstlers mit neuen Interpretationen seiner bekanntesten Songs.
Ob als Ziggy Stardust, Major Tom oder Aladdin Sane — David Bowie galt ein „Chamäleon der Popmusik“. Der Musikfilm der französischen Regisseure Thierry Gauthier und Sylvain Leduc versteht sich bewusst nicht als Rückblick, sondern als lebendige Hommage. Internationale Künstlerinnen und Künstler interpretieren Bowies Songs neu und zeigen, wie zeitlos seine Musik geblieben ist.
Was alle Beteiligten verbindet, ist ihre persönliche Nähe zu Bowie und seiner Musik. Seine ständige Neuerfindung — musikalisch wie ästhetisch — reichte von Hard- und Art-Rock über Pop bis hin zu Soul, Funk und zu experimentellen Sounds. Veränderung war für Bowie kein Ausnahmezustand, sondern Prinzip.
Der Film macht deutlich, dass David Bowie weiterlebt — in den Herzen seiner Fans, in seiner Musik und im gesamten kreativen Erbe, das er hinterlassen hat. „Tribute to David Bowie – Heroes never die“ findet ihr jetzt in der ARTE Mediathek.
Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
Die Kriege in Gaza und in der Ukraine, die Bundestagswahl, die uns eine schwarz-rote Regierung gebracht hat, die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump — diese und andere Themen haben die politischen Debatten und damit das Jahr 2025 in Deutschland besonders geprägt.
Über die großen und kleinen Klimathemen haben wir in unserem Podcast „Mission Energiewende“ jede Woche berichtet. Einige Stimmen, die 2025 zu Wort gekommen sind, hallen nun in dieser Folge wider: Wenn Energieökonomin Claudia Kemfert zum Beispiel nüchtern feststellt, Deutschland sei bei den Erneuerbaren „in der Summe auf einem ganz guten Pfad“, klingt das weniger nach Jubel als nach Zwischenzeugnis. Und wenn Klimaforscher Niklas Höhne den Koalitionsvertrag mit Blick auf sein Fach als „wirklich enttäuschend“ bezeichnet, wird klar: Klimapolitik ist eine Frage von Prioritäten — oder eben von deren Abwesenheit.
Der „Mission Energiewende“-Jahresrückblick zeigt, dass Klimathemen nicht für sich allein stehen, sondern dass sie mit anderen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen verwoben sind: mit Konsum — „Nachhaltigkeit ist der totale Teamsport“, sagt VAUDE-Chefin Antje von Dewitz — und mit Gerechtigkeit — 50 Superreiche stoßen mehr CO₂ aus als Millionen Menschen — und mit ganz konkreten Alltagssorgen wie drastisch steigenden Lebensmittelpreisen.
„Mission Energiewende“ startet in ein neues Klima-Podcast-Jahr. Für diese erste Folge 2026 hat Host Ina Lebedjew Töne aus dem vergangenen Jahr herausgesucht und zusammengestellt. Es geht unter anderem um die knappe Ressource Aufmerksamkeit, um politische Verdrängung und um die Frage, warum Klimajournalismus 2026 nicht leiser werden darf.
Mehr als 30 Jahre nachdem Meister Eder seine Werkstatt geschlossen hat, übernimmt sein Neffe Florian die Werkstatt seines Onkels. Dabei macht er eine ziemlich unerwartete Bekanntschaft: Der Kobold Pumuckl ist noch immer da und sorgt wie eh und je für Chaos. Florian und Pumuckl werden Freunde und erleben gemeinsame einige Abenteuer in der alten Schreinerwerkstatt.
Neben den tollen Sets, die aussehen wie in der alten Pumuckl Serie, ist vor allem der Cast die größte Stärke der Pumuckl-Neuauflage: Florian Eder wird vom Schauspieler Florian Brückner gespielt, während Kabarettist Maxi Schafroth in der neuen Serie den Pumuckl spricht. Um noch näher am Original zu sein, hat man Schafroths Stimme zusätzlich mit einer KI bearbeitet, so dass sie klingt, wie die des Originalsprechers Hans Clarin. Ihr könnt jedoch selbst einstellen, ob ihr die Pumuckls Audiospur mit oder ohne KI hören wollt.
Die erste gibt es kostenlos und zweite Staffel von „Neue Geschichten vom Pumuckl“ gibt es im Streamingabo von RTL+.
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Das Wembley-Stadion in London im Juni 2016: Die Menschen toben wie bei einem Beyoncé-Konzert, nur dass keine Popdiva singt, sondern Dr. Ruja Ignatova über ihre Kryptowährung OneCoin spricht. Als sie sich die Währung 2014 ausdenkt, ist BitCoin bereits durch die Decke gegangen. Ignatova will am Hype teilhaben und mit einer raffinierten Kombination aus Schneeballsystem und Netzwerkmarketing viel Geld verdienen.
Millionen Menschen lassen sich damals blenden in der Hoffnung auf das schnelle Geld. Doch schon im Februar 2016 schreibt die britische Zeitung Daily Mirror, dass OneCoin praktisch wertlos sei. Im Oktober 2017 besteigt Ignatova ein Flugzeug und verschwindet. „Take the Money and Run“ erzählt ihre Geschichte.
Die Serie beginnt mit Ignatovas Aufwachsen im Schwarzwald, wohin sie als Zehnjährige mit ihrer Familie zieht. Ein Leben zwischen Scham, Schulden und Sprachlosigkeit. Ruja schwört sich, es einmal anders zu machen. Sie ist hochbegabt, überspringt zwei Klassen, studiert, promoviert und heiratet den Anwalt Jonas Kurth.
Als Unternehmensberaterin leitet Ruja das Büro einer international anerkannten Firma in Sofia, Bulgarien. 2013 trifft sie auf Sebastian Greenwood, Experte für Multi-Level-Marketing. Gemeinsam entwickeln die beiden eine Idee, die schon bald größer wird, als sie es sich jemals hätten erträumen können.
„Take the Money and Run“ könnt ihr in der ZDF-Mediathek anschauen.
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Es ist bereits der siebte Spielfilm der Jurassic-Park-Reihe, der allerdings eine eigenständige Geschichte erzählt und losgelöst von den bisherigen Handlungssträngen funktioniert. In den Hauptrollen spielen Scarlett Johansson, Mahershala Ali und Jonathan Bailey als Expeditionsteam, das sich auf den Weg zu einer abgelegenen Insel macht, um dort lebenden Dinosauriern genetische Proben zu entnehmen.
Das Forschungsteam ist aber nicht allein auf der Insel. Auch die Familie Delgado ist hier ausversehen gelandet: Vater Reuben, seine Teenager-Tochter Teresa mit ihrem Freund Xavier sowie die jüngere Tochter Isabella sind auf einer gemeinsamen Segeltour, als ihr Boot von einem Mosasaurus, einem riesigen Meeresreptil, zum Kentern gebracht wird. Das Forschungsteam steht nun vor der Entscheidung: Sollen sie eingreifen und sich selbst in noch größere Gefahr bringen oder gar ihre eigene Mission gefährden?
Regisseur Gareth Edwards ist bekannt für seine atmosphärisch dichten Blockbuster. Zuvor hat er Filme wie „Godzilla“ (2014), den Star-Wars-Film „Rogue One“ (2016) oder „The Creator“ (2023) inszeniert. In „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ setzt er thematisch und optisch wieder mehr auf die Atmosphäre der Originalfilme von Steven Spielberg als auf die action-lastigen Fortsetzungen der letzten Jahre mit Chris Pratt in der Hauptrolle.
„Jurassic World: Die Wiedergeburt“ könnt ihr ab sofort bei WOW streamen.
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Tom, gespielt von Sam Riley, arbeitet als Tennislehrer in einem Urlaubsresort. Sonne, Meer, immer gleiche Abläufe. Die Tage ähneln sich, Begegnungen bleiben flüchtig, Nähe entsteht selten. Tom treibt durch diesen Ort wie durch sein eigenes Leben, immer nah am Exzess: Alkohol, Frauen, Clubs. Neben all dem wirkt sein Leben aber sehr leer. Seine Kontakte sind immer nur oberflächlich und flüchtig.
Als eines Tages eine britische Familie auf der Insel ankommt, gerät seine Routine ins Wanken. Zwischen unausgesprochenen Spannungen und vorsichtigen Annäherungen beginnt Tom, sein eigenes Dasein zu hinterfragen. Was zunächst wie ein Ferienfilm wirkt, verwandelt sich auf einmal in einen Mystery-Thriller in ungewohntem Setting.
In der Besprechung des Films wird „Islands“ häufig als ungewöhnlicher Genre-Mix beschrieben. Die Elemente des klassischen Suspense-Kinos verbinden sich mit der Lethargie eines Urlaubsfilms so, dass Kritiker von einem „Tennis-Noir“ sprechen: Statt dramatischer Schatten nächtlicher Großstadtstraßen findet man hier gleißendes Sonnenlicht auf dem Tennisplatz.
Regisseur Jan Ole Gerster wird dafür gelobt, diese Spannung nicht aufzulösen, sondern auszuhalten. Islands verweigert klare Antworten und setzt stattdessen auf Atmosphäre, Ambivalenz und ein permanentes Unbehagen. So entsteht ein Film, der weniger direkt erzählt als andeutet.
„Islands“ könnt ihr auf Netflix sehen.
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In dieser Ausgabe von „Antritt“ geht es mit Stanley Baldauf darum, wie man einen Antritt produziert.
Ein Antritt entsteht im Studio, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Christian und Gerolf sprechen dort Moderationen ein und führen Interviews. Wenn diese Aufnahmen gemacht sind, ist der Antritt aber noch längst nicht fertig. Ein Team aus Audio Producern – wir nennen sie das „A-Team“ – bereitet alle Aufnahmen und Dateien so auf und arrangiert sie, dass ein gut hörbarer Podcast daraus entsteht. Stanley Baldauf ist einer der Audio Producer bei detektor.fm und spricht in dieser Ausgabe darüber, wie er mit den Rohufnahmen aus dem Studio arbeitet und welche Schritte er geht, damit daraus ein Podcast entsteht. Außerdem geht es um Stans Bezug zum Radfahren und seine große Leidenschaft.
Bevor wir ins neue Jahr starten, hören wir in dieser Ausgabe ins Archiv. Im März 2015 ist dieser Podcast mit einer Fatbike-Reportage gestartet. Außerdem wurde irgendwo hinter einer erzgebirgischen Schneewehe die Frage geklärt, wer wann und wo das Fatbike eigentlich erfunden hat. Diese Aufnahme ist noch nie in diesem Podcast zu hören gewesen, wir haben sie erstmals dieser Ausgabe angehangen.
In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören.
Das Jahr 2026 beginnt in dieser besonderen Ausgabe des „brand eins Podcasts“ mit einem Blick in die „Glaskugel“. Wir blicken aus drei verschiedenen Perspektiven auf Wirtschaft, Macht und Demokratie. detektor.fm-Moderator Christian Bollert hat Tatjana Kiel, Marcel Fratzscher und Janina Kugel im Rahmen der Konferenz Wirtschaft, Macht, Demokratie vom Business Council for Democracy, #BC4D, und brand eins in den Räumen der Hertie-Stiftung in Berlin getroffen. Mit ihnen hat er über die Rolle und Strategien von Unternehmen in Zeiten von Multikrisen und gesellschaftlicher Spaltung gesprochen und die drei auch nach ihrer Perspektive und persönlichen Zuversicht für 2026 gefragt.
Tatjana Kiel ist CEO von Klitschko Ventures und arbeitet gemeinsam mit Unternehmen für Engagement und Demokratie. Sie sagt, für ein besseres Verständnis füreinander und den Zusammenhalt in der Gesellschaft ist es grundlegend, eine Debattenkultur zu erlernen, in der man die Gegenseite auch wirklich hört und Grautöne erkennt. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, klar zu verstehen, wann etwas richtig und wann etwas falsch ist: „Wir reden von Kommunikation und gehen davon aus, dass Zuhören da mit drin steckt. Aber ehrlich gesagt haben wir das total verloren und vielleicht auch nie gelernt.“
Besser sei, offen für Themen und Lösungen zu sein, anstatt populistische Meinungen voranzutreiben. Für die demokratische Mitte zähle, Dinge nicht kaputt zu reden, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen und sich grundsätzlich zu fragen: Was brauchen wir?
Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Er ist überzeugt, dass die wirtschaftliche Realität in Deutschland deutlich besser ist als die Stimmung. Das große Problem als Gesellschaft sei eine „mentale Depression“. Wenn Unternehmen kein Vertrauen haben, investieren sie nicht, sagt Fratzscher. Außerdem fordert er ein Ende des unternehmerischen Schweigens gegenüber populistischen Strömungen. „Zu viele Unternehmen ducken sich weg. Und das ist nicht nur feige, das ist wirtschaftlich schädlich.“
Mut machen Marcel Fratzscher u.a. die vielen hochspezialisierten und innovativen mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die langfristig denken.
Janina Kugel ist ehemaliges Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin von Siemens. Sie bringt als Expertin für Personalfragen die Perspektive der Beschäftigten mit. Führung im Jahr 2026 bedeutet für sie radikale Offenheit in der Kommunikation mit Beschäftigen – auch im Umgang mit Fehlern bei Unternehmensentscheidungen. Wenn man in den Austausch mit den Mitarbeitenden gehe, erreiche man auch Solidarität. Das schnelle Anpassen nach Fehlentscheidungen – das könne in Deutschland aber im Vergleich zum Ausland deutlich besser laufen. „Je mehr Unsicherheit, desto schneller muss eigentlich auch die Anpassungsfähigkeit sein.“
Welche Rolle haben Unternehmerinnen und Unternehmer für den Zusammenhalt der Gesellschaft? Und: Welche Strategien verfolgen Unternehmen in einer Welt mit vielen gleichzeitigen Krisen? Darüber spricht detektor.fm-Moderator Christian Bollert mit Tatjana Kiel, Marcel Fratzscher und Janina Kugel.
Das Jahr 1943: An der Ostfront des Zweiten Weltkriegs steht die fünfköpfige Besatzung eines deutschen Tiger-Panzers, die in eine zunehmend ausweglose Lage gerät. Was als klarer Befehl beginnt, entwickelt sich rasch zu einem Abstieg in moralische Dunkelheit. Zwischen Angst, Enge und wachsender innerer Leere bröckelt der Glaube an Sinn, Ordnung und Kameradschaft. Der Panzer fungiert dabei nicht nur als Schauplatz der Handlung, sondern als Sinnbild eines Krieges, der keinen Ausweg mehr kennt.
Regisseur Dennis Gansel, bekannt für Filme wie „Napola“ und „Die Welle“, zeigt ein System, in dem Gehorsam wichtiger ist als Menschlichkeit und verzichtet bewusst auf spektakuläre Kriegsszenen. Stattdessen bleibt die Kamera nah an den Figuren, zeigt Erschöpfung, innere Konflikte und das langsame Zerbrechen von Moral und Hoffnung. Der Krieg erscheint hier nicht als heroisches Ereignis, sondern als Zustand permanenter Bedrohung und psychischer Belastung.
„Der Tiger“ stellt nicht die Frage nach Sieg oder Niederlage. Er fragt viel eher was vom Menschen bleibt, wenn Gewalt zur einzigen Handlungsoption wird. Ein nüchterner, bedrückender Antikriegsfilm, der lange nachwirkt, gerade weil er so leise erzählt ist.
„Der Tiger“ könnt ihr auf Prime Video sehen.
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Die sogenannte schüchterne Blase, medizinisch Paruresis, beschreibt die Unfähigkeit, in Anwesenheit anderer Menschen zu urinieren. Leichte Formen davon kennen viele Menschen. Gerade Männer machen sich häufig Sorgen, wenn das Pissoir nebenan belegt ist. Wer von ausgeprägteren Varianten betroffen ist, hat oft mit starken Einschränkungen zu kämpfen.
Die schüchterne Blase wurde von der Psychologie bereits in den 1950er Jahren beschrieben und wird heute überwiegend zu den sozialen Angststörungen gezählt. Betroffene fürchten oft weniger, dass man sie auf öffentlichen Toiletten hört, sieht oder riecht. Vielmehr scheint sie zu beschäftigen, dass jemand bemerken könnte, dass sie gerade nicht urinieren können. Dadurch entsteht ein belastender Kreislauf aus Erwartungsangst, Anspannung und erneutem Versagen.
Im Körper sind dabei psychologische und physiologische Prozesse eng verknüpft. Stress aktiviert den Sympathikus, der die Blasenschließmuskeln kontrahieren lässt. Die Folge ist eine körperliche Blockade, die auch dann bestehen bleibt, wenn der Harndrang stark ist.
Viele Betroffene planen ihre Wege und Aktivitäten um ihre Störung herum. Einige vermeiden soziale Ereignisse, Reisen oder Orte ohne garantierte Privatsphäre.
Zur Verbreitung der schüchternen Blase gibt es unterschiedliche Angaben. Die International Paruresis Association spricht von bis zu sieben Prozent aller Menschen, wobei vermutlich mehr Männer als Frauen betroffen sind.
Therapeutisch hat sich eine schrittweise Konfrontation mit zunehmend schwierigeren Toilettensituationen bewährt. Dabei werden reale Situationen aufgesucht, der Harndrang wird gezielt genutzt, um Erfolgserlebnisse zu schaffen. Auch die Gestaltung öffentlicher Toiletten kann einen therapeutischen Nutzen haben: Mehr Privatsphäre durch höhere Trennwände, besser abgedichtete Kabinen oder Geräuschmaskierung kann dazu beitragen, Scham und Stress zu reduzieren.
Christiane Gelitz ist Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Sie erklärt im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer, wie es zur schüchternen Blase kommt und was Menschen gegen die Störung tun können. Sie geht auch auf aktuelle Untersuchungen zum Thema ein und bespricht die Frage, was wir als Gesellschaft für Betroffene tun können.
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