
Sign up to save your podcasts
Or


Was fällt einem zum Thema Literaturverfilmungen ein? Im Deutschunterricht war das Filmgucken meist eine willkommene Abwechslung. Manches literarische Werk hat man überhaupt erst durch die Verfilmung kennengelernt. In anderen Fällen hat man das Buch bereits gelesen und ist einfach neugierig darauf, wie es fürs Kino umgesetzt wird.
Für unsere Bücherwürmer von Seite 37 war es deshalb an der Zeit, sich endlich auch einmal mit dem Thema Literaturverfilmungen zu befassen. Was kann der Film, was das Buch nicht kann? Und wo ist die geschriebene der verfilmten Szene am Ende überlegen? Auch mit dem Problem der weggelassenen und abgeänderten Passagen setzt sich das Moderationsteam auseinander: „Wo tat’s weh und wo war’s gut so?“, fragen sich Franzi und Claudius.
Am Ende stellen sie sich gegenseitig die Gretchenfrage: Die Blechtrommel, Harry Potter, Der Vorleser, Momo, Das Parfüm – was war besser, das Buch oder der Film? Wer die Auflösung wissen will, sollte jetzt gleich in die neue Podcastfolge reinhören. Nur so viel sei vorab gespoilert: Man ist sich meistens uneinig.
Schon mit seinem Horror-Film „The Witch“ hat Robert Eggers bewiesen, dass er sich für historische Orte, Soziolekte und den Horror, der sich aus dem Miteinander speist, interessiert. Ging es damals noch um eine Waldhexe in Neuengland, bemüht er in „The Lighthouse“ bzw. „Der Leuchtturm“ Fabeln von Meerjungfrauen und Kraken. Zwei Leuchtturmwärter, einer jung und auf der Flucht (Robert Pattinson), einer alt und verkrustet (Willem Dafoe) sind gezwungen sich zu ertragen. Weit draußen auf dem Meer, wo die Gischt um ihre Hütte weht und der nasse Wind durch die Balken zieht.
Eggers ist hier nicht nur an einer historischen Darstellung des Ganzen im Format 1.19:1 und Schwarz-Weiß interessiert. Nein, er will Machtstrukturen und toxische Männlichkeiten offenlegen. Und dann soll es auch noch um Carl Gustav Jung, H. P. Lovecraft, Proteus, Prometheus, Sublimierung, Sexualität und gespaltene Persönlichkeiten gehen. Ob das wirklich klappt, besprechen die Filmkritiker Tino Hahn und Lucas Barwenczik mit Christian Eichler von detektor.fm.
Jede Woche zankt sich detektor.fm-Filmkritiker Christian Eichler mit Freunden und Kolleginnen über einen aktuellen Film. Dabei ist es egal, ob der im Kino, auf Netflix oder im Fernsehen anläuft. Angedickt wird das Ganze durch ein hintergründiges Interview und einen kurzen Überblick über weitere Kino- und Streaming-Starts.
Der Aufruf liest sich wie die Rede von Martin Luther King: „Stell dir vor, es gibt einen Tag, an dem du dich auf den Weg machst. Stell dir vor …“Aber es geht nicht um Träume, sondern um Vorstellungen und Veränderungen. Mit seinem Crowdfunding-Aufruf will der Kondomhersteller „Einhorn“ die vermutlich größte Bürgerversammlung Deutschlands organisieren. Die zentrale Idee hinter 12062020 Olympia: Schnell und direkt 50 000 Unterschriften für Online-Petitionen zusammen zu bekommen, um den Bundestag mit allen Anliegen gleichzeitig zu fluten.
Denn so viele, also 50 000, Unterschriften braucht es, damit eine Petition im Petitionsausschuss geprüft wird. Die Aktivisten und Aktivistinnen wollen auf diese Weise größtmögliche Aufmerksamkeit für klima- und gesellschaftspolitische Themen erreichen.
Die Petitionsaktion hat einen Haken: Sie kostet. Deswegen gibt es Tickets für knapp 30 Euro. Teilnehmen an der als politisch beworbenen Aktion können also alle, die es sich leisten können – und die werktags Zeit haben, um nach Berlin zu fahren. Um die 2,7 Millionen Euro teure Bürgerversammlung zu finanzieren, müssen mindestens 60 000 Tickets verkauft werden. Zudem können schon finanzierte Tickets auch verlost werden.
Hinter der Kampagne steckt das Berliner Start-Up „Einhorn“. Eigentlich produziert das Unternehmen vegane Kondome und Menstruationsprodukte, mischt aber nicht zum ersten Mal politisch mit. Unter anderem auf Initiative des Kondomherstellers hat der Bundestag im Frühjahr die ermäßigte Mehrwertsteuer auf Frauenhygiene-Produkte verabschiedet. Die aktuelle Crowdfunding-Aktion wird prominent unterstützt, aber genauso prominent kritisiert.
Über die Kampagne 12062020 Olympia hat detektor.fm- Moderatorin Marie Landes mit der Organisatorin Anne Dittmann und dem Kritiker Christopher Lauer gesprochen. Der Medienwissenschaftler Jan-Hinrik Schmidt ordnet Sinn und Zweck von Online-Petitionen ein.
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“, kurz SDG) sind so etwas wie der Leitfaden der Arbeit der Vereinten Nationen. Frieden, Umweltschutz, Gesundheit, Ernährungssicherheit gehören zu den Themen der Entwicklungsziele, aber auch Gleichberechtigung, Bildung und Beschäftigung. Bei THE ARTS+ auf der Frankfurter Buchmesse haben Expertinnen und Experten in der SDG Media Zone diskutiert, welche Rolle Kultur bei der Erreichung der Entwicklungsziele spielen kann.
Im Mitschnitt der Veranstaltung „Creating A Revolution for Change“ sprechen:
Moderiert werden die Panels und Interviews von Sherri Aldis (Chief of UN Publications), Arne Molfenter (Head of German Liaison Office, UN Regional Information Centre for Western Europe) und Mechthild Hartung (FAZ).
Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sie schon heraufbeschworen: die sparsame schwäbische Hausfrau. Damit versuchen zahlreiche Politiker und Politikerinnen – nicht nur die Kanzlerin – die Sparsamkeit des Bundes verständlich zu machen. Der Tenor: Was für die Hausfrau gut ist, kann für den Staat nicht schlecht sein. Die schwarze Null scheint da auf den ersten Blick die logische und vor allem richtige Konsequenz.
Verfassungsjurist Alexander Thiele sieht das anders – wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen übrigens auch. Privatpersonen und Staaten ließen sich überhaupt nicht vergleichen. „Die schwäbische Hausfrau hat wirklich rein gar nichts mit den Finanzen des Staates zu tun. Schon allein: Staatsschulden werden nicht zurückgezahlt, es gibt überhaupt keinen Grund dafür, sie zurückzuzahlen. Weil der Staat eben, im Gegensatz zur schwäbischen Hausfrau, nicht stirbt“, so Alexander Thiele weiter.
Eng mit der sogenannten schwarzen Null ist auch die Schuldenbremse verbunden. Nur wer keine Schulden aufnimmt, schafft einen ausgeglichenen Haushalt. Gerade wird der Haushalt für 2020 diskutiert, Finanzminister Olaf Scholz hält an der Idee fest. Das sorgt für Kritik, von Ökonomen und seitens der Opposition. Statt zu sparen, solle man lieber mehr investieren, heißt es. Aber ist eine Abkehr von der Schuldenbremse verfassungsrechtlich überhaupt so einfach möglich?
detektor.fm-Redakteurin Rabea Schloz spricht mit Hajo Schumacher und Alexander Thiele darüber – und stellt fest, dass das Thema deutlich emotionaler ist als gedacht.
Ihr habt Fragen oder Feedback? Dann schreibt uns gerne an grundgesetz[at]detektor.fm
Gemeinsam mit Hajo Schumacher blättern wir uns durch und fragen Verfassungsexperten, was drin steht und was das für unseren Alltag bedeutet.
Zuviel Make-up im Gesicht wirkt häufig künstlich. So ist das auch mit unserer Persönlichkeit. Läuft jemand mit einer Maske durchs (Berufs-)Leben, fällt es uns schwer, diese Person richtig einzuschätzen. Etwas fehlt, etwas ist unstimmig, oder kurz: nicht authentisch.
Im Jahr 2019 wird der Wunsch nach Offenheit, Transparenz und Authentizität größer. Auch die New-Work-Ideale verlangen ein authentisches Auftreten. Wer eine echte Persönlichkeit hat, könne weit kommen, heißt es oft. Aber was genau ist denn authentisch? Jederzeit jedem sagen, wie man sich fühlt? Wohl eher nicht. Anderen etwas vorzuspielen aber auch nicht.
Authentisch sein bedeutet nicht, mit allen Facetten seiner Persönlichkeit in die Welt zu gehen. Jederzeit alles mitzuteilen, was einen umtreibt, und andere womöglich noch zu verletzen, weil man „authentisch ein Mistkerl ist“, ist eher kontraproduktiv. Auch dem Chef zu sagen, dass man Existenzängste hat, gehört eher nicht dazu.
„Die eigene Persönlichkeit, die Werte, die Prägungen und das, was ich nach außen vermittle, dass das deckungsgleich geht. Dass ich mich nicht verstelle, dass ich nicht versuche, etwas anderes zu sein – oder besser zu erscheinen, als ich tatsächlich bin“, so Simone von Stosch, TV-Moderatorin und Businesscoach.
Authentisch sein könnte zum Beispiel heißen, zu den eigenen Überzeugungen und zu seinen Werten zu stehen. Man darf dem Chef ruhig sagen, wie zufrieden man mit dem Gehaltsangebot ist. Ob man sich wertgeschätzt fühlt. Das offen zu kommunizieren, gehört zur Authentizität dazu.
Und Authentizität ist auch nicht statisch. Es braucht Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Dazu gehören Selbstdisziplin, Selbstreflexion und Mut. Über all das spricht detektor.fm-Moderatorin Yvi Strüwing mit Simone von Stosch, Trainerin mit den Schwerpunkten Führung, Persönlichkeit und Präsenz.
Wenn man auf die Geschichte schaut, ist Jahrhunderte lang eigentlich zeitgenössische Musik die einzige Musik. Stücke werden komponiert zum Beispiel für eine Fürstenhochzeit oder eine Trauerfeier, und zum nächsten Anlass muss neue Musik her. Alte Noten herauszukramen kommt niemandem in den Sinn.
Das ändert sich im 18. Jahrhundert, vor allem mit Georg Friedrich Händel. Seine Werke werden auch nach seinem Tod immer weiter aufgeführt. Im 19. Jahrhundert ist es dann üblich, Musik alter Meister aufzuführen aber daneben hat die zeitgenössische Musik einen ebenso wichtigen Platz.
Anfang des 20. Jahrhunderts kippt das Verhältnis. Die Komponisten bewegen sich immer mehr von den klassischen Tonarten weg – schreiben frei tonal oder „atonal“. Berühmt berüchtigt ist da Arnold Schönberg.
1913 führt Schönberg im Wiener Musikverein mehrere moderne Stücke auf, schon zu Beginn reagiert das Publikum mit Gelächter und Pfiffen. Bei den Ansichtskartenlieder von Alban Berg rastet das Publikum völlig aus, Konservative und Avantgardisten schreien sich an, werden handgreiflich, das Konzert wird abgebrochen. Das Publikum ist verstört – und Arnold Schönberg auch.
„Schönberg hatte spätestens nach diesen Skandalkonzerten ein sehr gestörtes Verhältnis zum Publikum, Das ist übrigens nicht neues, auch Mozart usw hatten eine distanz zum Publikum, die Komponisten, die seinerzeit explizit fürs Publikum komponiert haben, sind heute vergessen.“
1918 gründet Schönberg einen Verein für musikalische Privataufführungen. Ein Rückzug in einen geschützten Raum, in dem neue Kompositionen vor einem kleinen exklusiven Kreis aufgeführt werden.
Man konnte diesem Verein beitreten aber durfte eben keine Missbilligung ausdrücken. Auch das Festival für Neue Musik, die Donaueschinger Musiktage, bleiben in einem kleinen elitären Kreis, auch nach dem Zweiten Weltkrieg.
Und wie sieht es in dieser Szene heute aus? JiYoun Doo hat in Leipzig Komposition studiert und 2014 ein Ensemble für zeitgenössische Musik gegründet. Was sie erzählt klingt ganz ähnlich wie die Privataufführungen von Schönberg:
„Wie ein Familienfest: ich sehe immer die selben Leute, das fand ich wirklich schade. Und dann entwickeln sich die Konzerte auch nicht weiter, weil wir kein Feedback bekommen. Bei einem Familienfest muss man auch nicht immer innovativ sein.“
Wieso empfinden so viele Menschen Neue Musik als „unschön“, während moderne Kunst relativ massentauglich ist? Und wie können sich Publikum und Komponisten der Gegenwart wieder annähern? Das ergründet Eva Morlang in dieser Folge des Saitenwechsels.
Es ist das Jahr der Kokain-Rekorde. Erstmals sind in Deutschland mehr als zehn Tonnen Kokain sichergestellt worden. Und in Spanien ist das passiert, was bisher nur Legende unter Polizisten war: Vor der Küste Galiziens haben Ermittler 3 000 Kilogramm Kokain an Bord eines südamerikanischen U-Bootes sichergestellt.
Dass in diesem Jahr solche großen Mengen Kokain beschlagnahmt werden, liegt nicht nur an neuen Ermittlungsmethoden. Es gibt auch eine Produktions-Rekord. Mit geschätzt fast 2 000 Tonnen wird derzeit so viel Kokain hergestellt wie noch nie. Der Großteil stammt aus Kolumbien, aus ehemaligen FARC-Gebieten. An der Geldwäsche in Deutschland wiederum sind beispielsweise libanesische Geldwäschenetzwerke beteiligt.
„Die Angst vor dem sogenannten Narco-State ist eine Angst, die derzeit auch bei Europol und dem BKA vorherrscht. Also die Angst, dass die Drogensummen eingesetzt werden, um Polizisten, Hafenarbeiter, Rechtsanwälte auf die Seite der Schmuggler zu ziehen. Dass diese Angst berechtigt ist, sieht man in den Niederlanden etwa an Morden an Rechtsanwälten auf offener Straße“, so Benedikt Strunz, Journalist bei NDR Investigativ.
Allein im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Menge an sichergestelltem Kokain in Deutschland verdoppelt. Vor allem die Niederlande, Spanien und Deutschland sind zentrale Drogen-Umschlagplätze. Gerade Deutschland bietet Geldwäschenetzwerken ein offenes Einfallstor, egal ob es um Kokainschmuggel oder andere Mafianetzwerke geht.
Am Kokainschmuggel sind politische Regime und Terrorganisationen weltweit beteiligt – das hat Benedikt Strunz für NDR Investigativ recherchiert. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Lara-Lena Gödde erklärt er, welche Rolle Deutschland im weltweiten Kokainschmuggel spielt und durch welche Hände das Kokain und die Erlöse gehen.
Redaktion: Nadja Häse
Für die Entwicklung eines Kaffeeautomaten, der Bohnen selbst rösten kann, hat Hans Stier mehrfach alles riskiert. 2010 gründete er mit Kaffee Toro das erste Unternehmen, mit dem er seine Vision umsetzen wollte. Schon 2013 war er wieder Pleite.
Durchbruch mit Crowdfunding
Doch Stier gab nicht auf. Über zwei Millionen Euro konnte er nach der Insolvenz in insgesamt vier Crowdfunding-Kampagnen erlösen, um die komplexe Maschine doch noch bauen zu können. Dazu kam weiteres Geld von Investoren.
„Wir sind mit fast 10 Millionen Euro im Business. Das ist super viel Geld. Aber wir müssen auch anerkennen, dass es immer noch zu wenig ist.“ – Hans Stier
Erst 2017 war die erste Maschine „Berlin“ dann marktreif und konnte ausgeliefert werden. Doch damit hörten die Probleme nicht auf. Bonaverde brauchte immer wieder Geld, kämpfte mit vielen unzufriedenen Crowdfundern und Lieferproblemen.
„Das zehrt schon an einem und frag meine Frau, die sagt auch: Willst du dir nicht mal einen anderen Job suchen? Aber nein, will ich nicht!“ – Hans Stier
Pleite nach Flopcast-Aufzeichnung
„Wir sind noch nicht über den Berg“, sagte Hans Stier über sein Unternehmen Bonaverde bei der Flopcast-Aufzeichnung. Wenige Monate später wurde bekannt, dass Bonaverde vor dem Aus steht. Ende Oktober 2019 musste das Unternehmen hunderte Maschinen wegen eines fehlerhaften Bauteils zurückrufen. Dieser Rückruf brachte Bonaverde nach eigenen Angaben in so große finanzielle Schwierigkeiten, dass sich die Insolvenz nicht mehr vermeiden ließ.
Von Pleite zu Pleite
Die ganze Geschichte seiner Idee und der vielfach gefloppten Umsetzung erzählt Hans Stier in der dritten Folge des „Flopcast“ mit detektor.fm-Moderatorin Maja Fiedler.
Redaktion: Javan Wenz
Wer hierzulande ein Unternehmen gegen die Wand fährt, wird schnell als Verlierer abgestempelt. Dabei ist Scheitern keineswegs ein Makel – es ist eine große Chance. Im Flopcast von detektor.fm beschreiben Unternehmerinnen und Unternehmer, was sie vom Scheitern gelernt haben. Hier sprechen sie über große und kleine Fehler, über Lehren für die Zukunft und über ihren Weg zurück in die Erfolgsspur. Präsentiert von Lexware.
From the publisher's feed

76 Listeners

110 Listeners

52 Listeners

3 Listeners

5 Listeners

0 Listeners

223 Listeners

2 Listeners

105 Listeners

37 Listeners

16 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

8 Listeners

13 Listeners

0 Listeners

1 Listeners

58 Listeners

17 Listeners

34 Listeners

31 Listeners

146 Listeners

13 Listeners

11 Listeners