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Zusätzlich zur Filmanalyse startet DIE FILMANALYSE +ABO mit zwei neuen Formaten:
1. DIE FILMANALYSE DEEP DIVE: In diesen monatlichen Podcast-Folgen gehen wir tief rein in ein Filmthema. Es geht dabei nicht nur um einen Film, sondern um mehr: mehr Theorie, mehr Kontexte, mehr Filmgeschichte! Und immer mit Lektüre-Tipps. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema werden die Folgen deutlich länger sein als die üblichen Analysen. Die erste zweistündige Folge ist frisch erschienen: Sie handelt von Donald Trumps Lieblingsfilm „Sunset Boulevard“ und über das Verhältnis von Politik, Realität und Fiktion.
2. DIE FILMANALYSE Q&A: Ich beantworte in den monatlichen Podcast-Folgen Fragen aus dem Publikum. Alle, die den Paywall-Inhalt abonniert haben, erhalten dafür eine spezielle E-Mail-Adresse und können Fragen stellen. Darüber hinaus möchte ich darin die Gelegenheit nutzen, Filme zu empfehlen.
Darüber hinaus gibt es im Abo alle neuen, auch frei verfügbaren Filmanalysen ohne Werbeunterbrechung hören.
Ich freue mich sehr, wenn Sie bzw. ihr die Filmanalyse Plus mit einem Abo unterstützt und den Deep Dive mit mir wagt!
Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:
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Der erste Tonfilm von Fritz Lang kam recht spät: 1931 erst startete „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ in den Kinos. Doch während viele andere deutsche Tonfilme zwar stark auf Dialoge, Musik und Gesang setzten, allerdings über die Erweiterung des Mediums wenig zu sagen wussten, ist Fritz Lang ein Film geglückt, der über sich selbst nachdenkt – und das nicht ohne Humor, wenn plötzlich eine schwerhörige Figur auftaucht oder der gesuchte Mörder die Erkennungsmelodie selbst pfeift, aber nur ein Blinder sich daran erinnern kann. Mit Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Theo Lingen, Rosa Valetti und vielen weiteren Stars hat #FritzLang mehr als einen guten Kriminalfilm geschaffen, „M“ ist auch ein Film über die Großstadt, über die moderne Gesellschaft, #Überwachung und Kontrolle, und über die #Massenmedien und ihre Wirkung auf die Massen. Dass dieser Film auch von Rechten begrüßt wurde, ist nicht einer Fehlinterpretation geschuldet, denn konstruiert wird hier auch ein Sündenbock, über den sich eine gefährliche Gemeinschaft konstituiert. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!
Literatur:
Elias Canetti: Masse und Macht. Fischer.
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Wolfgang M. Schmitt
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Ja, Netflix produziert viel Schund, aber es gibt auch Filme, an die sich nur wenige heranwagen würden: A HOUSE OF DYNAMITE von Kathryn Bigelow ist so einer. Das Szenario ist so simpel wie bedrückend: Eine Nuklearrakete wurde irgendwo im Meer gezündet und soll in 19 Minuten in Chicago aufprallen. Im Situation Room im Weißen Haus, auf dem Sonderkommandoposten und an anderen strategischen Außenstellen kommen alle zusammen. Der Präsident ist sofort am Telefon, der Verteidigungsminister ebenso wie ein Netzwerk von Generälen und Experten. Telefonate, Videoschalten, Funksprüche ergeben ein dichtes Kommunikationsnetz. Bigelow zeigt uns, wie gut das System funktioniert, wie präzise die Tausend Mal geprobten Schritte nun ausgeführt werden, wie verantwortungsvoll fast alle Figuren sind, allein: Es hilft nichts. Die atomare Aufrüstung hat in ein Dilemma geführt, führt uns das fabelhafte Drehbuch von Noah Oppenheim vor und zeigen uns die Gesichter von Idris Elba, Rebecca Ferguson, Gabriel Basso, Jared Harris, Tracy Letts und vielen weiteren. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse!
Literatur:
Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen. Bd. 1. C.H. Beck.
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Wer von einem Film naturwissenschaftliche Plausibilität verlangt, hat möglicherweise Angst vor der Fiktion. Vor allem aber sollte man erkennen, dass die Außerkraftsetzung von wissenschaftlicher Logik in Drehbüchern die Möglichkeit bietet, diverse Weltanschauungen zu lancieren. Exakt darum geht es #MichaelBay mit seinem #Katastrophenfilm „Armageddon – Das jüngste Gericht“. Ein Asteroid droht in wenigen Tagen auf die Erde aufzuprallen und alles Leben zu vernichten, deshalb müssen nun Bohrexperten rasch zu Astronauten umgeschult werden, um auf dem Himmelskörper ein Loch für die Platzierung einer Atombombe bohren zu können. Ein recht chaotisches Team aus #BruceWillis, Ben Affleck, Steve Buscemi, Owen Wilson und weiteren Stars bricht auf zu dieser heiklen Mission, während auf der Erde Liv Tyler hofft und bangt, dass Willis und Affleck heil zurückkommen. Es ist nicht schwierig, sich über diesen Plot lustig zu machen. Selbst Affleck fragte einmal bei Bay nach, ob es nicht wesentlich leichter sei, Astronauten zu Bohrexperten zu machen. Diese Denkweise aber verkennt, dass Filme nicht nur eine ideologische Funktion haben, sondern in besonderer Weise – gerade weil sie auf Plausibilität keine Rücksicht nehmen müssen – Ideologien transportieren können. „Armageddon“ jedenfalls verrät viel über Michael Bays Weltbild. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!
Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalyse
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Drei Staffeln, insgesamt 26 Folgen, was bedeutet: 24 Stunden. Ein Tag des Lebens kostet diese Serie, die bei Amazon Prime zu sehen ist und auf der erfolgreichen Roman-Reihe „Der Sommer, als ich schön wurde“ von Jenny Han basiert. Die Serie ist ein gruseliges Phänomen – und nicht nur bei Teenagern, auch Millienials sind Teil des Hypes. Hundertausende Videos und Posts in den Sozialen Medien beschäftigen sich meist affirmativ damit, unzählige Analysen der Beziehungskonstellation und wie schon in „Twilight“ bilden sich Teams. Soll Protagonistin Belly lieber mit dem lebenslustigen Jeremiah oder mit dem verschlossenen Conrad zusammenkommen? Es ist keine Serie über Social Media, sondern das Social-Media-Prinzip hat die Serie geformt. Mehr abgedroschene Bilder, Gesten und Dialoge sind kaum noch möglich. „The Summer I Turned Pretty“ ist im wahrsten Sinne des Wortes debil. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Slavoj Žižek: Weniger als nichts. Hegel und der Schatten des dialektischen Materialismus. Suhrkamp.
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Diese deutsche Komödie feierte auch im Ausland große Erfolge, und erhielt dort sogar bessere Kritiken als in Deutschland: Wolfgang Beckers „Good bye, Lenin!“ wurde 2003 hierzulande vor allem als Zeichen für eine gewisse #Ostalgie interpretiert. Das aber greift zu kurz, da der Film keineswegs ein rosiges Bild der #DDR zeichnet, vielmehr wird ausbuchstabiert, wie der realexistierende Sozialismus hätte sein können und welche Alternativen es zur BRD gegeben hätte. Was aber, wenn der Film noch etwas von unserer Gegenwart antizipiert hat? Eine Mutter (Katrin Sass) muss vor dem Lauf der Geschichte geschützt werden, damit sie nicht erneut einen Herzinfarkt erleidet. Der Sohn (Daniel Brühl) baut seiner Mutter im Schlafzimmer eine eigene #Filterbubble aus Nostalgie-Fernsehen, Fake News und DDR-Produkten. Die Situation der Mutter erinnert an unsere eigene. Die Personalisierung des Internets sorgt dafür, dass wir vor allem das sehen, was wir sehen wollen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!
Literatur
Eli Pariser: Filter Bubble. Wie wir im Internet entmündigt werden. Carl Hanser Verlag.
Slavoj Zizek: Lacan. Eine Einführung. Fischer.
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Paul Thomas Anderson meldet sich mit einem Film zurück, der nach der großen Leinwand giert, nicht nur, weil sich der Regisseur für VistaVision entscheiden hat, sondern auch, weil hier ein Epos erzählt wird. Leonardo DiCaprio spielt dabei einen Bombenbastler, der gemeinsam mit seiner Frau Perfidia Beverly Hills (Teyana Taylor) Widerstand gegen die Antimigrationseinheit ICE leistet. Sie sind Teil der Gruppe „French 75“, die gegen das rechte Amerika kämpft. Jedoch haben wir es hier nicht mit einem Revolutionsdrama zu tun. Meint es Anderson möglicherweise alles gar nicht so ernst? 2003 wurde die Einheit gegründet, heute ist sie mächtiger denn je. Ein Film zu rechten Zeit? Auf den Fersen ist den Rebellen jedenfalls der von Sean Penn gespielte Colonel Lockjaw, der die Nicht-Weißen hasst, sie aber zugleich auch begehrt. „One Battle After Another“ kommt als Thriller und Blödelkomödie zugleich daher. Behauptet wurde, dies sei ein Film, den Trump hassen wird. Aber haben wir es wirklich mit einem politischen Film zu tun? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
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Zwei Schauspielgiganten treffen erstmals aufeinander: #RobertDeNiro und #AlPacino bringt #MichaelMann in diesem Neonoir-Thriller zusammen auf die Leinwand – beim ersten Duell wird geredet, beim zweiten geschossen. „Heat“ ist einer der bedeutendsten Filme des 20. Jahrhunderts, der aber 1995 nicht einmal für einen Oscar nominiert war. Erzählt wird eigentlich eine ganz einfache Geschichte: Ein Cop jagt einen Gangster, doch wenn die beiden einander anblicken, dann sehen sie in ein Spiegelbild. Michael Mann zeigt in seinem knapp dreistündigen Film ein Los Angeles, wie wir es nie zuvor gesehen haben: grau-blau schimmert diese erbarmungslose Stadt, die von totaler Individualisierung geprägt ist. „Heat“ ist in erster Linie ein Film über die Einsamkeit in der Moderne, haltlos und besessen von etwas, das sie nicht benennen können, bewegen sich die Protagonisten durch die Straßen. Das Ziel haben sowohl De Niro als auch Pacino schon lange aus den Augen verloren, zur Umkehr jedoch ist es längst zu spät. Was sollte man auch sonst tun? Im Fernsehen Sport gucken und am Abend Barbecue zubereiten? Der Cop und der Gangster fürchten sich vor der Langeweile und der Gewöhnlichkeit, doch sie zahlen dafür einen hohen Preis. Michael Mann zeichnet nicht nur vielschichtige Figuren innerhalb eines komplexen Netzes aus Ökonomie und Verbrechen, sondern er zeigt auch eine Männlichkeit, die viele aktuelle Diskurse gar nicht wahrnehmen wollen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Literatur:Wolfgang Schivelbusch: Lichtblicke. Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert. Fischer. Max Stirner: Der Einzige und sein Eigentum. Reclam.
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Regisseur Dennis Gansel („Napola“) widmet sich erneut dem Zweiten Weltkrieg: In „Der Tiger“ geht es um die Besatzung eines deutschen Tiger-Panzers. Um Haaresbreite wären die fünf Männer verbrannt, eine Weile später brechen sie jedoch zu einer neuen Mission auf, denn der ominöse Oberst von Hardenberg wird gesucht: Verschanzt er sich vielleicht in einem Bunker? Ist er möglicherweise zu den Russen übergelaufen? Welches Kartenmaterial hält er in seinen Händen? Es ist eine geheime Mission, die zurück an die Ostfront führt, wir schreiben das Jahr 1943: David Schütter, Laurence Rupp, Leonard Kunz, Sebastian Urzendowsky und Yoran Leicher spielen beeindruckend intensiv die Soldaten, die im Nebel des Krieges mit dem Panzer durch Niemandsland rollen. Immer lauert irgendwo der Feind, gewiss, doch gejagt werden die Männer zudem von Erinnerungen und Gespenstern. „Der Tiger“ setzt auf Klaustrophobie: Die Enge des Panzers wird sichtbar und spürbar, auch die Sinnlosigkeit des Unterfangens verdeutlich dieser bemerkenswerte Anti-Kriegsfilm. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
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Shawn Levy ist mit "Free Guy" ein intelligenter Film gelungen, der sicherlich auf den Schultern von Riesen steht: Zu nennen sind da vor allem zwei Werke, die Filmgeschichte geschrieben haben: "Und täglich grüßt das Murmeltier" und "Die #TrumanShow". In dem einen erlebt Bill Murray den immer gleichen Tag, in dem anderen muss Jim Carrey erkennen, dass er sein gesamtes Leben in der Kulisse eines Fernsehstudios verbracht hat. In "Free Guy" sieht plötzlich #RyanReynolds - dank einer Sonnenbrille, womit auch John Carpenters #TheyLive" die Referenz erwiesen wird, dass er sich in einem Computerspiel befindet. Schlimmer noch: Er ist lediglich ein NPC. Hollywood reagiert nun immer häufiger auf die inzwischen einflussreichere Gaming-Industrie, doch "Free Guy" ist keineswegs eine weitere Anbiederung an ein Game-affines Publikum, sondern eine raffinierte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Medien und großen gesellschaftlichen Fragen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse!Literatur:Vilém Flusser: Kommunikologie. S. Fischer Verlag.
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