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"Check Check" mit Klaas Heufer-Umlauf fühlt sich angenehm undeutsch an. Außerdem im TV-Podcast: eine Sky-Serie mit Drogen, Teenies und drogennehmenden Teenies.
Im linearen Fernsehen sind in der vergangenen Woche wieder eigenartige Dinge passiert. Thomas Gottschalks "Große 80er-Show" war ein Quotenhit, obwohl es in der Show konsequent nur um die egalsten Trends der Achtzigerjahre ging. Die Schaulustigen mussten aber immer wieder umschalten, denn parallel dazu kam auch "Die Live-Show bei Dir zuhause", in der ProSieben mit ein paar Kameras und lustigen Spielchen die Provinz aufmischte. Klaas Heufer-Umlauf war auch zu Gast, und er sollte einen deutschen Fernsehpreis bekommen in der Kategorie "Bester vielsagender Blick in die Kamera".
Apropos Klaas: Der macht jetzt in Serien. Gerade ist bei Joyn "Check Check" gestartet, in der er die Hauptrolle spielt. Das ganze bringt erstaunlich viel Spaß und fühlt sich angenehm undeutsch an. Außerdem haben Passmann und Kalle monatelang auf den Deutschlandstart der HBO-Serie "Euphoria" gewartet, die gerade folgenweise bei Sky erscheint. In "Euphoria" geht es um Drogen, um Teenies und um drogennehmende Teenies. Passmann wird das zwischendurch fast etwas zu gleichgültig, Kalle findet es genau richtig gleichgültig. Dass man "Euphoria" unbedingt anschauen sollte, denken beide.
Und an Kevin Kühnert wird diese Folge auch wieder gedacht. In "Serien für Kevin" besprechen die Schaulustigen diesmal die fantastische Comedy-Serie "30 Rock". Conan O'Brien hat einen Gastauftritt, weswegen Passmann automatisch großer Fan ist. Kalle obwohl.
Die Schaulustigen haben das erste Mal ihr warmes Studio verlassen und sich eine Woche lang mit Mirkos in den Frankfurter Nieselregen gestellt: es war Buchmesse. Und zwischen Stehempfängen, Buchpremieren und unendlich vielen Häppchen haben die beiden sich genau die Bücher der Saison rausgegriffen, die sie glücklich gemacht haben oder die zumindest dringend verfilmt werden sollten. Außerdem kann man Passmann dabei zuhören, wie sie immer weiter ihre Stimme verliert.
Das Sachbuch, das die Schaulustigen dieses Jahr beide gleichermaßen begeistert hat, ist die Basketball-Biografie "The Great Nowitzki" von Thomas Pletzinger. Pletzinger ist Nowitzki sieben Jahre lang quasi überall hin gefolgt. Dabei ist ein Buch entstanden, das alle lesen sollten, die in ihrem Leben schonmal in irgendetwas gut sein wollten. Die beiden haben Pletzinger für einen kurzen Schnack zwischen zwei Gläsern Sekt abgefangen, um ihm unter anderem die Frage zu stellen, was er von der Nowitzki-Doku "Der große Wurf" auf Netflix hält und wieso er weiß, dass die beste Szene es gar nicht in den Film geschafft hat.
Leicht angetoucht vom Abend treffen sich Passmann und Kalle wieder am nächsten Messetag, um über das große Thema der Literaturbranche zu sprechen: Der Literaturnobelpreis für Peter Handke. Die Schaulustigen interessieren sich vor allem für die Frage, wie die Causa Handke verfilmt werden sollte. Wer spielt Handke? Wer spielt Denis Scheck? Wer führt Regie? Wer spielt die Wälder, in denen Handke spazieren geht?
Und weil man sich nicht immer nur am aktuellen Buchprogramm entlang hangeln kann, werden noch zwei Bücher vorgestellt, die bisher nicht verfilmt wurden, es aber dringend sollten. "Ein letzter Sommer" von Steve Tesich und "how to be famous" von Caitlin Moran.
Ach, und die Aufzeichnung des Literarischen Quartetts war eigentlich auch noch, aber dafür hatten die beiden nach vier Tagen Buchmesse emotional und körperlich "leider" keine Lust.
Diese Folge ist eine Hommage an die witzigsten Menschen der Welt. Die Schaulustigen sprechen über ihre liebsten Late-Night-Shows und darüber, wieso es in den USA so viel witziger zugeht als in Deutschland.
Kalle und Passmann hatten an wenigen Serien in diesem Jahr so viel Spaß wie an "Brooklyn 99". Gerade ist die 5. Staffel bei Netflix erschienen, und die Frechheit ist, dass diese Show immer besser wird. Die Beiden sprechen darüber, wie gut linksliberaler Humor sein kann und Passmann erzählt, wieso der Erfinder der Serie fast Jurist geworden wäre.
Außerdem stehen die Schaulustigen kurz vor der Trennung, als Kalle erzählt, dass er Passmanns großes Humor-Idol Conan O’Brien ähnlich unwitzig findet wie Stefan Raab. Es gibt aber glücklicherweise noch andere amerikanische Late Night Hosts, auf die sie sich einigen können: Letterman, Colbert, Kimmel, Fallon. Dabei kommt die Frage auf, wieso es Frauen scheinbar bis heute nicht erlaubt ist, schlaue Shows hinter großen Schreibtischen zu moderieren.
Große Liebe haben die beiden für den Anarcho-Comedian Andy Kaufman und für das fantastische Biopic "Der Mondmann", in dem der nicht weniger fantastische Jim Carrey Kaufman spielt und bei den Dreharbeiten fast wahnsinnig geworden ist. Es gibt eine Kalle Top 3, eine Verschwörungstheorie über amerikanische Entertainment-Kultur von Passmann und den Versuch, sich trotz der Uneinigkeit in Sachen Conan zu versöhnen. Ob das klappt?
Die Schaulustigen sind noch ganz verknallt in alles, was bei den diesjährigen Emmys passiert ist. Die beiden besprechen die besten Outfits, wer zu Unrecht keine und zu viele Preise bekommen hat und wieso Phoebe Waller-Bridge weiterhin die coolste Frau der Welt ist. Von einer der glamourösesten Veranstaltungen der Welt geht es dann zu einer der unwichtigsten: dem Deutschen Comedypreis. Den haben Kalle und Passmann natürlich nicht geschaut, wussten aber trotzdem schon vorher, wer gewinnt und welche Witze auf der Bühne gemacht würden, denn deutsche Comedy ist genauso vorhersehbar wie jede lahme Pointe.
Außerdem hat Netflix zwei neue Serien im Programm. Zunächst wäre da mal "Der dunkle Kristall", das Serien-Prequel des Fantasy-Films aus den 80ern des Muppets-Erfinder Jim Henson. Das bedeutet: Puppen, Puppen, Puppen! Für Passmann eines der eigenartigsten Fernseh-Erlebnisse, das sie je hatte, für Kalle ein berührendes Erlebnis, denn selten klang dieser Mann so glücklich, wie in der Besprechung dieser Serie.
Völlige Einigkeit herrscht bei den Schaulustigen über die Spionage-Serie "The Spy" Die muss man gesehen haben, allein schon wegen des großartigen Hauptdarstellers Sacha Baron Cohen, der früher als Borat und Ali G Comedy gemacht hat, und jetzt mit seiner ersten ernsten Hauptrolle beweist, dass die witzigsten Menschen gleichzeitig auch die ernstesten sein können.
Außerdem verschüttet Passmann Getränke und spoilert eine Serie. Schalten Sie ein!
Schlechte Neuigkeiten, egal, wo man hinschaut: Die "Goldene Kamera wird eingestellt, Johannes B. Kerner bekommt eine neue Talkshow und schimpfende Männer auf Bühnen gehen bis heute tatsächlich als Netflix-Comedy-Special durch.
Die Schaulustigen haben trotzdem pausenlos ferngesehen. Luke Mockridge hat eine neue Freitagabendshow auf Sat1, für die er sehr erfolgreich Werbung im ZDF Fernsehgarten gemacht hat: Luke Mockridge hat Kinder bezahlt, um seine Gags zu schreiben, Matthias Kalle hat im Gegenzug ein Kind bezahlt, um für ihn Luke Mockridges Show zu schauen. Nur eins von beiden wurde witzig! Außerdem läuft wieder "Die Höhle der Löwen", nach einer Folge sind die Schaulustigen kurz davor, die FDP zu wählen und in skalierbare Businesses zu investieren.
Und es geht auch diese Folge wieder um Kevin Kühnerts Schrumpelfinger in der Badewanne. In "Serien für Kevin" schauen Kalle und Passmann sich diesmal "Workin' Moms" an, außer einem großartigen Song von Sia passiert da aber eher wenig. Die Netflix-Serie "Unbelievable" sorgt für große Uneinigkeit, man ist sich nicht sicher, ob diese Show jetzt großartig oder komplett spießig ist.
Und eigentlich sollte zum Ende der Folge noch gelacht werden, aber leider haben sich die Schaulustigen nur die neuen Comedy-Programme von Bill Burr und Dave Chappelle angeschaut. Da kann man Männern dabei zuschauen, wie sie eine Stunde vor Tausenden von Leuten sagen, dass man heute ja gar nichts mehr sagen darf. Gelacht haben Passmann und Kalle dann aber noch über etwas ganz anderes ...
Die dritte Staffel der Netflix-Serie hat Passmann und Kalle schwer enttäuscht, und die Wahlnacht war auch nicht besser. Nur eine Tanzeinlage des BVB-Trainers macht Laune.
Die Fernsehbranche bleibt auch nach dem Ende der Talkshow-Sommerpause unübersichtlich: Zum Beispiel bekommt Kurt Krömer eine neue Show beim rbb, obwohl er sich doch vor Jahren vom Fernsehen verabschiedet hat. Der Bayerische Rundfunk soll 170.000€ ausgegeben haben, um sich von Beratern erklären zu lassen, wie man die Talkshow "Münchner Runde" verjüngen könnte. Dabei hätten die Schaulustigen es für die Hälfte gemacht. Außerdem wurde im Osten gewählt, was deutsche Fernsehjournalisten an die Grenzen ihres handwerklichen Könnens getrieben hat.
Die Streaminganbieter haben die Schaulustigen ausnahmsweise auch nicht viel glücklicher gemacht. Zwar tanzt BVB-Trainer Lucien Favre in der zweiten Folge "Inside Borussia Dortmund" lustig rum, aber dafür ist und war die dritte Staffel von "13 Reasons Why" eine so große Enttäuschung, dass Passmann und Kalle Musik von "The Cure" einspielen müssen, um sich aufzumuntern. Passmann war im Kino und hat sich den Film "Late Night" angeschaut, Kalle hat in der Zeit zu Hause das Buch von 8 selbsternannten Kulturkritikern gelesen, in dem Unsinn über Fernsehen geschrieben steht. Wären die Schaulustigen nicht so gerne schlecht drauf, wäre es eine schlechte Woche gewesen.
Es ist viel passiert in Deutschland: Luke Mockridge hat sich beim Fernsehgarten blamiert, das "Literarische Quartett" hat die schlechteste Quote aller Zeiten gehabt, der Sender ARD One kündigt ein "Serienquartett" an und Hans-Georg Maaßen schaut nie fern.
Aber die Schaulustigen sprechen auch über wichtige Dinge, zum Beispiel über die neue Amazon-Prime-Show "Inside Borussia Dortmund". Kalle ist ja bekennender Dortmund-Fan und damit absolut unkritisch, Passmann wiederum interessiert sich nicht für Fußball und hat viele Fragen: Wer ist dieser ältere Schweizer Herr am Spielfeldrand der Borussen? Gibt es echt einen Menschen, der "Axel Witsel" heißt? Wieso sind die alle tätowiert?
Außerdem geht die sehr gute Netflix-Serie "Mindhunter" in die zweite Staffel; Kalle spoilert schon wieder und Passmann hat eine Top 3 erstellt. Und in der neuen Erfolgsrubrik "Serien für Kevin" geht es diesmal um Derry Girls. Und die Schaulustigen schwärmen von "The Crown" (kurz), "Fleabag" (schon wieder) und gehen der Frage nach, wer den Nachruf auf Matthias Kalle schreiben soll.
Es geht um das große Finale von "The Masked Singer" und um die Frage, welche Promis bei der nächsten Staffel mal besser mitsingen sollen. Kalle erklärt, wieso die Welt ein besserer Ort wäre, wenn alle Menschen endlich die Comedy-Serie "Brooklyn 99" gucken würden. Und die Schaulustigen geben Musik- und Instagram-Tipps für alle, die nach dem Staffelende von "Stranger Things" auch ein wenig traurig sind.
Vor allem aber geht es um einen der besten Drehbuchautoren aller Zeiten: Aaron Sorkin. Er hat Klassiker wie "The West Wing" geschrieben, den Oscar für sein Drehbuch von "The Social Network" bekommen, und ein paar Mal ist er mit Serien auch schlimm gescheitert. Passmann hat trotzdem alles von ihm mindestens dreimal gesehen. Zusammen mit Kalle feiert sie einige seiner besten Serien und einige seiner okaysten Filme: "The Newsroom", "Studio 60 on the sunset Strip", "The Social Network" und "Molly‘s Game".
Und dann werden noch wild Rubriken getauscht: Kalle spoilert und Passi hat auf einmal eine Top 3. Vielleicht kommt die Verwirrung daher, dass die Schaulustigen eine ganz neue Rubrik vorstellen, in der sie endlich die Frage beantworten: Welche Serien sollte Kevin Kühnert in der Badewanne schauen?
Die Emmy-Nominierungen sind da und obwohl die Schaulustigen nicht auf der Liste stehen, feiern sie nochmal ihre Lieblingsserien der letzten Folgen. Außerdem freut sich Sophie Passmann über eine Neuauflage von Gossip Girl und Matthias Kalle ein bisschen zu sehr über den Trailer zum zweiten Teil von Top Gun. Die beiden diskutieren ein verhängnisvolles Interview mit Kevin Kühnert, in dem er von seinen Fernsehvorlieben in der Badewanne erzählt.
Episode 11 der Schaulustigen ist eine Achterbahn der Gefühle! Die neuste Folge von „Die Anstalt“ hat beide sehr wütend gemacht, die neue Prosieben-Show „The Masked Singer“ verwirrt sie etwas, und die neuste Staffel "Queer Eye" wickelt sie mit Liebe und Frohsinn ein.
Größter Skandal: Passmann hat erst sehr spät ihre Liebe für die Netflix-Serie „Stranger Things“ entdeckt, zum Start der dritten Staffel besprechen beide euphorisch, wieso diese Serie einfach immer besser wird und erklären (spoilerfrei!) was die neuste Staffel so toll macht. Die Schaulustigen sind sich einig, dass die Pubertät manchmal deutlich gruseliger sein kann als ein Schattenmonster.
Ulmen ist zu Gast im TV-Podcast. Die Schaulustigen streiten mit ihm über "After Life", "Jerks" und "Fleabag". Und lüften das Geheimnis von "Two and a Half Men".
Kalle und Passmann haben überhaupt keine Ahnung von Fernsehen, behauptet zumindest Christian Ulmen. Der war so unzufrieden mit der Kritik seiner Lieblingsserie in einer der letzten Folgen, dass er sich selbst eingeladen hat, um die Dinge grade zu rücken. Also diskutieren die Schaulustigen mit Ulmen über "After Life", das für ihn einen Meilenstein der Humorgeschichte darstellt, er erklärt, wieso alles, was die zwei zu dieser Serie sagen und denken, falsch ist und war.
Glücklicherweise sprechen sie aber auch über "Fleabag", was alle drei uneingeschränkt großartig finden. Passmann findet eine Möglichkeit, selbst da wieder ein wenig über Benedict Cumberbatch zu sprechen und Kalle verdreht dann vor allem die Augen.
Und es wäre ja peinlich, Ulmen da zu haben, ohne mit ihm über Jerks zu sprechen. Die dritte Staffel ist angelaufen und die Schaulustigen haben Fragen: Wie cool ist Volker Bruch? Ist Fahri Yardim ein Genie? Hat Christian Ulmen schon mal mit einem Proll-Mädchen geschlafen? Und weil das Gespräch am Ende noch ein wenig enttäuschend für den Gast werden sollte, sprechen Kalle und Passmann die eine Sache an, die sie bei Jerks nicht gelungen finden.
HINWEIS: Liebe Hörerin, lieber Hörer! Wir würden gerne von Ihnen wissen, was Sie außer den "Schaulustigen" sonst noch von der ZEIT hören oder lesen. Unter www.zeit.de/studie haben wir deswegen eine große Umfrage gestartet. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit dafür nehmen. Vielen Dank!
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