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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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Unsere Mundartexperten beantworten Fragen zu Flur-, Berg- und Quartiernamen, zu einem rätoromanischen Jägergruss oder zur Herkunft der Wörter «pilgern» und «wallfahren». Auf folgende Fragen gibt es in dieser Sendung Antworten: Wie spricht man den Südkanton eigentlich aus? «Tessiin» oder doch «Téssin»? Könnten die beiden ähnlich tönenden und nahe gelegenen Flurnamen «Lebere» (Nunningen SO) und «Chläbere» (Reigoldswil BL) etwas miteinander zu tun haben? Woher kommen die beiden Wörter «pilgern» und «wallfahren»? Und was hat der Übername «Chatzestrecker» für die Luzerner damit zu tun? Was steckt hinter dem Flurnamen «Hatzchlaue» in Altwis LU? Woher hat das Berner «Lorrainequartier» seinen Namen? Und warum gibt es im Kanton Bern und in der Romandie noch mehrere weitere «Lorraine»? Was könnte der Bergname «Wildgärst» im östlichen Berner Oberland bedeuten? Warum wünschen Engadiner Jäger einander «in bocca d'luf», also «in den Rachen des Wolfs»? Wie kam es zum Flurnamen «Rappagugg», der im Churer Rheintal gleich zweimal vorkommt? Woher kommt der Familienname Roduner und was hat er ursprünglich bedeutet?

Der Engelberger Musiker El Ritschi hat ein Doppelalbum mit einer Sammlung von «Apropos»-Radiokolumnen aus dem Regionaljournal Zentralschweiz und Solo-Liedern herausgegeben: gewitzt, manchmal kritisch, immer mit viel Liebe zur Sprache, zu den Menschen und ihren Geschichten. Seit 15 Jahren ist El Ritschi als singender und kommentierender Radiokolumnist für «Apropos» im SRF-RegionaIjournal Zentralschweiz tätig. In der Sendung sprechen wir ihm darüber, was ihn antreibt, und welche Fülle von Themen er aus seinem Engelberger Dialekt und seiner Heimatregion schöpft. Ausserdem erklären wir die sprachliche Geschichte hinter dem Familiennamen Brütsch, der ursprünglich wohl ein Übername für jemanden war, der auffällig barsch oder stolz auftrat.

«Mampf», «glugglugg» und «jubilier!»: Nadia Zollinger und Markus Gasser von der SRF-Mundartredaktion vertiefen sich in die Sprache der Comics. Was ist so speziell daran und in welchem Verhältnis steht sie zur Alltagssprache? Eine zentrale Rolle spielt der sogenannte «Erikativ». Der Begriff erinnert an Erika Fuchs, die jahrzehntelang die Disney-Comic-Hefte ins Deutsche übertragen und damit die deutsche Schriftsprache mit neuen Elementen wie eben dem Erikativ bereichert hat. Damit sind Verbformen wie «seufz» oder «grübel» gemeint. Ausserdem wird die Geschichte der Comics besprochen mit seinen Vorformen in mittelalterlichen Heiligenbildern und bei Wilhelm Busch. Als bekennender Asterixianer analysiert Markus Gasser ausserdem die Vorzüge von Asterix auf Berndeutsch. Wer Inspiration sucht im Bereich Fluchen, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Kapitän Haddock aus Tim und Struppi liefert kreatives Vokabular - «Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde!» Wiederholung der Sendung vom 6.6.2024 Familiennamen Kegel und Keigel Der Familienname Kegel ist ein Übername zum mittelhochdeutschen Wort «kegel» für «Kegel, Pflock, Stock oä.» und bezeichnet eine kleine, rundliche Person. Der Name ist in Appenzell AI alteingessen. Daneben gibt es auch die Variante Keigel, in Füllinsdorf BL, Reiden und Ruswil LU vor 1800 als Bürgergeschlecht belegt.

So haben Krieg, Rechtswesen und Kunst Redensarten geprägt. Die Kapitulation, die Aufgabe einer Seite hat schon so manchen Krieg beendet. Deshalb verwendet man auch im sonstigen Leben sprachliche Bilder aus dem Kriegswesen, um das Aufgeben zu umschreiben: «die Flinte ins Korn werfen», «die Segel streichen» oder «die weisse Fahne hissen». Auch das mittelalterliche Rechtswesen spiegelt sich in diversen Redewendungen, so etwa in «auf die lange Bank schieben» für «hinauszögern». Der mittelalterlichen Dichtung haben wir wohl «über den grünen Klee loben» zu verdanken - denn die Dichter priesen den Klee wie kaum etwas anderes. Und auf das Theater bezieht sich die Redensart «kein Blatt vor den Mund nehmen» für «ehrlich und direkt sein» - in Zeiten der Zensur hielten sich manche Schauspieler ein Blatt Papier vor das Gesicht, damit sie nicht erkannt und für allfällig heikle Aussagen zur Rechenschaft gezogen werden konnten. In dieser Sendung erfahren Sie die spannenden Geschichten rund um diese und weitere Redewendungen. Und ausserdem erklären wir, was der Familienname Vollenhals ursprünglich bedeutet haben könnte.

Redensarten verraten uns viel über alte Traditionen und neue Technologien. Verschiedene Redensarten beziehen sich auf traditionelle Methoden von Handwerk – und an ihren moderneren Pendants lässt sich die Entwicklung der Gesellschaft und der Technologien mitverfolgen. Das zeigen wir in der heutigen Sendung anhand von vielen Beispielen für Redensarten zu den unterschiedlichsten Themen. Es geht um Gelegenheiten (erfolgreich genutzte, aber auch verpasste, die uns wie bei der Jagd das Wild «durch die Lappen gegangen» sind), um Störenfriede, die uns «dazwischenfunken», um Verrückte, die «nöd ganz gschöchlet» sind, aber auch um Sprachbilder dafür, wie wir uns heimlich davonmachen – und wie wir sterben. Zum Schluss der Sendung gehen wir ausserdem dem Familiennamen Aemisegger auf den Grund.
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