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Wir feiern fünf Jahre „Essen im Ohr“ – und damit steht der Radio Essen-Podcast quasi kurz vor seiner Einschulung. Die haben aber alle bisherigen Gäste unseres Podcasts schon hinter sich. Die Gästeliste reicht dabei von Oberbürgermeister Thomas Kufen, Pfarrer Gereon Alter, den 257ers, Doc Caro und essendiese über René Pascal, Kamrad und Polizeipräsident Andreas Stüve bis hin zur „dicksten Domina Deutschlands“, Walentina Doronina, dem blinden Essener Jan sowie Frida Gold, Ralf Richter, Werner Hansch, Uwe Koschinat und dem meistgehörten Podcast mit den Freerunning Schlappen. In all den Jahren waren viele Menschen aus unserer Stadt bei uns im Podcast zu Gast.
Doch unsere Gäste müssen nicht berühmt sein oder im Fernsehen auftreten. Sie brauchen keine großen Klickzahlen. Viele Menschen in Essen haben großartige Persönlichkeiten und viel zu erzählen, wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt und neugierig ist. Vier Beispiele davon gibt es in der Jubiläumsfolge von „Essen im Ohr“ zu hören. Sie gehören zu den Essenerinnen und Essenern, die sich auf unseren Aufruf beworben haben und Gast im Podcast werden wollten. Herausgekommen sind vier schöne Mini-Folgen.
Kassandra aus Rüttenscheid ist Pflegeberaterin und spricht zum Beispiel über die Bauch- und die Herz-Mama. Frank aus Borbeck ist mit Helmut Kohl und Bill Clinton geflogen und stand als Praktikant im Blitzlichtgewitter. Jaqueline sorgt mit ihrer Ruhrpottschnauze und einem Helfersyndrom für gute Laune. Für ein Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele sorgt hingegen Claudia aus Schonnebeck und der Ayurveda.
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Alle anderen Nachrichten aus Essen hört Ihr bei Radio Essen und könnt sie hier noch mal nachlesen.
„Essen im Ohr“ unter Tage: Für diese Folge vom Radio Essen-Podcast „Essen im Ohr“ begleitet Podcast-Host Fabian Schulenkorf Adrian. Adrian ist Lost-Places-„Sammler“. Das heißt: Adrian sucht Orte auf, die von Menschen erbaut, aber inzwischen verlassen wurden. Das können Schächte oder Fabrikhallen sein, Krankenhäuser, Kanalanlagen oder Bunker.
Zwischenzeitlich soll es rund 1300 verschiedene Bunker alleine in Essen gegeben haben, sagt Adrian. Rund 30 davon hat der Urbexer – so werden die Menschen genannt, die Lost Places erkunden - schon besucht. Vom unterirdischen Atomschutzbunker bis zum oberirdischen Hochbunker hat Adrian schon viele(s) gesehen und erlebt. Wichtig sind ihm dabei zwei Dinge: die Geschichte hinter den Orten und die Sicherheit.
In der 9. Klasse hatte Adrian ein Gespräch mit einem Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg. Dieses hat ihn so sehr berührt und ergriffen, dass sein Interesse für die Verbrechen aus der Zeit geweckt wurde. „Wir wollen hoffen, dass so etwas nie wiederkommt“, sagt er im Radio Essen-Podcast „Essen im Ohr“. Deswegen besucht er seit inzwischen fünf Jahren hauptsächlich Angriffs-, Schutz- und Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg und zeigt sie auf seinem Instagram-Kanal.
Sein Insta-Kanal soll nicht dafür da sein, Likes abzugreifen und „Online-Fame“ zu erhaschen. Adrians Instagram-Kanal „Bunkertour_AP“ soll eine Art Museum sein - und ein Mahnmal. Er bietet keine Touren oder Begehungen an. Adrian will mit seinen Bildern und Videos aus den Bunkern online zeigen, aus was für grausamen Gründen diese Bunker erbaut wurden.
An erster Stelle jeder Begehung eines Lost Places steht für Adrian die Sicherheit. "Es bringt nichts, wenn ich mich verletze oder noch schlimmere Dinge passieren", sagt er im Radio Essen-Podcast "Essen im Ohr", dann sei niemandem geholfen. Auch will er für keinen Rettungseinsatz verantwortlich sein. Adrian hat sogar schon mal die Behörden vor einem gefährlichen Bunker gewarnt, der offen stand. Darin waren gefährlich schlechte Luftverhältnisse. Wenn - wie oft in einem unterirdischen Bunker - die Luft nicht zirkulieren kann, steigt schnell der Anteil von Kohlenmonoxid in der Luft. Das kann lebensgefährlich werden, wie die Feuerwehr Essen bei einem Einsatz schon berichtet. Deswegen führt Adrian immer ein Messgerät mit sich. Das schlägt Alarm, wenn die Luft zu schlecht zum Atmen ist.
Zur Sicherheit gehört auch, nicht unbedingt alleine in einen Lost Place zu steigen oder ggf. Daheimgebliebene über seinen Standort zu informieren. Obendrein gehört es zum Ehrenkodex der Urbexer, dass sie nichts an einem Lost Place verändern.
"Wir gucken nur", sagt Adrian dazu. "Das einzige, das wir hinterlassen, sind unsere Fußspuren."Auch im Podcast ist ihm wichtig zu erwähnen, dass dies kein Hobby zum Nachahmen ist.
Nein, Kenji Hövels berlinert nicht als er im Podcast-Studio von Radio Essen Platz nimmt. Dennoch hat der Berliner Handballtrainer viel zu erzählen. Von seiner Frau aus Ostwestfalen, die ihren Mann auch mal liebevoll "Hövels" nennt und mit der es öfter Mal zum Streit über die Aussprache mancher Wörter kommt.
Aber auch von seinem Wechsel zum TUSEM Essen. Der Verein, im kalten Dezember tief im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga. Bedenkzeit gab es wenig, gefühlt über Nacht ging es mit seiner Frau und der gemeinsamen sechs Monate alten Tochter in ein Airbnb in Essen. Inzwischen fühlt sich der 32-Jährige hier sehr wohl:
"Die Stadt bringt Charme mit. Es ist sehr grün, mit dem Grugapark oder dem Baldeneysee. Mir fehlt es hier an Nichts. [...] Auch die Leute haben mich sehr herzlich empfangen und sehr gut aufgenommen."Zeit für eine Essener Currywurst war aber noch nicht. Klar ist, die Verantwortung ist jetzt eine ganz andere als zu Spielerzeiten.
"Ich habe nicht nur die Verantwortung für eine Mannschaft und einen Verein, sondern auch als Familienvater. [...] Aber nur weil etwas schwer ist, ist es nicht der richtige Weg zu sagen, 'ich mach's nicht."Im Gespräch mit Host Mario Arlt wird schnell klar, wieso Kenji Hövels in der schwierigen sportlichen Situation beim TUSEM Essen auf Anhieb etwas bewegen konnte.
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Wenn kleine Babys sie anlachen – oder auch mal anpinkeln – und Jugendliche am Ende doch noch brummelnd „Danke“ sagen, dann merkt Dr. Nicole Treptau, warum sie ihren Beruf so liebt. In der aktuellen Folge des Podcasts „Essen im Ohr“ wird deutlich, wie viel Freude sie als Kinderärztin an ihrer Arbeit hat. Seit 2011 führt sie ihre Praxis im Essener Stadtteil Bredeney – und fühlt sich dort genau richtig.
Aufgewachsen ist Nicole Treptau in Gronau, an der niederländischen Grenze. Ihre Ausbildung machte sie an der Uniklinik Münster. Anschließend blieb sie in der Kinderklinik, wo sie sich unter anderem auf Neonatologie und Kinderdiabetologie spezialisierte. Später zog sie mit ihrem Mann ins Ruhrgebiet, arbeitete im Elisabeth-Krankenhaus in Essen und half dort, die Kinderdiabetologie aufzubauen.
2011 wechselte Nicole Treptau schließlich in eine Praxis im Essener Süden – dort ist sie bis heute tätig. Besonders liebt die Kinderärztin die kleinen und großen Momente mit ihren Patientinnen und Patienten:
„Dass man einfach jeden Tag wirklich gerne in die Praxis geht und sagt: Ja, ich hab' da auch Spaß dran. Und das haben Sie als Kinderarzt. Das ist es einfach so. Wenn die kleinen Babys sie anlachen oder auch mal anpinkeln. Wenn die Jugendlichen dann da sitzen und zum Schluss dann doch brummelnd rausgehen und "Danke" sagen. Dann haben Sie viel erreicht," so Treptau.Im Podcast spricht sie außerdem darüber, wie sehr sich das Elternsein verändert hat. Früher war vieles selbstverständlicher, heute sind Eltern oft deutlich verunsicherter. Einen „Elternführerschein“ für bestimmte Themen findet sie deshalb durchaus spannend.
Gleichzeitig gibt sie aber Entwarnung: zehn bis zwölf fieberhafte Infekte während der Kindergartenzeit sind völlig normal. Viele Kinderkrankheiten treten außerdem saisonal auf – zum Beispiel Influenza oder die Hand-Mund-Fuß-Krankheit – und gehen regelmäßig durch Kitas und Schulen. Zu den ansteckendsten Krankheiten gehören Masern und Windpocken, gegen beide wird aber konsequent geimpft.
Woran erkennen Eltern, dass hinter einem harmlosen Infekt vielleicht doch mehr steckt – und wann sollte man dringend zum Arzt gehen? Welche Warnzeichen sollte man ernst nehmen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Dr. Nicole Treptau in der aktuellen Folge des Podcasts „Essen im Ohr“.
Dabei spricht sie auch über eines ihrer Fachgebiete: die Kinderdiabetologie. Immer wieder beeindruckt sie, wie gut Kinder mit einer chronischen Erkrankung umgehen können.
„Kinder können sich unglaublich gut anpassen. Und das sehen wir nicht nur im Positiven, das sehen wir ja leider auch im Negativen. Wenn man Missbrauch und so etwas anguckt, wie viel Kinder ertragen und bei diesen Erkrankungen kommen Kinder da sehr schnell gut mit zurecht.“Außerdem erzählt Treptau im Podcast, wie sich der Praxisalltag in den vergangenen Jahren verändert hat und warum Kinder oft widerstandsfähiger sind als Erwachsene denken. Wer wissen möchte, worauf man bei Infekten achten sollte und wie Kinder mit chronischen Erkrankungen umgehen, findet viele Antworten in dieser Folge.
In der Rubrik "Gesundheit" geht es um körperliche und seelische Krankheiten – von der Harnröhre bis zum Ohr, von der Psyche bis zur Bauchspeicheldrüse. Erfahrene Medizinerinnen und Mediziner aus Essen kommen zu Wort.
Euch hat die Folge "Essen im Ohr" gefallen? Dann lasst gerne eine Bewertung da und abonniert den Podcast, um keine neue Folge zu verpassen. Unseren Podcast gibt es immer dienstags – zuhören könnt Ihr auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform. Ihr wollt selbst mal einen Gast für das neue Format mit den Kategorien Gesundheit, Sport und Mensch vorschlagen? Oder ihr möchtet Lob oder Kritik loswerden? Dann meldet euch gerne per E-Mail an [email protected].
In unserer Folge zum Podcast-Jubiläum könnt Ihr sogar selbst zum Gast werden!
Seit Jahrzehnten engagiert sich Ellen Menne in Essen. Vor allem in ihrem Stadtteil Überruhr: In der Flüchtlingshilfe, in der Kirchengemeinde, im Schulausschuss, und und und. Ihr größtes Projekt: Der jährliche Bücherbasar. Jetzt hat sie für ihr Engagement das Verdienstkreuz am Bande verliehen bekommen. Was sie motiviert, erzählt Ellen Menne bei "Essen im Ohr".
Angefangen hat alles in der Flüchtlingshilfe, damals für Menschen, die aus dem ehemaligen Jugoslawien kamen.
"Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich auch immer genügend Leute motivieren konnte, mitzumachen. Wenn wir da die Nachbarn überfallen haben, wenn wir wieder Bettwäsche brauchten oder Wäsche oder Möbel, da haben wir uns einen Wagen geliehen [...]. Wir waren also gut aufgestellt und haben uns wie die Heuschrecken da über Überruhr verteilt. Und die, die da mitgewirkt haben, das waren so unglaublich viele, die waren einfach nur klasse. Noch heute sprechen wir darüber, wie schön das war. Und heute [...] stürzen wir uns alle auf den Bücherbasar".
Im Radio Essen-Podcast "Essen im Ohr" erzählt die 77jährige, dass sie keinen Beruf mehr, sondern nur noch eine Berufung hat. Sie hat sich schon in vielen Bereichen engagiert: Nicht nur in der Flüchtlingshilfe, sondern auch in verschiedenen Gremien der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Heimsuchung, im Schulausschuss, für den öffentlichen Bücherschrank in Überruhr-Hinsel, bei der kfd, im Weltladen und sie organisiert seit 1993 einen Bücherbasar.
Für Ellen Menne ist ihr Engagement selbstverständlich:
"Das kommt irgendwie von innen. Wir sind von Zuhause gewöhnt, zu gucken, wo Not ist. Und da ist das ganz normal, dass man sich da engagiert."
Ihr besonderes Talent ist, dass sie auch alle anderen Menschen, denen sie begegnet, überzeugt, sich zu engagieren. Nicht nur ihre ganze Familie und ihre Freunde sind dabei, auch den Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen hat sie mit an Bord geholt für den Bücherbasar. Für ihr jahrzehntelanges Engagement ist sie im September 2025 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.
In Essen engagiert sich nach einer Studie auf dem Jahr 2024 jeder Zweite. Sei es als Sporttrainer im Verein, im Altenheim, der Kirche oder am Bücherschrank. Und das ist gut und wichtig, sagt Ellen Menne.
"Ehrenamtlich ist auch, wenn Leute aus dem Stadtviertel hergehen, ordnen den Bücherschrank neu oder heben irgendetwas auf, damit es nicht so fludderig aussieht. [...] Ich kenne ganz viele, die irgendetwas auf die Bahn bringen, bei uns werden zum Beispiel Bingonachmittage angeboten im Bürgertreff oder verschiedene andere Sachen [...]. Da kriegt keiner Geld für, das machen Leute alle ehrenamtlich [...]. Das ist unglaublich, was die so leisten."
Sie wünscht sich, dass sie mit dieser Podcastfolge mehr Menschen erreicht, die Lust haben, sich zu engagieren.
"Wenn ganz Viele etwas machen, könnte so viel Gutes geschaffen werden."
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Ryko war eigentlich Rapper, Musiker, Punkrocker. Die meisten kennen den Essener aber wegen seiner Videos auf TikTok und Instagram. Unterhemd, Schnäuzer, Vokuhila und das Wort „Langen“ - Ein Missionar des Ruhrgebiets? So einfach ist das nicht, erklärt der bescheidene Ryko im Podcast mit Host Fabian Schulenkorf.
Der Grundstein für eine steile Karriere ist aber gelegt: Eine immer größer werdende Followerschaft, Auftritte mit Bands und Comedians wie Kuult und den 257ers den Freerunnning Schlappen, Björn von Morgenstern, Markus Krebs und vielen anderen.
Im Juli 2024 hat Marc-Nicolai Pfeifer seinen Dienst an der Hafenstraße in Essen angetreten. Dass er es an die Spitze eines Vereins im Profifußball geschafft hat, kann kein Zufall sein. Und das zeigt die neue Folge vom Radio Essen-Podcast "Essen im Ohr". Hier gibt der 45-Jährige spannende Einblicke in seinen Weg, der ihn bis zum Vorstandsvorsitzenden von Rot-Weiss Essen geführt hat.
"Ich wusste schon seit Kindesbeinen, dass ich Manager im Fußball werden will. Ich habe auch bei einem Profiverein in der Jugend Fußball gespielt, wusste aber auch da schon, dass mein Weg nicht der des Profifußballers ist."
Der Schlüssel zum Erfolg? Mehr machen, als die Anderen. Wer dem gebürtigen Ludwigsburger zuhört, der versteht seine Art und Außenwirkung besser. Es wird schnell klar, welch großer Ehrgeiz in Marc-Nicolai Pfeifer steckt. Der Mann ist auf Erfolg getrimmt, das wird schnell klar, gibt aber auch spannende private Einblicke. Als Ältester unter insgesamt fünf Geschwistern, die im Bereich der Medizin oder der Pharmazie arbeiten, drehte sich bei ihm alles um den Fußball. Schon früh beschäftigte er sich mit Merchandising oder Lizensierung. Statt Fifa auf der Playstation gings an den PC, um Fußball Manager zu spielen.
Welches Ziel Rot-Weiss Essen in dieser Saison noch erreichen will, warum Tom Moustier nicht in Essen gehalten wurde und wer Marc-Nicolai Pfeifer auf seinen Weg geprägt hat, hört Ihr in der kompletten neuen Folge "Essen im Ohr".
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Schreien, Schlagen, Verweigern – normalerweise Dinge, die ein Oberarzt auf seiner Station nicht erleben will. Simon Kurzhals erlebt das aber immer wieder, denn er ist leitender Oberarzt einer geschützten allgemeinpsychiatrischen Akutstation bei den Evang. Kliniken Essen-Mitte. Im Podcast erzählt er aus seinem Arbeitsalltag und dass es ohne Zwangsmaßnahmen manchmal nicht geht. Und wie man mit traumatisierten, depressiven oder schizophrenen Menschen umgeht und ihnen helfen kann. Wir klären die Frage, ob es sowas gibt wie „Erste-Hilfe-Maßnahmen“, denn Herzmassage oder stabile Seitenlage helfen bei einem Menschen mit Wahnvorstellungen oder Ängsten nicht – aber was kann ich als Mitmensch überhaupt tun und wie gefährlich kann das sein?
Außerdem steht der Psychiater regelmäßig Rede und Antwort bei Instagram zum Thema Notfallhilfe bei psychischen Erkrankungen. Seine Erfahrungen als Arzt für psychiatrische Notfälle sind spannend, vor allem wenn es um Unterschiede bei Männern und Frauen geht oder was die Ursachen für psychische Störungen sein können. Moderator Christian Pflug fragt nach, wie viel vererbt werden kann und was eher durch Prägung und Ereignisse in der Kindheit um im Leben ausgelöst wird. Vor allem knifflig ist die Frage: Wie erkenne ich eine psychische Erkrankung bei mir selbst – kann ich selbst merken, wenn etwas nicht stimmt, wenn Ängste „nicht mehr normal“ oder Verhalten und Stimmungen gefährlich – auch für andere - sind?
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In der neuen Podcast-Folge "Essen im Ohr" begleitet Radio Essen-Stadtreporter Timm Schröder das Essener Jugendprinzenpaar. Auf dem Weg von der einen zu der nächsten Karnevalsveranstaltung gibt es spannende Einblicke in das Leben der beiden Tollitäten. Dabei geht es um Mobbing, Stress und viel Spaß im Essener Karneval.
Radio Essen-Stadtreporter Timm Schröder trifft Prinz Louis I. und seine Prinzessin Leonie II. im Festsaal der KG Rot-Grün. Die Beiden ziehen mit ihrem großen Hofstaat durch den Saal in Richtung Bühne. Das närrische Publikum klatscht begeistert im Takt der Musik. Mit einem dreifachen Helau werden sie von Sitzungspräsident Markus Lehwald begrüßt und dann passiert das, was Timm vermeiden wollte. Er muss auf die Bühne und bekommt einen Orden um den Hals gehängt. Unserem Radio Essen-Reporter ist es wichtig klarzustellen, dass er heute nicht im Mittelpunkt steht, sondern das Jugendprinzenpaar. Auf rund 80 Veranstaltungen sind die Jugendlichen in dieser Saison. Zum Teil im 45 Minuten-Takt fahren sie von einer zu der nächsten närrischen Sitzung. Insgesamt werden sie über 3000 km in Essen und Umgebung unterwegs sein. Was sie jetzt schon erlebt haben und welche Schattenseiten es gibt, das erzählen sie in unserem Podcast.
In der Rubrik „Mensch“ geht es um alle möglichen Persönlichkeiten hier in unserer Stadt. Hat Euch die Folge „Essen im Ohr“ gefallen? Dann hinterlasst gerne eine Bewertung und abonniert den Podcast, damit Ihr keine neue Folge verpasst. Unser Podcast erscheint immer dienstags – zuhören könnt Ihr auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform.
Ihr habt einen Vorschlag für einen Gast für unser neues Format mit den Kategorien Gesundheit, Sport und Mensch? Oder möchtet uns Lob oder Kritik schicken? Dann meldet euch gerne per E-Mail unter [email protected].
Wie lange wird es die Tageszeitung aus Papier noch geben? Wie sehr hat sich die Arbeit in der WAZ-Redaktion in Essen verändert? Braucht es Lokaljournalismus in Zukunft überhaupt noch – und wovon soll er finanziert werden? Wie geht man mit Kritik wie „Lügenpresse“ um?
Diese und weitere Fragen diskutiert Radio-Essen-Host Christian Pflug mit Linda Heinrichkeit, der Leiterin der WAZ-Lokalredaktion hier bei uns in Essen. Geboren Ende der 80er-Jahre, führte ihr Weg über andere Städte wie München irgendwann zurück ins Ruhrgebiet. Obwohl sie noch kein Jahr im Amt ist, ist sie thematisch aber bereits fest in der Stadt verankert. Ihre überstrahlende Eigenschaft im Interview: Optimismus. Selbst Kritik und böse Kommentare können ihr meist nichts anhaben – außer einmal, als es an ihre persönlichen Grenzen ging.
In der Redaktion liebt Linda Heinrichkeit offene Diskussionen ohne Vorgaben von oben – und das als Redaktionsleitung der WAZ Essen. Lieber lässt sie Pro- und Contra-Argumente gegenüberstellen, als ein Meinungsdiktat vorzugeben. In ihrem Team gibt es unterschiedliche Perspektiven: „linksgrün“ und eher akademisch geprägte Meinungen treffen dabei auf liberale Stimmen. Wichtiger als jede interne Ideologie sind für sie aber die Rückmeldungen der Leserinnen und Leser, auch wenn die Kommentare in den sozialen Medien manchmal viel Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen.
Die neueste Folge „Essen im Ohr“ gibt einen Einblick in den Alltag einer Redaktion, die längst online aktiv ist und sich gleichzeitig um neue Digital-Abos bemüht. Außerdem beantwortet Heinrichkeit die Frage, ob es sich heute noch lohnt, den Berufswunsch „Lokaljournalistin oder Lokaljournalist“ zu verfolgen – mit ehrlichen, aber optimistischen Einblicken. Wer erfahren möchte, wie moderne Lokalredaktionen arbeiten, Kritik begegnen und den Spagat zwischen Tradition und Zukunft meistern, der sollte bei der neuesten Podcastfolge von „Essen im Ohr“ reinhören.
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