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Thu Nguyen spricht mit Yann Wernert, Senior Policy Fellow für Deutsch-Französische Beziehungen, über die bevorstehenden Wahlen in Frankreich 2027 und ihre möglichen Folgen für die Europäische Union.
Im kommenden Frühjahr stehen in Frankreich richtungsweisende Wahlen an, es geht um die Präsidentschaft und noch viel mehr. Die Ergebnisse könnten nicht nur die politische Zukunft Frankreichs, sondern auch die Kräfteverhältnisse in der Europäischen Union entscheidend verändern. Die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen liegt derzeit in den Umfragen vorn.
Wie würde sich Europa verändern, wenn sie in Frankreich gewinnt? Was stünde für Europa auf dem Spiel? Welche Pläne verfolgen Le Pen und ihre Partei? Wer tritt sonst noch an, und was passiert eigentlich, wenn die Nationalversammlung sich gegen sie stellt?
Yann Wernert's Policy Brief „Navigating the 2027 French Elections – Campaigns, Electoral Systems, and Power Constellations“: https://www.delorscentre.eu/de/publikationen/detail/publication/navigating-the-french-elections
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Ende Juli 2026 erreichen Zehntausende Menschen die spanische Exklave Ceuta. Die Bilder lösen europaweit heftige politische Debatten aus. Viele EU Regierungschefs sprechen von einem gefährlichen Ansturm auf Europas Grenzen und fordern von Brüssel mehr Härte in der Migrationspolitik. Dabei gelten die Ereignisse in Ceuta zugleich als erster großer Stresstest für das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS). Wie praxistauglich sind die neuen EU Asylregeln? Hat sich die versprochene europäische Solidarität in der Krise bewährt? Was bedeutet die Migrationspanik für den Zusammenhalt der EU?
In dieser Folge von EU to go diskutieren Thu Nguyen und Judith Kohlenberger über die Frage, wie die Europäische Union Migration besser steuern kann.
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Mit dem Digital Omnibus will die EU-Kommission Regeln zu Datenschutz, Cybersicherheit und Künstlicher Intelligenz vereinfachen. Doch Kritiker:innen warnen, dass die geplanten Änderungen weit über reinen Bürokratieabbau hinausgehen und dabei der Datenschutz geschwächt werden könnte – während vor allem Big Tech profitiert. Wie weit darf die EU bei der Vereinfachung ihrer Digitalgesetze gehen? Und gelingt es Europa, Innovation zu fördern, ohne dabei seine digitalen Grundrechte aufs Spiel zu setzen?
In dieser Folge von EU to go diskutieren Thu Nguyen und Luise Quaritsch, wie Europa Wettbewerbsfähigkeit und wirksame Digitalregeln miteinander vereinbaren kann.
Hört auch nochmal in unsere EU to go Podcastfolge "Unter die Omnibusräder: Die Deregulierungsagenda der EU" mit Julia Simon und Sebastian Mack vom Juni 2025 rein.
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In der sechzigsten Folge von EU to go sprechen Thu Nguyen, Nils Redeker und Jannik Jansen über den „China-Schock 2.0“ und die Folgen für Europas Wirtschaft.
Während Europa lange von Chinas Aufstieg profitierte, geraten heute zentrale Industrien wie Automobil, Chemie oder Maschinenbau zunehmend unter Druck. Wie groß ist die Herausforderung für die deutsche und europäische Wirtschaft? Und wie sollte die EU reagieren – mit Zöllen, neuen Schutzinstrumenten oder strengeren Regeln für chinesische Investitionen in Europa?
Eine Folge über Wettbewerbsfähigkeit, Industriepolitik und Europas wirtschaftliche Zukunft im Zeitalter wachsender geopolitischer Konkurrenz.
Zum Papier von Jannik Jansen und Arthur Leichthammer: Selective Conditionality: The EU’s Emerging Approach to Foreign Investment
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Wer als junges Unternehmen in Europa heute über nationale Grenzen hinaus wachsen will, stößt schnell auf einen Flickenteppich aus unterschiedlichen Unternehmensrechten, bürokratischen Hürden und hohen Kosten. Das bremst Expansion, schreckt internationale Investor:innen ab und trägt dazu bei, dass Risikokapital meist im nationalen Rahmen bleibt.
Der Vorschlag der EU Kommission zu EU Inc., einer neuen, pan-europäischen Unternehmensform, zielt genau darauf ab: mit einer digitalen Gründung in 48 Stunden, europaweit einheitlichen Regeln und als ein sogenanntes 28. Regime – also eine freiwillige EU weite Rechtsform.
Doch hält der Vorschlag, was er verspricht? Wo liegen seine Stärken und Schwächen, etwa bei den Mitbestimmungsrechten für Angestellte oder dem Rückgriff auf nationales Recht? Und wie fügt sich EU Inc. in die größeren Bemühungen ein, Europas Startup- und Scaleup- Ökosystem zu stärken, etwa durch den neuen Scaleup Europe Fund? Darüber spricht Thu Nguyen in dieser Folge mit Marlene Schörner, Policy Fellow für EU-Finanzmärkte.
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Europas Industrie steht unter massivem Druck: hohe Energiepreise, ein zunehmend fragmentierter Welthandel und der „zweite China‑Schock“ setzen besonders Branchen wie Automobil, Chemie, Stahl und Maschinenbau zu. Arbeitsplätze gehen verloren, Investitionen bleiben aus und zugleich wächst der politische Anspruch, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz miteinander zu verbinden.
Der Vorschlag der EU-Kommission zum Industrial Accelerator Act (IAA) soll hier ansetzen: mit Planungsbeschleunigung, neuen Buy‑European- und Low‑Carbon-Klauseln sowie strengeren Bedingungen für ausländische Investitionen.
Doch wie groß ist der tatsächliche Paradigmenwechsel? Welche Branchen profitieren wirklich und wo bleibt die Wirkung begrenzt? Und wie passt das alles zu den aktuellen Debatten über Bürokratieabbau und die Zukunft des EU‑Emissionshandels? Darüber spricht Thu Nguyen in dieser Folge mit dem Klima- und Wirtschaftsexperten Philipp Jäger.
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Europa startet mit Druck ins Jahr 2026: neue handels- und sicherheitspolitische Spannungen mit den USA, Russlands Krieg gegen die Ukraine und wachsende geoökonomische Rivalität mit China. Alte Gewissheiten bröckeln – und die EU muss beweisen, dass sie handlungsfähig ist.
In dieser Folge von EU to go analysieren Thu Nguyen und Nils Redeker, welche Lehren sich aus den ersten Wochen des Jahres ziehen lassen. Wie geschlossen ist die EU wirklich? Welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen braucht es, um die EU auch geopolitisch zu stärken? Wird 2026 zum Jahr europäischer Souveränität oder zur nächsten Belastungsprobe?
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Lithium, seltene Erden, Graphit – sie sind unscheinbar, aber entscheidend: Ohne sie keine Batterien, keine Windräder, keine Verteidigungssysteme. Doch Europa ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette stark abhängig – vor allem von China.
In dieser Folge von EU to go spricht Thu Nguyen mit Geoökonom Arthur Leichthammer über Europas strategische Verwundbarkeit, die Rolle kritischer Rohstoffe in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik – und die Frage, ob neue Initiativen wie der Critical Raw Materials Act oder ReSourceEU wirklich helfen können.
Eine Folge über geopolitische Machtinstrumente, globale Lieferketten – und die Frage, wie Europa sich unabhängiger aufstellen kann.
Zur Publikation: The EU's critical raw materials predicament: ReSourceEU to the Rescue? von Arthur Leichthammer
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13.000 Stellen bei Bosch, 35.000 bei VW, 7.600 bei ZF – die Automobilbranche steht unter Druck. Während China mit staatlich geförderten E-Autos den Weltmarkt erobert und die USA neue Zölle verhängen, fehlt es Europa an einer gemeinsamen industriepolitischen Antwort.
In dieser Folge spricht Thu Nguyen mit Sander Tordoir (Centre for European Reform) und Nils Redeker (Jacques Delors Centre) über die geopolitischen Herausforderungen, die Schwächen der europäischen Industriepolitik und darüber, wie eine „Buy European“-Strategie aussehen könnte.
Zur Publikation: "How buy-European rules can help save Europe’s car industry" von Sander Tordoir (Centre for European Reform), Lucas Guttenberg (Bertelsmann Stiftung) und Nils Redeker (Jacques Delors Centre)
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Europa braucht eine Seele – mit diesem berühmten Zitat von Jacques Delors eröffnete Ursula von der Leyen kürzlich das 75. akademische Jahr des College of Europe. Ein Appell, der aktueller nicht sein könnte.
Eine persönliche Folge über Abschied, Verantwortung und die Seele Europas.
Zur Publikation: "A farewell letter from Berlin" von Johannes Lindner
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