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Salsa statt Schnuller
Freiwillig kinderlos zu sein wird oft als Phase abgetan oder als Entscheidung, die man später bereut. Genau deshalb sind Stimmen wie die von Maya so wichtig: Maya ist 75 Jahre alt und sagt ganz klar, dass sie es nicht bereut, keine Kinder zu haben.
Maya kennt es nur allzu gut: Der soziale Druck, Kinder zu bekommen, kommt weniger aus der Partnerschaft als aus dem Umfeld. Es zeigt sich ein Muster, das viele kinderfreie Frauen kennen: Die Entscheidung wird nicht nur privat verhandelt, sondern öffentlich bewertet.
Maya erzählt von ihrer grossen Leidenschaft, dem Tanzen, und zu den Momenten, in denen sie diese Freiheit aufgeben musste, weil ihr Umfeld es als „falsch“ bewertete. Rahel spricht mit ihr über ihre frühe Gewissheit, keinen Kinderwunsch zu haben, über eine Ehe und das Leben in einer konservativen Gemeinschaft und wie Selbstbestimmung auch leise aussehen kann.
Im Gespräch erzählt Maya auch von ihrer zweiten grossen Leidenschaft: dem Reisen. Von mehreren Monaten Spanischlernen in Andalusien bis zur vierwöchigen Alleinreise durch Australien zeigt Maya, wie viel Mut und Lebensfreude in einem kinderfreien Leben stecken können.
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Gemeinsam mit dir machen wir die leisen Geschichten lauter und machen so den kinderfreien Alltag sichtbar! Expectations bricht Tabus, klärt auf und interviewt geplant und ungeplant Kinderfreie und Expert:innen. Offen und inklusiv, gesellschaftspolitisch relevant.
Warum der Kinderwunsch für Handwerkerinnen einen höheren Preis hat
Nach einer ICSI – eine Form der In-vitro-Fertilisation – sollte Frau sich zwei Wochen körperlich schonen. Für Frauen mit Bürojobs ist das meist kein Problem, für Handwerkerinnen wie Franziska bedeutet das: zwei Wochen ohne Arbeit und ohne Lohn. Hinzu kommen die Behandlungskosten der ICSI.
Franziska (38) ist seit 7 Jahren mit ihrem Partner zusammen und wünscht sich ein Kind. Auf natürlichem Weg klappt es bisher nicht. Ihre Eizellreserve ist laut Ärzten bereits eingeschränkt, ihr wird eine ICSI nahegelegt. Sie nimmt uns mit in ihren offenen Entscheidungsprozess.
Shownotes:
#51 Sonja - Wenn der Schmerz schneller überwunden ist als gedacht
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Auch zu zweit eine vollständige Familie
«Warum heiratet ihr, wenn ihr keine Kinder wollt?» Diese Frage wurde Stefanie und ihrem Partner mehrfach gestellt, als sie vor bald zwei Jahren beschlossen, zu heiraten. Stefanie ist heute 38 Jahre alt und spricht mit Rahel darüber, wie aus dem Gedanken, dass man Kinder halt einfach hat, ein bewusster Entscheid für ein kinderfreies Leben wurde.
Stefanie erzählt von diesem Prozess und wie deutlich ihr Körper reagierte, sobald das Thema Familienplanung konkret aufs Tapet kam: mit Enge, einem Kloss im Hals und dem Gefühl von «game over» statt Vorfreude.
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Als Kindergärtner mit unerfüllten Kinderwunsch, wird er täglich damit konfrontiert
Benjamin und seine Frau Jasmine sind seit 15 Jahren ein Paar und wollten schon früh Kinder – doch es kam nichts. Ursache: unbekannt. Reproduktionsmedizin kam für die beiden nicht in Frage. Mittlerweile haben sie sich gut auf ein Leben ohne Kind eingerichtet, werden aber immer wieder mit dem Thema konfrontiert – besonders Benjamin: Als Kindergärtner wird er ständig von Kolleg:innen, Kindern und Eltern gefragt, ob er eigene Kinder habe. Und manchmal bekommt er zu hören, er wisse ja gar nicht, wie das sei, mit eigenen Kindern.
Katrin spricht mit Benjamin darüber, wie er mit diesen Situationen umgeht – und er erzählt von einem Ritual, das ihm und seiner Frau hilft, den Kinderwunsch immer wieder loszulassen.
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#28 Christoph: ungeplant geplant
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Selbstbestimmt in Rente
«Ich wollte keine alleinerziehende Mutter sein.» Das sagt Regula. Sie ist 64 Jahre alt und seit kurzem pensioniert. Davor arbeitete sie 30 Jahre als freiberufliche Hebamme und dipl. Homöopathin. Die Sache mit den eigenen Kindern hat sich für Regula mangels passender Partner nie ergeben.
Im Gespräch mit Rahel erzählt Regula von ihrem beruflichen Werdegang und ihrem Selbstverständnis als kinderfreie Hebamme. Sie spricht über ihre persönlichen Erfahrungen mit Beziehungen, das eigene Älterwerden und den Tod.
Regula ermutigt jüngere Generationen, über die eigenen Lebensvorstellungen nachzudenken. Sie selbst geht selbstbestimmt durchs Leben. Dabei zeigt sie, dass dies auf keinen Fall bedeutet, dass einem die anderen Menschen egal sind. Ganz im Gegenteil: Regula praktiziert Tag für Tag eine «altruistische Care-Arbeit», wie sie es nennt.
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Schon früh den eigenen Weg gehen
Wenn sich jemand in jungen Jahren sicher ist, keine eigenen Kinder zu wollen, bekommen diese Personen häufig den Satz zu hören, dass sich dies noch ändern wird. Unsere heutige Gästin hat diesen Satz schon zig mal gehört. Selina ist 29 Jahre alt, arbeitet als Heilpädagogin und weiss schon seit mehreren Jahren, dass sie kinderfrei leben will. Selina wurde Ende 2023 in der Fernsehsendung NZZ Format porträtiert. Zu sehen waren darin auch ihr Partner und ihre Eltern.
Selina erzählt im Gespräch mit uns, wie es war, in einem TV-Beitrag sichtbar zu werden, welche Reaktionen aus ihrem privaten Umfeld kamen und warum das Thema online schnell polarisiert. Wir reden über das Bild der «zukünftigen Grossmutter» und darüber, wie Eltern sich manchmal durch unsere Kinderfreiheit angegriffen fühlen, obwohl es gar nicht um Kritik an ihrem Weg geht. Ausserdem sprechen wir über Dating ohne Kompromisse und darüber, warum Professionalität bei der Arbeit mit Kindern keine persönliche Eltern-Erfahrung braucht.
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* BEST OF* Sommer-Special
Für die Sommerpause haben wir euch die besten, beliebtesten, schönsten Folgen zusammengestellt. Zum Wieder- oder Neuentdecken.
Bis zum 15. September (dann geht's weiter mit Staffel 8!) wünschen wir euch einen wunderbaren Sommer. Stay cool!
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#65 Der Mythos der psychisch bedingten Infertilität - mit Biopsychologin Beate DitzenUnd warum der Mythos sich hält
Wenn es längere Zeit nicht klappt mit dem Schwanger werden, melden sich schnell Zweifel: “Ich bin zu gestresst. Mein Kinderwunsch ist nicht stark genug. Vielleicht blockiert mich ein ungelöstes Trauma”. Doch was ist dran an der Idee, dass die Psyche die Fruchtbarkeit blockiert?
Beate Ditzen, Professorin für klinische Biopsychologie und Psychotherapie an der Universität Zürich, hat sich intensiv mit dem Thema der psychogenen Infertilität auseinandergesetzt. Sie hat Studien dazu durchgeführt und war mehrere Jahre selbst von Infertilität betroffen. Ihre Studien sind eindeutig: Psychogene Infertilität wird empirisch nicht bestätigt. Es ist ein Mythos.
Und doch erinnert sie sich: “Ich habe die Forschungsergebnisse verblüffend wenig auf meine eigene unmittelbare Situation anwenden können”. Wissen allein schützt offenbar weder vor dem emotionalen Druck, noch vor der gesellschaftlichen Erwartung, dass man mit genug Willen und Anstrengung alles erreichen kann
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#37 Bettina: queer mit Kinderwunsch
Notes to self, von Emily Pine
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Immer mehr Frauen denken über Social Freezing nach: das Einfrieren von Eizellen, um sich die Option auf Kinder später offen zu halten. Doch was passiert dabei? Welche Chancen, Risiken und Mythen gibt es? Und ist es ein Schritt in Richtung Freiheit oder doch nur noch mehr Druck auf die Frauen?
Wir sprechen mit Dr. Patricia Faas, Autorin des Buchs «Social Freezing – 50 Antworten auf das Einfrieren von Eizellen». Sie ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie klinische Embryologie und arbeitet seit über 15 Jahren im Bereich der Reproduktionsmedizin.
Patricia Faas sagt: «Social Freezing ist in keinster Weise eine Vollkaskoversicherung für den Kinderwunsch.» Umso wichtiger sei es daher, aufzuklären über die medizinischen, rechtlichen und auch finanziellen Fakten.
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Buch “Social Freezing - 50 Antworten rund ums Einfrieren von Eizellen”
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#53 Fabian - Katrins Mann über seine Sicht auf den unerfüllten Kinderwunsch
«Im Abstrakten hätte ich immer noch gerne Kinder»
Fabian könnte sich auch heute noch vorstellen, Vater zu sein. Das meint er im abstrakten Sinn, denn viel wichtiger und realer ist für ihn heute, dass er mit Katrin glücklich ist, ohne Kinder. Irgendwann kam die Weggabelung, an der die beiden entschieden haben, die Reproduktionsmedizin an den Nagel zu hängen und das Kinderthema loszulassen.
Die Kinderwunschphase hat ihre Beziehung auf die Probe gestellt. Nicht immer waren sie sich einig, nicht immer war es einfach, den anderen zu verstehen oder die richtigen Worte für die eigenen Gefühle zu finden. Fabian hatte damals den Eindruck, er müsse Katrin stützen, sie aufmuntern und auch ermutigen, weiterzumachen. Denn: Zusammen würden sie es schaffen. Und gleichzeitig wollte er sie nicht zu stark unter Druck setzen. Alles körperliche passierte bei ihr, also war er für die moralische Unterstützung zuständig, dachte Fabian. «Dieser Balanceakt zwischen unterstützen, aber nicht unter Druck setzen und selbst auch nicht immer die Ressourcen dafür zu haben, das fand ich am schwierigsten», sagt Fabian rückblickend.
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Und über den Wert von Gemeinschaft
Einsamkeit kann sich ausgerechnet dann am stärksten anfühlen, wenn wir von Menschen umgeben sind. Das Gefühl, nicht verstanden zu werden, kennen viele - und doch bleibt es oft unausgesprochen. Insbesondere rund um den Kinderwunsch oder die Kinderfreiheit taucht es immer wieder auf - obwohl es viele Menschen mit ähnlichen Geschichten gibt.
Wir schauen hinter die Kulissen von Einsamkeit und Alleinsein - denn sie sind nicht dasselbe. Wir beleuchten den Arbeitskontext, soziale Rituale und Narrative, innerhalb derer Care-Arbeit jenseits der eigenen Kinder weitgehend unsichtbar bleibt.
Wir zeigen, warum ehrlicher Austausch so oft der Wendepunkt ist, wie Peer-Support helfen kann und wie man Alleinsein auch als Ressource nutzt, ohne Einsamkeit zu romantisieren. Dazu: Serien- und Buchtipps für den Sommer.
Shownotes
!! Anmeldung zum Sommerevent: www.expectations.ch/events
Folge #46 Wie viel Flexibilität dürfen wir von Eltern am Arbeitsplatz einfordern, Susanne Mosbacher?
#26: Karriere - mit Susanne Mosbacher
Serien- und Buchtipps:
Fleabag
Killing Eve
Wild Dark Shore, Charlotte McConaghy (Deutsch: Die Rettung)
The Wedding People, Alison Espach (Deutsch: Wedding People)
Die Freiheit allein zu sein, Sarah Diehl
Die singuläre Frau, Katja Kullmann
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Rahel (geplant kinderfrei) und Katrin (ungeplant kinderfrei) diskutieren zu zweit oder mit Gästen über den Alltag ohne Kinder. Die Freundinnen schlagen eine Brücke zwischen denen, die bewusst keine…

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