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Gstaad liegt nur rund zwei Stunden von Bern entfernt. Mit dem Zug geht es via Zweisimmen hoch auf gut tausend Meter über Meer – in ein traditionelles Bergdorf mit klassischen Chaletbauten, gepflegten Holzfassaden, umgeben von Bergen.
Doch es gibt noch eine andere Seite von Gstaad: jene des internationalen Jetsets. Im Dorf stehen sechs 5-Sterne-Luxushotels. Über 50 Milliardäre besitzen Immobilien in Gstaad. Am Hang stehen prunkvolle Luxuschalets, die meist im Untergrund noch viel grösser sind, als sie von aussen scheinen. Wer in Gstaad Geld hat, lässt sich bedienen. In Luxuschalets und Nobelhotels ist es normal, dass auf jeden Gast eine angestellte Person kommt. Die Angestellten putzen, kaufen ein, kochen, hüten Kinder.
Zu jenen, die in den Chalets putzen und haushalten, gehören zwischen 2014 und 2020 auch verschiedene Frauen aus Serbien. Viele von ihnen kommen aus der Region Belgrad, leben in sehr einfachen Verhältnissen. Sie halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, kämpfen gegen Armut.
Bis sie ein attraktives Jobangebot in der Schweiz erhalten. Die einen kontaktiert ein Jobvermittler direkt, die anderen hören davon in einem Werbespot im serbischen Lokalradio. Das Angebot: drei Monate Haushaltsarbeit in Gstaad, sechs Tage pro Woche, acht Stunden pro Tag, für 1’500 Franken pro Monat. Kost und Logis inbegriffen. Für die Frauen ist das ein sehr guter Lohn. Doch kaum sind sie in der Schweiz, sehen sie sich mit einer ganz anderen Realität konfrontiert.
Was finden die Frauen in Gstaad vor? Für wen arbeiten sie? Zu welchen Bedingungen? Und wie geht es ihnen dabei?
Bundeshausredaktor Quentin Schlapbach hat seit 2020 immer wieder zur Situation der serbischen Frauen in Gstaad recherchiert. In der ersten von drei Folgen der «Unter Verdacht»-Serie «Ausbeutung im Luxusort» erzählt er, wie ein serbisches Ehepaar die Haushälterinnen in Gstaad immer mehr unter Druck setzt.
Gast: Quentin Schlapbach
Host: Noah Fend
Skript: Noah Fend
Schnitt und Produktion: Sara Spreiter
Experte: Thomas Hasler
Artikel zum Fall:
Fachstellen in der Schweiz:
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Der Podcast «Unter Verdacht» war am 5. Oktober live zu Gast im Kaufleuten in Zürich. In der Live-Folge geht es um einen der erschütterndsten Femizide der Schweiz und das schlimmstmögliche Ende einer Gewaltspirale, die sich über einen längeren Zeitraum immer weiter zugespitzt hat. Es geht aber auch um die Geschichte von einem Prozess, der sehr emotional geführt wurde. Über Fälle von häuslicher Gewalt, die in der Schweiz weiter zunehmen. Und über die Rolle der Medien, die in diesem Fall Fragen aufwirft.
«Dieser Fall hat unsere Realität verändert», sagt der Gerichtspräsident an der Urteilsverkündung am 13. Mai 2026 am Strafgericht Muttenz. Vor dem Gericht steht der Angeklagte Adrian F. (Name geändert). Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 13. Februar 2024 seine Ehefrau Sofia B. (Name geändert) in ihrem gemeinsamen Haus in Binningen getötet zu haben.
Nach zwei Tagen Prozess wird er wegen Mordes und Störung des Totenfriedens zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Adrian F. bestreitet den Vorwurf des Mordes. Er beruft sich auf Notwehr und hat das erstinstanzliche Urteil weitergezogen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Der Fall hat weit über die Region hinaus für Aufsehen gesorgt. Er erzählt von einer Beziehung, die nach aussen hin lange Zeit intakt schien – während sich im Innern eine Spirale der Gewalt zuspitzte. Zugleich wirft der Fall grundsätzliche Fragen auf: Wo steht die Schweiz im Umgang mit häuslicher Gewalt? Und welche Verantwortung tragen die Öffentlichkeit und die Medien im Umgang mit einer solchen Tat?
Gast: Alexandra Aregger und Thomas Hasler
Host: Noah Fend und Sara Spreiter
Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter und Noah Fend
Hier lesen Sie unsere Berichterstattung über den Fall Binnigen:
Hilfe bei häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche, sondern auch psychische oder sexuelle Gewalt. Hier finden Betroffene und Drittpersonen Hilfe:
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Am 13. Februar 2024 tötet Adrian F. im gemeinsamen Haus in Binningen seine Frau. Anschliessend beseitigt er ihre Leiche, geht joggen und mit den Kindern essen. Währenddessen ruft er seine Frau immer wieder aufs Handy an. Am Abend findet der Vater des Opfers, der nach seiner Tochter sucht, ihre Überreste im Keller des Hauses.
Adrian F. wird noch vor Ort verhaftet und kommt wenig später in Untersuchungshaft. Mehrfach beantragt Adrian F. daraufhin seine Entlassung, eines der Gesuche zieht er bis ans Bundesgericht. Durch das öffentlich zugängliche Bundesgerichtsurteil werden erstmals die Details über den Fall bekannt. Verschiedene Medien greifen daraufhin die Geschichte auf und verbreiten auch die grausamsten Einzelheiten der Tat – teils mit Namen und Bildern des Opfers und dessen Familie. Einige Medien werden für ihre Berichterstattung später vom Presserat gerügt.
Im Mai 2026 kommt der Fall vor das Strafgericht Muttenz. Rund hundert Menschen versammeln sich am Tag der Urteilsverkündung vor dem Gericht, um Sofia B. zu gedenken und ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.
Das Gericht spricht Adrian F. nach dem zweitägigen Prozess wegen Mordes und Störung des Totenfriedens schuldig und verhängt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Adrian F. hat es weitergezogen. Er sagt, in Notwehr gehandelt zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Wie lief der Prozess genau ab? Welche Verantwortung tragen Medien in der Berichterstattung zu einer solchen Tat? Und warum hat gerade dieser Fall eine solche gesellschaftliche Wirkung entfaltet?
Recherchedesk-Reporterin und «Apropos»-Host Alexandra Aregger war beim Prozess in Muttenz dabei. In der letzten Folge der «Unter Verdacht»-Serie berichtet sie über das Verfahren und die Reaktionen auf das Urteil. Gerichtsreporter Thomas Hasler ordnet zudem die medienethischen Fragen und den aussergewöhnlich emotionalen Ton der Urteilsverkündung ein.
Gast: Alexandra Aregger
Host: Sara Spreiter
Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Valeria Mazzeo
Expertin: forensische Psychologin May Beyli
Experte: langjähriger Gerichtsreporter Thomas Hasler
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Hilfe bei häuslicher Gewalt
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Am 13. Februar 2024 tötet Adrian F. (Name geändert) seine Frau und beseitigt anschliessend ihre Leiche. Was er in den Stunden nach der Tötung tut, erschüttert selbst erfahrene Ermittlerinnen und Ermittler.
Was geschah an diesem 13. Februar? Wie erklärt Adrian F., was an diesem Tag passiert ist? Wie geht es für ihn nach der Verhaftung weiter? Und wie wird gewaltbetroffenen Frauen in der Schweiz Schutz geboten?
In der zweiten Folge von «Unter Verdacht» zum Femizid von Binningen rekonstruiert Alexandra Aregger die Tat und die Wochen danach. Sie nimmt die Hörerinnen und Hörer ausserdem mit auf einen Rundgang ins Luzerner Frauenhaus und zeigt, welchen Schutz betroffene Frauen dort finden.
Bis heute gibt es im Fall kein rechtskräftiges Urteil, für Adrian F. gilt die Unschuldsvermutung.
Gast: Alexandra Aregger
Host: Sara Spreiter
Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Valeria Mazzeo
Expertin: forensische Psychologin May Beyli
Experte: langjähriger Gerichtsreporter Thomas Hasler
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«Dieser Fall hat unsere Realität verändert.» Mit diesen Worten schliesst der Gerichtspräsident am 13. Mai 2026 einen zweitägigen Prozess vor dem Strafgericht Muttenz. Im Zentrum steht ein Fall, der weit über die Schweiz hinaus für Aufsehen sorgte. Er löste eine internationale Debatte über Gewalt gegen Frauen sowie über die Verantwortung von Behörden und Medien aus.
Alles nimmt 2016 seinen Anfang. Sofia B. und Adrian F. lernen sich bei einem Skiausflug kennen und verlieben sich. Sie heiraten und werden kurz nacheinander zwei Mal Eltern. Nach aussen scheint ihr Familienglück perfekt: Er ist ambitionierter Unternehmer, sie erfolgreiches Model. Doch in der Beziehung gibt es schon früh Probleme.
Im Juli 2023 rückt die Polizei wegen häuslicher Gewalt zum gemeinsamen Haus aus. Im Dezember kommt es erneut zu einem Gewaltvorfall. In dieser Zeit befasst sich Sofia B. auch mit einer möglichen Trennung.
Am 13. Februar 2024 treffen sich die beiden zu einem Gespräch. Dann eskaliert die Gewalt. Was dort passiert, wird später ausführlich und emotional vor Gericht behandelt. Bis heute gibt es im Fall kein rechtskräftiges Urteil, für Adrian F. gilt die Unschuldsvermutung.
Wie konnte es so weit kommen? Was passiert beim Gespräch zwischen Sofia B. und Adrian F.? Und warum sind Trennungsmomente in gewalttätigen Beziehungen besonders heikel?
Alexandra Aregger , Reporterin des Recherchedesks und Host des täglichen Podcasts «Apropos», hat viel zu häuslicher Gewalt und zu Femiziden recherchiert und sich auch mit diesem Fall befasst. In der ersten von drei Folgen zum Femizid von Binningen zeichnet sie die Beziehung von Sofia B. und Adrian F. nach. Die forensische Psychologin May Beyli ordnet den Fall zudem im Kontext von häuslicher Gewalt und Femiziden in der Schweiz ein.
Gast: Alexandra Aregger
Host: Sara Spreiter
Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Valeria Mazzeo
Expertin: forensische Psychologin May Beyli
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Eine reiche Rentnerin liegt blutüberströmt in ihrer Villa - getötet von ihrer Tochter. Vor Gericht sagt diese später: «Ich war ein Monster.» Was ist passiert? Wie konnte es zu dieser Tat kommen? Und was treibt einen Menschen an den Punkt, die eigene Mutter umzubringen?
In Folge 5: Plötzlich steht Andrea K. (Name geändert) vor ihrer Mutter, sie will mit ihr reden, doch die Situation gerät aus den Fugen. Dann bringt sie die alte Frau in einem eigentlichen Tötungsrausch um. Sie habe das nicht geplant, sagt sie am Prozess. Ob ihr die Richter glauben?
In der 5-teiligen Podcast-Serie «Tod einer Millionärin» rekonstruieren die Journalistinnen Anielle Peterhans und Catherine Boss sowie der Journalist Roland Gamp ein aussergewöhnliches Tötungsdelikt im Kanton Luzern.
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Diese Podcast-Serie ist eine Produktion des Recherchedesks und des Podcast-Teams von Tamedia. Mit einem Abo jetzt alle Folgen hören:
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«Unter Verdacht» Live: Am 5. Oktober zeichnen wir den Podcast live im Kaufleuten in Zürich auf. Wir verlosen 5x2 Tickets für den Live-Podcast. Schreibt uns für die Teilnahme eine E-Mail mit dem Betreff «Unter Verdacht» an [email protected]. Alle Infos findet ihr hier.
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Eine reiche Rentnerin liegt blutüberströmt in ihrer Villa - getötet von ihrer Tochter. Vor Gericht sagt diese später: «Ich war ein Monster.» Was ist passiert? Wie konnte es zu dieser Tat kommen? Und was treibt einen Menschen an den Punkt, die eigene Mutter umzubringen?
In Folge 4: Andrea K. (Name geändert) besucht ihre Mutter mit einem Becher Schüttelkaffee – danach kommt die betagte Frau auf die Intensivstation. Wurde sie vergiftet? Die Polizei ermittelt, allerdings nicht hartnäckig genug.
In der 5-teiligen Podcast-Serie «Tod einer Millionärin» rekonstruieren die Journalistinnen Anielle Peterhans und Catherine Boss sowie der Journalist Roland Gamp ein aussergewöhnliches Tötungsdelikt im Kanton Luzern.
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Hilfe bei Suizidgedanken
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In Folge 3: Der soziale Absturz droht, denn die Mutter dreht den Geldhahn zu und Andrea K. (Name geändert) versinkt innerhalb kürzester Zeit in unbezahlten Rechnungen. Dann fasst sie einen Plan.
In der 5-teiligen Podcast-Serie «Tod einer Millionärin» rekonstruieren die Journalistinnen Anielle Peterhans, Catherine Boss und der Journalist Roland Gamp ein aussergewöhnliches Tötungsdelikt im Kanton Luzern.
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Eine reiche Rentnerin liegt blutüberströmt in ihrer Villa - getötet von ihrer Tochter. Vor Gericht sagt diese später: «Ich war ein Monster.» Was ist passiert? Wie konnte es zu dieser Tat kommen? Und was treibt einen Menschen an den Punkt, die eigene Mutter umzubringen?
In Folge 2: Andrea K. (Name geändert) wächst ohne Freundinnen auf, die Mutter bindet sie eng an sich, versorgt sie mit Geld. Damit lebt die Tochter zwar im Luxus. Aber auch in Gefangenschaft.
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Es ist eine Welt, in der Luxus und Geld eine zentrale Rolle spielen. Es geht um edle Dressurpferde, teure Immobilien, ein Millionenerbe. Und es geht um ein brutales Tötungsdelikt.
Andrea K. (Name geändert) wächst im goldenen Käfig auf. Ihre Mutter, eine Millionärin aus dem Luzerner Hinterland, bindet sie eng an sich und kontrolliert sie mit Geld. Die Tochter kauft immer neue Pferde, reist mit ihren Kindern durch halb Europa an Dressurturniere und lebt auf grossem Fuss. Nach aussen scheint alles perfekt. Doch hinter der Fassade entwickelt sich die Beziehung zwischen Mutter und Tochter zunehmend zu einer Hassliebe.
In Folge 1: Ein Konflikt zwischen Mutter und Tochter spitzt sich zu. Da steigt Andrea K. durch das Fenster in das Elternhaus – kurz darauf ist ihre Mutter tot. Die Täterin verschwindet, doch es gibt eine Zeugin.
In der 5-teiligen Podcast-Serie «Tod einer Millionärin» rekonstruieren die Journalistinnen Anielle Peterhans und Catherine Boss sowie der Journalist Roland Gamp ein aussergewöhnliches Tötungsdelikt im Kanton Luzern.
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