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Unser Host Johannes ist am 21. Juli an den Folgen eines Herzinfarktes plötzlich und unerwartet gestorben. Wir sind noch dabei, den Schock und die Trauer zu verarbeiten und melden uns hier nur kurz zu Wort, um euch zu sagen, dass „Fabeln, Fell und Fakten“ damit bis auf weiteres pausiert. Ob – und wenn ja, wie – es weitergeht ist noch offen. Ein Nachruf der Initiative Tierversuche verstehen findet sich unter: https://www.tierversuche-verstehen.de/nachruf-professor-dr-johannes-beckers/
Fragen, Anregungen, Wünsche und Feedback gerne an die Email-Adresse: [email protected] oder via Bluesky @TVVde, @neuromancing.bsky.social oder Mastodon @TVV, @[email protected] oder via X @TVVde
https://www.tierversuche-verstehen.de
Nun ja, also: Nein. So muss jedenfalls die Antwort auf die Frage des Folgentitels sehr eindeutig lauten. Aber: Es gibt einen neuen Plan. Einen Fahrplan, um genau zu sein. Um ganz genau zu sein: Einen „Fahrplan für die schrittweise Einstellung von Tierversuchen für Stoffsicherheitsbewertungen“. Den hat die EU-Kommission Anfang Juni vorgestellt.
Was sich sehr technisch anhört, ist es tatsächlich auch, aber es ist dennoch keinesfalls langweilig und oder unnütz. Das stellen Roman und Johannes jedenfalls fest, nachdem sie sich diesen Fahrplan angeschaut haben. Außerdem haben Sie mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen gesprochen, die von diesem Fahrplan betroffen sind.
Denn es geht bei weitem nicht um alle Tierversuche, sondern um einen ganz besonderen, eher kleinen Teil der Tierversuche – wie klein? Hört rein!
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Links & Quellen zur Folge:
EU-Roadmap im Original mit Factsheet, Q&A und Begleitdokumenten: https://single-market-economy.ec.europa.eu/sectors/chemicals/reach/roadmap-towards-phasing-out-animal-testing_en
Zusammenfassung & Einordnung bei TVV: https://www.tierversuche-verstehen.de/europa-stellt-die-weichen-fuer-sicherheitspruefungen-ohne-tierversuche/
Q&A bei TVV: https://www.tierversuche-verstehen.de/qa-eu-roadmap-zum-ausstieg-aus-tierversuchen-was-steht-drin-und-was-bedeutet-das-wirklich/
Übersicht Roadmaps in EU, UK und USA: https://innovapproach.com/2026/06/16/fda-uk-eu-animal-testing-roadmap-comparison/
Hintergrund zur EU-Petition (EU-Bürgerinitiative): http://tierversuche-verstehen.de/eu-kommission-kein-ausstiegsplan-bei-tierversuchen/
Der „3-Körbe-Ansatz“ der Pharma-Industrie, der sich auch in der EU-Roadmap wiederfindet: https://efpia.eu/media/meef32ki/efpia-recommendations-on-phasing-out-animal-testing-for-chemical-safety-assessments.pdf
Wissenschaftlicher Kommentar Prof. Thomas Hartung, Toxikologie-Experte: https://www.altex.org/index.php/altex/article/view/3213
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„Urbi et orbi“ war gestern, heute grüßt Johannes kurz aus Rom. Dort ist er in Mission „INFRAFRONTIER“ unterwegs.
Das ist eine europaweite Forschungsinfrastruktur, auch ERIC genannt, und zwar diejenige Infrastruktur für das Modellieren von menschlichen Erkrankungen. Johannes ist seit kurzem Wissenschaftlicher Direktor von INFRAFRONTIER und erzählt, was er auf der Konferenz so erlebt hat. Er berichtet unter anderem von beeindruckenden Fortschritten im Bereich Computer Modelling und KI, die auch die Forschung mit Tieren verändern.
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Links & Quellen zur Folge:
Podcast-Empfehlungen
Folge S4EE – Easter-Egg Ostersonderfolge mit Katharina Laurent: https://www.tierversuche-verstehen.de/s4ee-3f-easter-egg/
INFRAFRONTIER ERIC: https://www.infrafrontier.eu/
Konferenz in Rom: https://www.infrafrontier.eu/training-events/infrafrontier-conference-2026/
EBRAINS Projekt: https://ebrains.eu/
ERICs in der EU: https://research-and-innovation.ec.europa.eu/strategy/strategy-research-and-innovation/our-digital-future/european-research-infrastructures/eric_en
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Einiges los!
Johannes und Roman werfen wieder ein paar Schlaglichter auf aktuelle Entwicklungen. Es gibt Updates von den Hanta- und Ebola-Virus-Ausbrüchen, Ungereimtheiten bei archivierten Mäusen und erste Tests zum „De-Aging“ bei Menschen (erstmal nur im Auge, um Grünen Star, auch bekannt als Glaukom, zu behandeln). Außerdem philosophieren Roman und Johannes zum Beitrag von Viren in der menschlichen Evolution.
Und: Eine neue Genschere verspricht noch präziser im menschlichen Genom herumzuschnippeln und eine neue Studie an menschlichen Embryonen hat die Diskussion über die ethischen Grenzen der Gentechnik wieder neu angefacht.
Unsere Hosts gegeben Einblicke, die man nicht überall bekommt, und fassen zusammen, was sie rausbekommen haben. Quellen und weitere Infos sind wie immer unten verlinkt.
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Links & Quellen zur Folge:
Hanta-Virus
Lancet-Studie: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(26)01124-4/fulltext
Übersicht über Impfstoffe und Therapien beim Andes-Virus (u.a. von Floria Krammer): https://www.nature.com/articles/s44298-026-00200-w
Ebola / Bundibugyo-Virus
Bei der WHO: https://www.who.int/emergencies/alert-and-response
Science Interview mit WHO-Offiziellem: https://www.science.org/content/article/working-without-them-painful-who-s-ebola-chief-reflects-u-s-colleagues-absence
Charité – US-Patient und Familie entlassen: https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/patient_aus_sonderisolierstation_der_charite_entlassen
Podcast-Empfehlung
Pandemia-Podcast mit Kai Kupferschmidt und Laura Salm-Reifferscheidt: https://superelektrik.de/pandemia/
HERVs & Friends with Benefits
Übersichtsartikel (2014) von Roman & Co: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4212686/
HERVs: https://www.laborjournal.de/rubric/hintergrund/hg/hg_22_12_02.php
Qualitätssicherung bei Mausstämmen und deren Archivierung
Policy Proposal vom MMRRC in Science: https://www.science.org/doi/10.1126/science.aec3177
Reaktion von Infrafrontier: https://www.infrafrontier.eu/news/response-to-growing-discussion-on-genetic-quality-control/
MMRRC: https://www.mmrrc.org/
EMMA: https://www.infrafrontier.eu/emma/
Longevity & De-Aging
Landmark-Study zur viralen OSK-Delivery: https://www.nature.com/articles/s41586-020-2975-4
Klinische Studie zum Glaukom / Grüner Star: https://clinicaltrials.gov/study/NCT07290244
Folgen S4E16 & S4E17: „Alter – was geht?“ mit Prof. Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Alternsforschung: https://www.tierversuche-verstehen.de/s4e16-alter-was-geht-teil-1/
Human Editing
Neuer Ansatz zu genetischen Veränderungen an menschlichen Embryonen (Preprint-Veröffentlichung): https://www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.05.30.728989v1
Einordnung in der New York Times: https://www.nytimes.com/2026/06/04/science/embryos-gene-editing-crispr.html (€)
Übersichtsportal mit wissenschaftlichen und ethischen Einschätzungen zum Human Gene Editing (dt.: „Genomchirurgie“): https://www.leopoldina.org/themen/genomchirurgie
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Ebola ist eine echte Schreckenskrankheit: etwa jeder Zweite überlebt eine Infektion nicht. Ein aktuell laufender – und offenbar lange unentdeckter und auch deshalb nur schwer zu kontrollierender – Ausbruch läuft derzeit in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda.
Wer jetzt denkt: „Moment, da war doch was, gibt es nicht seit 2014 einen Impfstoff gegen Ebola?“, liegt zwar nicht falsch, aber beim aktuellen Ausbruch handelt es sich um ein anderes Virus, nämlich das Bundibugyo-Virus, das auch zu den Ebola-Viren gehört, gegen das der verfügbare Impfstoff jedoch nicht oder nur begrenzt wirksam ist.
Warum sind Ebola-Viren so tödlich, woher kommen sie, was macht Ausbrüche so schwer zu kontrollieren? Darüber haben sich Johannes und Roman für die heutige Folge schlau gemacht und eine Vielzahl an wichtigen Quellen zusammengetragen.
Dabei kommen sie auf die Forschung zu sprechen: Wie wird in Laboren weltweit an Medikamenten und Impfstoffen gearbeitet? Welche Rolle spielen Tierversuche dabei noch immer?
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Links zur Folge:
Podcast-Empfehlungen:
„viroLOGISCH“ Podcast von Austro-US-Virologe Florian Krammer: https://open.spotify.com/episode/4b4z6BDl4Knl2o9fSNUSe2?si=13cad807123e4158 (und überall, wo es Podcasts gibt) – Folge #47 beschäftigt sich mit dem Bundibugyo-Ebola-Virus
Elementarfragen-Podcast mit Carl Gierstorfer & Laura Salm-Reifferscheidt zur ihrer Doku über den Ebola-Ausbruch in Liberia & Guinea 2014: https://superelektrik.de/elementarfragen/ebola-carl-gierstorfer-laura-salm-reifferscheidt/
Übersicht über aktuelle und frühere Ausbrüche: https://www.bbc.com/news/articles/cwy2g197dp8o
Berichterstattung und Daten bei Nature: https://www.nature.com/articles/d41586-026-01646-x
Tierversuche und Ebola-Forschung:
(1) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5482517/
(2) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5610641/
(3) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11233014/
Widerlegte Stellungnahme des Vereins Ärzte gegen Tierversuche 2014: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/news/tierversuche-fuer-ebola
Aktuelles Statement des Direktors der European Animal Research Association bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7464258396154753024/
Aktuelle Statements von Forschenden & Expert:innen in Deutschland für das Science Media Center:
(1) https://www.sciencemediacenter.de/en/services/ebola-ausbruch-in-zentralafrika–ausblick-auf-versorgung-und-impfstoff-entwicklung-26132
(2) https://www.sciencemediacenter.de/en/services/ebola-ausbruch-in-zentralafrika–verbreitung-impfstoffforschung-eindaemmung-26118
Aktuelle Stellungnahme der Oxford Vaccine Group, zusammen mit dem Serum Institut of India: https://www.ox.ac.uk/news/2026-05-22-statement-on-vaccine-efforts-relating-to-the-bundibugyo-ebolavirus-outbreak-in-the
Artikel von Infektions-Journalist Kai Kupferschmidt für Science: https://www.science.org/content/author/kai-kupferschmidt
Aktuelle Informationen der WHO: https://www.who.int/news-room/speeches/item/who-director-general-s-remarks-at-the-virtual-ministerial-briefing-on-the-bundibugyo-ebola-outbreak-25-may-2026
Wikipedia-Artikel zu existierendem Impfstoff gegen Zaire-Variante (rVSV-ZEBOV / Ervebo): https://en.wikipedia.org/wiki/RVSV-ZEBOV_vaccine (EN)
Zur Rolle von Trumps Zerstörung der USAID im aktuellen Ausbruch: https://www.dw.com/de/ebola-afrika-usa-trump-gesundheitspolitik-kritik-v2/a-77225734
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Viren sind biologisch gesehen keine Lebewesen. Sie vermehren sich zwar und unterliegen auch den Regeln der Evolution. Aber dafür müssen sie Wirtszellen und deren Maschinerie benutzen.
Und so ist es der Virusgruppe der Hantaviren möglich mit nur drei(!) eigenen Genen weltweit Angst und Schrecken hervorzurufen – wie aktuell, nach dem tödlichen Ausbruch des Andes-Hantavirus auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff.
Aber taugen Hantaviren auch als Pandemie-Auslöser? Eher nicht. Die Direktübertragung zwischen Menschen ist bisher nur von einem Virus der Gruppe bekannt und die Ansteckungsgefahr nicht so groß wie bei vielen anderen Viren, die die Menschheit plagen. In der Regel infizieren sich Menschen über Ausscheidungen von Nagetieren.
Aber in der Biologie kann der Teufel auch ein Eichhörnchen sein und Viren können sich verändern. Daher ist es sicher wenig hilfreich, wenn – wie Roman und Johannes feststellen müssen – die Forschung zu Hantaviren nicht so umfangreich ist, wie sie wohl sein sollte.
Unsere Hosts präsentieren ihre Rechercheergebnisse zur Biologie der Hantaviren und zu den Gründen für die vielen noch offenen Fragen in ihrer Erforschung. Ob der jüngste Ausbruch zu einem Umdenken führt?
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Links zur Folge:
Podcast-Empfehlung:
„viroLOGISCH“ Podcast von Austro-US-Virologe Florian Krammer: https://open.spotify.com/show/7FXqAH45tn8FDJpIUf4tJ0 (und überall, wo es Podcasts gibt) – Folge #45 beschäftigt sich mit Hantaviren
Wissenschaftlicher Übersichtsartikel über das in Europa verbreitete Hantavirus „Puumala-Virus“ von Alina Tscherne, Florian Krammer und Kolleg*innen: Aufbau, Biologie, Tiermodelle uvm: https://www.frontiersin.org/journals/immunology/articles/10.3389/fimmu.2025.1575112/full
Prävalenz von Hantaviren in Labormäusen: https://aalas.kglmeridian.com/view/journals/72010024/62/3/article-p229.xml und https://journals.sagepub.com/doi/10.1258/la.2008.008009
Aktuelle RKI-Informationen zu Hantaviren: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/H/Hantavirus/Hanta_Kreuzfahrtschiff_2026.html
Aktuelle FLI-Informationen zu Hantaviren: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/hantavirus-erkrankungen/
Aktuelle Informationen der ECDC (Europäische Seuchenbekämpfungsbehörde): https://www.ecdc.europa.eu/en/hantavirus-infection
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Zum ersten Mal in diesem Jahr werfen Johannes und Roman mal wieder ein paar Schlaglichter auf aktuelle Themen. Denn es ist einiges los!
Die Initiative „Tierversuche verstehen“, oft einfach TVV abgekürzt, wird 10 Jahre alt! Das wird mit diversen Aktivitäten über das Jahr verteilt gefeiert, der Auftakt ist bereits gemacht.
Außerdem geht TVV zum aktuellen Wissenschaftsjahr „Medizin der Zukunft“ mit einem eigenen Exponat an Bord des Schiffes „MS Wissenschaft“. Referentin Laura Berg berichtet, wie es dazu kam, und wo man sich das Schiff auf seiner Route quer durch Deutschland anschauen kann.
Wie jedes Jahr ist auch dieses Jahr am 24.4. wieder der Internationale Tag des Versuchstiers – ein Tag der die awareness zum Thema Tierversuche steigern soll – und das unzweifelhaft auch tut. Nicht zuletzt veranstalten viele Forschungseinrichtungen eigene Aktionen aus diesem Anlass.
Und am Schluss diskutieren Johannes und Roman noch über den brandheißen Fund eines Enzyms, das einen DNA-Strang ohne Template synthetisieren kann – uff! Kann das wirklich sein?
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Links zur Folge:
TVV-Jubiläum: https://www.tierversuche-verstehen.de/10-jahre-tierversuche-verstehen-eine-bewegung-wird-erwachsen/
Erste Interviews:
https://www.tierversuche-verstehen.de/prof-stefan-treue-wir-sind-kein-feigenblatt/
und: https://www.tierversuche-verstehen.de/prof-stefan-schlatt-vor-allem-muss-man-zuhoeren/
Kompass Tierversuche 2026: https://www.tierversuche-verstehen.de/kompass-tierversuche-2026/
Wimmelbild zum TVV-Geburtstag: https://www.tierversuche-verstehen.de/kompass-2026-keygrafik/
Infos und Reiseroute der „MS Wissenschaft“: https://ms-wissenschaft.de/de/
Zum Nachhören: Tag des Versuchstiers in Folge „Schlaglichter 04/22 aus der Staffel 1
Sammlung Aktionen zum Tag des Versuchstiers aus der Forschung: https://www.tierversuche-verstehen.de/forschung-mit-verantwortung-aktionen-zum-tag-des-versuchstiers-2026/
Podcast-Empfehlungen:
Tierversuche am ZI Mannheim: https://www.podcast.de/episode/641243652/folge-2-das-tierhaus-tierzucht-und-tierwohl-am-zi
„Laborgeflüster – der Podcast bei dem Modellorganismen sprechen“ vom MPI für Neurobiologie des Verhaltens in Bonn: https://mpinb.mpg.de/de/presse-outreach/schuelerlabor/laborgefluester-podcast/
„Reverse Translatase“? DNA-Synthese-Enzym ohne Template: https://www.science.org/content/article/scientists-stunned-fundamentally-new-way-life-produces-dna
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Wer bei Vektoren an den Mathe-Unterrricht denkt, wird sich in Teil 2 dieser Doppelfolge wohl etwas wundern. Im Kontext Tropenkrankheiten sind mit Vektoren nämlich die Überträger der Krankheitserreger gemeint. Die Erreger von Tropenkrankheiten – oft selbst kleine Tierchen wie z.B. Würmer – haben häufig komplexe Lebenszyklen, bei denen sie im Laufe ihrer Entwicklungsstadien verschiedene Wirte infizieren müssen. Von der Ratte in die Fliege, in den Menschen und so weiter…
Schon deshalb lassen sich diese Erreger nicht vollständig ohne den Einsatz von Tieren erforschen, da sie oft nicht außerhalb eines Organismus lebens- und vermehrungsfähig sind. Und auch das sind natürlich Tierversuche. Und auch bei der Entwicklung von Therapien, kommt die Forschung nicht ohne Tierversuche aus.
Prof. Achim Hörauf von der Uni Bonn erklärt im zweiten Teil, wie und welche Tiere verwendet werden. Überrascht werden Roman und Johannes davon, dass manche Parasiten sogar für den Menschen nützlich sein können.
Und zum ersten Mal machen unsere Hosts am Ende den „Deckel“ wieder auf und hören über einen spektakulären Durchbruch zur Bekämpfung der Schlafkrankheit! Und der zeigt, dass für die Gesundheit der Weltbevölkerung nicht nur Forschung wichtig ist, sondern auch echte Lobbyarbeit und eine Menge Geld.
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Forschende weltweit suchen nach Lösungen, denn die Zahlen sind bedrückend und zeichnen ein Bild der stillen Verzweiflung: Jedes Jahr stehen in Deutschland tausende Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Allein auf eine Niere warteten in den vergangenen Jahren konstant mehr als 6.000 Patient*innen. Dem gegenüber stehen aufgrund fehlender Spenderorgane nur etwa 1.500 Transplantationen. Die Lücke hat unerbittliche Folgen: Jahr für Jahr sterben hunderte Menschen, weil für sie kein passendes Organ zur Verfügung steht. Einer der Lösungsansätze ist eine Forschungs- richtung, die lange weniger nach Science und mehr nach Fiction klang, nun aber greifbare Realität wird: die Xenotransplantation. Hintergründe zu dieser Art von Forschung liefert der Kompass 2026 auf den Seiten 21 bis 24.
Können sie für Entspannung im Rennen um Spenderherzen sorgen? Schweinherzen, die in Menschen verpflanzt werden, können für Herzkranke die letzte Hoffnung sein- die Warteliste für ein neues Spenderherz ist lang. Aber: Die Spender-Organe werden durch genetische Anpassungen immer verträglicher, erste Übertragungen auf Menschen sind erfolgt. Neben unterschiedlichen Strategien, die Organe an den menschlichen Körper anzupassen, nimmt die ethische Debatte zunehmend an Fahrt auf: Darf den Tieren das Herz entnommen werden?
Auf dem Weg zur Transplantation in Menschen war es ein langer Weg. Herzen wurden in Paviane verpflanzt. Damit zeigten die Forscher zum ersten Mal, dass die Übertragung eines Organs über Artgrenzen hinweg möglich ist und das übertragene Organ die Funktion übernimmt.
Mit dem Thema Xenotransplantation befasst sich auch unser Podcast „Fabeln, Fell und Fakten S3E5.
Der Name ist Programm: Vernachlässigte Tropenkrankheiten heißen so, weil sie von den Pharmaindustrien und der Forschungsförderung der ersten Welt lange vernachlässigt wurden. Doch die Benennung hat auch zu einem Umdenken geführt: Heute gibt es immer mehr Ansätze zum Management und zur Therapie der tropischen Infektionen, die einen großen Teil der Weltbevölkerung bedrohen.
Da es sich häufig um größere Parasiten handelt, die solche Krankheiten auslösen, seien die Zuhörenden an dieser Stelle gewarnt: Manche Ausführungen des Experten Prof. Achim Hörauf von der Universität Bonn, den sich Johannes und Roman für diese Doppelfolge eingeladen haben, könnten ekelerregtes Erschaudern hervorrufen.
Was macht Bilharziose, Elefantiasis, Flussblindheit, Schlafkrankheit & Co so vernachlässigt, so schwer zu erforschen und auch so schwer zu behandeln? Über diese Fragen sprechen Hosts und Gast im ersten Teil.
Um auch den zweiten Teil nicht zu verpassen, jetzt abonnieren und weitersagen – überall, wo es Podcasts gibt!
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