Ab ins Netz mit neuen Formaten! Mit der Krise der Printmedien wurde das klassische Feuilleton zum Auslaufmodell. Aber das heisst natürlich nicht, dass die Kulturkritik einfach verschwindet. Kontext betrachtet Wandel und Experimente in den Sparten Musik, Literatur, Tanz und Film.Die institutionalisierte Kulturkritik ist viel zu jung, um schon zu sterben. Wir beobachten ihren Werdegang vom Philosophen und Ästheten Eduard Hanslick der im 19. Jahrhundert die Entwicklung der Musikkritik prägte, über den Weg der Literaturkritik vom gedruckten Feuilleton zu spezialisierten Webpublikationen wie Wolfgang Tischers oder Sieglinde Geisels .Wir versuchen in einer Reportage herauszufinden, wie sich die Nischen-Disziplin Tanzkritik den Gegebenheiten anzupassen sucht. Und wir diskutieren am Beispiel der Filmkritik, wie sich das Netz mit seiner Demokratisierung und seiner Durchlässigkeit für Mischformen zwischen Publicity und kritischer Auseinandersetzung zum Schrittmacher einer rasenden Entwicklung seit Mitte der neunziger Jahre stetig verändert und den neuen Distributionsformen für Filme anpasst.
Weitere Themen:
- DER Musikkritiker des 19. Jahrhunderts
- Literaturkritik und Netzfreiheit
- Schreiben über Tanz: der Nachwuchs fehlt
- Filmkritik online – grosse Freiheit mit Tücken