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Deutschland redet über Reformen – bei Rente, Gesundheit, Pflege, Arbeitsmarkt, Steuern und Energie. Doch was derzeit auf dem Tisch liegt, reicht womöglich nicht aus, um die strukturellen Probleme zu lösen. Gleichzeitig stößt schon das auf erheblichen Widerstand. Warum ist das so?
Staatsschulden galten lange als Thema für Finanzpolitiker und Ökonomen. Doch bezahlen müssen die heute eingegangenen Verpflichtungen vor allem diejenigen, die jung sind oder noch gar nicht geboren wurden.
In dieser Folge von „Frei heraus“ spricht Steffen Dähne mit Frank Schäffler, Ex-Bundestagsabgeordnetem, bekannt geworden als „Euro-Rebell“, und Gründer des Thinktanks Prometheus, über sein neues Buch „Generation Debts – Die Generation, die alles bezahlen muss“. Schäffler gehörte von 2005 bis 2013 und erneut von 2017 bis 2025 dem Deutschen Bundestag an.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche finanziellen Lasten die Boomer der jungen Generation hinterlassen. Es geht um die sichtbaren und impliziten Staatsschulden, die demografische Schieflage der gesetzlichen Rentenversicherung und die Frage, warum Generationengerechtigkeit bei Schulden und Rente bislang kaum zu einem Jugendthema geworden ist.
Schäffler plädiert für einen grundlegenden Umbau der Altersvorsorge: mehr Kapitaldeckung, Aktien und ETFs und insbesondere ein Opt-out-Modell, das Arbeitnehmern ermöglichen soll, ihre Rentenbeiträge selbst kapitalgedeckt anzulegen. Im Gespräch geht es auch um das schwedische Rentenmodell, die Wirkung des Zinseszinseffekts und die Frage, ob gerade Menschen mit kleinen Einkommen durch das heutige System am Aufbau eigenen Vermögens gehindert werden.
Außerdem diskutieren Dähne und Schäffler über die Schuldenbremse, den häufig vorgebrachten Zusammenhang von Schulden und Investitionen sowie die Schweiz und Argentinien als Gegenbeispiele unterschiedlicher Finanz- und Wirtschaftspolitik. Und schließlich geht es um die politische Verantwortung der Boomer: Warum wurden seit Jahrzehnten bekannte demografische Probleme nicht früher angegangen – und was kann die junge Generation heute selbst tun?
„Früher hafteten Eltern für ihre Kinder. Heute haften die Kinder für ihre Eltern.“
Eine Folge über Schulden, Rente, Eigenverantwortung – und die finanziellen Spielräume der nächsten Generation.
Link zum Buch von Frank Schäffler:
Für Reformen braucht man Ei… Mut!
Das deutsche Theater versteht sich gern als politisch. Doch was passiert, wenn auf der Bühne nicht mehr widerstreitende Positionen zu Wort kommen, sondern vor allem die eigene politische Haltung bestätigt wird?
Darüber spricht R21-Geschäftsführer Steffen Dähne mit dem Dramaturgen und Autor Bernd Stegemann. Ausgehend von der antiken Tragödie diskutieren sie über politisches Theater, Cancel Culture und den Umgang des Kulturbetriebs mit der AfD.
Stegemanns These: Wer Andersdenkenden „keine Bühne“ bieten will, verfehlt nicht nur eine zentrale Aufgabe von Kunst und Theater. Die moralische Ausgrenzung habe auch zur politischen Verhärtung beigetragen und die AfD eher gestärkt als geschwächt. Was müsste sich ändern, damit Theater wieder ein Ort des echten Widerspruchs wird?
Anlass des Gesprächs ist auch Stegemanns neues Buch „Meine deutschen Dämonen. Eine persönliche Kritik der Erinnerungskultur“, erschienen bei Matthes & Seitz Berlin.
Das Buch beim Verlag: [„Meine deutschen Dämonen“ – Matthes & Seitz Berlin]
Fragen, Anregungen oder Kritik per E-Mail an [email protected]
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellt das deutsche Parteiensystem vor eine grundlegende Frage: Wie kann politische Veränderung wieder möglich werden, wenn klare Mehrheiten verschwinden und notwendige Reformen in politischen Blockaden stecken bleiben?
„Machtkritik ist etwas, was in besonderer Weise schützenswert ist“ – das sagt Frauke Rostalski in der neuen Folge des Podcasts „Frei heraus“. Die Rechtswissenschaftlerin kritisiert eine zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland. Als Ursache dafür sieht sie eine gesellschaftliche Werteverschiebung, in deren Zuge Empfindlichkeit und Verletzlichkeit immer stärker in den Fokus rücken. Der Staat reagiere auf diese Entwicklung mit Gesetzesverschärfungen – bei Ehrdelikten, aber beispielsweise auch im Sexualstrafrecht. Befeuert wurde diese Debatte jüngst durch den Fall der Moderatorin Collien Fernandes. Schießt die Politik bei der Gesetzgebung übers Ziel hinaus?
Fragen, Anregungen oder Kritik per E-Mail an [email protected]
„Antimuslimischer Rassismus – was soll das sein?“, fragt Hasnain Kazim in der neuen Folge des R21-Podcasts „Frei heraus“. Der pakistanischstämmige Journalist und Autor kritisiert die insbesondere in linken Kreisen verbreitete Haltung, muslimische Migranten pauschal zu Opfern zu erklären und die Augen vor Problemen des Islam zu verschließen: „Patriarchat, Geschlechterungerechtigkeit, Homophobie – das wird da einfach klaglos hingenommen.“ Die gemäßigten und gut integrierten Muslime zahlten die Rechnung. Mit R21-Geschäftsführer Martin Hagen spricht Kazim über sein neues Buch „Der Islam und ich“, über das Kopftuch an Schulen und die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie.
Fragen, Anregungen oder Kritik per Email an [email protected]
„Es ist eigentlich fast egal, wo wir anfangen – Hauptsache, wir fangen irgendwo an“, sagt Justus Haucap in der neuen Folge des Podcasts „Frei heraus“. Der Ökonom fordert umfassende Reformen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Im Gespräch mit R21-Geschäftsführer Martin Hagen kritisiert er überzogene Datenschutzregeln, Politik auf Kosten künftiger Generationen und die jüngste Entscheidung des EU-Parlaments zum Freihandelsabkommen Mercosur. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat er einen radikalen Vorschlag.
„Bürgerliche sind über Jahre hinweg vor linken Aktivisten eingeknickt“, sagt Andreas Rödder in der neuen Folge des Podcasts „Frei heraus“. Dass sich dies ändert, sei nicht zuletzt das Verdienst der Denkfabrik R21. Im Gespräch mit Martin Hagen spricht der Historiker über das Ende der grünen Hegemonie, die Konfliktlinien zwischen der bürgerlichen Mitte und der autoritären Rechten, die Zwischenbilanz der Regierung Merz und das transatlantische Verhältnis. Statt der „Brandmauer“ zur AfD plädiert Rödder für rote Linien und eine harte Auseinandersetzung in der Sache.
Im R21-Podcast „Frei heraus“ erwarten Sie regelmäßig spannende Gespräche mit Gästen, die Klartext reden - mit Substanz und Mut zur eigenen Meinung. Nicht woke, aber hellwach. Anhören können Sie „Frei heraus“ hier (Link) und überall, wo es Podcasts gibt. Abonnieren Sie „Frei heraus“, um künftig keine Folge zu verpassen!
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