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Am 19. Juli 1979 ziehen die siegreichen Revolutionär*innen der FSLN in Managua ein. Sie beenden über 40 Jahre tyrannische Diktatur des Somoza Clans. Doch die Aufgabe, die vor ihnen liegt, ist noch schwerer: In dem kleinen mittelamerikanischen Land wollen sie ein gerechtes, gutes und freies Leben für alle aufbauen. Und machen sich damit mächtige Feinde.
Quellen
Bücher:
Gioconda Belli - Die Verteidigung des Glücks
Matthias Schindler - Vom Triumph der Sandinisten zum demokratische Aufstand
Doku: Ein Traum von Revolution - https://dropoutcinema.org/ein-traum-von-revolution/
Blogeintrag zu Frauen in der FSLN: http://blogdelviejotopo.blogspot.com/2015/07/mujeres-fusiles-y-resistencias-5-la.html
Über Tage Podcast Folge 93: Nicaragua - von der Revolution zur Diktatur
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Als der selbsternannte "Islamische Staat" 2014 in den êzidischen Şengal einfällt, flüchtet die staatliche Armee und lässt die Êzid*innen schutzlos zurück. Der IS (auch Daesh genannt) beginnt einen Genozid-Feminizid, dessen Grausamkeit kaum in Worte zu fassen ist.
Doch im benachbarten Rojava (Westkurdistan / Nordostsyrien) gibt es bereits demokratische Strukturen mit Selbstverteidigungseinheiten, die sich Daesh entgegen stellen. Obwohl sie auch in Syrien an zahlreichen Fronten kämpfen, ziehen sie los zum Şengal, der von Daesh eingenommen und umzingelt ist. Sie kämpfen einen Korridor frei, durch den Hunderttausende Êzid*innen nach Rojava flüchten können.
Seit dem Beginn des Genozid-Feminizids am 3.8.2014 sind nun fast 10 Jahre vergangen. Shingal ist heute vom Daesh befreit und es findet ein beeindruckender Aufbau demokratischer Selbstorganisation statt - mit den Ideen des demokratischen Konföderalismus von Abdullah Öcalan und unter Vorreiterinnenschaft êzidischer Frauen.
Erwähnte Quellen & Links:
Flucht der Pêşmerga aus Şengal am 3.8.2014: https://www.youtube.com/watch?v=7d1TSuaHF4A
Ronya Othman - Ferman 74
Projekt "Ferman" der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten: https://www.ferman.eu/
Salim Hajy - Der Begriff des Genozids und die Geschichte der Fermane (aus dem Sammelband "Ferman 74 - Der Genozid an den Jesiden 2014/2015", Hg. Gatzhammer, Hafner, Khatari)
Çira Report: https://m.youtube.com/playlist?list=PL6P1E13_gg5ke8eLPi41dRQFuIGvNBtMo
Çira Fokus: https://m.youtube.com/playlist?list=PL6P1E13_gg5kmaL3iSN_xQcANh0xZT6RV
Das Episodenbild ist aus der Broschüre von https://gemeinsam-kaempfen.de/
Solardarity-Kampagne: https://www.solardarity-rojava.org/
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Im Jahr 2010 besucht der Faschist Björn Höcke nicht den AfD Parteitag, sondern einen Neonaziaufmarsch in Dresden. Doch der geschichtsrevisionistische Fackelzug kann nicht stattfinden. Zehntausend Antifaschist*innen sitzen rund um den Bahnhof Dresden Neustadt und lassen den Faschisten kein Fußbreit.
Das Bündnis Dresden Nazifrei, das die Proteste organisiert, ist breit. Über Gewerkschaften, Antifa- Gruppen und die evangelische Kirche sind viele Teile der Gesellschaft vertreten. Sie einigen sich eigentlich nur auf eins: Die Nazis mit zivilem Ungehorsam zu stoppen. So schafft das Bündnis es nicht nur, den größten Naziaufmarsch Europas Geschichte werden zu lassen. Die Proteste verändern auch, wie sich in Dresden dem Nationalsozialismus gedacht wird.
Danke an Silvio Lang, für das Interview.
https://www.silvio-lang.de/
Quellen und weitere Infos:
https://dresden-nazifrei.com/alt/dresden-nazifrei.com/index143b.html?option=com_content&view=article&id=73
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/urteil-nach-anti-nazi-demo-in-dresden-haftstrafe-fuer-tim-h-a-878169.html
https://dresden.dgb.de/themen_1/++co++53105d58-0171-11e1-7112-00188b4dc422
https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_K%C3%B6nig_(Pfarrer)
Buch: "Gedenken abschaffen: Kritik am Diskurs zur Bombadierung Dresdens 1945" vom Autor_innenkollektiv Dissonanz
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Mit dem Soziologen Jakob Hartl sprechen wir über eine bahnbrechende Studie in der Zeit des Roten Wien. Die Marienthal-Studie von 1931-1932 (publiziert 1933) hat nicht nur Wissenschaftsgeschichte geschrieben, sondern auch spannende Erkenntnisse zur Frage geliefert, ob Massenarbeitslosigkeit zu Revolution oder Resignation führt.
Während sich Arbeitslose in Chicago nach der Weltwirtschaftskrise 1929 politisch organisierten (siehe GKW01), machte sich zeitgleich im österreichischen Marienthal die Resignation breit. Früher noch Hochburg der Arbeiter*innen-Bewegung, wurden die Menschen nach wenigen Jahren der Arbeits- und Perspektivlosigkeit empfänglich für den Faschismus.
Was waren die Unterschiede zwischen Chicago und Marienthal? Was sagen uns die Ergebnisse für die aktuellen Faschismusentwicklungen in Ostdeutschland? Und was können sich die heutigen Sozialwissenschaften am Selbstverständnis der Forscher*innen im Roten Wien abschauen?
Quellen & Links:
Seifenfabrik "vio.me": https://viomecoop.com/en/about-us/
bestellbar z.B. hier: https://www.rootsofcompassion.org/viome-kollektiv
"Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit" (1933) von Marie Jahoda, Paul Felix Lazarsfeld, Lotte Schenk-Danzinger & Hans Zeisel
Marie Jahoda / Otto Bauer Institut: https://jbi.or.at/
Ausstellungskatalog "Das Rote Wien 1919-1934 – Ideen, Debatten, Praxis" vom Wien Museum https://birkhauser.com/books/9783035619577
Leseprobe: https://issuu.com/wienmuseum/docs/katalog_das_rote_wien_fuer_issuu_mi
3Sat Doku "Die Arbeitslosen vom Marienthal": https://www.youtube.com/watch?v=XHQQKpViEjA
Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich: https://agso.uni-graz.at/archive/marienthal/studie/00.htm
Hartl, J., Schönburg, N., Theinert, L. „Wahlverhalten und Zusammenhalt in Magdeburg 2021.“ in: Sackmann, R; Dirksmeier, P; Rees, J; Vogel, B. (Hrsg.) (2024), Sozialer Zusammenhalt vor Ort. Analysen regionaler Mechanismen. Frankfurt/New York: Campus.
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In der Weimarer Republik verlieren viele Kinder ihre politisch aktiven Eltern. Diese sitzen nach gescheiterten Aufständen hinter Gittern oder verlieren auf den Barrikaden der Novemberrevolution oder der roten Ruhrarmee ihr Leben. Um den Repressionen etwas entgegenzusetzen, bildet sich aus spontanen Solidaritätsstrukturen 1924 die Rote Hilfe Deutschlands. Und die kämpft nicht nur für die Arbeiter*innen vor Gericht, sondern betreibt auch zwei Kinderheime.
Zum Weiterlesen: https://www.hans-litten-archiv.de/
Bist du schon Mitglied bei der Roten Hilfe? Das geht hier: https://rote-hilfe.de/aktiv-werden/mitglied-werden
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Innerhalb von nur 4 Jahren (1983-1987) schafft Thomas Sankara ein unfassbares Ausmaß an Verbesserungen für die Bevölkerung von Burkina Faso. Von großen Alphabetisierungs- und Impfkampagnen, über feministische Reformen wie dem Verbot der Polygamie, bis hin zu Aufforstungsaktionen, um die Desertifikation des Landes einzudämmen.
Vielleicht noch wichtiger als seine Reformen ist jedoch seine Rolle als Inspiration für panafrikanische, anti-koloniale und anti-imperialistische Menschen weltweit. Nicht umsonst nennen ihn viele "den afrikanischen Che Guevara".
In der Verschuldung afrikanischer und anderer Länder bei Weltbank & IWF erkannte Thomas Sankara ein Herrschaftsinstrument, dass die koloniale Struktur der Weltwirtschaft fortschrieb. Seine Reden beeinflussen bis heute. Unser Interview-Gast Ezé sagt: "Thomas Sankara hat sich getraut, laut zu sagen, was die meisten leise dachten".
Erwähnte Quellen & Links:
Ezé's Website: https://www.eze-music.com/
Ezé's Schulprojekt: https://www.tam-verein.de/centre-warc-en-ciel
Doku "The Upright Man" (2006): https://www.youtube.com/watch?v=G7Vlt41HPUE
New York Times Artikel:
https://www.nytimes.com/1987/10/26/world/a-friendship-dies-in-a-bloody-coup.html
https://www.nytimes.com/2021/10/11/world/africa/thomas-sankara-trial-burkina-faso.html
https://www.nytimes.com/2022/04/06/world/africa/burkina-faso-blaise-compaore-thomas-sankara.html?searchResultPosition=1
The African Report Artikel: https://www.theafricareport.com/46105/thomas-sankara-last-moments-last-witnesses-last-secrets/
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Anfang der 70er gründen Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson zusammen mit anderen Dragqueens in New York S.T.A.R : Street Transvestite Action Revolutionaries. Als eine der ersten radikalen Selbstorganisationen von trans Personen mischen sie die Gay Liberation Bewegung auf und schaffen ein Zuhause für queere Straßenkinder.
Quellen:
Queens in Exile - Sylvia Rivera
The Gay Liberation Youth Movement in New York : "An Army of Lovers cannot fail" - Stephan Cohen
Transgender Marxism - Jules Joanne Gleeson, Elle O'Rourke and Jordy Rosenberg
Audios:
Pay It no Mind - The Life and Times of Marsha P. Johnson
New York Historical Society
Sylvias Speech at the Pride 1973
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Wie gestaltet man Wohnungen nach sozialistischen Idealen? Und wie gestaltet man Städte nach sozialistischen Idealen?
Das rote Wien (1919-1934) hat enorm viele spannende Aspekte - Wir fokussieren und in dieser Folge auf diese zwei Fragen. Wir erzählen euch vom Wiener Gemeindebau, sowie von der BEST, der „Gemeinnützige Beratungsstelle für Inneneinrichtung. Haushaltsorganisation und Wohnungshygiene".
Quellen:
Dauerausstellung "Waschsalon" im Karl Marx Hof in Wien
https://dasrotewien-waschsalon.at/karl-marx-hof
https://dasrotewien.at/
"Die Arbeiter-Zeitung" im Online-Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze
Ausstellungskatalog "Das Rote Wien 1919-1934 – Ideen, Debatten, Praxis" vom Wien Museum
https://birkhauser.com/books/9783035619577
Leseprobe: https://issuu.com/wienmuseum/docs/katalog_das_rote_wien_fuer_issuu_mi
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Hier könnt ihr das gesamte Gespräch hören, das Indigo mit dem Philosophen und Kairologen Alexander Neupert-Doppler geführt hat. Das teilen wir hier mit euch, weil so viele uns darum gebeten haben. Weil die Idee aber zu Beginn gar nicht war, es komplett zu veröffentlichen, fehlt wahrscheinlich ein wenig der rote Faden und einiges an Wissen wird vorausgesetzt. Als Einsteig in das Thema empfehlen wir daher unsere letzte Folge GKW13, in der auch Ausschnitte aus dem Gespräch vorkommen.
Wenn ihr noch tiefer einsteigen wollt: Alexander hat 2019 ein Buch zu dem Thema geschrieben. "Die Gelegenheit ergreifen. Eine politische Philosophie des Kairós" erschien im Mandelbaumverlag.
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Laut Karl Marx sind Revolutionen die Lokomotive der Geschichte, laut Walter Benjamin die Notbremse. Sind wir "der Zukunft getreue Kämpfer" und können uns im Strom des Fortschritt treiben lassen? Oder häufen wir bloß Trümmer auf Trümmer? Und wie kann uns Kairós, ein geflügelter Gott mit witziger Frisur, dabei helfen, die Welt zu verändern?
In dieser Folge geht es um Geschichtsphilosophie und wie spezifische Vorstellungen von Geschichte die Arbeiter*innenbewegung prägten. Dabei haben wir Unterstützung von dem Politikwissenschaftler und Philosophen Alexander Neupert-Doppler.
Quellen:
Alexander Neupert - Doppler: Die Gelegenheit ergreifen: Eine politische Philosophie des Kairós
Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte
Lisa Fittko: Mein Weg über die Pyrenäen. Erinnerung 1940, 1941
https://agora42.de/revolution-als-notbremse-walter-benjamin-eneia-dragomir/https://en.wikiquote.org/wiki/Francis_Fukuyama
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Ein Podcast über linke Geschichte. Indigo und Sina erzählen davon, wie Menschen für eine bessere kommende Welt gekämpft haben. Jeden zweiten Donnerstag.

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