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Am 1. Januar 2024 jährt sich der zapatistische Aufstand zum 30. Mal. Die indigen geprägte Autonomiebewegung im südost-mexikanischen Chiapas ist neben der Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien einer der wichtigsten Bezugspunkte für linke Bewegungen weltweit. Die seit 30 Jahren bestehende und sich weiter entwickelnde Autonomie ist beeindruckend und hoffnungsvoll.
Deshalb schauen aich Lumi und Taku in einer dreiteiligen Mini-Serie an, was die deutsche Klimabewegung davon so alles lernen könnte. Überraschung: Mehr als in drei Podcasts passt. Wir hoffen trotzdem, dass es neugierig macht, mehr zu lernen und die Inspiration in zukünftige Strategiedebatten einfließen zu lassen.
Im ersten Teil sprechen wir darüber, was 1994 eigentlich passiert ist, was unmittelbar darauf folgte und wie die Zapatistas es in den letzten 30 Jahren immer wieder geschafft haben, Aufmerksamkeit auf ihren Kampf zu lenken, Netze der Solidarität zu weben und eine andere Welt möglich erscheinen zu lassen.
Die anderen beiden Teile und Literaturhinweise findet ihr beim Ende Gelände Podcasts:
https://www.ende-gelaende.org/podcast/
Hier noch die von Sina erwähnten Podcasts, bei denen ihr Folgen über die Vergesellschafungskonferenz findet:
Dissens Podcast:
https://dissenspodcast.de/
Future Histories:
https://www.futurehistories.today/
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Wo liegen die historischen Ursprünge des 8. März? Darum ranken sich viele Geschichten. Welche basieren auf Ereignissen, die historisch belegt sind, und welche gehören eher ins Reich der Mythen? Dem gehen wir in dieser Folge auf den Grund.
Die wichtigste historisch belegte Geschichte ist diese: Den ersten "internationalen Frauentag" ruft Clara Zetkin 1910 bei einer sozialistischen Konferenz ins Leben, am 19.3.1911 wird er erstmals durchgeführt. Inspiriert ist sie dabei vom "National Women's Day" der sozialistischen Partei der USA.
Am 8.3.1917 gehen massenweise Menschen in St. Petersburg auf die Straße, größtenteils Frauen. Sie sind es, die die Russische Revolution anstoßen, und wegen denen der jährliche feministische Kampftag ab 1921 auf den 8. März festgelegt wird.
Aber... War's das schon? Ganz so einfach ist es selten in der Geschichte. Wie die Wurzeln eines Baumes sind auch die Ursprünge des 8. März verästelt. Wir sehen uns in dieser Folge den historischen Kontext und die Absicht an, mit denen "Frauentage" vor über 100 Jahren einberufen wurden. Als Interview-Gast dabei ist dieses mal die Professorin Jana Günther.
Quellen:
Jana Günther: Ohne Frauen keine Revolution https://jacobin.de/artikel/russische-revolution-frauenbewegung-feminismus-marija-trubnikowa-anna-filosofowna-semlja-i-wolja-vera-m-karelina-schenotdel-alexandra-kollontai
The Origin of International Women's Day: https://daily.jstor.org/the-socialist-origins-of-international-womens-day/
Clara Zetkin's Zeitung "Die Gleichheit": https://collections.fes.de/urn/urn:nbn:de:bo133-1-227
Texte von Alexandra Kollontai: https://www.marxists.org/archive/kollonta/index.htm
Nachtrag zu Cengiz Ulutürk von der Antifa Gençlik:
https://kurdistan-report.de/index.php/archiv/2021/89-kr-216-juli-august/1133-von-anatolien-nach-berlin-von-berlin-nach-kurdistan
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Der Widerstand von migrantischen Jugendlichen gegen Nazis in den 90ern
Als sich nach dem Mauerfall die rassistischen Verhältnisse zu spitzen und Neonazis vielerorts den öffentlichen Raum beherrschen, tun sich migrantische Jugendliche zusammen, um sich selbst zu verteidigen.In Westberlin gründet sich die Gruppe Antifa Gençlik, in Hamburg streiken Schülerinnen und Ladenbesitzerinnen als Antwort auf die tödlichen rassistischen Anschläge von Mölln und Solingen.
Danke an Gürsel Yıldırım für das Interview und die inspirierende Wandzeitung "migrantischer Widerstand im Hamburg den 1990er Jahre".
Quellen:
"Antifa Gençlik" erschienen im Unrast Verlag
Fernsehbeitrag aus den 90ern: https://m.youtube.com/watch?v=yACmW6WRPug
Liste mit rechten Morden seit der Wiedervereinigung von der Antonio Amadeu Stiftung https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/
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Die Historikerin Claudia Honefeldt führt uns durch Barcelona, vor allem durch das Arbeiter:innen- und Hafenviertel Raval.
Wir erfahren mehr über den Militärputsch 1936, den Widerstand der republikanischen Bevölkerung, aber auch über die Vorbedingungen des Spanischen Bürgerkriegs und die Geschicht einzelner Menschen, wie z.B. dem sog. Zuckerjungen Salvador Seguí. Besonders bietet es sich natürlich an, diese Folge in Barcelona zu hören und die Strecke mit zu laufen. Aber man kann die Folge auch sehr gut zuhause auf der Couch anhören. Auf dem Episodenbild seht ihr Claudia, wie sie Einschusslöcher auf dem Placa Catalunya zeigt. Die Schüsse kamen vermutlich vom Dach der Zentrale der kommunistischen Partei, wo auch das legendäre Foto von Marina Ginestá entstand, über das wir in Folge 8 gesprochen haben.
Quellen:
Erich Hackl - So weit uns Spaniens Hoffnung trug
Hans Magnus Enzensberger – der kurze Sommer der Anarchie
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"Sie sagen, es sei Liebe. Wir sagen, es ist unbezahlte Arbeit."
In den 70ern tun sich international Feministinnen zur 'Lohn für Hausarbeit' Kampagne zusammen. Sie bewerfen Politiker mit dreckigen Windeln, organisieren Streiks, Sitzblockaden und ein fahrendes Frauenzentrum. Sie fordern, dass Hausarbeit, wie andere Arbeit auch, bezahlt wird. Doch damit wollen sich nicht einfach zu "dem beschissenen Leben, dass wir führen, ein bisschen Geld addieren", sondern ausgehend von der Hausarbeit den Kapitalismus umstürzen. Und die Vorstellung einer weiblichen Natur zerstören.
Quellen:
Louise Toupin - Lohn für Hausarbeit. Chronik eines internationalen Frauenkampfs (1972–1977) (Unrast Verlag 2022)
Silvia Federici - Lohn gegen Hausarbeit
Gender Troubles (Podcast) - The Wages for Housework Movement
Daten zur ungleichen Verteilung von Hausarbeit heute: https://www.wifor.com/de/icare-kampagne-gender-gaps/
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Heute sprechen wir über Milicanas, also bewaffnete Frauen, die in Spanien gegen den Faschismus gekämpft haben.
Der Spanische Bürgerkrieg 1936-1939 ist eine der wichtigsten Episoden europäischer Geschichte im Kampf gegen den Faschismus. Der faschistischen Militärputsch in Spanien 1936 stößt auf massiven Widerstand. Aus ganz Europa kommen Menschen nach Spanien, um die republikanische Seite zu unterstützen. Bilder von bewaffneten Frauen, Milicianas, gehen um die Welt - und doch sind weite Teile ihrer Geschichte lang verborgen geblieben.
Quellen:
Erich Hackl - So weit uns Spaniens Hoffnung trug
George Orwell - Mein Katalonien
"Museo Virtual de la Mujer Combatiente" https://mujeresenguerra.upf.edu
Digitalisiertes Archiv Spaniens: http://pares.mcu.es/ParesBusquedas20/catalogo/find?nm=&texto=Guerra+civil
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Noch heute ärgern sich Trump und das FBI darüber, dass Assata Shakur, Mitglied der Black Panther Party und Militante der Black Liberation Army, auf freiem Fuß ist. Was macht diese Frau für sie so gefährlich? Dass Assata ihr Leben bedingungslos dem Kampf gegen Unterdrückung, Rassismus, Sexismus und Ausbeutung widmet. Und sich dabei von nichts einschüchtern lässt.
Quelle:
Assata Shakur - Assata. Eine Autobiographie aus dem schwarzen Widerstand in den USA
Zum Disclaimer:
Warum es besser ist, die Begriffe versklavte Menschen und Maafa zu benutzen, haben wir von Zade Abdullah und Tsepo Bollwinkel gelernt. Mehr Infos zu Tsepos Arbeit findet ihr hier: https://tsepo-bollwinkel-empowerment.de/
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Wer Cuba Libre hört, denkt an Che Guevara und Fidel Castro - Doch der Longdrink ist über 50 Jahre älter als die sozialistische Revolution auf Kuba. Was es damit auf sich hat und warum der kubanische Staat bis heute einen erbitterten Streit mit der Bacardi-Familie um die Marke Havana Club führt, das erfahrt ihr in dieser Folge.
Quellen:
Michael Zeuske: Kleine Geschichte Kubas
https://www.hc-rumsammlung.de/Die-Geschichte-von-HC
Zum Disclaimer:
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Der erste demokratisch gewählt sozialistische Präsident Lateinamerikas nutzt von 1970 - 73 den legalen Weg um revolutionäre Veränderungen herbeizuführen. Währenddessen ist die Bevölkerung nicht untätig, sondern besetzt Land und Fabriken und verwaltet sie selbst. Doch die Chilenische Oberschicht und die CIA nutzen alle Mittel, um das sozialistische Projekt zu stürzen.
Quellen:"Der Kampf um Chile" Doku Dreiteiler von Patricio Guzmán
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Als Nguyễn Ái Quốc an einem sonnigen Juni-Morgen 1919 aus einem gelben Haus auf die Pariser Straßen tritt, weiß er noch nicht, welche Mythen sich viele Jahrzehnte später um den Brief ranken werden, den er in seiner Tasche trägt. Genau so wenig weiß er, dass nur wenige Jahrzehnte später der vietnamesische Anti-Kolonialkampf erfolgreich sein und dass dessen Anführer Hồ Chí Minh als Ikone in die Geschichte eingehen wird.
Quellen:
Martin Großheim: Ho Chi Minh - der geheimnisvolle Revolutionär
Artikel über den Mythos des “Wilsonian Moment”https://www.wilsoncenter.org/blog-post/the-myth-the-wilsonian-moment
Der Roman, von dem Sina in der Folge kurz erzählt, ist "Der Sympathisant" von Viet Thanh Nguyen
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