Herzmut Podcast: Liebeskummer, Beziehungsthemen und Singleleben

Herzmut Podcast: Liebeskummer, Beziehungsthemen und Singleleben

By Mag. Sabine Weiss, Psychologische Beraterin für Liebeskummer, Beziehungsthemen und SinglelebenEducationSelf-Improvement
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Herzmut Podcast: Liebeskummer, Beziehungsthemen und Singleleben episodes

  • Liebt er mich noch – wie du unklare Signale nach der Trennung entschlüsselst

    Mein Ex hat mich verlassen schreibt mir aber noch. Wir haben auch wieder Sex gehabt und es hat sich wunderschön angefühlt. Ich weiß er hat noch Gefühle für mich, aber er sagt er will keine Beziehung. Wenn ich mich zurückziehe, passt es ihm aber auch nicht. Was bin ich jetzt für ihn ? Liebt er mich noch ? Oder nutzt er mich nur aus ? Und was soll ich jetzt machen ?

    Könnte die obige Email von dir sein? Dann ist der heutige Text für dich. Finde heraus, was hinter seinem Verhalten steckt und warum du mit ziemlicher Sicherheit die falschen Fragen stellst!

    Liebt er mich noch was dafür und was dagegen spricht
    Er liebt dich noch weil er dich vorher schon geliebt hat

    Allein die Frage Liebt er mich noch impliziert ja schon, dass er dich schon mal geliebt hat. Gemäß dem Sprichwort „Alte Liebe rostet nicht“ würde ich mir mal ziemlich sicher sein, dass er noch Gefühle für dich hat. Aber warte mal es geht dir vermutlich nicht um irgendwelche Gefühle, sondern nur um das Eine oder? Wenn schon, dann soll er dich noch lieben. Und da liegt mal die erste Problematik: ihr seid ja aus irgendeinem Grund getrennt und üblicherweise hat das einen Grund. Jeder der sagt, dass Liebe alles überwindet, lügt aus meiner Sicht oder hat eine zu idealistische Vorstellung von der Liebe. Ich persönlich glaube, dass man auch die Liebe überfordern kann. Ob er dich noch liebt wird daher auch damit zusammenhängen, wie er VOR der Trennung für dich empfunden hat und was der Grund für die Trennung war.

    Woran hast du früher erkannt, dass er dich liebt? Woran könntest du jetzt erkennen, dass er dich noch liebt ?

    Wenn er sagt, dass er dich nicht liebt

    Achtung: ich bekomme immer wieder Mails mit „er hat gesagt, dass er nicht genug für mich empfindet, aber wir hatten doch so eine schöne Zeit, das habe ich mir doch nicht eingebildet“. Nein meine Liebe das hast du dir nicht eingebildet. Aber ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum hier immer wieder geglaubt wird, dass er lügt. Wenn er sagt, er liebt dich nicht oder nicht genug oder wie auch immer er es ausdrückt dann sei dir versichert: er meint es so. Das ist kein fieser Trick von einem Mensch mit Bindungsangst, der dich eigentlich liebt und dann aber nein sagt, weil er Angst vor einer Beziehung hat. Er will keine Beziehung mit dir und dafür wird er seine Gründe haben.

    Und genau so ist es auch nach einer Trennung. Wenn er schon ausdrücklich sagt, dass seine Gefühle nicht mehr für dich reichen, dann bitte bitte bitte verrenne dich nicht in der Idee, dass er dich noch liebt aber es nicht zugeben will. Das wird auch die Zeit nicht richten.

    Er liebt dich noch aber er braucht noch Zeit

    Was wirklich oft vorkommt aber auch nicht geglaubt wird, ist wenn er sagt, dass er noch Zeit braucht. Du musst verstehen, dass es nicht reicht, dass du ihm schwörst, dass ein bestimmtes Verhalten jetzt nicht mehr vorkommen wird. Er will erst davon überzeugt werden und das braucht Zeit. Komischerweise scheint das für jeden nachvollziehbar zu sein, wenn eine Frau das sagt, aber niemand glaubt es, wenn ein Mann das sagt. Wenn du also glaubst, dass er dich noch liebt und er aber sagt, dass er noch Zeit braucht dann gib sie ihm! Und gleichzeitig beherzige ganz ganz dringend den folgenden Punkt! Mehr zum Thema Ex zurück kannst du übrigens hier nachlesen.

    Liebt er mich noch oder will er nur Sex

    Das Problem bei der Frage Liebt er mich noch ist ja eigentlich, dass das nur einer wirklich beantworten kann. Und zwar er selbst. Blöd ist das, wenn er es selbst gerade nicht weiß, was durchaus vorkommen kann. Da liebt er dich einerseits noch und andererseits war da diese Trennung, die ihren Grund hatte. Und eigentlich will er ein Mann sein, der zu seinem Wort und seinen Entscheidungen steht, und andererseits zieht es ihn zu dir hin. Dann braucht er wieder ein wenig Abstand, weil sein Herz und sein Verstand unterschiedliche Dinge wollen. Und mal ganz ehrlich das einzige Körperteil der hier klar kommuniziert, ist sein bestes Stück. Insofern ist es kein Wunder, dass ausgerechnet der das Steuer übernimmt, wenn sonst alle Klarheiten beseitigt sind.

    Und manchmal glaube ich, dass es gar nicht so schlecht ist, sich mal auf körperlicher Ebene wieder zu begegnen. Männer verlieben sich anders als Frauen, sie versöhnen sich auch anders. Aber bitte vergiss nicht: es gibt diesen Spruch

    Frauen haben Sex, um eine Beziehung zu bekommen. Männer haben eine Beziehung, um Sex zu haben.

    Wobei ich glaube, der zweite Satz stimmt in Zeiten von Tinder & Co nicht mehr. Was mir aber sehr wohl bei meinen Klientinnen immer wieder auffällt: Sex zu haben ist fast immer schon ein Schritt in die Beziehung. Männer können das aber sehr gut und weitaus länger voneinander trennen.

    Daher: wenn du Sex mit deinem Ex hast, dann überlege dir sehr genau, warum und was du dir davon erhoffst. Und bevor du meinen obigen Satz der Versöhnung als Freibrief nimmst:

    wenn er dich noch liebt, findet er dich vielleicht zuerst auf körperlicher Ebene wieder. Dann sucht er dich aber auf jeder anderen Ebene auch wieder. Und zwar relativ bald. Dh er wird dir schreiben, dich einfach so fragen wie es dir geht, deine Meinung haben wollen usw. Vielleicht zögerlich, aber er wird.

    Tut er das nicht und hast du dieses eigenartige Gefühl im Bauch, dass es nur um Sex geht, dann vertraue deiner inneren Stimme! Eine Nachricht alle zig Tage, dann schnell mal eine Nummer, zwischendurch keine Telefonate und nur zögernde Aussagen wenn du ihn fragst … Was würdest du deiner besten Freundin sagen, wenn es ihr Ex wäre? …

    Liebt er mich noch ist das die richtige Frage?

    Wenn mich Frauen zu dem Thema buchen, dann wird ganz gern super ausführlich erzählt, was er so tut und wie er sich verhält und was man daraus dann wohl ableiten, interpretieren usw kann. Das kann manchmal zu einem regelrechten Mindfuck ausarten, der aber völlig sinnlos ist.

    Die Wahrheit ist: er verhält sich gerade so, wie er kann. Jede/r von euch, der schon mal mit mir gearbeitet hat, weiß meine psychologische Grundhaltung:

    Jeder Mensch tut zu jeder Zeit das Beste was er kann.

    Du kannst ihn in seinem Verhalten nicht beschleunigen und nicht in eine bestimmte Richtung „coachen“ oder mit Hilfe von Ex-Zurück-Büchern und vorgegebenen XYZ-Sätzen zurück in die Beziehung manipulieren. Sorry, aber eine muss dir das sagen.

    Wenn wir also mal annehmen, dass wir an seinem Verhalten derzeit nichts ändern können was und wer bleibt dann? Richtig ich lande mal wieder bei der eigenen Verantwortung. Für deine Emotionen und auch für deinen Körper.

    Schläfst du nur mit ihm, um ihn an dich zu binden? Um ihn zurück zu bekommen? Und stirbst du jedes Mal fast, wenn er wieder aufsteht und geht? Schwörst dir, dass du es nicht wieder machen wirst? Um dann bei der nächsten (Tage später kommenden) Nachricht sofort wieder umzufallen? Dann ist das Problem nicht er. Du bist es weil du dir selbst nicht treu bist. Weil du Sex zu lässt (hops, fast hätte ich geschrieben „benutzt“) um ihn zu erreichen. Die Rechnung wird nicht aufgehen.

    Mein Fazit als Coach liebt er mich noch ist fast immer die falsche Frage, aber wirklich eine leichte Falle

    Manchmal weiß ich nicht, was schlimmer ist. Ein völliger Kontaktabbruch nach der Trennung oder weiterhin Kontakt haben, aber unklare Signale zu erhalten. In meinen Coachings erlebe ich beides für die Betroffenen als sehr belastend, aber im Gegensatz zu einem Kontaktabbruch halten vage Aussagen den Heilungsprozess eher auf und wirken sich störend und verzögernd aus. Wie war das mit dem Ende mit Schrecken statt einem Schrecken ohne Ende?

    Ich kann nur jedem und damit auch dir raten:

    1. Woran hast du früher erkannt, dass er dich liebt? Zeigt er davon noch etwas?
    2. Höre darauf, was ER sagt. Wenn er sagt, er hat nicht mehr genug Gefühle für dich, dann glaub ihm das, egal wie toll du den Sex findest und egal wie sehr du spürst, dass da noch was ist. Ja da ist noch was aber es ist nicht genug für ihn.
    3. Höre darauf, was dein Gefühl, dein Bauch, deine Intution dir sagt. Sobald du vor allem das Gefühl hast, es geht hier nur um Sex stimmt es meistens auch.
    4. Nimm aber auch mal die Sicht von Außen ein. Zähle alle Signale und Zeichen auf und tu mal so, als ob deine beste Freundin dir das erzählt. Was würdest du dann dazu sagen? Ich hab hier schon ein paar Mal Coachings gehabt, wo mich meine Klientinnen stundenlang versucht haben zu überzeugen, was für ein Arsch ihr Ex ist, wo ich einfach beim besten Willen nicht mal ansatzweise auf eine ähnliche Sichtweise kam.
    5. Nicht vergessen: nur ein mutiges Herz kann etwas wagen. Und auch nein sagen.

      Alles Liebe,

      Sabine

      17 min
    6. Er will keine Beziehung – seine Gründe und deine Lösungen!

      Liebe Sabine, ich habe vor einigen Monaten einen tollen Mann kennen gelernt und wir verstehen uns richtig gut. Wir lachen viel, unternehmen viel, auch der Sex ist phantastisch. Trotzdem sagt er, er will keine Beziehung und ich verstehe es einfach nicht. Sind wir nur eine Affäre? Wie eine Sexbeziehung fühlt es sich nicht an, aber Freundschaft Plus ist es auch nicht so richtig? Ich bin verliebt in diesen Mann und wünsche mir eine Beziehung, und ich glaube auch dass er etwas von mir will bzw etwas für mich empfindet. Nur was kann ich jetzt tun, wenn er trotzdem sagt dass er keine Beziehung will? Hilfe!

      Kommt dir das bekannt vor, ist so oder so ähnlich gerade deine Situation? Du hast jemanden kennen gelernt und es scheint alles zu passen, aber irgendwie will er sich nicht festlegen? Gerade komme ich mal wieder aus einem Coaching zu diesem Thema und heute möchte ich dir einen kleinen Einblick geben, wie wir das gemeinsam aufgearbeitet haben.

      Er will keine Beziehung aber was ist das eigentliche Problem?

      Wenn er sagt er will keine Beziehung ist das schnell mal „gekauft“ und meistens fällt es dann auch schwer nachzufragen, woran es liegt. Aber genau das ist mal der erste Schritt. Nur statt das zu machen geht man dann heim und fängt an zu grübeln, und worüber? Nämlich darüber, ob es an dir liegen könnte. Nur Moment mal ! hat er das überhaupt gesagt?

      Nur weil er keine Beziehung will, heißt das nicht, dass er DICH nicht will. Im Gegenteil, er verbringt ja Zeit mit dir und meldet sich regelmäßig und auch sonst passt alles. Das würde er wohl kaum tun, wenn er dich auf den Tod nicht leiden könnte.

      Woran es liegen könnte, dass er keine Beziehung will
      1) Er hat eine Vorstellung davon, wie sein Leben derzeit aussehen sollte

      Ehrlich gesagt erlebe ich immer wieder, dass Männer eine Art „inneren Plan“ davon haben, wie ihr Leben verlaufen soll. Und manchmal ist es simpel eine Frage der falschen Zeit. Da hat er die Vorstellung davon, dass er sich bis 35 im Beruf ordentlich positioniert und Karriere macht, ein bisschen etwas von der Welt gesehen hat und noch sorgenfrei sein Leben genießt. Wenn er dich dann mit 33 trifft kann es gut sein, dass du einfach nicht in seinen Plan passt. Das klingt erst mal doof, hab ich aber wirklich schon zig mal (auch selbst) erlebt. Die gute Nachricht dabei ist wenn er deshalb keine Beziehung will, weil er es einfach derzeit nicht am Radar hat, kann es gut sein, dass mit wachsenden Gefühlen sich auch seine Vorstellung diesbezüglich ändert.

      2) Er hat derzeit einfach keinen Platz in seinem Leben für eine Beziehung

      Mindestens genau so oft arbeite ich mit Klienten, deren Traumpartner sich entweder nicht auf sie einlässt oder sie sogar verlassen hat, weil er im Moment einfach keine Ressourcen dafür hat. Ein gutes Beispiel: Er war immer erfolgreich, hat dann aber seinen Job verloren und findet jetzt seit ein paar Monaten keine neue Stelle. Zusätzlich hat er vielleicht noch einen Sportunfall oä und ist deshalb körperlich angeschlagen. Wenn jetzt noch jemand aus der Familie stirbt, ist sein Topf einfach voll. Jeder Mensch hat 100% Energie zur Verfügung und wenn er die gerade auf solche riesigen Baustellen verteilt, wird er einfach (und vielleicht sogar zu Recht) sagen, dass er derzeit keine Beziehung will weil er sie gar nicht führen kann.

      Und ja bitte, bevor ich es höre bzw in den Kommentaren lese: nein, echte Liebe vollbringt dieses Wunder NICHT ! Wie oft höre ich, wenn er mich wirklich lieben würde, dann würde er mich doch nicht so einfach gehen lassen bzw das anders lösen. Er könnte ja sagen, dass es JETZT nicht geht und wir sehen in ein paar Monaten weiter.

      Nein du Liebe das klappt nicht. Weil er damit ein Versprechen abgeben würde, das ihn bindet und belastet. Und für Belastungen hat er gerade keinen Kopf. Ganz unabhängig davon nein, auch DU schaffst es nicht, da ruhig zu bleiben und zu warten.

      3) Er will keine Beziehung mit dir

      Oha das ist die wirklich schmerzhafte Variante. Und oft auch die Verwirrendste, denn immer wieder sagen mir Klienten, dass sie doch spüren, dass er etwas für sie empfindet. Und das kann gut sein, denn:

      Immer wieder wird Anziehung mit Passung verwechselst !

      Es kann also gut sein, dass er sich wirklich zu dir hingezogen fühlt aber euch einfach nicht in einer Beziehung sieht, weil die Passung für ihn nicht stimmt. Weil er dich superheiß und intelligent und witzig und weiß der Kuckuck was findet, aber glaubt dass ihr euch im Alltag zu sehr aneinander aufreiben würdet (alles schon erlebt!). Es kann also durchaus sein, dass jemand zB für eine Affäre andere Kriterien hat als an eine Beziehung.

      Vielleicht findest du dazu auch diesen Text bzw das Video hilfreich!

      4) Er will keine Beziehung weil er schlechte oder gar keine Erfahrungen hat und unter Bindungsangst leidet

      Auch diesen Grund höre ich immer wieder. Dass es doch an seiner Bindungsangst läge und was man denn tun kann, damit er sich sicher genug fühlt und um ihm zu zeigen, dass er keine Angst haben braucht.

      Ganz ehrlich ich bin kein Psychiater und stelle auch nur ungern Ferndiagnosen, aber ich glaube wenn jemand aus welchem Grund auch immer, wirklich eine tief verwurzelte Angst vor Beziehungen hat, wirst du ihm die nicht nehmen können. Und weißt du auch warum? Weil er zuerst einmal selbst wollen muss ! Ein Mensch mit Bindungsangst ist kein wilder Hund, den du nur zähmen musst.

      Fazit: du musst erstmal herausfinden, was eigentlich seine Beweggründe sind, warum er keine Beziehung will.

      Ich würde dir übrigens nicht empfehlen, das direkt und Punkt für Punkt wie ein Verhör abzufragen.  Wenn du magst, helfe ich dir gerne dabei, dich auf das Gespräch vorzubereiten.

      Wenn du weißt, warum er keine Beziehung will

      Ich weiß, es heißt immer Liebe macht blind vielleicht bin ich gerade deshalb so gern von Außen deine Begleiterin bei der „Analyse“. Ganz ehrlich, wenn du herausgefunden hast, was seine Gründe sind warum er keine Beziehung will, dann ist das bei 3 + 4 eine harte aber eher einfache Entscheidung. Wenn er keine Beziehung mit DIR will oder wirklich unter einer tief sitzenden Bindungsstörung leidet, dann würde ich zumindest mal sagen genieß die Zeit und wenn es nicht geht weil du zu verliebt bist bzw dich belastet dann darfst du auch loslassen.

      Was aber wenn du noch nicht bereit bist lozulassen und noch in die Beziehung investieren möchtest ?
      • Was bedeutet Beziehung für dich?

        Ich weiß, du hättest gern eine Beziehung. Und du hättest gern, dass er es ausspricht und sich dazu bekennt. Weil du glaubst, dass es dir mehr Sicherheit gibt. Aber gerade in Beziehungsfragen gibt es keine Sicherheit! Er könnte auch sagen, dass ihr zusammen seid und dich trotzdem in 2 Wochen verlassen.

        Daher wäre doch mal spannend festzustellen: was macht Beziehung für dich aus? Dass er sich regelmäßig meldet und ihr auch außerhalb des Bettes etwas unternehmt? Dass er dich an seinem Leben anteil haben lässt und auch bei dir regelmäßig nachfragt, was es Neues gibt? Dass er dich zu gemeinsamen Unternehmungen mit seinen Freunden und Familie mitnimmt? Und wie viele dieser Punkte sind in deinem Fall erfüllt?

        • Wie notwendig ist es, dass ihr JETZT ein Paar seid?

          Ich erlebe SO OFT dass gerade Frauen sich so aufhängen an dem ausgesprochenen „ja, wir sind zusammen“. Und manchmal macht der Wunsch und eher sogar Drang genau das zu hören auch etwas kaputt. Wenn du glaubst, dass ihr eine Chance habt, dann lasse dem Ganzen doch auch Zeit ! Wieviel würde ich vor allem davon abhängig machen, ob du eine schrittweise Annäherung an deine Vorstellungen von Beziehung (siehe vorige Frage!) siehst oder nicht.

          • Sei aber bitte auch ehrlich zu dir selbst: wie viel von deinem Beziehungswunsch kannst du derzeit leben?

            Bei aller Liebe manchmal ist es auch Zeit sich ehrlich einzugestehen, dass man die Kuh zwar zum Wasser führen kann, aber saufen muss sie schon selber. Wenn du verliebt bist in ihn und er sagt er will keine Beziehung und dann lebt ihr wie ein Paar und es wird graduell besser fein. Wenn du aber merkst hey, hier ziehen Wochen und Monate ins Land und ich muss mich wie eine Verrückte plagen, dass ich mir ständig auf die Zunge beiße und meinen Frust im Zaum halte und trotzdem tut sich nix. Dann wird es vielleicht Zeit, der Wahrheit ins Auge zu sehen.

            Er will keine Beziehung und das bleibt jetzt erst mal auch so. Und dann liegt es an dir zu entscheiden, was du willst.

            Was will er dann überhaupt von mir?

            Bitte, ich höre auch ganz oft, na was will er dann von mir und warum ist er dann überhaupt noch hier? Ganz gern gewürzt mit einem leicht rotzig-trotzigem Unterton. Und die Wahrheit ist, ich glaube du weißt es selbst. Es war vermutlich ganz bequem und schön mit dir, und für das was er zur Zeit will, hat es eben gereicht.

            Die Frage sollte daher eher lauten: was willst du noch von ihm?

            Ich weiß, manchmal ist es nicht einfach. Weil die Entscheidung zwar offensichtlich auf der Hand liegt, aber trotzdem nicht einfach zu treffen ist. Ich begleite dich gerne!

            Alles Liebe,

            Sabine

            19 min
          • Wie bekomme ich ihn zurück – wie wann und ein paar unbequeme Gedanken

            Liebe  Sabine, mein Ex hat mich verlassen und seitdem kann ich nicht mehr schlafen, nicht essen, nicht klar denken. Alles in meinem Kopf dreht sich nur um die Frage: wie bekomme ich ihn zurück … hast du nicht ein paar Tipps für mich?

            Hast du dich auch schon einmal mit der Frage, wie du ihn zurück bekommen könntest, beschäftigt? Dann ist der heutige Artikel für dich! Denn so und so ähnliche Emails erhalte ich immer wieder. Eigentlich bin ich ja kein Freund von diesen Ex-Zurück-Gedanken, andererseits wiederhole ich mich so ungern immer wieder, daher möchte ich heute einmal ein paar grundsätzliche Überlegungen mit dir teilen.

            Solltest du übrigens als Mann hier auf dieser Seite gelandet sein – herzlich willkommen! Ja, ich schreibe aus der Sicht einer verlassenen Frau, aber das ist natürlich universell auch für dich umgekehrt einsetzbar. Alles was für die Frage wie du deinen Ex zurück bekommst gilt, gilt natürlich auch dafür, wie du deine Ex zurück bekommst.

            Also – los geht’s!

            WIE bekomme ich ihn zurück
            – leider nicht, indem du das tust, was du am liebsten machen möchtest!

            Jedes Mal, wenn ich eine Anfrage zu dem Thema erhalte, frage ich nach, was denn schon unternommen wurde, um ihn zurück zu bekommen. Meistens erhalte ich die gleichen Antworten: ich habe ihm einen Brief geschrieben, ich habe ihn angerufen, ich habe ihn über Whatsapp usw kontaktiert. Vermutlich habe ich alles falsch gemacht. Gibt es trotzdem noch eine Chance für uns? Bitte sag mir nur wie, ich tue alles um ihn zurück zu bekommen !

            Ich weiß, du bist verletzt. Und du hast Angst. Du schiebst Panik weil du der Meinung bist, du musst noch einmal mit ihm reden. Du musst ihm erklären, wie die Dinge wirklich waren. Oder dass du jetzt auch siehst, was schief gelaufen ist und dass es ab jetzt anders wird. Dass du gar nicht verstehen kannst, warum es überhaupt so gekommen ist, aber du alles tun würdest um ihn zurück zu bekommen. Du musst nur eine Chance dazu bekommen !

            Im Grunde weißt du tief in dir drinnen, dass du ihn jetzt nicht kontaktieren solltest. Das sagen dir deine besten Freundinnen und die unzähligen anderen Seiten, die du schon auf der Suche nach Tipps, wie du ihn zurück bekommen kannst, empfohlen haben. Und sogar die kleine leise Stimme in dir drin sagt das. Leider gibt es da aber diese andere Stimme, die viel lauter brüllt und dir sagt, du MUSST doch irgendwas unternehmen! Und ganz hinten aus dem letzten Eck meldet sich auch noch die Angst … was wenn ich zu lange warte, und er eine neue Freundin findet?

            Puh – da geht es ab in dir drin! Bitte glaube mir, ich weiß das so gut, weil ich selbst schon mehrfach dort war. Und mit den Menschen, die ich begleite, immer wieder da durch gehe. Und „da durch“ ist die Hölle. Jede Sekunde brennt unter den Nägeln und zerrt an deinem Herz. Kurzfristig rutschen wir fast alle zumindest vorübergehend in eine emotionale Abhängigkeit nach einer Trennung.

            Du weißt längst, was du stattdessen tun solltest

            Und es stimmt, du MUSST etwas tun – nur nicht das, was du gern tun würdest. Wenn dir diese Beziehung wirklich so wichtig ist, dass du um sie kämpfen möchtest, dann ist jetzt Kontaktsperre angesagt. Komischerweise ist dieser Punkt auf JEDER Liste der Top-Ten Blogs zur Frage wie bekomme ich ihn zurück und trotzdem will sich keiner daran halten.

            Tipp: Um jemanden zu kämpfen heißt nicht immer, auch direkt mit ihm Kontakt zu haben!

            Manchmal ist ein taktischer Rückzug die bessere Strategie! Daher ist jetzt Kontaktsperre dran und die wirst du auch brauchen, weil du einiges zu erledigen hast. Das heißt auch, du hast keine Zeit, dich wegen der Kontaktsperre wuggi zu machen. Du hast auch keine Zeit ihn zu stalken und auf Whatsapp, am Messenger und weiß der Kuckuck wo noch, überall nachzuschauen, wann er das letzte Mal online war.

            Denn vielleicht – vielleicht ist seine Entscheidung noch nicht gefestigt, aber das letzte woran er Interesse hat, ist ein stalkender Gefühlszombie, der ungepflegt, verheult und verhungert (oder übergewichtig, je nachdem zu welchem Essensverhalten du neigst) durch die Gegend läuft.

            Und nein, entsprechende Statusmeldungen oder Fotos auf Whatsapp sind ebenfalls entsprechend tabu. Wenn du schon passive Kommunikation nutzen möchtest, dann richtig.

            Wie bekomme ich ihn zurück – ganz bestimmt nicht durch die Vortäuschung eines Wunders!

            Hast du schon einmal erlebt, dass jemand am Höhepunkt der Beziehung Schluss gemacht hat? Jede Beziehung folgt typischen Phasen! Du kannst dir  sicher sein: dein Ex ist am für ihn gefühlten Tiefpunkt eurer Beziehungkrise gegangen. Er war unglücklich in der Beziehung und für ihn war die Beziehung am Ende.

            Und jetzt versetze dich mal für ein paar Minuten in deinen Ex. Ja du willst ihn zurück, aber wenn du wissen willst, wie du ihn zurück bekommen kannst, musst du ihn erst mal verstehen. Und ganz ehrlich – gerade DAS tun die wenigsten. Wenn du magst, klinke dich doch mal in eine der Facebook-Gruppen zum Thema „Trennung“ ein – fast jeder schreibt, er oder sie kann nichts anderes tun als AN ihn oder sie zu denken und ihn oder sie zurück zu wollen. Aber dem eigentlichen Trennungsgrund wird kaum Aufmerksamkeit gewidmet. Denn wie heißt es dort immer?

            • Ja ich habe Fehler gemacht, aber jetzt wo ich sie verloren habe, hat mir das die Augen geöffnet.
            • Wir haben uns zu sehr im Alltag verloren und ich hab wirklich ein wenig zu viel genörgelt, so im Nachhinein kann ich mich selbst gar nicht verstehen.
            • Ich habe mich in der Beziehung verloren und von ihm/ihr abhängig gemacht, das hat ihn/sie immer genervt, aber ich kann das ändern!
            • Ganz ehrlich? Das glaube ich nicht. Vor allem bei langjährigen Beziehungen, wo es immer wieder Auseinandersetzungen zu ähnlichen Themen gab. Ich glaube an eine wundersame Veränderung der eigenen Verhaltensmuster über Nacht ungefähr genauso wie an Spontanremisionen bei Krebsgeschwüren.

              Als zusätzlichen Service möchte ich dir folgende Artikel von Kolleginnen und Kollegen anbieten:

              Ex zurückgewinnen 25 hochwirksame Tipps

              Beziehung retten nach Trennung Wertvolle Tipps

              Wie bekomme ich meine(n) Ex zurück? Eine Anleitung in 9 Schritten

              Wie du deine Ex zurückgewinnst

              Ex hat eine neue Beziehung Die Welt bricht zusammen

              Wie bekomme ich ihn zurück ist kein einfacher 3 Schritte-Plan sondern bedeutet Arbeit

              Dir muss klar sein, dass es – nein besser gesagt DU – auch wirklich ANDERS sein musst, wenn du ihn zurück bekommen und dann behalten willst. Und das geht nicht mit so einem lapidar hingeschmissenen „ja ich habe verstanden und jetzt ist auf einmal alles anders“-Statement.

              Vergiss nicht – dein Ex KENNT dich. Und er weiß genau, welche Knöpfe er drücken muss. Und er wird vor allem merken, wenn du es nur vortäuscht und nicht wirklich eine veränderte innere Haltung hast.

              Also nutze die Zeit der Kontaktsperre und versetze dich wirklich in die Situationen und in ihn hinein.

              Was hat deinen Ex dazu gebracht, sich zu trennen? Wo lag die Wurzel eurer Beziehungskrise?

              Selten ist es so an der Oberfläche präsent und vor allem auch ausgesprochen. Hier bist du gefragt, wirklich dein Ego und deine Eitelkeiten beiseite zu lassen und mal völlig emotionslos von Außen drauf zu schauen und zu analysieren, was hier passiert ist. Das ist an sich schon keine leichte Sache, schon gar nicht, wenn du ja gleichzeitig auch die Trennung überwinden musst. Hier erreichst du mit psychologischer Unterstützung auf alle Fälle mehr und schneller als allein. In meinen Beratungen erzielen wir hier oft sehr überraschende und vor allem schnelle und zielgerichtete Ergebnisse. Wenn das für dich aus irgendeinem Grund keine Option ist (ist es so?) dann rate ich dir dringend, dich vielleicht mit einer eher entfernteren Person darüber auszutauschen. Du brauchst auf alle Fälle jemanden, der ehrlich zu dir ist und keine Angst davor hat die Freundschaft zu dir (oder euch beiden) zu belasten.

              Tipp: Wenn du wissen willst, wie du ihn zurück bekommen kannst, musst du wissen warum er gegangen ist. Und an dieser Stelle muss nachhaltig Veränderung passieren.

              Allein der Wunsch ihn zurück zu bekommen oder die Freude darüber, dass er dann da ist, wird nicht helfen, eure ursprünglichen Beziehungsprobleme zu lösen. Ohne Aufarbeitung und Veränderung seid ihr in ein paar Wochen wieder dort, wo ihr schon mal wart.

              Tipp: Das heißt, du musst dich ändern. Wirklich. Und das geht nicht über Nacht und selten allein.

              Im Übrigen ist das der Punkt, an dem viele aussteigen. Weil es unbequem für dich wird. Du musst dich mit deinen Fehlern auseinandersetzen und daran arbeiten. Das ist oft von so viel Erfolg gekrönt wie die typischen Silvestervorsätze! Vielleicht findest du diesen Artikel hier zum Thema Beziehung retten auch interessant!

              Manchmal kommt in unseren Beratungen aber auch die Erkenntnis hier: ja, ich habe Fehler gemacht. Er aber auch. Wenn wir wieder zusammen kommen wollen, muss er genauso an sich arbeiten. Und für uns fühlt sich das auch immer befreiend an – na klar, es ist ja auch ein wichtiger Durchbruch! Von hier weg ist es nämlich auch denkbar, dass du ihn nicht zurück bekommen kannst bzw wirst – und es fühlt sich noch immer gut an. Warum? Weil du jetzt deine eigenen Bedingungen dafür entwickelt hast und nicht mehr nur von deinem Liebes-Entzug geleitet bist. Und alles was du bis hierher für dich gelernt und umgesetzt hast, kommt jetzt DIR und deinem nächsten Partner zu Gute. Du siehst in jedem Fall ein Gewinn also.

              Wie und WANN bekomme ich ihn zurück ?

              Natürlich kommt irgendwann der Punkt, an dem du ihn wieder kontaktieren musst, wenn er es nicht von sich aus tut. Oder du läufst ihm „zufällig“ über den Weg, weil er ohnehin in deinem Freundeskreis ist. Der früheste Zeitpunkt meiner Meinung nach für eine neuerliche Kontaktaufnahme folgt keiner Regel, keinem Datum. Sondern einzig und allein deiner Entwicklung entlang der Phasen des Liebeskummers. Ich persönlich finde, bevor du nicht in Phase 3 – am besten aber sogar in Phase 4 – bist, ist ein Treffen zu früh. Vergiss nicht, du musst ja selbst erst einen Prozess durchlaufen.

              Vor allem ist aber bei sehr kurzfristigem Kontakt die Gefahr groß, dass ihr euch wieder in Diskussionen verliert. Und am Ende landet ihr nur in einer ewigen On-Off-Spirale! Erinnerst du dich an den ersten Impuls, was du ihm alles erzählen willst bzw wolltest? In all diesen Kontaktaufnahmen geht es immer nur um Eines: deinen Ex davon zu überzeugen, dass die Trennung ein Fehler war und es doch jetzt besser geht.  Und jetzt versetze dich noch mal in seine Lage: er hat Schluss gemacht und damit vor allem auch seinem inneren Leid ein Ende gesetzt. Er will erst mal Ruhe davor haben. Diskussionen genauso wie Liebesschwüre sind im Moment das Letzte, was er will!

              Wenn du ihn zurück bekommen willst – dann muss er bei eurem ersten Treffen nach der Trennung zwei Dinge erleben und so richtig wahrnehmen:

              1. du bist ganz anders als am Ende eurer Beziehung (nämlich viel entspannter, positiver und sexy!)
              2. du bist wieder so richtig spannend!
              3. Seine letzten Erinnerungen an dich waren mühsam, nervig, nörgelig, stalkend, abweisend – was auch immer. In jedem Fall also negativ. Bei eurem ersten Wiedersehen nach dem Beziehungsaus geht es darum, ihn neu zu faszinieren! Die Leute reden immer von “ ich will ihn zurück “ aber eigentlich müsste die korrekte Bezeichung lauten: „ich will ihn neu erobern“, denn genau darin liegt das WIE für deine Strategie, ihn zurück zu bekommen.  Hier findest du Tipps für das erste Treffen nach der Trennung.

                Noch ein paar unbequeme aber ehrliche Worte an dich!
                Wie bekomme ich ihn zurück – geht das überhaupt?

                Ehrlich gesagt ist genau hier der Punkt, an dem ich den ganzen Ex-Zurück-Programmen kritisch gegenüber stehe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du bevor du hier bei mir gelandet bist, schon einiges im Netz dazu gelesen hast. Warum? Ganz einfach, weil es deutlich bekanntere Websiten zum Thema Ex zurück gibt und klarerweise kenne ich die auch. Oft werde ich zuerst um meine Meinung dazu gebeten und dann um ein begleitendes Coaching, denn was alle diese Seiten nicht anbieten, ist speziell auf dich zugeschnittene und persönliche Beratung beim WIE bekomme ich ihn zurück denn letztlich ist ja trotzdem jede Geschichte irgendwie anders. Und klarerweise ist dann auch der Weg immer ein wenig anders.

                Denn man muss ganz ehrlich sagen, es gibt nicht immer ein Happyend. Statistisch gesehen kommt bei den wenigsten der LeserInnen, die mich zur Frage wie-bekomme-ich-ihn-zurück buchen, auch wirklich der Ex zurück. Und so wie ich es auf den bekannten Seiten zum Thema Ex zurück verfolge, auch dort nicht. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass es meinen Klienten emotional besser geht.

                Es gibt Trennungen, da gibt es einfach kaum eine Chance auf ein Zurück. Meine Erfahrungen zeigen, dass

                • wenn eine neue Partnerin da ist,
                • er nicht mehr genug für dich empfindet oder
                • der Partner eine massive Lebenskrise zu verarbeiten hat (zb eine vorangegangene Scheidung, ein Burnout, Verlust des Arbeitsplatzes, schwere Krankheiten oder Todesfälle in der Familie)
                • eher selten ein Neuanfang möglich wird.

                  Nur weil du ihn zurück bekommen willst, heißt das nicht, dass er das auch will. Das beste WIE hilft dir dann nicht weiter!

                  Auch musst du sehr viel Konsequenz zeigen, weil ihr sonst leicht in eine On-Off-Beziehung reinrutscht. Gerade dieses Disziplin und Konsequenz geht vor allem bei den meisten, die ihren Ex alleine zurück bekommen wollen, verloren. Der unangenehme Teil nämlich, der Arbeit an sich selbst und das Durchhalten der Kontaktsperre ist allein doch deutlich schwerer als mit Unterstützung.

                  Was die Frage wie bekomme ich ihn zurück leider in der Praxis oft bedeutet

                  Ich erlebe sehr oft, dass die Frage nach dem Wie bekomme ich ihn zurück eigentlich eher ein verkleidetes ich möchte gern so einfach wie möglich eine Lösung für meinen Schmerz haben ist.

                  Und mit den Versuchen und Überlegungen dazu, wie du ihn zurück bekommen kannst, werden oft Wochen und Monate verbracht, die aber tatsächlich doppelt vergeudete Zeit sind. Doppelt weil er nicht zurück kommen wird und weil du aber auch in der Phase der Verleugnung stecken bleibst! Solange du die Trennung nicht akzeptierst und nach Wegen suchst, wie du ihn zurück bekommst, bleibst du in der ersten Phase des Liebeskummers stecken.

                  Mein Tipp daher an dich: spüre wirklich tief in dich hinein, was deine wahre Motivation dafür ist, ihn zurück bekommen zu wollen.

                  Zusammenfassende Tipps:

                  Wenn du wissen willst, wie du ihn zurück bekommen kannst, musst du dir vor allem darüber Gedanken machen:

                  1. Warum hat er dich verlassen was war die wirkliche Ursache für seine Entscheidung, warum war die Beziehung für ihn am Ende?
                  2. Gibt es hier realistisch überhaupt eine Chance auf einen Neuanfang du KENNST deinen Ex, wie schätzt du das ganz trocken und von außen betrachtet ein?
                  3. Was müßte sich an deinem Verhalten wirklich nachhaltig ändern, um ihn davon zu überzeugen, dass er zurück kommen will?
                  4. Bist du bereit, diese psychologische Arbeit auch zu leisten? Mit allen Konsequenzen wie zB die Kontaktsperre durchzuhalten und dir unbequeme Verhaltensweisen (zB Eifersucht, Nörgeleien etc) anzuschauen und nachhaltig zu verändern?
                  5. Ist auch ER es wert, das auf dich zu nehmen? Was müsste sich allenfalls bei ihm ändern? Wie realistisch ist das?
                  6. Und noch eine Frage, die ich meinen Klienten immer gern ans Herz lege: wie lange bist du bereit, hier zu investieren?
                  7. Gerade zum Thema „Ex zurück“ rate ich dir sehr, den Weg nicht allein zu gehen und dich unterstützen zu lassen. Falls das ICH sein darf, dann schreib mir gern! In jedem Fall wirst du sehr viel Herzmut für deinen Weg brauchen. Dafür wünsche ich dir von Herzen alles Liebe & Gute!

                    Deine Sabine

                    16 min
                  8. Kontaktabbruch - wenn du plötzlich keinen Kontakt mehr hast
                    Kontaktabbruch - und plötzlich schweigt der Partner. Zuerst keine Antworten mehr auf Whatsapp, dann werden deine Anrufe ignoriert. Irgendwann bist du gesperrt und du verstehst die Welt nicht mehr. Es war doch alles in Ordnung in eurer Beziehung? Warum man sich so hilflos fühlt und was du tun kannst, um vielleicht doch noch ins Gespräch zu kommen.

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                    9 min
                  9. Mein Mann ist gestorben - verwitwet mit 34 Jahren

                    Wenn der Partner stirbt, scheint im ersten Moment einmal alles vorbei zu sein. Aber muss das so sein? Für dieses wunderbare Interview konnte ich Anja Witschel gewinnen, die in ihrem Buch „Der Partner stirbt ist jetzt alles vorbei“ über ihren Weg bzw ihren Umgang mit dem plötzlichen Tod ihres Partners umzugehen.

                    Mich persönlich interessiert ja immer was macht jemand, der etwas GUT kann anders als jene, die damit nicht so klarkommen? Vorab haben  mich einige meiner LeserInnen auch gebeten, Anja zu fragen, wie sie den Tod ihres Mannes je verarbeiten konnte.

                    Anja wurde mit 34 plötzlich und unerwartet Witwe, als ihr Ehemann daheim verstarb. In diesem Interview spricht sie darüber, wie ihr vor allem ein Gedanke eines Seelsorgers von Anfang an eine große Stütze war: nämlich dass es jetzt zu 100% um sie selbst geht. Ich denke gerade das kann ein Gedanke sein, der den Unterschied macht. Der zweite große Pfeiler (unter vielen anderen noch) war auch der Gedanke: Mein Mann ist nicht freiwillig gestorben, er wollte das nicht. Er soll jetzt stolz auf mich sein. Und was hätte er für mich gewollt?

                    In diesem Interview erfährst du von Anja:

                    • wie ein Seelsorger gleich am Anfang helfen konnte, den Verlust gut zu verarbeiten
                    • wie sie von ihrem verstorbenen Mann Abschied genommen hat
                    • wie sie mit dem Schmerz umgegangen ist und ihn auch verarbeitet hat
                    • welche Gedanken ihr dabei geholfen haben
                    • wie das Umfeld sich hilfreich verhalten kann um dich bei einem Todesfall zu unterstützen
                    • wie sich die Trauerphasen gezeigt haben
                    • wie sie sich ihr Leben als Witwe aufgebaut hat und warum sie sich dabei nicht single gefühlt hat
                    • und noch vieles mehr
                    • Ein wunderbares Interview für das ich sehr dankbar bin!

                      Vorbereitend habe ich das Buch gelesen und kann es wirklich nur jedem, der mit einem Verlust umgehen muss (oder schon weiß, dass so ein Verlust aufgrund von Krankheit zB kommen wird …) ans Herz legen. Ein paar Worte dazu findest du auch unter den Buchtipps. Hier noch mal der direkte Link zu ihrem Buch bei Amazon:

                      3 hr
                    • Die 6 geheimen Beziehungstipps die dir keiner erzählt

                      Als ich 14 Jahre alt war, hab ich in mein Tagebuch geschrieben „ich glaube ich werde die Liebe nie verstehen“. Heute bin ich 42 und manchmal denk ich das noch immer. Jetzt führe ich diese Praxis schon seit Jahren und noch immer gibt es Erzählungen, die auch mich einfach tief betreffen und die man einfach nicht für möglich hält. Und ich fühle jedes Mal mit und noch immer zum Glück! muss auch ich oft nachdenken und nachfühlen, was denn hier gerade los ist und welcher Gedanke der hilfreichste ist und die (Auf)Lösung sein könnte. Nun kommen die meisten ja, wenn es zu spät ist und die Trennung schon durch ist. Und irgendwie finde ich das schade, denn nicht immer hätte es so weit kommen müssen. Denn es gibt sie, die wenigen aber unumstößlich wichtigsten Beziehungstipps um deine Beziehung aufzubauen und dauerhaft zu führen.

                      Nun gibt es im Netz schon einen Haufen Artikel zum Thema Beziehungstipps und einige davon sind wirklich gut. Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr sind mir Punkte eingefallen, die einfach niemand beachtet und die meiner Meinung nach oft deutlich mehr ins Gewicht fallen als die Beziehungstipps nach dem Motto „redet miteinander“, „klärt die Finanzen“ usw. Ist das alles wichtig? Klar! Aber manchmal nutzen die besten Anstrengungen nichts, wenn die Basis nicht stimmt. Und daher heute mal meine Top 6 Beziehungstipps die du SO sicher nicht im Netz findest!

                      Der geheimste aller Beziehungstipps Nr. 1 sei bereit für eine Beziehung!

                      Ja ich sehe schon, mancher Leser wird hier den Kopf schütteln. Und dazu möchte ich gern etwas sagen: ich habe u-n-z-ä-h-l-i-g-e Klienten, die nach einigen Monaten oder auch Jahren verlassen wurden, weil der Partner drauf gekommen ist, dass er noch nicht bereit ist für eine Beziehung und noch an einer früheren Beziehung arbeiten muss. Manchmal nur innerlich, manchmal auch äußerlich (indem er wirklich zum Ex zurück geht).

                      Und genauso oft habe ich Klienten, die nach einer Trennung glauben, alles überwunden zu haben und sich frisch verlieben und dann mit Tränen in den Augen und Albträumen im Herzen bei mir sitzen und sich selbst und die Welt nicht mehr verstehen.

                      Dabei ist das ganz natürlich man kann eine Trennung sogar ganz gut verarbeitet haben, und trotzdem zeigen sich manche Verletzungen oder Ängste überhaupt erst, wenn man wieder in eine Beziehung kommt. Dass man zB vielleicht das Vertrauen verloren hat, weiß man erst, wenn es wieder gefordert ist. Oder ganz simple Dinge, wie wenn auf einmal die zweite Zahnbürste im Bad liegt und statt Freude fühlt man  nur Horror weil man sich ur plötzlich eingesperrt fühlt.

                      Die Meisten glauben immer, wenn man nicht bereit für eine Beziehung ist, dann hat man auch keine. Ich glaube tatsächlich, dass es auch anders laufen kann. Wenn jemand laufend neue Partner kennen lernt, aber sich einfach keine Beziehung stabilisiert, dann kann das auch ein Zeichen dafür sein, dass man selbst nicht dafür bereit ist OBWOHL ständig die Partner zB gehen. Bei Mustern würde ich grundsätzlich immer die eigene Position prüfen. (Siehe dazu auch den letzten Punkt.) Es kann zB durchaus sein, dass man selbst weil man nicht bereit ist, jede Beziehung ab einen bestimmten „Nähegrad“ beginnt zu torpedieren, bis der andere geht.

                      Also ne ne, die absolute Grundvoraussetzung für eine glückliche Beziehung ist schon mal, selbst für eine Beziehung bereit zu sein! Bist du bereit für eine Beziehung?

                      Beziehungstipp Nr. 2 liebe deine/n Partner/in

                      Weißt du, was wirklich eigenartig ist? Bei jedem Artikel der mir so im Kopf rumschwirrt, schaue ich mir natürlich mal an, was es denn dazu schon im Netz zu finden gibt. Und wenn ich der Meinung bin, da gibt es super Artikel, dann verlinke ich lieber auf die, als selbst noch mal alten Wein in neue Schläuche zu füllen. Aber ich schwöre es, die ersten 10 Artikel zum Thema Die besten Beziehungstipps schreiben über alles mögliche nur keiner schreibt den logischsten aller Beziehungstipps ever.

                      Also daher mal mein zweiter absoluter Geheimtipp für dich Es heißt BE-ZIEH-UNG. Du musst dich auf jemanden beziehen! Und für eine lange und glückliche Beziehung wäre daher mal sinnvoll, deinen Partner zu lieben. Und zwar so richtig. Keine lauwarme Partie wie man in Wien so schön sagt. Eine Beziehung wird nämlich auch Arbeit brauchen und die soll sich gefälligst lohnen! Also: Liebe deine Partnerin bzw deinen Partner!

                      Beziehungstipp Nr. 3 entscheide dich für einen Partner, der dich liebt!

                      Klingt erstmal so nach „No Na“ (wienerisch für „eh klar“ ;-)) ist aber gar nicht so selbstverständlich.

                      Tatsächlich ist der meistbesuchte Artikel auf meiner Seite „was will er von mir?“. Asymetrische Lieben, Beziehungen die von Anfang an schwierig sind, wo du immer das Gefühl hast nicht ganz zu wissen, woran du bist … Das ist nicht unbedingt die beste Voraussetzung. Diese Beziehungen dauern zwar auch oft lang, aber glücklich ist leider anders.

                      Wenn du eine dauerhafte, erfüllte und glückliche Beziehung führen willst, dann wirst du nicht darum herumkommen, dass auch dein Partner dich entsprechend und genauso liebt wie du ihn! Und dafür muss man sich manchmal auch erst einmal entscheiden. Alles andere endet leider in emotionaler Abhängigkeit. „Ich habe mich völlig in der Beziehung verloren“ ist ein Satz, den ich sehr oft höre. Leider ist diese Verschmelzung zu einem einzigen WIR oft sehr ungesund und in den wenigsten Fällen zielführend.

                      Mit Liebe hat das im Übrigen nichts zu tun!

                      Beziehungstipp Nr. 4 Übernimm emotionale Verantwortung für dich und eure Beziehung

                      Das große Geheimnis glücklicher Beziehungen ist meiner Meinung nach emotionale Verantwortung zu übernehmen.

                      Sich nicht ausschließlich auf den Partner verlassen, der einen glücklich machen soll. Und ihm dennoch die Chance dazu geben. Das ist der Trick.

                      Zu wissen wer man ist, was man will und immer wieder daran zu arbeiten, gemeinsame Werte, Ziele und Erlebnisse zu schaffen. Darüber was sich starke Frauen von Männern wünschen, habe ich ja schon geschrieben. Es heißt aber auch, sich selbst immer wieder darüber im klaren zu sein, was will ich eigentlich? Von mir? Von meinem Partner? Von unserer Beziehung?

                      Beziehungstipp Nr. 5 sei großzügig im Herzen

                      In einem Interview hat Armin Assinger einmal gesagt „Beim Verzeihen bin ich großzügig“. Dieser Satz hat mich tief berührt. Wir alle neigen immer dazu, so genau zu wissen was wir wollen und haben immer höhere Ansprüche an uns, an unsere Partner und an unsere Kinder.

                      Wenn ich mir dann wirklich alte Paare ansehe, solche wie wir alle im tiefsten Herzen heimlich werden wollen, diese zahnlückigen, zittrigen, aber noch immer händchenhaltenden Paare .. dann sind die NICHT dahin gekommen, weil sie immer darauf bestanden haben, Recht zu haben.

                      Großzügig sein im Herzen, bei kleinen Schwächen, kleinen Macken. Beim Besserwissen und beim Verzeihen. Das ist für mich die eine Herzenskunst. Eine die Liebe bringt und erhält.

                      Und wenn etwas passiert, dass dich aus der Bahn wirft, dann zurück zum 4 Beziehungstipp und Verantwortung übernehmen! Und ja ich weiß das ist nicht immer so leicht, schließlich war das auch meine wichtigste Beziehungserfahrung.

                      Beziehungstipp Nr. 6 lerne aus deinen Fehlern

                      Das ist der letzte der geheimen Beziehungstipps, die dir auch keiner erzählt. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen! Selbst wenn die letzte Beziehung gescheitert ist, es wird wieder Gelegenheit geben, eine neue zu verbocken. Und damit es nicht so weit kommt, ist auch das noch so ein Tipp für eine glückliche Beziehung.

                      Und wie das geht, erfährst du hier!

                       

                      Alles in allem Beziehung braucht Herzmut.

                      Die 6 Beziehungstipps zusammengefasst!

                       

                      Ich hoffe sehr, dass dir dieser Artikel gefallen hat. Hast du noch weitere Beziehungstipps, die du mit mir teilen möchtest? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

                      Alles, Liebe !

                      Sabine

                       

                       

                      18 min
                    • Beziehungstipp Aus Fehlern lernen

                      Hast du dir schon einmal geschworen, dass dir DIESER EINE Fehler in einer Beziehung garantiert nicht mehr passieren wird? Und dann hat er dich nur kurz darauf schon wieder eingeholt? Aus Fehlern zu lernen ist DER Beziehungstipp schlechthin denn nur so kann eine Beziehung wachsen, besser werden und sich stabilisieren. Erfahre hier Tipps bzw Schritte um frühere Fehler einer Beziehung oder gar Beziehungsmuster aufzuarbeiten und für die Zukunft zu vermeiden.

                      14 min
                    • Offene Beziehung – ein Interview über Eifersucht, Erfahrungen und Regeln

                      Melanie Mittermaier ist Coach für offene Beziehungen, fremdverlieben, Betrogene und Betrügende. In diesem Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen mit offenen Beziehungen, wie es dazu kam dass sie selbst in einer offenen Beziehung lebt und wie es in diesem Beziehungskonzept mit Treue, Eifersucht und Vertrauen aussieht. Einen spannenden Selbsthilfekurs für betrogene Partner hat sie ebenfalls entwickelt!

                      Hier kannst du das Interview auch nachlesen!

                      Melanie Mittermaier & offene Beziehung das Interview

                      S:      Herzlich willkommen bei einem neuen Podcast von „Herzmut“, der Beziehungspraxis. Heute habe ich mir die Melanie Mittermaier von melanie-mittermaier.de eingeladen und möchte mit ihr plaudern über das Thema „Treue, Beziehung, offene Beziehung, fremdverliebt, Fremdgehen“ – so diesen ganzen Themenkomplex. Die Melanie kenne ich aus einer Facebook-Gruppe, wo sich – ich glaube, das kann man fast so sagen die Besten der deutschen Beziehungsexperten zusammengesammelt haben, um sich auch gegenseitig ein bisschen zu unterstützen. Und das siehst du jetzt leider nicht, weil du ja am Podcast mithörst, aber die Melanie ist eine Frau, der springt das Leben und auch die Liebe einfach nur so aus dem Gesicht. Und das fand ich einfach großartig, und an der Frau kann man einfach nicht vorbeigehen, und deswegen ist sie heute auch da. Die Melanie ist Bloggerin, Liebescoach, Rednerin, so alles Drum und Dran, und genau das tun wir jetzt auch: reden. Hallo, Melanie.

                      M:    Hallo, Sabine, servus!

                      S:      Hi. Geht’s dir gut?

                      M:    Mir geht’s gut, sehr gut.

                      S:      Das ist ein guter Anfang für heute. Ich hab’s ja schon kurz gesagt: Du bist in deiner Beschreibung „Liebes-Coach“ und hast auch einen Blog am Laufen, diverse Kurse, du redest ganz viel, man sieht ganz viele Bühnenfotos auf deiner Seite, die wirklich großartig und empfehlenswert ist im Übrigen für alle da draußen. Trotzdem ist es so, ich hab dich am meisten gespeichert zum Thema „fremdverliebt“, offene Beziehung, eben diese ganzen Themen, die ich eingangs schon angesprochen habe. Das kommt vielleicht auch ein bisschen daher, dass du ja selbst mit deinem Mann – Andy heißt der glaube ich dass du ja mit Andy ein nicht ganz traditionelles Beziehungsbild lebst, richtig?

                      M:    Ja, kann man so sagen.

                      S:      Magst du uns was erzählen darüber?

                      … Ich bin spezialisiert auf offene Beziehungen …

                      M:    Ja. Also das „fremdverliebt“ ist tatsächlich eins der wichtigsten Themen, also „Liebe leben“ ist so der Oberbegriff von meiner Webseite, meinem Blog. Also, mir geht’s grundsätzlich immer um die Liebe. Nur spezialisiert bin ich tatsächlich auf das Thema „Fremdverliebt, Fremdgehen, offene Beziehung, langjährige Liebesbeziehung“ – weil in langjährigen Liebesbeziehungen einfach irgendwann die Menschen an dem Thema vorbeikommen, also die meisten und sich entweder verlieben und es verdrängen oder sich verlieben und dem nachgeben.

                      Und mein Mann und ich ich bin auf meinen Blog gestoßen, weil ich mich eben in einen anderen Mann verliebt habe und ich mir gedacht habe: „Wow, das ist ja jetzt eine schräge Nummer! Mir haben alle gesagt, das geht nicht.“ Also die haben immer gesagt: Wenn man sich verliebt in jemand neues – also das ist das klassische Beziehungsbild – dann stimmt etwas nicht mit der alten Beziehung. Und dann habe ich meine alte Beziehung wirklich auf den Kopf gestellt, analysiert und wirklich Inventur gemacht und gekuckt und gemacht Um festzustellen, dass alles bestens ist.

                      Wir hatten eine Krise, die gerade frisch überwunden war. Wir hatten eine Sex-Krise, mein Mann und ich. Nach den Kindern ging halt meine Lust nach unten, seine ist gleich geblieben was auch viele Paare in langjährigen Beziehungen erleben. Diese Krise hatten wir gerade super gestemmt, gemeistert nach ein paar Jahren, die echt nicht witzig waren, und waren gerade auf so einem Top-Level von unserer Beziehung. Es war alles witzig, lustig, wir hatten guten Sex, wir hatten auch wieder öfter Sex.

                      Also, es hat alles gepasst, und gerade in der Phase habe ich mich voll verliebt in jemand anderes. Und dann habe ich mir gedacht: „Das ist doch jetzt irgendwie komisch.“ Und daraufhin habe ich dann ganz viel recherchiert, gelesen, ausprobiert, mit meinem Mann gesprochen, also wirklich alles von allen Seiten her beleuchtet, und hab festgestellt, das ist gar nicht so, wie immer alle sagen. Das ist eigentlich ganz anders.

                      S:      Tatsächlich hast du jetzt schon etwas angesprochen, was bei mir oft Thema ist, nämlich: „Hopps, ich hab mich fremdverliebt das muss bedeuten, dass in meiner Beziehung was nicht stimmt.“ Also diese Idee – ich weiß gar nicht, woher das kommt. Ich hab’s ehrlich gesagt auch noch nie in Frage gestellt. Aber tatsächlich ist das ein Glaubenssatz, der glaube ich bei ganz vielen Leuten ganz stark verankert ist, dass die Tatsache, dass man sich fremdverliebt hat, ein Zeichen dafür ist, dass mit der jetzigen Beziehung irgendwas nicht stimmen kann. Und du bist jetzt quasi der Beweis dafür, dass das nicht so sein muss, also dass man sich auch total glücklich in der eigenen Beziehung fühlen kann und trotzdem fremdverliebt.

                      Drei Gründe für eine Fremdliebe

                      M:    Ganz genau. Was ich dann also herausgefiltert habe: Es gibt so drei Gründe für eine Fremdliebe. Und der eine Grund ist – was ich auch viel im Coaching erlebe – ist dass die Beziehung längst schon vorbei ist. Irgendjemand hat sich innerlich quasi schon getrennt oder innerlich gekündigt sozusagen und verliebt sich dann in jemand anders. Das ist dann meistens so ein Zeichen: „Jetzt geh endlich – also jetzt trenn dich endlich!“ Weil das ist schon überfällig.

                      Der zweite Grund ist der Hauptgrund, was ich sehr, sehr viel in meiner Beratung erlebe, dass tatsächlich mit der Beziehung was nicht stimmt, dass die Paare nicht mehr sich gekümmert haben. Sie haben keine Energie mehr investiert, sie reden aneinander vorbei oder reden wenig miteinander, geben sich oft die Klinke in die Hand, funktionieren als Familie und leben aber kein Paarleben und kommunizieren nicht wirklich miteinander. Das erlebe ich, das ist so der Hauptteil tatsächlich, deswegen hält sich dieser Glaubenssatz denke ich auch so stabil, weil es meistens so ist. Sobald eine andere Person in das Leben oder in die Beziehung reinkommt, ist das ein Hinweis darauf, dass die zwei irgendwie ein Stück weit sich vernachlässigt haben.

                      Nur bei mir war es eben der dritte Grund: Es kann alles völlig in Ordnung sein, und wir können uns trotzdem verlieben, weil es möglich ist, mehrere Personen gleichzeitig zu lieben. Es gibt Menschen, die führen gleichwertige Beziehungen, also mehrere, also Polyamorie, das war so ein Wort, das habe ich damals zum allerersten Mal gehört. Ich dachte: „Was ist denn das?“ Und dass es dann wirklich Menschen gibt, die gleichwertige Beziehungen leben, also mit irgendwie zwei Schwiegermüttern und viermal Weihnachten – also logistisch mega-herausfordernd aus meiner Sicht. Nur auch das gibt es, und das wusste ich damals nicht. Das war für mich schon sehr spannend.

                      Was ist eine offene Beziehung ?

                      S:      Vielleicht wollen wir eine kurze Begriffsklärung machen für unsere Hörer und Hörerinnen, nämlich im Sinne von: Was ist offene Beziehung, was ist Polygamie, was ist Polyamorie? Nur so, dass wir da so ein bisschen – weil ich bin mir nicht sicher, ob das jeder so parat hat, was da eigentlich die Unterschiede sind.

                      M:    Okay. Also es gibt die klassische monogame Beziehung: Beide sind treu, grundsätzlich, also da gibt es zwei Personen, die haben nur miteinander Sex. Je nach Erweiterung der Komfortzone dürfen sie mal kucken oder auch nicht, an jemand anderes denken oder auch nicht. Also das ist in den treuen Beziehungen – manche sind enger, manche sind entspannter. Nur grundsätzlich findet Sex nur zwischen den beiden statt. Und Verlieben ist auch nicht erlaubt. Also das ist so – die Menschen müssen wissen, dass sie zusammengehören. So.

                      Dann gibt es die Treue-Beziehung, wo dann irgendeiner halt sagt: „Na ja, eigentlich ist das mit der Treue schon wichtig. Aber irgendwie ist da trotzdem jemand.“ Und dann gehen die Menschen fremd. Also das wäre das Fremdgehen: Jemand hat Sex mit jemanden, und es ist heimlich, mit Lügen usw.

                      Dann gibt es das so genannte „Bekanntgehen“, dass jemand jemand anders hat, fremdgehen will und dem Partner sozusagen Bescheid gibt, dass da was läuft. Das wäre dann dieses Bekanntgehen, wenn es offiziell oder öffentlich ist, wo dann schon in Richtung offene Beziehung geht, wenn die Paare dann tatsächlich miteinander reden und sagen: „Okay, lass uns aus der klassischen Monogamie aussteigen in eine offene Beziehung. Offene Beziehung bedeutet, wir öffnen unsere Beziehung, um tatsächlich auch Sex mit anderen zu haben.“ Da gibt es auch Unterschiede. Manche erlauben eben Gefühle, manche erlauben nur Sex, manche erlauben Zweitbeziehungen, manche erlauben nur One-Night-Stands. Das ist ganz unterschiedlich. Also jede offene Beziehung hat auch wieder ihre eigenen Regeln. Die klassische Meinung ist immer: In einer offenen Beziehung wird gevögelt auf Teufel raus. Das ist meistens nicht der Fall, sSondern offene Beziehungen haben auch ganz unterschiedliche Regeln im Gegensatz zur geschlossenen Beziehung, wo klar ist: Da kommt keiner rein und keiner raus. So.

                      S:      Aber ist es nicht so, wenn bei einer offenen Beziehung schon Nebenbeziehungen bestehen, dass man dann eigentlich schon von Polyamorie spricht?

                      M:    Nein. Polyamorie, das ist ganz klar abgegrenzt. In der Polyamorie haben die Menschen gleichwertige Beziehungen. Also das heißt, es gibt keine Haupt- und keine Nebenbeziehung, sondern beide – oder wie viele auch immer die schaffen, keine Ahnung sind gleichwertig, das heißt, kein Partner ist irgendwie Zweit- oder Drittwahl, sondern wirklich, die sind das ist die klassische Polyamorie mit gleichwertigen Beziehungen. Also eine offene Beziehung wäre: Ich habe eine Hauptbeziehung, und da können vielleicht Nebenbeziehungen stattfinden oder eben nur One-Night-Stands. Genau.

                      Regeln einer offenen Beziehung

                      S:      Ich war mal auf einem Vortrag zum Thema Polyamorie. Das war recht spannend, weil er wissenschaftlich aufgezogen war von einer Wissenschaftlerin, die das für ihre Doktorarbeit untersucht hat. Und die hat tatsächlich erzählt, dass die Mitglieder in einer polyamoren Beziehung einen gemeinsamen öffentlichen Kalender führen, um sich überhaupt noch – zu viert, ich glaube die einen waren zu viert, die anderen waren phasenweise sogar zu mehrt noch – um sich die Zeiten überhaupt noch organisieren zu können. Das fand ich recht witzig, ist aber sicher auch notwendig. Was ich ganz spannend gefunden habe ist: Du hast jetzt gemeint, bei offener Beziehung gibt es auch ganz unterschiedliche Regeln, wie zum Beispiel, ob man jetzt Gefühle zulässt oder nicht, ob man jetzt weil ich ja bezweifle, dass man das so steuern kann.

                      M:    Ja, das bezweifle ich auch.

                      S:      Aber auch die Frage: Darf es jetzt nur ein One-Night-Stand sein, darf es – keine Ahnung – ein Mehrere-Nächte-Stand sein? Oder darf sich hier auch wirklich eine parallele Beziehung heraus entwickeln, die aber, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, nicht der Hauptbeziehung gleichkommt? Erlebst du denn in deiner Praxis, dass die Leute sich das wirklich so aussprechen?

                      M:    Nein. Also, das ist tatsächlich – das weiß ich nur von den Beziehungsbloggern oder von den Menschen, die tatsächlich solche Konzepte schon länger leben, die mehr, eher in der Öffentlichkeit unterwegs sind – aber jetzt die normale Bevölkerung, die bei mir im Coaching landet, die sprechen zum ersten Mal überhaupt vielleicht über den Wunsch – weil einer sagt, er will gern eine offene Beziehung, und der andere nicht. Und dann kommen die zu mir, und die sprechen dann zum ersten Mal überhaupt über das Thema Treue. Also das ist, diese klaren Definitionen gibt es eher bei Bloggern oder bei Menschen, die einfach solche Konzepte leben und die dann einfach auch zur Verfügung stellen.

                      S:      Und hilft es dann, wenn sie dann mit dir im Coaching sich solche Regeln ausmachen? Hast du das schon erlebt, dass das Thema wurde auch?

                      M:    Also grundsätzlich bin ich jetzt nicht so der Freund von diesen Regeln, weil ich eben selber der Meinung bin, dass wir die nicht festlegen können, weil wenn dann ein Gefühl dazukommt – wer will das verhindern? Oder wie will ich das -? Mein Ansatz ist eher derjenige, dass ich den Menschen mit auf den Weg gebe: Dein Partner gehört dir nicht – zu keiner Zeit, und du hast sowieso keine Kontrolle, weder über sein Gefühlsleben, noch über sein Sexleben. Und wenn du ihm natürlich drohst mit – keine Ahnung – Kindesentzug und was auch immer, dann wird er vielleicht tendenziell eher treu bleiben. Nur was wir ja da draußen erleben, tun‘s die Menschen ja trotzdem nicht. Also sie sind ja trotzdem nicht wirklich treu.

                      Und da ist mein Ansatz eher dieser übergeordnete Ansatz, dem Partner zu vertrauen, grundsätzlich, dass er für sich das richtige Leben wählt und die richtigen Entscheidungen trifft und da so eine übergeordnete, ja, Treue, Vertrauen, Vertrauensbasis eigentlich, also sich selbst treu zu sein, ist mir immer viel wichtiger, dass ich den Menschen an die Hand gebe: Sei dir bitte selber treu. Dann könnt ihr manchmal kommunizieren, manchmal aber auch nicht. Ich bin jetzt nicht diejenige, die sagt, man muss das unbedingt immer super ehrlich, offen kommunizieren, sondern man kann auch in einer Beziehung besprechen: „Hey, mach du dein Ding, ich mach mein Ding so lange du glücklich bist, ist alles gut.“ Von so Regeln halte ich nicht viel.

                      Welche Erfahrungen ich mit meiner offenen Beziehung gemacht habe

                      Ich selber, oder in meiner eigenen Beziehung haben wir das so gelöst, dass wir halt immer mal wieder drüber sprechen, wie wir uns das so vorstellen, und wir beide sagen so – irgendwie, keine Ahnung, wenn wir heute am Abend daheim sind und sagen: „Ach, lass uns doch irgendwie – keine Ahnung – irgendeinen Film schauen oder so was.“ Und dann würde einer jetzt sagen: „Ach, ich fahre jetzt aber zu jemand anders.“ Das wäre für uns total komisch und seltsam. Also bei uns ist die offene Beziehung eher so: Wenn jemand gerade unterwegs ist und da schneit irgendjemand ins Leben, und da ergibt sich gerade eine Gelegenheit – super.

                      Ob es dann zu einer Nebenbeziehung kommt, dass wissen wir de facto nicht, weil wir das nicht erlebt haben bisher. Also meine Fremdliebe hat sich mir nicht zur Verfügung gestellt. Der war auch verheiratet, und der hatte mehr Angst als ich und hat gesagt, nein, er will da gar nicht irgendwie rumprobieren, das ist ihm zu heiß. Also wir haben gar nicht so offen kommuniziert. Der hat einfach nicht kommuniziert oder kaum, ja, der hat dicht gemacht, und das mehr verdrängt. Und dadurch ist auch da nichts entstanden. Nur wenn ich mal eben mit jemand anders auch mehr als nur flirte, dann liegt das in meinem Ermessen. Nur es ist an unser Familienleben kommt das nicht hin.

                      S:      Aber wie ging das denn damals? Jetzt sagst du, du hast dich damals an einer guten Stelle in eurer Beziehung fremdverliebt. Jetzt der ja noch dazu eigentlich eh abgeblockt. Das heißt, es ist gar nichts passiert. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht so einfach ist, dann einfach herzugehen und zu sagen: „Du, Andy, übrigens – ich hab mich da mal geschwind verliebt“, und der so: „Ach ja, Schatzl, mach mal, das ist schon in Ordnung, so lange du bei mir bleibst.“ Also so ist das jetzt nicht gelaufen?

                      M:    Nein, so ist das nicht gelaufen.

                      S:      Das muss ja auch viel Mut kosten. Also ich denke mir, wenn jetzt jemand da draußen ist, der das hört und der sich gerade denkt: „Shit, mir geht’s gerade genauso. Ich bin in einer langjährigen Beziehung, egal ob Mann oder Frau. Und jetzt habe ich da jemanden getroffen, und der bringt mein Herz gerade zum Beben. Vielleicht noch gar nicht mehr, aber zumindest mal das, ja?“ Was tue ich denn da? Was geht mir da durch den Kopf? Sage ich’s überhaupt? Und wenn ja: Wie sage ich das? Weil, ganz ehrlich, die meisten hätten ja vermutlich Angst, dass, wenn sie das beichten, das automatisch das Ende der Beziehung ist. Das bringt dich ja glaube ich auch in eine Zwickmühle. Weil da musst du ja kommunikationstechnisch und selbstreflektionsmäßig schon weit fortgeschritten sein, sage ich jetzt mal, dass du da echt hergehst und das auspackst.

                      Die Gefahr beim Fremdverlieben

                      M:    Ja. Also das ist ich erlebe das gerade im weiteren Bekanntenkreis, da hat sich eine Frau fremdverliebt und hat halt ihrem Mann gesagt: „Du, ich habe mich da verliebt – was machen wir jetzt?“ Und der ist aus allen Wolken gefallen, ausgezogen, also hat jegliche Gesprächsbereitschaft komplett abgeblockt und gar nicht mit ihr irgendwie da weiter gesprochen, obwohl sie eigentlich sich geöffnet hat und es versuchen wollte, irgendwas zu retten. Das ist halt schade. Bei mir war das so

                      S:      Sie wollte ihn gar nicht verlassen oder sonst irgendwie was, sondern er hat – das war halt seine Reaktion dann.

                      M:    Ganz genau. Und das finde ich halt sehr schade. Ich habe das damals eben manchmal ist das – mit der Tür ins Haus zu fallen, ist ein bisschen viel, auch für den Partner. Und gerade, wenn die Beziehung eigentlich bisher auf Treue aufgebaut war, ob jetzt ausgesprochen oder wie in den meisten Fällen nicht ausgesprochen, sondern das ist halt so, dass man treu ist, und da redet man einfach nicht viel drüber. Und dann passiert das plötzlich. Ich habe dann angefangen, meinem Mann einfach nur so Fragen zu stellen, so: „Wie ist denn das bei dir eigentlich? Hast du manchmal auch Lust auf andere Menschen, und kommt es mal vor, dass dir eine Frau besser gefällt als einfach nur so?“ Also, ich habe da ganz vorsichtig mich rangetastet und habe über das Thema Treue im Grundsätzlichen immer mehr gesprochen. Dass wir da einfach zum allerersten Mal darüber gesprochen haben. Und bis ich ihm dann wirklich erzählt habe, dass ich mich fremdverliebt habe, das ist bestimmt schon anderthalb Jahre später dann gewesen, weil ich es halt öffentlich machen wollte.

                      Offenheit als Grundsatz

                      Und da habe ich mir gedacht, okay, jetzt muss ich einfach alles auspacken, weil ich finde, das ist hilfreich für viele andere auch. Und ich wollte es dann öffentlich machen und wollte halt, dass mein Mann das natürlich zuerst erfährt. Und habe ihm dann eben davon erzählt, nachdem wir dann aber schon wirklich lang und viel auch über das Thema Treue und wie wir Beziehung gestalten wollen gesprochen haben. Und dann war das nicht mehr ganz so schlimm oder nicht mehr ganz so aus dem Blauen raus. Sondern da hab ich ihm dann erzählt: „Ja, damals war das so, da habe ich mich in jemand anders verliebt“ und so, und mein Mann hat gesagt: „Ja, es fühlt sich irgendwie komisch an. Also, es ist irgendwie seltsam.“ Nur über unsere Gespräche – also es war damals, als ich mich ja verliebt habe, da hatten wir ja dann – keine Ahnung – dreimal am Tag Sex, weil ich so natürlich voller Lust war und voller Fantasien und hab es halt an meinem Mann ausgelebt, weil ich es ja nirgendwo sonst auch ausleben hätte können. Und mein Mann war ja dann im Paradies zu der Zeit. Er hat’s nicht hinterfragt, er hat das einfach genommen, wie es ist. Und er hat dann gesagt: „Du, wenn das mit dem Sex immer so ist, dann kannst du dich ruhig öfter verlieben.“ Und hat halt so seinen Vorteil aus der Sache erkannt.

                      Ich habe halt auch nicht den Fehler gemacht, den viele machen, die sich verlieben, die dann beim Partner megaschlechtes Gewissen haben, beim Partner irgendwie grantig, schlecht gelaunt, unzufrieden, traurig sind. Sondern ich habe das genossen. Ich habe diese zweite Liebe in mir genossen. Ich hab’s mir erlaubt, ich hab’s genossen, ich hab’s ausgelebt in jeder Phase meines Körpers mit meinem Mann sozusagen, und war besser drauf als sonst. Wie man halt so ist, frisch verliebt, und habe das Ganze in meine Beziehung, diese Liebe in meine Beziehung mit reingepackt.

                      Eine offene Beziehung kann zu mehr Nähe führen

                      S:      Ja. Jetzt klingt das total schön. Ich erinnere mich jetzt nur gerade an eine meiner ersten Beziehungen – eigentlich war es meine zweite – wo ich mich auch zwischendurch mal in wen anderen verliebt habe. Und ich kann mich erinnern – ich glaube, ich hätte das nicht geschafft so wie du. Weil mein damaliger Partner war ja nicht der, den ich jetzt so begehrt habe. Im Gegenteil – also wenn der dann zu dem Zeitpunkt mir körperlich nahe sein sollte, war mir das richtig unangenehm. Ich frage mich jetzt natürlich, ob das was mit der Konvention Treue zu tun hat, mit der ich auch ganz klassisch großgezogen worden bin, muss man auch dazu sagen. Aber unabhängig von dieser Konvention weiß ich es nicht, ob ich es heute auch so schaffen würde. Das finde ich ganz spannend, weil ich frage mich tatsächlich – hast du eine Antwort darauf, eine Idee darauf? Also bei dir war das gar nicht so, dass du Andy nicht mehr nahe sein wolltest?

                      M:    Überhaupt ich hab dann dieses Buch gelesen: „Treue ist auch keine Lösung“. Und in dem Buch steht ein Satz: „Liebe wird mehr durch Lieben.“ Und dadurch, dass ich mich verliebt hatte in jemand anders, habe ich mich auch nochmal zusätzlich neu verliebt in den Mann. Das war ganz schräg. Ich habe einfach mehr Liebe gefühlt als vorher, für beide Personen. Und ich hatte ich nie das Thema, dass ich meinen Mann irgendwie nicht begehre oder so. Es war halt einfach, meine Lust auf Sex ist halt einfach weniger geworden im Laufe der Zeit. Und ich habe festgestellt dann, durch unsere Sex-Krise habe ich halt einfach angefangen fremdzuflirten. Weil ich festgestellt habe, über so einen Reiz von außen kann ich mein Kopfkino gut anschalten und kann das dann in meiner Beziehung gut ausleben. Also ich habe das vorher schon geübt sozusagen, mich zu animieren woanders, um es dann in meiner Ehe auszuleben.

                      Und der zweite Punkt, den ich dazu habe ist: Ich wusste genau, dass meine Fremdliebe – ich war zwar total verliebt, wirklich mit nichts essen, nicht mehr schlafen können – also wir haben schon immer Kontakt gehabt, aber ich habe dann halt mal zwei Wochen gar nichts von dem gehört, und dann hat er wieder geschrieben, dann war ich wieder plötzlich im Himmel. Dann hat er wieder ewig nichts geschrieben, dann hatte ich Liebeskummer. Also ich hatte schon auch diese ganzen emotionalen Achterbahnfahrten.

                      Nur, ich wusste, ich würde mit dem nicht leben wollen. Das war mir völlig klar, das ist nur ein sexueller Reiz. Das hat nichts mit wirklich Realität und Leben zu tun, sondern es ist nur Lust. Der ist eine komplett andere Persönlichkeit als mein Mann. Ich finde meinen Mann viel, viel toller insgesamt, von der ganzen Persönlichkeit her. Es war einfach nur dieser sexuelle Reiz. Und ich wusste, dass mein Gehirn mich ja auch des Öfteren mal bescheißt, weil ich ja sehr reflektiert bin. Die meisten, die sich fremdverlieben, glauben: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben.“

                      S:      So heißt es ja auch so schön in dem Lied.

                      M:    Genau. Und das stimmt de facto nicht. Das ist nach zwei, drei, fünf Jahren stehen sie an demselben Punkt wie in der jetzigen Beziehung. Und das ist einfach Bullshit, dass die neue Person alles plötzlich rosarot zaubert. Es wirkt nur so – und das war mir bewusst. Und auf das konnte ich eben meinem Mann sehr nahe sein über diese Mehrliebe, die ich eh gespürt habe. Und ich merkte: Die Lust, die tut mir richtig, richtig gut. Uns beiden tut sie richtig, richtig gut. Ich habe einfach aus allen Aspekten das Positive mir gezogen.

                      S:      Ja. Und hätte denn Andy dann damit ein Problem gehabt, wenn das dann auch körperlich geworden wäre mit diesem anderen Mann? Habt ihr das je besprochen?

                      M:    Also damals hatten wir das nicht besprochen. Ich wollte tatsächlich – also ich hab da alles versucht, um das irgendwie so hinzukriegen, und hab mir dann gedacht: „Mei, und wenn’s dann irgendwie rauskommt, dann stehe ich dazu, und dann werden wir’s entweder packen oder nicht, mein Mann und ich. Also ich habe mir gedacht: Ich will das jetzt, und wenn ich das jetzt auslebe, und es kommt dann irgendwie raus – dann muss ich’s halt irgendwie auslöffeln die Suppe, die ich mir eingebrockt habe. Im Nachhinein haben wir ja viel immer wieder darüber gesprochen und haben ja dann unsere Beziehung auch geöffnet, wo mein Mann gesagt hat, sein höchster Wert ist Freiheit. Der findet den Gedanken sensationell, da frei zu sein. Obwohl er sagt, er hat gar keine Bedürfnisse irgendwie nach anderen Frauen. Nur grundsätzlich den Gedanken, dass er da so frei ist, findet er super. Und selbiges bei mir. Ich weiß nicht, wie es damals ausgegangen wäre, wenn ich ihn betrogen hätte. Keine Ahnung. Es kam nie

                      S:      Hättest Du es als Betrug empfunden?

                      M:    Ja, definitiv. Im Sinne von, ich hätte etwas getan, was man so nicht tut, „man“ – weil ich ja auch in dieser klassischen Treue großgeworden bin und ja auch unsere Beziehung so war, unausgesprochen. Also ich hätte schon das Gefühl gehabt, ich mache was, was nicht richtig ist. Auf der anderen Seite habe ich aber dieses Gefühl gehabt in mir drin, das fühlt sich so super an, und ich will das, und es ist ja schließlich meine Entscheidung. Und ich gehöre niemandem. Und auch das hatte ich auch als Wahrheit in mir. Und dadurch konnte ich auch dieses Konzept noch stärker hinterfragen als mich selbst.

                      Wie wir offene Beziehung leben

                      S:      Aber ihr habt ja dann eure Beziehung auch neu definiert. Du sagst ja auch, ihr habt sie geöffnet. Wofür seid ihr denn jetzt offen? Also seid ihr für mehr als Flirten offen?

                      M:    Ja. Ja.

                      S:      Okay. Und erzählt ihr euch das?

                      M:    Also wir haben jetzt letztes Jahr hatten wir mal eine lustige Situation, weil wir hatten viel darüber gesprochen über das Thema offene Beziehung, und wir hatten es aber nicht in der Praxis. Und dann habe ich mir immer gedacht: Ich kann ja nicht irgendwie da ständig darüber schreiben, aber ich tu’s nicht. Das geht ja nicht, das ist ja nicht authentisch. Und dann haben wir uns halt zusammengesetzt, mein Mann und ich. Er hat einen Packen Kondome gekauft und hat gesagt: „Schau da, du kriegst die eine Hälfte, ich nehm die andere Hälfte. Und dann schauen wir mal, wie das in der Praxis …“

                      S:      Ist nicht wahr! Wirklich! Und? Ihr hat die echt aufgebraucht?

                      M:    Nein, haben wir nicht. Also das eine ist, dass die Männer, wenn ich dann Kontakt habe zu anderen Männern, die haben meistens Kondome dabei. Ich brauch gar keine eigenen. Und das war dann so, dass der Andy drei Wochen nach Indien gefahren ist und ich mir gedacht habe so in dieser Zeit: So, jetzt will ich’s wissen! Und habe dann über Tinder auch einfach viele Männer gedated und kennengelernt und dann auch das eine oder andere ausprobiert. Hab’s ihm dann auch erzählt, als er wiedergekommen ist von Indien. Hab ihm über meine Erfahrungen berichtet und so, und ich hab’s ja auch öffentlich geschrieben. Also in meinem Blog. Und er hat mir dann eben auch von einer Begebenheit erzählt, schon bevor er nach Indien gefahren ist, hat er eine Frau kennengelernt, die er ganz toll fand, und hat mir halt davon erzählt. Und wir hatten aber die Abmachung: Keiner muss was erzählen, aber wenn wir denn wollen, dann können wir das tun. Also so wir sind da völlig easy. Und da hat er gesagt: „Ah ja, wenn du es mir erzählst, dann erzähle ich es dir jetzt auch.“ Und haben dann da nochmal intensiv darüber gesprochen. Auch das Thema Eifersucht war ein Thema bei mir. Also ich war eifersüchtig, er nicht. Super lustig.

                      S:      Das hast du schon ein paarmal erwähnt, auch in deinem Blog: Also Andy ist da völlig befreit.

                      M:    Der ist da völlig entspannt. In den Interviews werden wir das oft gefragt, wenn wir da so Interviews gemeinsam haben. Dann ist das immer eine Frage, und er sagt immer: „Ich habe das nicht, muss ich da jetzt irgendwas Anderes sagen?“ Und ich: „Nein, ist alles gut! Wenn du das nicht hast, wie geil ist denn bitte das? Ich will da auch hin, absolut!“ Und der ist sich völlig sicher, sich selbst, und sagt, wenn ich jetzt zu einem anderen Typ hingehe, dann kann ich das eh nicht verhindern. Und ich denke auch so. Nur grundsätzlich denke ich mir dann so: „Boah, das geht jetzt gar nicht. Jetzt muss ich mich da anstrengen.“ Und irgendwie – keine Ahnung. Was auch unserer Beziehung nicht schadet, weil tatsächlich auch wieder mehr Energie, mehr Engagement in einer Beziehung stattfindet. Die Eifersucht auch ins Positive zu kehren und zu sagen: „Okay, da ist eine Eifersucht, die tut weh, da habe ich Angst.“ Wir reden dann drüber, über meine Ängste. Weil ich sag: „Ich will dich ja nicht hergeben!“ Dann sagt er: „Schatzl, du gibst mich doch nicht her!“ So. Und dann auch das ins Positive zu wandeln und zu sagen, ich engagiere mich mehr in der Beziehung, dass er gar keinen Grund hat, mich herzugeben.

                      Fühlt man sich in einer offenen Beziehung auch mal unter Druck?

                      S:      Mir fallen dazu zwei Dinge ein. Nummer 1: Wäre es denn für dich vielleicht anders gewesen, wenn du selbst keine – ich sage jetzt mal Fremdkontakte gehabt hättest und er schon? Also sprich: Ich frage mich gerade so, wie ist das denn, wenn das nicht ausgewogen ist? Oder fühlt man sich dann als Partner vielleicht unter Druck gesetzt, so: Oh mein Gott, jetzt haben wir offene Beziehung vereinbart, mein Freund oder mein Mann, egal, hat jetzt schon fünfmal andere Frauen irgendwie gehabt und ich gar keinen oder nur einen. Kommt man dann unter Druck irgendwie auch? Ich stelle mir vor, es macht es leichter, wenn man selbst quasi ein bisschen zumindest mithalten kann. Dann hat man glaube ich das Gefühl dieser Ausgewogenheit. Und ich erlebe halt in meiner Praxis ganz oft eher Leute, die dem Konzept zustimmen, um den Partner nicht zu verlieren, es aber nicht mittragen emotional in Wahrheit. Sie leiden dann natürlich wie ein Hund an der Tatsache, dass der Partner oder die Partnerin nebenbei immer wieder eine andere Gespielin hat. Sie müssen gar nicht ernsthaft sein. Aber sie selber können es eben nicht ausleben, und das führt dann irgendwann zu, ja, einer echten Depression, möchte ich jetzt fast schon sagen, im Sinne von, dass es den Selbstwert noch mehr untergräbt. Zum einen: „Jetzt kann ich schon meinen Partner/meine Partnerin nicht „halten“ (unter Anführungszeichen) in einer monogamen Beziehung. Dann mache ich die halt auf. Und dann gelingt es mir aber noch dazu auch noch nicht mal, andere irgendwie zu animieren, was mit mir anzufangen! Also ich bin ja wohl echt der oder die „Letzte“ (unter Anführungszeichen) in Beziehungsthemen!“ Erlebst du das, dass es da manchmal schwierig wird?

                      M:    Definitiv. Zum einen: Offene Beziehung ist jetzt nicht das Allheilmittel. Weil grundsätzlich geht es immer um etwas völlig anderes. Also es geht gar nicht vorrangig um Sex. Sondern es geht um das Thema Autonomie, Selbstbestimmtheit, Neugierde, was Neues zu erleben usw. Es geht auch immer darum, die Beziehung weiter zu entwickeln und nicht einfach irgendetwas zu leben, was der Partner will, um mich zu verbiegen, was ich eigentlich gar nicht will – sondern zu sagen: „Okay, wie können wir denn unsere Beziehung anstatt auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner mit ‚Ich bin eifersüchtig und er nicht, und jetzt müssen wir aber trotzdem treu sein, weil ich eifersüchtig bin.‘ auf den größten gemeinsamen Nenner“, aber die Betonung liegt auf dem größten gemeinsamen Nenner und nicht: „Ich gehe jetzt auf einen Nenner, mit dem ich eigentlich gar nicht leben kann, nur um ihn nicht zu verlieren.“ Das ist ja schon ein Bullshit im System! Weil wenn mein Partner nicht mit mir bereit ist, einen Konsens irgendwie zu erarbeiten, dann ist das ja mit der Beziehung so nicht weit her. Wenn der sagt: „Ja, ich will aber eine offene Beziehung! Mir wurscht, was du dazu sagst!“ Dann hat das nicht viel mit Beziehung zu tun. Nur wenn ich sagen kann: „Okay, ich hab da meine Ängste, ich entwickle meine Persönlichkeit, ich stärke mein Selbstvertrauen – zu einer offenen Beziehung gehören zwei sehr reflektierte Menschen, die ein sehr hohes Maß an Beziehungsfähigkeit und an Selbstwertgefühl haben. Alles andere ist Kompensation, Verdrängung, und das wird never ever funktionieren.

                      Eifersucht und offene Beziehung

                      Und das ist dann der Punkt, wenn eben dann einer Außenkontakte hat und der andere nicht, dass dann das Thema Neid zum Tragen kommt usw. Also ich kenne offene Beziehungen, die sind super-entspannt, so lange beide jemanden haben. Aber wenn dann eine Außenbeziehung wegbricht, ist plötzlich Eifersucht und Zickereien an der Tagesordnung. Wo ich sag: Sorry, aber dann habt ihr eure Hausaufgaben nicht gemacht. Dann habt ihr euch nicht um das gekümmert, um was es wirklich geht, um das, dem anderen zu vertrauen, und zwar grundsätzlich zu vertrauen. Egal ob der jetzt Sex mit jemand anderem hat und du gerade nicht oder umgekehrt oder wie auch immer.

                      Und ich selber habe das auch so erlebt. Also wir hatten unsere Beziehung geöffnet, also darüber gesprochen und haben gesagt: „Lass uns das doch einfach so leben, so ein anderes Beziehungskonzept und so.“ Und mein Mann ist dann kurz darauf auf ein Seminar gegangen. Tolle Seminare, und bei tollen Seminaren lernt man immer tolle Menschen kennen. Und ich saß dann daheim und habe ihn an einem Abend nicht erreicht auf dem Handy. Er ging nicht dran, und irgendwie, da dachte ich mir: „Scheiße, wenn das jetzt so ist! Ich habe gerade die Beziehung geöffnet, und jetzt hat der schon jemand! Oh Gott, und ich habe niemanden, oh mein Gott!“ Und ich habe wirklich, ich bin dann den ganzen Abend durch diese ganzen Gefühle durchgegangen. Der Neid, die Angst, die Eifersucht, alle diese Gefühle bin ich durchgegangen, habe mich damit auseinandergesetzt und habe mir dann wirklich überlegt: Okay, was ist das, was ich eigentlich will?

                      Und das was ich will, ist ihm zu gönnen, den Spaß seines Lebens zu haben. Ob ich den jetzt gerade aktuell auch habe oder nicht. Also das ist das, was ich will: Gönnen können. Wirklich offen zu sein im Sinne von: Wenn der Spaß hat – go! Wenn der nach dem Seminar wieder zu mir kommt und alles gut ist, ist ja alles okay. Wenn er dann irgendwie sagt: „Na ja, ich muss jetzt über alle Berge düsen“, dann kann ich es eh nicht ändern. Also dann muss ich auch einen Weg finden, um damit klarzukommen. Also das geht immer bei sich selbst los. Und das Selbstwertgefühl ist eben: Ich kriege es hin, mein Leben gut, glücklich, entspannt, lustig zu gestalten – ob der jetzt da ist oder nicht.

                      S:      Das ist ja grundsätzlich eine Haltung, die in jeder Beziehung, egal ob jetzt monogam oder offen oder polyamor. Also grundsätzlich, das predige ich ja auch immer mit meinen Klienten und Klientinnen: „Du, die wichtigste Beziehung ist die zu dir. Und dann kann es von dir aus weitergehen und das ausdehnen auf deinen Partner, auf deine Kinder, auf weiß ich nicht was. In dem Moment, wo du dauerhaft – natürlich gibt es immer Phasen, wo das anders ist – aber in dem Moment, wo du dauerhaft die Beziehung zu jemandem anderen über die zu dir selbst stellst, ist es eigentlich schon vorbei.“ Also da geht’s dann gar nicht.

                      M:    Es knallt sowieso immer, weil also die Leute sagen ja immer: „Ja, eine offene Beziehung kann ja gar nicht funktionieren. Ich kenn keine, die funktioniert.“ Nur ich kenne auch kaum monogame Beziehungen, die wirklich funktionieren. Weil eine Beziehung gar nicht gedacht ist su: „Ich hab jetzt den Partner meines Lebens, jetzt ist Happy End für immer.“ So ist Beziehung nicht gedacht, sondern es wird immer Herausforderungen geben. Es wird immer Möglichkeiten geben, sich weiter zu entwickeln. Ob über die Kindererziehung, über die Schwiegereltern über Geld, über Hausarbeit. Es gibt immer Themen in geschlossenen, in offenen, in polyamoren Beziehungen. Das ist einfach so!

                      S:      Tatsache ist ja auch, dass ich abgesehen jetzt von dir noch ein paar andere Pärchen kenne, die offene Beziehungen leben – wobei ich erlebe, in der Praxis verschwimmen diese Begriffe zwischen „offen“ und „polyamor“ sehr. Es macht für mich jetzt – es ist ja auch nur eine rein wissenschaftliche Definition. Im Grunde genommen müssen sich das die Paare eh selbst ausmachen. Das Interessante für mich ist, dass ich fast den Eindruck habe: Die, die bekennend offen leben, haben eigentlich die monogamsten Beziehungen. Also im Sinne von: Die dürften …

                      M:    … aber sie tun es nicht!

                      S:      … selten. Interessanterweise habe ich das Gefühl, dass es seltener der Fall ist. Also Flirten usw. ja. Das ist ja in manchen monogamen Beziehungen auch schon ein No-go, das ist mir schon bewusst, aber das ist jetzt ein anderes Themenfeld. Aber die dürfen – und dann habe ich trotzdem das Gefühl – also ich kenne wesentlich mehr offiziell monogame Beziehungen, die inoffiziell ganz etwas anderes darstellen, ja? Wo einer fremdgeht, dass es kracht, und der andere sich blind stellt zum Beispiel, das Ganze der Kinder zuliebe, oder was auch immer die Gründe dafür sind.

                      Bei offener Beziehung geht es nicht nur um Sex

                      Jetzt hast du einen sehr schönen Gedanken hineingebracht, den ich noch nicht so parat hatte, nämlich: Es geht beim Öffnen der Beziehung nicht oder nicht nur um die Möglichkeit, mit anderen Menschen Sex zu haben. Also du hast das ja eigentlich jetzt auf einen viel, wesentlich höheren Wert hinaufskaliert, nämlich dass du sagst: Es geht um Freiheit zum Beispiel, um jetzt Andys Werteskala herzunehmen. Es geht um die Möglichkeit zumindest, sich frei auszuleben, vielleicht auch die Tatsache, ohne schlechtes Gewissen mal zu flirten und sich zu verlieben, egal ob man es jetzt dann auslebt oder nicht, da kann man ja noch immer Grenzen einziehen dann. Aber auch mal zu wissen: Hey, ich kann! Das sehe ich schon als Vorteil. „Ich kann mit meiner Partnerin über so was reden. Das darf passieren, und ich kann mit meiner Partnerin oder meinem Partner darüber sprechen, ohne dass ich Angst haben muss, dass der sofort über alle Berge ist.“ Also da kommt eine ganz andere Wertigkeit hinein, das finde ich sehr spannend. Weiß ich nicht, ob das im allgemeinen Gebrauch so bedacht wird, wenn man über dieses Thema spricht. Nichtsdestotrotz ist mir bewusst, dass das nicht viele – oder breitenwirksam ist das noch lang nicht. Ich weiß auch nicht, ob es das jemals wird, egal.

                      Also, ich muss wirklich gestehen, es ist erschrecken, ich habe zurückgedacht, aber es ist fast zehn Jahre her. Und ich habe das schon gelebt, da war der Begriff – also „offene Beziehung“ und „Polyamorie“ gab es damals in meinem Sprachgebrauch noch gar nicht. Und um die jetzige Definition zu verwenden, hatten wir wohl eine offene Beziehung, wo ganz klar war: Wir sind die Hauptbeziehung, und die anderen sind halt unter „Ferner liefen“, sagen wir mal so. Wir haben auch uns gegenseitig alles erzählt. Und gescheitert ist das Ganze dann, als er eine gleichrangige zweite Beziehung führen wollte, also im Sinne von eigentlich dann polyamor werden wollte, wo ich dann gesagt habe: „Nee, da steige ich jetzt aus!“

                      Offene Beziehung und Liebe

                      Und was ich mich aber die ganze Zeit noch frage und das auch wieder an dich zurückgebe ist: Ich konnte das – ich kam mir auch wahnsinnig mondän vor damals, muss ich auch dazu sagen, eben weil das hat ja noch niemand gehabt. Das ist so wie wenn du das erste Tattoo im Dorf hast, Nabelring hast und so. Und dann bist du die Erste, die so eine Beziehung führt, und wow, und deine Freunde sagen: „Bist du wahnsinnig? Wie geht denn das?“ Und ich so: „Ach nee, das geht schon mit viel Vertrauen und viel Reden“ und so blabla. Und dann bin ich eh schön auf die Schnauze gefallen damit dann nach ein paar Monaten. Aber – und das ist der Punkt: Ich muss gestehen, rückblickend war das nicht einer meiner größten Lieben, dieser Mann. Also ich weiß nicht ob – also es gab Männer, die mir herzenstechnisch deutlich nähergegangen sind, so leid es mir tut. (Also ich hoffe, du hörst jetzt gerade nicht zu!) Ich weiß nicht, ob ich’s mit denen geschafft hätte.

                      Also hast du noch so einen Tipp vielleicht – diese Frage Angst, Treue, Besitzdenken, das spielt ja da alles mit hinein. Also Angst, den zu verlieren, wäre wohl meine größte Hemmschwelle gewesen, ja, und das war mir eben bei dem, der nicht so eine große Liebe für mich war, halt für mich nicht so – weißt du? Also, und jetzt frage ich mich natürlich für alle da draußen, die sich vielleicht sowieso denken: „Meine Güte, sind das zwei verrückte Hühner!“ Aber gibt’s denn so was, was du mitgibst zum Thema Angst? Also ich gehe jetzt ganz bewusst gar nicht auf die Eifersucht mal ein, weil die ist so groß, da können wir gleich einen weiteren Podcast drüber starten. Aber diese Angst, den Partner zu verlieren?

                      M:    Also, es ist tatsächlich so, dass nicht jede Beziehung zu jedem Zeitpunkt auch für eine offene Beziehung geeignet ist, meiner Ansicht nach. Wenn man sich frisch verliebt, dann ist es definitiv nicht der Punkt, über eine offene Beziehung nachzudenken. Also, ich kenne da ein paar Männer, die sagen: „Ich führe nie wieder eine monogame Beziehung!“ Und die sagen beim ersten Date quasi schon: „Übrigens, ich will nur offene Beziehungen.“ Wo ich sage: „Nee, das ist zu früh! Gib der doch ein Stück Zeit, dich kennenzulernen und Stück für Stück für Stück über das Thema „Wie wollen wir Beziehung leben?“ zu reden.

                      Dann ist das so, dass ich am Anfang meiner Ehe oder meiner Beziehung, da wäre das überhaupt gar kein Thema gewesen, wir wären da völlig jenseits gewesen von offene Beziehung. Das hat sich erst im Laufe der Jahre halt entwickelt über das Thema das erste Mal, dass wir darüber gesprochen haben, war das mitten in der Sex-Krise. Wo mein Mann gesagt hat: „Du, wenn du keine Lust mehr hast auf Sex. Du, ich hol mir den auch woanders.“ Wo ich gesagt habe: „Spinnst du? Ich geb dir doch jetzt keinen Freibrief zum Fremdgehen!“ Nur, dann habe ich zum ersten Mal darüber nachgedacht und hab mir gedacht: „Na ja, so doof wär das eigentlich gar nicht, so ein bisschen Unterstützung zu kriegen von jemand anderem.“ Und hab mich da diesem Gedanken zum ersten Mal geöffnet, im Sinne von: Das hat vielleicht nicht nur Nachteile.

                      Und das ist einfach so, über eine langjährige Beziehung – der Andy ist mein absoluter Herzensmensch. Und ich kann ihn schon gehen lassen zu anderen Frauen, so lange ich das Gefühl habe, der kommt immer wieder. Die Angst kommt dann natürlich. Und in dem, dass ich mit ihm dann spreche und gesagt habe: „Du, ich hab da echt Angst, dass da mal irgendwann eine dabei ist, wo du dann sagst: ‚Boah, jetzt finde ich die cooler und besser und toller!‘ Und du bleibst dann bei der.“ Weil natürlich, wenn wir die Beziehung öffnen, ist halt die Gefahr noch stärker, weil er die Frauen halt näher kennenlernen kann. Und über diese Angst haben wir gesprochen, und er hat mir ein schönes Bild gegeben, was mir wirklich sehr, sehr geholfen hat. Er hat gesagt: „Ganz ehrlich, wenn ich an unsere Zukunft denke – alle meine Bilder in meinem Kopf, all meine Ziele, da bist immer du an meiner Seite.“ Also er sieht seine Zukunft mit mir, und auch tatsächlich bis der Tod uns scheidet, was immer das heißen mag. Also dieses wir wollen tatsächlich gemeinsam alt werden. Und dafür tun wir eine ganze Menge. Und dieses Beziehung öffnen ist mehr – ist auch, um das zu unterstützen, weil wir sagen, dadurch können wir auch unseren Trieb nach Neugierde ausleben, nach Selbstbestimmtheit, nach Freiheit usw., weil uns das besser tut, als uns einzuschränken und wir dadurch eine größere Chance sehen, unsere Beziehung wirklich lange glücklich zu halten. Und das wiegt einfach schwerer als die Angst. Und ich bin halt auch ein Mensch, wo ich sage: Wir sind hier auf diesem Planeten nicht, um Angst zu haben, sondern um unsere Angst zu überwinden und auch zu kucken: Okay, wo kommt die Angst her? Ist es so ein Ego-Gedöns, ist es eben Selbstwert – was ist es genau? Um dann im Idealfall darüber hinauszuwachsen.

                      Treue in einer offenen Beziehung

                      S:      Wie definiert ihr Treue?

                      M:    Treue bedeutet: Jeder ist sich selbst treu. Also jeder lebt das Leben, was er wirklich leben möchte, und das gelingt uns in vielen Teilen sehr gut, und vielen Teilen noch nicht, wo wir immer uns darüber unterhalten: „Okay, wo leben wir noch nicht das, was wir wirklich leben wollen?“ Der Andy ist so ein Reisender, der würde viel lieber viel mehr noch reisen. Nur er stemmt halt noch den Hauptteil unseres Familieneinkommens noch – oder ein bisschen mehr als ich. Sobald ich ihn jetzt finanziell mal überholt habe, kann ich ihm natürlich die Freiheit geben, noch mehr zu reisen. Weil dann muss er nicht so viel arbeiten, und dann kann er wieder mehr reisen, und dann lebt er mehr das, was er leben will. Für uns ist das ja nicht nur auf Sex bezogen, sondern wir sehen da ganz viele Menschen, die an sich selbst komplett vorbei leben, die irgendwelche Jobs tun, die ihnen keinen Spaß machen, die irgendwelche Konzepte leben, die gar nicht ihnen wirklich entsprechen. Und da unterhalten wir uns auch viel drüber: Wie ist denn wirklich das, was du wirklich, wirklich leben willst? Wie stellen wir uns das vor in zweieinhalb Jahren, in fünf Jahren, in zehn Jahren – wie soll das ausschauen? Und das ist für uns mehr die Treue zu sich selbst und die Treue zu den eigenen Träumen. So würden wir Treue definieren.

                      S:      Also wenn ich dir so zuhöre und mitdenke quasi, komme ich wieder darauf, dass die meisten Beziehungen, die ich kenne, sich über drei Ebenen definieren: Nämlich über Liebe, über Sex und über Treue. Ja? Jetzt könnte man bei euch sagen: Na gut, die Treue bricht mal weg in der klassischen Definition. Und der Sex – dadurch dass er ja nicht mehr nur auf euch exklusiv ausgerichtet ist … ist zumindest ein geschwächter Teil. Sagen wir jetzt mal so. Ich benutze das jetzt echt auch nur als Bild. Und jetzt habt ihr trotzdem, so wie du es erzählt hast, ein wahnsinnig starkes Committment zueinander. Gut, du nennst das halt nicht Treue. Aber wenn ich mit meinem Partner sitze und den frage, und der sagt mir: „Du, ich sehe uns in zehn Jahren noch immer gemeinsam.“ Dann ist das ein Committment, zumindest mal ein verbales. Hast du denn das Gefühl, dass eure Liebe – um jetzt eben diesen dritten Pfeiler, weil einer muss es ja tragen – wenn jetzt die Treue mal „weg ist“ (unter Anführungszeichen) oder nicht in diesem klassischen Sinne definiert ist, der Sex auch geöffnet ist für andere – gut hast du denn das Gefühl, dass es für eure Liebe eine – also nicht nur einen neuen Aufschwung, sondern generell vielleicht sogar auf so etwas wie eine neue Ebene gebracht hat?

                      M:    Absolut.

                      S:      Ja.

                      M:    Seid ihr euch näher als vorher?

                      S:      Ja. Also zum einen schon diese Sex-Krise hat extrem viel bewirkt. Wir haben halt da viel gelesen und uns wirklich damit beschäftigt, uns auch auseinandergesetzt, uns darüber unterhalten. Und das hat auch schon eine Nähe erzeugt, die auf einer ganz anderen Ebene stattfindet als die meisten Paare, die ich kenne, die erzeugen diese Nähe nicht. Wir unterhalten uns auch in einer Ehrlichkeit, aber nicht im Sinne von: Ich muss ihm jetzt alles sagen, sondern: Ich darf auch ganz ehrlich meine Geheimnisse haben, und ich darf auch ganz ehrlich ihm mal was nicht erzählen. So eine Ehrlichkeit erstmal sich selbst gegenüber, um dann ich muss ihm nicht alles ganz ehrlich erzählen. Muss ich nicht. Es ist mein Leben, das bin ich, ich bin ich! Und unsere Liebe ist – also Liebe ist ja so ein Pfeiler, wo die Menschen dann oft sagen: „Ja, ich weiß gar nicht, ob ich ihn noch so liebe wie früher“ und so. Und ich sag: „Der Pfeiler Liebe allein ist mir zu schwach“, weil diese Liebe so Schwankungen unterliegt. Das ist – mal liebt man den Partner total innig und fühlt diese Liebe von ganzem Herzen, und am nächsten Tag geht der dir fürchterlich auf den Senkel, und du denkst: „Boah, wann fährt der mal wieder drei Wochen nach Indien?“ Das ist in einer Beziehung einfach so. Ich fühle nicht jeden Tag dieselbe Liebe für meinen Partner. Ich liebe den von Herzen, und er geht mir manchmal furchtbar auf den Keks. Das ist so. Und ich ihm, ganz normal. Es ist eine Art Entscheidung. Wie du sagst: Committment. Wir haben uns füreinander entschieden. Und ich weiß, auch wenn der mir mal fünf Tage am Stück auf den Nerv geht, dass ich mich nicht am sechsten Tag jetzt trennen muss, sondern dass es dann auch wieder sich wandelt, und dann kommt wieder mehr Nähe, dann kommt wieder mehr Distanz, dann führen wir die Distanz auch räumlich herbei, im Sinne dass wir sagen: „Ich muss jetzt mal wieder auf Geschäftsreise oder aufs Seminar“ und her halt auf eine andere Reise oder was auch immer, dass wir diese Nähe/Distanz auch immer in einer ausgewogenen Dosis leben. Und so können wir unsere Liebe, die jetzt für uns als alleiniger Pfeiler gar nicht halten würde, meiner Ansicht nach, sondern es ist wirklich Liebe, es ist eine Entscheidung, es ist Committment, es ist definitiv Sex bei uns. Also das ist ein großer und wirklich sehr wichtiger Pfeiler. Wir haben super-coolen Sex miteinander, und der ist echt ein Traum, wo ich immer sage: „Wenn das alle so erleben würden – ich würd’s euch gönnen!“

                      S:      … wär die Welt ein besserer Platz!

                      M:    Ja. Und auch gerade, dadurch, dass wir das geöffnet haben, ist der Sex halt einfach auch noch intensiver, besser geworden. Und wie gesagt, wir sind mega-monogam – weil bis ich mal mit jemand anders wirklich jetzt Sex habe, muss schon viel passieren, weil der kommt an den Sex, den ich jetzt daheim habe ja gleich überhaupt nicht hin, wo ich mir dann denk – also da muss schon ein bisschen eine Herzensverbindung oder auch starke Herzensverbindung stattfinden, weil ansonsten langweilt mich das. Dadurch ist eben das Gefühl der Freiheit so viel wichtiger als Sex zu haben. Das ist oft ganz unwichtig. Ich hab Sex mehr als genug.

                      S:      Ja. Melanie, du hast einen Kurs herausgebracht zu dem Thema Betrug ja auch, in dem du über – ich weiß jetzt gar nicht, sind es 30 Tage? Nein, zehn Tage, oder wie?

                      M:    Es sind zehn Module.

                      S:      Zehn Module waren es, genau. Menschen Frauen wie Männer, wenn ich es richtig verstanden habe?

                      M:    Also da im ersten Kurs spreche ich jetzt tatsächlich konkret die Frauen an die Frauen, die von ihren Männern betrogen worden sind. Weil ich glaube, ein Mann, der betrogen wird, der würde jetzt sich nicht nach so einem Kurs umschauen. Keine Ahnung. Das ist wahrscheinlich nur ein Glaubenssatz, aber ich glaube,  die Männer würden entweder sich rächen, auch fremdgehen, oder die würden das anders lösen. Deswegen ist der Kurs jetzt tatsächlich konkret für Frauen gedacht, die betrogen worden sind von ihren Männern. Weil Männer und Frauen einfach unterschiedlich mit dem Thema umgehen. Und eine Frau, die fällt in ihrem Selbstwertgefühl runter, die geht in so eine Krise. Der zieht’s den Boden unter den Füßen weg. Die hat das Problem: „Wie vertrau ich ihm wieder? Wie habe ich wieder Sex mit ihm?“ Und solche Geschichten. Das ist aus meiner Sicht mehr so ein weibliches Ding.

                      S:      Und du unterstützt in dem ich weiß jetzt nämlich auch wieder, wie ich auf die 30 Tage gekommen bin – weil du hast mich ja freigeschaltet, und ich habe mich ein bisschen umgesehen in dem Kurs, der wirklich auch ganz viel, viel, viel, viel, viel anbietet, und du hast ja drei Videos pro Modul. Und jetzt weiß ich auch wieder, wie ich auf die 30 kam. Weil da gibst du ja ganz, ganz viel mit. Und die Idee ist also was jetzt – die Frauen, die betrogen wurden sind, kommen jetzt zu dir, buchen diesen Kurs – im Übrigen, nach dem was ich weiß, sind es ja nicht nur die Videos, sondern es sind ja auch die Worksheets dabei, und du machst ja dann auch noch Telefonkonferenzen auch noch, mit allen, die da gerade teilnehmen dran. Aber was ist denn so das Endziel von diesem Kurs, oder wo stehe ich denn, wenn ich diesen Kurs mitgemacht habe dann?

                      M:    Also das Endziel ist tatsächlich nach einem Betrug – oder auch Frauen, die sehr eifersuchtsgetrieben sind, die vielleicht noch gar nicht betrogen worden sind aber die grundsätzlich immer diese Angst haben: „Da könnte mich jemand betrügen“ oder so. Ich möchte denen ein neues Verständnis geben von Treue, von Beziehung, von – es sich selbst mitgeben, dass die am Ende dieses Kursen eben erstens ihrem Partner wieder vertrauen, und zwar vertrauen im Sinne von: „Ich schenke Vertrauen, er muss es sich nicht mühsam jetzt erarbeiten indem, dass er mir jetzt tausend Stunden lang beweist, wie brav er jetzt ist.“ Sondern nach einem Betrug erstmal diesen Betrug zu verarbeiten, um dann Stück für Stück wieder ins Vertrauen und in die Liebe zu gehen. Das ist so der eine Faktor. Und der andere ist eben, auch selbst wenn sich die Frau von dem Partner jetzt getrennt hat, weil sie sagt: „Na ja, damit kann ich nicht leben.“ Dass die dann in ihre neue oder in die nächste Beziehung mit einem anderen Basisverständnis von Beziehung von sich selbst, von Treue usw., neue Beziehungen lebt. Also mir geht’s darum, die Beziehungsfähigkeit auf einen höheren Level zu heben, im Sinne von: „Ich bin entspannter, ich bin lustiger, ich bin glücklicher in meiner Beziehung – auch in der bestehenden, wenn ich denn verziehen habe oder es verzeihen kann. Ich habe wieder Sex, ich kann meinen Partner auch wieder allein irgendwie auf die Straße schicken.“ Solche Dinge. Oder eben: Ich gehe jetzt in eine neue Beziehung, aber ich gehe das von vornherein ganz anders an, im Sinne von: Wer bin ich? Wo will ich hin? Wie kann ich meine Ängste besser überwinden? Usw. Also grundsätzlich.

                      S:      Das heißt also, es hat schon auch ganz viel mit Selbstwert und Selbstverständnis zu tun, mit Beziehungsverständnis, Beziehungsfähigkeit. Bin ich denn auch richtig bei dir aufgehoben, wenn ich mir jetzt denke: „Die Melanie ist ja so auf offene Beziehung und so frei, und das ist überhaupt nichts für mich.“ Bin ich dann trotzdem jetzt bei dir gut aufgehoben?

                      M:    Also ich hatte tatsächlich jetzt im ersten Durchlauf, hatte ich eine, für die war das ganz, ganz schräg und ganz schrecklich. Also die war ganz klassisch monogam und gegen ihren Partner, also „der muss jetzt leiden!“ Und quasi sie muss sich jetzt rächen, also wirklich ganz krass in diesem Treuekonzept verhaftet, und die erste Telefonkonferenz war dann auch eine Frage von einer anderen Teilnehmerin, die gesagt hat: „Ja, und wie mache ich das jetzt mit einer offenen Beziehung?“ Die ist schier aus allen Wolken gefallen. „Wenn hier jetzt nur Leute mit offenen Beziehungen …!“ Also die war wirklich richtig verbissen, und ich hatte dann mit der zwei Einzelcoachings dazwischen, um sie da abzuholen, wo sie steht, und auch zu sagen: „Was ist denn dein Ziel? Dein Ziel ist doch nicht, dass dein Partner jetzt leidet. Dein Ziel ist doch, dass ihr beide wieder glücklich werdet.“ Und ich konnte ihr auch ein paar Bilder an die Hand geben, wie sie damit besser klar kommen konnte. Und es geht auch gar nicht darum, dass die Menschen dann in eine offene Beziehung gehen. Never ever! Sondern wenn jemand eine Treuebeziehung möchte, ist das völlig okay! Nur, die mit Leichtigkeit und Gelassenheit anzugehen, macht halt viel mehr Spaß als mit diesem verbissenen „Wenn der nicht treu ist, dann sieht der die Kinder nie wieder!“ Das macht halt aus meiner Sicht keinen Sinn. Sondern dann zu sagen: „Okay, wir committen uns für eine Treuebeziehung. Und wenn einer von beiden halt dieses Committment bricht, dann gibt es natürlich Konsequenzen, wie auch immer die ausschauen mögen. Nur wenn ich mich entschieden habe, zu verzeihen, dann kann ich auch wieder das neue Committment treffen: „Wir leben ab sofort wieder eine Treuebeziehung.“ Nur diese Garantie gibt’s never ever. Und da auch ein Stück weit über dieses zu gehen: Wenn der auch wieder fremdgeht, du wirst es hinkriegen, es wieder irgendwie zu überleben, zu verkraften, mit irgendwelchen Konsequenzen dann dich auseinandersetzen zu müssen. Es ist halt einfach so. Es ist Leben.

                      S:      Das ist Leben, und ich glaube auch, ganz viel in diesem Zusammenhang hilft es auch, wirklich aus diesem Dramadreieck wieder auszusteigen. Ich habe es eh gesehen, du bringst das auch in deinem Kurs so lustig. An diese Telefonkonferenz kann ich mich erinnern, da habe ich nämlich teilgenommen bzw. ich habe sie nachgehört. Und das Interessante war, dass ja auch eine dabei war, die gesagt hat: „Also, für mich ist es eigentlich gar nicht mehr so vordringlich, meine Ex-Beziehung zu retten oder zu verstehen, was da passiert ist mit diesem Betrug. Ich mach diesen Kurs einfach nur noch mit, weil ich ihn so spannend finde.“ Das fand ich sehr schön, das ist ja auch ein schönes Feedback für dich. Also für alle da draußen, ihr findet alle Infos zu diesem Kurs natürlich dann auch in den Show-Notes und natürlich dann auch den Link zu Melanies Homepage und so weiter. Liebe Melanie, ich danke dir sehr, dass du heute da warst!

                      M:    Ja, ich danke dir!

                      S:      Das war sehr spannend, war sehr kurzweilig. Ich freu mich. Und vielleicht als Abschluss noch, Bert Hellinger sagt ja zu dem Thema Eifersucht – also so als Gedankeninput: „Deinen Mann verlierst du sowieso irgendwann, sei es an die nächste Frau, einen anderen Mann oder auch an das Leben – bis dahin kannst du ihn auch einfach genießen.“

                      M:    Genau. Ja, so sehe ich das auch.

                      S:      Ja, er hat schon manchmal wirklich gute Sachen auf dem Kasten. Liebe alle, ich freue mich, dass ihr zugehört habt. Liebe Melanie, danke nochmal, dass du bei uns dabei warst.

                      M:    Ich danke dir für die Einladung.

                      S:      Ich freue mich aufs nächste Mal – vielleicht machen wir nochmal was zum Thema Eifersucht, weil das kocht auch immer wieder hoch.

                      M:    Super, gerne.

                      S:      Wir werden sehen. Bis dahin: Alles Liebe! Tschüß!

                      M:    Ja, ciao!

                      1 hr 2 min
                    • Co-Abhängigkeit in der Beziehung

                      Co-Abhängigkeit ist ein Begriff, der heute schon weitere Verbreitung gefunden hat als noch vor einigen Jahren. Vielleicht hast du auch schon von Co-Abhängigkeit bei Drogensucht oder Alkohol gehört, tatsächlich kommt Co-Abhängigkeit in der Beziehung genau so oft vor. Warum? Weil auf jeden Süchtigen ein Co-Abhängiger kommen kann (aber nicht muss). In diesem Artikel erfährst du folgendes:

                        • Was ist Co-Abhängigkeit ?
                        • Und was ist Co-Abhängigkeit in der Beziehung ?
                        • Wie entsteht Co-Abhängigkeit in der Beziehung ?
                          • Praktische Beispiele für Co-Abhängigkeit in der Beziehung
                          • Wie Co-Abhängigkeit in der Beziehung zumeist endet
                          • Wege aus der Co-Abhängigkeit in der Beziehung
                          • Was ist Co-Abhängigkeit ?

                            Das Konzept der Co-Abhängigkeit geht davon aus, dass eine (oder mehrere) Bezugspersonen eines Suchtkranken diese Sucht durch ihr Tun oder auch Unterlassen unterstützen. Die Art der Sucht ist dabei völlig nebensächlich, es kann sich um die typischen Drogensüchte handeln, aber natürlich auch um Beziehungssucht! Wenn nun also ein Partner beziehungssüchtig ist, dann ist der Partner, der die Beziehungssucht durch sein Verhalten in irgendeiner Form unterstützt, in der Co-Abhängigkeit.

                            Und was ist Co-Abhängigkeit in der Beziehung ?

                            Lass uns einmal damit beginnen, was Co-Abhängigkeit nicht ist nämlich emotionale Abhängigkeit.  Leider werden die beiden Begriffe oft verwechselt und unscharf abgegrenzt. In meinem Artikel zu Emotionale Abhängigkeit erkennen und auflösen habe ich schon beschrieben, wodurch sich emotionale Abhängigkeit auszeichnet. Nämlich vor allem dadurch, dass einer der beiden Partner (A) vom anderen Partner (B) emotional abhängig ist. Das bedeutet auch, dass der zweite Partner (B) diese Abhängigkeit nicht so empfindet und im Gegenteil dazu sogar oft durch diese Beziehungssucht des Partners (A) belastet und zumeist letztlich auch vertrieben wird.

                            Bei der Co-Abhängigkeit in der Beziehung empfindet der Partner (B) jedoch die emotionale Abhängigkeit des Partners (A) nicht als belastend. Im Gegenteil, manchmal erlebt gerade der co-abhängige Partner eine Art „Daseinsberechtigung“ durch die Abhängigkeit des Partners (A).

                            Wie Co-Abhängigkeit in der Beziehung entsteht

                            Beziehungssucht ist eine Sucht wie jede andere. Wer beziehungssüchtig, süchtig nach Liebe, süchtig nach dem Partner ist, wird alles tun, um seine Beziehungssucht zu befriedigen und den Partner auch mehr oder weniger bewusst manipulieren. In der harmlosen Form kann das zB durch extreme Hilflosigkeit einerseits (Appell an das Helfersyndrom) oder auch  extremes „Blumenstreuen“ (Appell an das Ego) stattfinden. Je nach Veranlagung lässt sich Partner (B) dann in die Sucht verstricken und wird zum Co-Abhängigen. Manchmal verlieren die anfänglichen Strategien von A mit der Zeit ihre Wirkung und die „Dosis“ muss gesteigert werden, hier kommt dann auch schon mal emotionale Erpressung ins Spiel.

                            Ein Beispiel aus der Praxis für Co-Abhängigkeit in der Beziehung
                            • SIE lernt ihn kennen und alles scheint wunderbar, denn er trägt sie auf Händen! Jedoch hat er notorische Geldnöte. Sie ziehen zusammen und sie hofft, durch die Beziehung werde er sich schon „zusammenreißen“ und sich ändern. Stattdessen stellt sich heraus, dass er spielsüchtig ist. Nun versucht sie alles, von gut zureden über „ins Gewissen reden“, er verspricht Entzug und Besserung. Gegenüber Freunden schweigt sie, weil sie ihn nicht bloßstellen will und es auch wenig peinlich ist. Dafür sucht sie ihm einen Therapieplatz, den er zwar verspricht anzunehmen nach einigen Monaten erfährt sie aber, dass er die Therapie nach den ersten Einheiten heimlich abgebrochen hat. Auf ihre Nachfragen und mittlerweile schon Vorwürfe reagiert er zunehmend unwirsch. Während er am Anfang noch Besserung versprochen hat, ist er jetzt nur unwillig, meint er hat das schon im Griff und letztlich verhärten sich die Fronten. Er spielt heimlich oder sogar offen weiter, während sie an seiner Seite verzweifelt. Ihre Versuche, ihm mit einem Beziehungsaus zu drohen, ihn vor die Tür zu setzen oder ähnliches, nutzen nichts. Er lässt sich davon nicht erpressen und sie zieht die angekündigten Konsequenzen nicht durch. Es hat sich ein Muster gebildet, dass sich zyklisch wiederholt.
                            • Ich schildere dieses Beispiel jetzt einfach so, wie ich es in der Zusammenarbeit mit einer Klientin erfahren habe. Aber klarerweise könnte die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau auch umgekehrt sein. Das Beispiel soll dir einfach ein Gefühl dafür geben, wie Co-Abhängigkeit in der Beziehung in der Praxis aussieht.

                              Wie Co-Abhängigkeit in der Beziehung zumeist endet

                              Wie alle Beziehungen zeigen auch die Beziehungen von Co-Abhängigen und emotional abhängigen Menschen typische Verläufe. Während man sich am Anfang wundervoll zu ergänzen scheint und man fast schon von einer symbiotischen Beziehung sprechen könnte, zeigt sich auf Dauer meistens eine Abwärtsdynamik. Wenn die Abhängigkeit des Partners (A) offensichtlich wird und Partner (B) sich das erste Mal überfordert fühlt, beginnt die Beziehung zu kippen. An dieser Stelle könnte man gemeinsam dran arbeiten und die Beziehung retten. Das bedeutet aber innere Entwicklungsarbeit zu machen, die so zumindest meine Empfehlung immer von außen begleitet und gestützt werden sollte.

                              Praktisch geht die Geschichte meistens anders zu Ende: Der co-abhängige Partner spielt so lange mit, bis er sprichwörtlich nicht mehr kann. Sei es emotional, gesundheitlich, finanziell oder alles drei zusammen. Meist wird der Schlussstrich erst gezogen, wenn es ums eigene blanke Überleben geht.

                              Lies auch hier nach zu den typischen 7 Verhinderern beim Schlussmachen!

                              Wege aus der Co-Abhängigkeit in der Beziehung

                              Bitte vergiss nicht die Begriffe emotionale Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit sind letztlich sehr umstritten. Manche gehen so weit, dass sie auch bei häuslicher Gewalt eine Co-Abhängigkeit voraussetzen. Andere sagen wieder, dass der Begriff Co-Abhängigkeit viel zu unklar definiert sei.

                              Was sicherlich nichts bringt, ist dir selbst oder deinem Partner oder betroffenen Freunden um die Ohren zu klatschen, dass sie ja beziehungssüchtig, emotional oder co-abhängig sind. In meinem Artikel zum Thema emotionale Abhängigkeit habe ich dir schon Wege, wie du dich aus einer emotionalen Abhängigkeit befreien kannst, aufgezeigt. Wenn du wirklich den Eindruck hast, dass die Beziehung Suchtcharaktere aufweist, ist das jedenfalls ein Zeichen für dich, darüber nachzudenken:

                              1. Will ich das so?
                              2. Kann ich das ändern? (Als Partner eines Suchtkranken nein!)
                              3. Was sind die Konsequenzen daraus?
                              4. Einen Faktor würde ich gern noch erwähnen nämlich die Zeit bzw die Dringlichkeit. Wenn du erkennst, dass du in eine co-abhängige Beziehung gerutscht bist, ist die Frage nach einer „Lösung“ fast immer verbunden mit der Frage, ob sich die eigentlich Sucht nämlich deines Partners auch lösen lässt. Leider und da muss ich wirklich hartnäckig bleiben ist die Antwort zumeist „nein“. Denn selbst WENN die Sucht bekämpft wird, ist das ein wirklich langer Weg. Und ehrlicher Weise unterstützt du deinen Partner MEHR, wenn du gehst und in der Zwischenzeit deine Entwicklung vorantreibst. Man wird dann sehen, was die Zukunft bringt.

                                Wie oben schon mal erwähnt, empfehle ich bei diesem Thema immer persönliche Begleitung. Selbst nur eine Stunde kann hier oft schon erhellend sein und neue Wege aufzeigen.

                                Wenn ich etwas für dich tun kann, melde dich bitte!

                                Ganz viel Herz & Mut für dich!

                                Sabine

                                14 min
                              5. Emotionale Abhängigkeit erkennen und auflösen

                                „Was ich und emotional abhängig? Du spinnst doch. Du bist doch nur neidisch, weil unsere Beziehung so innig ist, davon träumst du nur!“ So in etwa fallen die meisten Reaktionen aus, wenn das erste Mal jemand aus dem persönlichen Umfeld die emotionale Abhängigkeit beobachtet und anspricht. Und doch meist sind es gerade Familienmitglieder und enge Freunde, die als erstes merken: da stimmt was nicht. Vielleicht kennst ja auch du aus deinem Umfeld Beziehungen, die dir völlig ungesund erscheinen und es dir ein Rätsel ist, warum die zwei überhaupt noch zusammen bleiben. Und egal welches Label man dem Phänomen gibt, ob nun emotionale Abhängigkeit, psychische Abhängigkeit oder Partnersucht. Eines haben sie alle gemeinsam: sie fühlen sich nicht gut an. Manchmal für beide Seiten nicht, mit Sicherheit aber für den emotional abhängigen Partner nicht.

                                In diesem Artikel aus 08/2016, den ich im November 2021 neu überarbeitet habe, erfährst du, wie du emotionale Abhängigkeit erkennst, auflöst und zwei typische Fehler dabei NICHT machst!

                                Was ist emotionale Abhängigkeit?

                                Emotionale Abhängigkeit ist eine Sucht eine Sucht nach dem/r Partner/in. Der/die Abhängige kreist dabei gedanklich und auch real permanent um den Partner, möchte so viel wie möglich Zeit verbringen, untertags zumindest mit Chats und Telefonaten gern in andauerndem Kontakt stehen und fühlt sich ohne den Partner verloren. Und wie bei allen Süchten, gibt es irgendwie kein Genug. Diese Abhängigkeit kann so weit gehen, dass es zur völligen Selbstaufgabe kommt. Weiter unten habe ich einen Fragenkatalog für dich vorbereitet, anhand dessen du dich selbst einordnen kannst. Emotionale Abhängigkeit betrifft auch Männer, verstärkt ist sie jedoch bei Frauen vertreten. Dieser Artikel richtet sich an Alle.

                                Emotionale Abhängigkeit oder Liebe?

                                Machen wir uns nichts vor. Ein klein wenig emotionale Abhängigkeit ist in jeder Beziehung gegeben. Man lernt sich kennen, verliebt sich, bindet sich emotional aneinander wer will in diesem Moment schon verlassen werden? Und wer hat nicht gerade am Anfang einer Beziehung! oft Angst, ob es diesmal klappt oder die gleichen alten (verdammten!) Beziehungsmuster wieder hochkommen. Bis zu einem gewissen Maß ist es völlig normal so zu fühlen und hat das sogar eine stabilisierende Wirkung auf die Beziehung. Gerade durch die emotionale Bindung  aneinander bemüht man sich verstärkt um den Partner. Und aus diesem Bemühen heraus entwickelt sich gerade erst aus einem Flirt eine dauerhafte Beziehung.

                                Ich bezeichne das gern als freiwillig gewählte Abhängigkeit ich lasse mich auf meine/n Partner/in ein und vertraue darauf, dass er/sie mich nicht verletzt. Damit begebe ich mich freiwillig in eine gewisse Abhängigkeit. Im Idealfall ist das für beide Partner so, gleicht sich damit aus und ist extrem wichtig für eine stabile Beziehung!

                                So lange also die freiwillige emotionale Abhängigkeit auf beiden Seiten etwa gleich groß ist und einen positiven Beitrag zur Beziehung leistet alles gut!

                                Wann aus Liebe emotionale Abhängigkeit wird

                                Ich will nie wieder ohne dich sein“, „Du bist das Beste das mir je passiert ist“ usw werden ja oft als Komplimente verstanden fliegen am Anfang dank Whatsapp & Co fast schon im Minutentakt hin und her. Diese Schmetterling-und-Herzen-Phase ist für Außenstehende oft schwer zu ertragen, hat per se aber eine stabilisierende Wirkung. Gerade in der Kennenlernphase braucht es stabilisierendes und rückversicherndes Verhalten.

                                Schwierig wird es erst, wenn aus dem „ich WILL nie wieder ohne dich sein“ ein „ich KANN nie wieder ohne dich sein“ wird!

                                In einer gesunden Liebe bzw Beziehung weiß man, dass eine Trennung sehr schmerzhaft aber machbar wäre (wenn es denn sein muss). Dem emotional abhängigen Partner fehlt das Urvertrauen, auch ohne dem Partner sein zu können. Ein Leben ohne ihm/ihr ist nicht vorstellbar. Spätestens wenn du dich dabei ertappst, auch so zu denken, weißt du, dass du in einer emotionalen Abhängigkeit gelandet bist.

                                12 Anzeichen für emotionale Abhängigkeit in der Praxis dein Selbsttest

                                Typische Anzeichen für emotionale Abhängigkeit sind:

                                1. Deine Gedanken kreisen ständig um den Partner, was er wohl gerade macht, wie du ihm/ihr Freude bereiten kannst, was du lieber nicht machst, wie er abends wohl aufgelegt sein wird, etc.
                                2. Deine Zeitplanung hängt von ihm/ihr ab. Du verabredest dich mit Anderen nur, wenn er/sie keine Zeit hat. Sollte er/sie dann unerwartet doch Zeit haben, sagst du deine Verabredungen auch ab.
                                3. Deine sozialen Kontakte beschränken sich zunehmend auf deinen Partner. Du verlierst schrittweise den Kontakt zu Familie, Freunden und Arbeitskollegen. Das findest du vielleicht auch gar nicht so schlimm, weil wirklich emotional lebendig fühlst du dich ohnehin nur bei ihm/ihr.
                                4. Dein Selbstwert hängt stark bis ausschließlich von der „Bewertung“ durch deinen Partner ab. Du warst zB nur dann eine gute Köchin, wenn es ihm schmeckt.
                                5. Kritik von deinem Partner erschüttert dich zutiefst. Egal ob Aussehen, Können, Hobbies.
                                6. Enge Freunde oder Familienmitglieder erkundigen sich direkt oder auch indirekt danach, ob es dir auch wirklich gut geht in der Beziehung. Sie merken auch an, dass sie dich gar nicht mehr zu sehen bekommen und/oder dass du dich sehr verändert hast.
                                7. Du hast panische Angst, dass dein Partner dich verlässt.
                                8. Du bist sehr eifersüchtig. Manchmal fühlst du dich wie unter Zwang und kontrollierst sein Handy, obwohl du bisher noch nie Bestätigung für deine Zweifel gefunden hast.
                                9. Du hast das Gefühl, dass du deinen Partner mehr liebst als er dich.
                                10. Dein Partner hat mehr Freiheiten als du bzw würde sich von dir nie im selben Ausmaß einengen lassen.
                                11. Du weißt nicht, wie du ohne deinen Partner weiterleben kannst.
                                12. Selbst wenn du ihn verlassen möchtest, kannst du dir einfach nicht vorstellen, wie das gehen soll.
                                13. Wichtigster Punkt alles hier ist nicht nur temporär, weil du vielleicht gerade eine schlechte Phase hast, sondern dauerhaft!
                                14. Die „Auswertung“

                                  Die obige Liste ist sicher nicht vollständig. Es müssen auch nicht alle Kriterien zutreffen aber auch wenn das kein wissenschaftlicher Test ist wenn du bei 3 oder mehr Fragen schon innerlich „ja“ gesagt hast, würde ich die Beziehung mal einem „Check“ unterziehen.

                                  Besonders wenn dich Freunde oder Familienmitglieder mal darauf ansprechen, ob denn alles in Ordnung ist, würde ich an deiner Stelle mal aufmerksam werden. Oft versteckt sich das auch hinter zaghaften Nachfragen, ob dich dein Partner auch so liebt wie du dir das vorstellst, ob du glücklich bist. Manchmal kann es auch in eher ärgerlichen Aussagen versteckt sein, wenn zB Freunde dir vorwerfen, dass es dich nur noch im Doppelpack oder gar nicht mehr gibt, weil nur noch dein Partner zählt. Nicht immer muss was dran sein, aber gerade weil dieser Prozess sich so langsam einschleicht, ist man selbst oft noch blind dafür, wo andere schon aufmerksam geworden sind.

                                  Der emotional abhängige Partner tut alles, um den Anderen zu halten. Weil der Andere das einzige ist, dass ihm Halt gibt.
                                  Wie entsteht emotionale Abhängigkeit?

                                  Üblicherweise hat emotionale Abhängigkeit drei intrapersonale (also in dir liegende) begünstigende Faktoren:

                                  1. Verlustangst Menschen, die (vor allem) in ihrer Kindheit mit Verlusten (zB Scheidung, Todesfälle) konfrontiert waren und diese Erfahrung nicht gut integriert haben, können Verlustangst entwickeln. Sie wollen sich nie wieder so hilflos und verlassen fühlen und tun alles dafür, diese Erfahrung nicht nocheinmal durchmachen zu müssen. (Die Ironie daran ist, dass sie gerade durch ihre Verlustangst oft genau zu einer Reinszenierung beitragen.)
                                  2. mangelnder Selbstwert vor allem Menschen, die ihren persönlichen Wert sehr von außen bestimmen lassen und sich ohne Partner wertlos fühlen, rutschen dem Partner gegenüber leicht in die Abhängigkeit. Ich erlebe in meiner Arbeit bei vielen Klientinnen Glaubenssätze wie zB: „ich muss mir Liebe verdienen“ oder „ich darf anderen nicht zur Last fallen, nur dann werde ich geliebt“ ein typischer Satz für Echoisten.
                                  3. Leere im eigenen Leben manchmal erscheint ein neuer Partner wie der „Retter in der Not“ mitten in einer Phase, in der man eigentlich sein Leben neu gestalten sollte, weil etwas darin fehlt. Nicht immer ist der neue Mann/die neue Frau die Lösung dabei, aber oft ein gern genommener Quickfix. Falls das in deinem Fall der Hintergrund ist, habe ich aber gute Nachrichten für dich denn dann ist die Auflösung der emotionalen Abhängigkeit relativ einfach!
                                  4. Dieser Punkt ist eine interpersonale Konstellation: manchmal trifft man mit entsprechender Veranlagung auch auf Menschen, die es mögen, wenn du emotional abhängig bist und dich beim Weg in deine Abhängigkeit noch unterstützen. Vor allem wenn Narzissten auf Echoisten treffen bzw Menschen mit niedrigem Selbstwert, ist die toxische Beziehung nicht mehr weit.
                                  5. Wie kannst du dich aus emotionaler Abhängigkeit lösen?

                                    Der wichtigste Schritt ist schon mal getan, wenn du erkannt hast, DASS du in eine emotionale Abhängigkeit gerutscht bist. Das ist ein großer Schritt, zu dem es auch viel (Herz)Mut braucht, denn wer gibt schon gern zu, dass er süchtig ist? Süchtig nach dem Partner?

                                    Wenn dir klar ist, dass du emotional von deinem Partner abhängig geworden bist, dann musst du erst mal die Entscheidung treffen, dass zu ändern.

                                    Und dafür brauchst du Motivation, Durchhaltevermögen, Konsequenz! Und all das wird dir nur gelingen, wenn du die Entscheidung, dich daraus zu lösen auch wirklich mitträgst. Es ist erstmal egal, wieso und wie du in diese Abhängigkeit gerutscht bist, wichtig ist erstmal nur: willst du da raus? So richtig und voll? Ok.

                                    Wie bei jeder Sucht braucht es erstmal die Konzentration auf dich selbst

                                    Bei einer emotionalen Abhängigkeit ist der Partner ständig im Mittelpunkt deines Interesses, deiner Gedanken, deines Handelns. Alles dreht sich nur um ihn/sie. Und genau das muss sich jetzt zu dir verlagern du darfst wieder der Mittelpunkt in deinem Leben werden! Du wirst viele Tipps lesen nach dem Motto „werde wieder Selbstbewusst“, „stärke deinen Selbstwert“, „betreibe Selbstreflexion“, „konzentriere dich auf dich selbst“ usw. Ja stimmt alles. Aber wenn du das so einfach könntest, wärst du vermutlich nicht in der jetzigen Situation.

                                    Wie du aus der emotionalen Abhängigkeit zu dir zurückfindest

                                    Ich bin stattdessen eine Freundin von klaren, kleinen und praktisch umsetzbaren Tipps. Suche dir schrittweise kleine Möglichkeiten, wieder „zu dir zu kommen“. Es wäre zu viel verlangt von heute auf morgen alle deine Beziehungsmuster zu unterbrechen! Ich unterscheide gern in 3 einfache Kategorien: Entzug, Rückeroberung, Grenzen setzen.

                                    Rückeroberung und zwar dich selbst!
                                    • Vielleicht fängst du mal damit an, bei Kleidung drauf zu achten, was DU gerne tragen würdest und weniger, was dein Partner dazu sagen würde. Vielleicht gibt es ein Kleidungsstück dass du ganz toll findest aber dein Partner hasst es und deshalb hast du es seit Ewigkeiten nicht mehr getragen. Zieh es an!
                                    • Oder ein Lieblingsessen, dass dein Partner nicht so mag und du deshalb nicht mehr gekocht hast.
                                    • Es geht also darum in ganz kleinen Schritten zu schauen, wo du mit etwas aufgehört hast, das dir eigentlich wichtig war, und das dann wieder in dein Leben zu integrieren.
                                    • Deine Grenzen wieder finden
                                      • Es kann aber auch mit dem Weglassen von Kleinigkeiten beginnen, die du immer nur deinem Partner zuliebe gemacht hast, die dich aber total annerven. So hat eine meiner Klientinnen zB aufgehört, ihrem Partner jeden Morgen den Rücken zu kraulen, wenn sie eigentlich nichts lieber als eine Tasse Kaffee und Zähneputzen wollte.
                                      • Du musst jetzt nicht von heute auf morgen lernen, nein zu sagen (und falls du das doch möchtest, findest du hier eine gute Anleitung!) und vermutlich möchtest du das auch nicht. Bestimmt gibt es aber kleine Momente, wo du manchmal lieber etwas gerade nicht machen möchtest. Suche dir sowas Kleines und übe einfach dort. Es reicht schon, wenn du eine Netflix-Serie mal auslässt und „lieber lesen gehen willst“. Das klingt jetzt nach nicht viel, aber ist für manche Abhängigen schon eine riesige Überwindung.
                                      • Entzug
                                        • Für den emotional Abhängigen ist Alleinsein ein Albtraum. Gerade deshalb solltest du üben, wieder Zeit mit dir alleine zu verbringen. Denk daran wenn DU keine Zeit mit dir verbringen willst warum sollte es jemand anderer wollen? Gerade aus dem Abstand entsteht wieder neue Anziehung!
                                        • Refokussiere dein Kontrollverhalten. Statt deinen Partner zu kontrollieren (was du ohnehin NIE kannst), übe, dich selbst wieder besser in den Griff zu kriegen.
                                        • Bitte denk dran Babysteps!

                                          Der Weg aus einer emotionalen Abhängigkeit heraus geht fast immer genauso lang wie der Weg hinein!

                                          Und jedes Mal wenn dir das schon gut gelingt, kannst du wieder einen Schritt weiter gehen und dir das nächste Feld suchen. So eroberst du dir stückchenweise deine Aufmerksamkeit, deinen Selbstbewusstsein und letztlich deinen Selbstwert zurück!

                                          Zwei typische Fehler bei der Auflösung von emotionaler Abhängigkeit !
                                          1. Du gibst dir zuwenig Zeit

                                          Oft ist es so, dass man nach der Erkenntnis voll motiviert ist und so schnell wie möglich da raus kommen will. Das klingt jetzt so einfach, ist es aber nicht. Emotionale Abhängigkeit entwickelt sich wie jede Sucht langsam und ist ein schleichender Prozess von Wochen, Monaten und manchmal Jahren. Niemand geht in eine Beziehung und ist von heute auf morgen sofort emotional abhängig.

                                          Wie lange dauert es, emotionale Abhängigkeit zu lösen?

                                          Du hast oben eine Anleitung, wie du aus deiner emotionalen Abhängigkeit herauskommst fange einfach an. Mit irgendeinem dieser Punkte, es ist egal welcher. Aber mache den ersten Schritt.

                                          2. Du vergisst auf deinen Partner

                                          Jede Beziehung kennzeichnet sich durch typische Dynamiken. Wenn sich ein Partner verändert, hat das natürlich Wirkung auf eure Beziehung. Je nach Grad deiner Abhängigkeit bisher und der Persönlichkeit deines Partners, sind unterschiedliche Reaktionen zu erwarten. Ich empfehle immer, den eigenen Veränderungsprozess auch zu kommentieren. Das muss kein Krisengespräch sein, aber einfach mal zum Partner sowas ähnliches wie: „Hey, mir ist aufgefallen, dass ich mich in letzter Zeit zu wenig auf mich und zu sehr auf andere konzentriert habe, ich möchte wieder ein bisschen mehr auf mich schauen“ zb sagen.

                                          • Im besten Fall war deine Abhängigkeit für deinen Partner*in bisher ohnehin emotional belastend und er/sie freut sich für dich, dass du dir neue Freiheitsgrade erarbeitest!
                                          • Aber Achtung manchmal fand dein Partner*in dein bisheriges Verhalten vielleicht auch gut und stört sich an deinem  neuen Verhalten. Für ihn/sie wirkt dein neues Verhalten wie eine Ablehnung der bisherigen Beziehung. Achte darauf, ob er/sie deine Entwicklung gut findet oder dich eher bremst oder sogar klein macht. Möglicherweise ist dieser und die weiterführenden Artikel zum Thema Narzissmus für dich dann hilfreich!
                                          • Manchmal kann es auch sinnvoll sein, eine Beziehungspause genau für diese Selbstfindung zu vereinbaren. In diesem Fall ist es wichtig, dass du gut kommunizierst um nicht unabsichtlich deine Beziehung kaputt zu machen, wenn du sie doch eigentlich retten willst!
                                          • Schluss machen ist nicht immer notwendig, je nach Grad deiner Abhängigkeit aber vermutlich für dich allein ohne Begleitung ohnehin fast unmöglich.
                                          • 3. Du glaubst, du kannst und musst es alleine schaffen
                                            • Ich weiß da oben steht „2 Fehler“. Der dritte ist abhängig von dir. Bei einer leichten emotionalen Abhängigkeit schaffst du es auch mit meinen Hilfestellungen, dich zu lösen. Ohne Trennung und mit einiges an Disziplin.
                                            • Wenn deine emotionale Abhängigkeit aber zu groß geworden ist, ist es meistens ohne Trennung und schon gar nicht ohne Hilfe möglich. Ich habe bereits mehrfach Klienten (Männer wie Frauen) in die psychologische Ambulanz gebeten, weil ihre emotionale Abhängigkeit so fortgeschritten war, dass sie in völlige psychische, emotionale Ausnahmesituation bis hin zur Suizidgefährdung gerutscht sind. Du brauchst jemanden, der dich immer wieder am Ball hält, mit dem du Fort- und Rückschritte besprechen kannst. Der dich unterstützt und motiviert und vor allem mit dem du auf den Grund kommst, wie es so weit kommen konnte.
                                            • Wenn du bis hierher gelesen hast und dir sicher bist, dass du zu tief in eine Partnersucht gerutscht bist, dann BITTE suche dir professionelle Hilfe. Du bist schon auf der richtigen Seite hier bei mir! Dich hier unterstützen und begleiten, das kann ich. Nutze die verbilligte Kennenlernstunde,  ich kann dir in jedem Fall weiterhelfen mit einer Einschätzung wo du stehst und was die besten nächsten Schritte sind! Schon die erste Stunde wird einen Unterschied machen versprochen.

                                              Emotionale Abhängigkeit nach einer Trennung auflösen

                                              Ehrlich gesagt erreichen mich die meisten Anfragen zum Thema emotionale Abhängigkeit nach der Trennung die Meisten spüren sie dann am stärksten und fürchten, insgesamt bzw auch im restlichen Beziehungsleben süchtig zu sein. Ehrlich gesagt ist das oft falscher Alarm, den ich dir gern in diesem Video erkläre:

                                              Wenn du gerade eine Trennung hinter dir hast und jetzt glaubst, emotional abhängig zu sein, lies unbedingt diesen Kurzbeitrag! Ich gebe dir dort auch noch eine Skala an die Hand, wie du deine emotionale Abhängigkeit nach der Trennung einschätzen und lösen kannst!

                                              Emotionale Abhängigkeit auflösen in der Zusammenfassung
                                              1. Erkenne, dass du in eine emotionale Abhängigkeit geraten bist.
                                              2. Entscheide dich bewusst dafür, dich daraus zu lösen! Nur wenn du dir wirklich der Tragweite bewusst bist, wirst du dich erfolgreich befreien.
                                              3. Erwarte keine Wunder über Nacht und Schnelllösungen. Überlege wie lange es gedauert hat, in die emotionale Abhängigkeit hinein zu rutschen? Oft hat es schon Wurzeln in der Kindheit!
                                              4. Sei also liebevoll zu dir und finde deinen Weg im Gehen. Erobere zuerst in kleinen Bereichen deine Unabhängigkeit wieder. In Summe wird sich daraus wie ein Puzzlebild langsam alles wieder zusammenfügen!
                                              5. Gehe am Besten schrittweise vor und schau, wo du dich schon liebst und wo du etwas verändern kannst.
                                              6. Lass dich begleiten! Auch Bücher und Videokurse können übrigens gute Begleiter sein!
                                              7. Lass Dir Zeit und gönne dir, was du wirklich brauchst. Selbstliebe! Denk dran du bist nicht allein und du musst es auch nicht allein schaffen!! Ich bin da und wir können schon bald miteinander sprechen.

                                                Deine Sabine

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                                              Psychologie to go! by Dipl. Psych. Franca Cerutti

                                              Psychologie to go!

                                              52 Listeners

                                              Paula Lieben Lernen by Paula Lambert

                                              Paula Lieben Lernen

                                              9 Listeners

                                              Couchgeflüster by Leonie Rachel Soyel, Sinah Edhofer

                                              Couchgeflüster

                                              0 Listeners

                                              So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle "Normalgestörten" by Stefanie Stahl / Lukas Klaschinski

                                              So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle "Normalgestörten"

                                              43 Listeners

                                              Paartherapie Podcast - Krisen und Konflikte lösen und eine glückliche Beziehung führen by Lebensidealisten

                                              Paartherapie Podcast - Krisen und Konflikte lösen und eine glückliche Beziehung führen

                                              0 Listeners

                                              Stahl aber herzlich – Der Psychotherapie-Podcast mit Stefanie Stahl by RTL+ / Stefanie Stahl

                                              Stahl aber herzlich – Der Psychotherapie-Podcast mit Stefanie Stahl

                                              39 Listeners

                                              Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

                                              Lanz + Precht

                                              316 Listeners

                                              Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher | WDR by WDR

                                              Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher | WDR

                                              21 Listeners

                                              RONZHEIMER. by Paul Ronzheimer

                                              RONZHEIMER.

                                              143 Listeners

                                              Paarpsychologie by Anouk Algermissen

                                              Paarpsychologie

                                              1 Listeners

                                              Dami Charf - Wie wir werden, die wir sind by Dami Charf

                                              Dami Charf - Wie wir werden, die wir sind

                                              2 Listeners