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Ein großer Teil unserer alltäglichen Anspannung entsteht in kleinen Momenten. Wir versuchen herauszufinden, was andere denken, fühlen uns für ihre Stimmung verantwortlich oder streiten immer wieder nach den gleichen Mustern. Hilfreiche Gedanken können hier etwas verändern: Sie schaffen Raum, genauer hinzusehen und bewusster zu entscheiden, wie wir handeln möchten.
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Ständige Streits, fehlende Nähe oder verlorenes Vertrauen können eine Beziehung so belasten, dass irgendwann die Frage auftaucht: Können wir unsere Beziehung retten, und was müsste sich dafür verändern?
In dieser Folge von Paarpsychologie spreche ich darüber, wie ihr eine Beziehungskrise angehen und wieder zueinanderfinden könnt. Du erfährst, wie du Verantwortung für deine Anteile übernimmst, festgefahrene Streitmustern erkennst und aus guten Vorsätzen konkrete Veränderungen machst. Wir schauen darauf, wie Gespräche gelingen können, wenn sich eine Person zurückzieht oder beide sich kaum noch verstanden fühlen, und was helfen kann, Vertrauen und emotionale Nähe wieder aufzubauen.
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Mit konkreten Beispielen und alltagstauglichen Übungen bekommst du Anregungen, um eure Kommunikation zu verbessern und Bedürfnisse verständlicher auszudrücken. Dabei geht es auch um die Frage, was du allein verändern kannst und weshalb eine tragfähige Beziehung auf Dauer die Bereitschaft von beiden braucht.
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Eine langfristig stabile Beziehung entsteht selten durch große romantische Gesten. Sie wird im Alltag geprägt: beim Frühstück, auf dem Heimweg, zwischen zwei Terminen und in den wenigen Minuten, bevor beide müde ins Bett gehen.
Gerade diese kleinen Begegnungen entscheiden oft darüber, ob sich ein Paar miteinander verbunden fühlt oder zunehmend nebeneinanderher lebt. Die folgenden fünf Gewohnheiten sind keine Garantie für eine konfliktfreie Beziehung. Sie schaffen jedoch Bedingungen, unter denen Nähe, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis wachsen können.
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Studien
Algoe, S. B., Gable, S. L., & Maisel, N. C. (2010). It’s the little things: Everyday gratitude as a booster shot for romantic relationships. Personal Relationships, 17(2), 217–233. https://doi.org/10.1111/j.1475-6811.2010.01273.x
Campbell, L., Simpson, J. A., Boldry, J., & Kashy, D. A. (2005). Perceptions of conflict and support in romantic relationships: The role of attachment anxiety. Journal of Personality and Social Psychology, 88(3), 510–531. https://doi.org/10.1037/0022-3514.88.3.510
Coan, J. A., Schaefer, H. S., & Davidson, R. J. (2006). Lending a hand: Social regulation of the neural response to threat. Psychological Science, 17(12), 1032–1039. https://doi.org/10.1111/j.1467-9280.2006.01832.x
Gable, S. L., Gonzaga, G. C., & Strachman, A. (2006). Will you be there for me when things go right? Supportive responses to positive event disclosures. Journal of Personality and Social Psychology, 91(5), 904–917. https://doi.org/10.1037/0022-3514.91.5.904
Gable, S. L., Reis, H. T., Impett, E. A., & Asher, E. R. (2004). What do you do when things go right? The intrapersonal and interpersonal benefits of sharing positive events. Journal of Personality and Social Psychology, 87(2), 228–245. https://doi.org/10.1037/0022-3514.87.2.228
Laurenceau, J.-P., Barrett, L. F., & Pietromonaco, P. R. (1998). Intimacy as an interpersonal process: The importance of self-disclosure, partner disclosure, and perceived partner responsiveness in interpersonal exchanges. Journal of Personality and Social Psychology, 74(5), 1238–1251. https://doi.org/10.1037/0022-3514.74.5.1238
Whiffen, V. E., Foot, M. L., & Thompson, J. M. (2007). Self-silencing mediates the link between marital conflict and depression. Journal of Social and Personal Relationships, 24(6), 993–1006. https://doi.org/10.1177/0265407507084813
Wieselquist, J., Rusbult, C. E., Foster, C. A., & Agnew, C. R. (1999). Commitment, pro-relationship behavior, and trust in close relationships. Journal of Personality and Social Psychology, 77(5), 942–966. https://doi.org/10.1037/0022-3514.77.5.942
Eine Beziehung kann Halt geben, Nähe schaffen und das eigene Leben bereichern. Schwieriger wird es, wenn das persönliche Wohlbefinden fast vollständig davon abhängt, wie der andere Mensch reagiert. Dann kreisen die Gedanken ständig um Nachrichten, Stimmung, Rückversicherung und die Angst, verlassen zu werden.
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Campbell, L., Simpson, J. A., Boldry, J., & Kashy, D. A. (2005). Perceptions of conflict and support in romantic relationships: The role of attachment anxiety. Journal of Personality and Social Psychology, 88(3), 510–531. https://doi.org/10.1037/0022-3514.88.3.510
Dinero, R. E., Conger, R. D., Shaver, P. R., Widaman, K. F., & Larsen-Rife, D. (2008). Influence of family of origin and adult romantic partners on romantic attachment security. Journal of Family Psychology, 22(4), 622–632. https://doi.org/10.1037/a0012506
Evraire, L. E., Dozois, D. J. A., & Wilde, J. L. (2022). The contribution of attachment styles and reassurance seeking to trust in romantic couples. Europe’s Journal of Psychology, 18(1), Article 3059. https://doi.org/10.5964/ejop.3059
Fraley, R. C. (2002). Attachment stability from infancy to adulthood: Meta-analysis and dynamic modeling of developmental mechanisms. Personality and Social Psychology Review, 6(2), 123–151. https://doi.org/10.1207/S15327957PSPR0602_03
Harper, M. S., & Welsh, D. P. (2007). Keeping quiet: Self-silencing and its association with relational and individual functioning among adolescent romantic couples. Journal of Social and Personal Relationships, 24(1), 99–116. https://doi.org/10.1177/0265407507072601
Knee, C. R., Canevello, A., Bush, A. L., & Cook, A. (2008). Relationship-contingent self-esteem and the ups and downs of romantic relationships. Journal of Personality and Social Psychology, 95(3), 608–627. https://doi.org/10.1037/0022-3514.95.3.608
Li, T., & Chan, D. K.-S. (2012). How anxious and avoidant attachment affect romantic relationship quality differently: A meta-analytic review. European Journal of Social Psychology, 42(4), 406–419. https://doi.org/10.1002/ejsp.1842
Shaver, P. R., Schachner, D. A., & Mikulincer, M. (2005). Attachment style, excessive reassurance seeking, relationship processes, and depression. Personality and Social Psychology Bulletin, 31(3), 343–359. https://doi.org/10.1177/0146167204271709
Slotter, E. B., Gardner, W. L., & Finkel, E. J. (2010). Who am I without you? The influence of romantic breakup on the self-concept. Personality and Social Psychology Bulletin, 36(2), 147–160. https://doi.org/10.1177/0146167209352250
Weber, E., & Hülür, G. (2021). Affect contagion in daily life is mediated by perceptions of partner affect: An experience-sampling study with older couples. Emotion, 21(8), 1699–1711. https://doi.org/10.1037/emo0001043
Whiffen, V. E., Foot, M. L., & Thompson, J. M. (2007). Self-silencing mediates the link between marital conflict and depression. Journal of Social and Personal Relationships, 24(6), 993–1006. https://doi.org/10.1177/0265407507084813
Whitchurch, E. R., Wilson, T. D., & Gilbert, D. T. (2011). “He loves me, he loves me not . . .”: Uncertainty can increase romantic attraction. Psychological Science, 22(2), 172–175. https://doi.org/10.1177/0956797610393745
Wie gut kennst du deinen Partner oder deine Partnerin wirklich? In dieser Folge von Paarpsychologie geht es um Fragen, die euch helfen können, einander besser zu verstehen und mehr emotionale Nähe in eurer Beziehung zu entwickeln. Denn selbst nach vielen gemeinsamen Jahren wissen wir manchmal erstaunlich wenig darüber, was den anderen gerade verunsichert oder welche Unterstützung ihm wirklich guttut.Eine Folge für alle, die ihren Partner besser verstehen, Missverständnisse klären und auch in einer langen Beziehung neugierig aufeinander bleiben möchten.
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Zweihundert Folgen Paarpsychologie. Ich habe die Stellen zusammengestellt, die Paaren am meisten geholfen haben. Wenn du nur eine Folge hörst, dann diese.
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Disclaimer: Es handelt sich bei dem Fallbeispiel, um ein fiktives Beispiel und nicht um eine echte Person. Die Inhalte ergeben sich aus verschiedenen Geschichten und KlientInnen, die ich in einem Beispiel zusammengefasst habe.
Kann man seinen Bindungsstil verändern oder bleibt eine ängstliche Bindung ein Leben lang bestehen? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, die unter Verlustangst leiden, in Beziehungen schnell verunsichert sind oder nach einem Vertrauensbruch selbst dann noch Alarm spüren, wenn der Partner längst wieder verlässlich ist. Die Bindungsforschung zeigt ein differenziertes und zugleich hoffnungsvolles Bild: Bindungsmuster sind erstaunlich stabil, aber sie sind kein unveränderliches Schicksal. Neue Beziehungserfahrungen, Psychotherapie und ein stabileres Selbstbild können dazu beitragen, dass ängstliche Bindung abnimmt und mehr innere Sicherheit entsteht.
Workshop Verlustangst verändern 20min Video
Podcastfolge Bindungsstile Übersicht
Studien
Arriaga, X. B., Kumashiro, M., Simpson, J. A., & Overall, N. C. (2018). Revising working models across time: Relationship situations that enhance attachment security. Personality and Social Psychology Review, 22(1), 71–96.
Davila, J., & Sargent, E. (2003). The meaning of life (events) predicts changes in attachment security. Personality and Social Psychology Bulletin, 29(11), 1383–1395.
Fraley, R. C. (2002). Attachment stability from infancy to adulthood: Meta-analysis and dynamic modeling of developmental mechanisms. Personality and Social Psychology Review, 6(2), 123–151.
Fraley, R. C., Gillath, O., & Deboeck, P. R. (2021). Do life events lead to enduring changes in adult attachment styles? A naturalistic longitudinal investigation. Journal of Personality and Social Psychology, 120(6), 1567–1606.
Hudson, N. W., Chopik, W. J., & Briley, D. A. (2020). Volitional change in adult attachment: Can people who want to become less anxious and avoidant move in that direction? European Journal of Personality, 34(1), 93–114.
Johnson, S. M., Makinen, J. A., & Millikin, J. W. (2001). Attachment injuries in couple relationships: A new perspective on impasses in couples therapy. Journal of Marital and Family Therapy, 27(2), 145–155.
Taylor, P., Rietzschel, J., Danquah, A., & Berry, K. (2015). Changes in attachment representations during psychological therapy. Psychotherapy Research, 25(2), 222–238.
Wie können Paare nach Streit, Distanz oder Missverständnissen wieder in Verbindung kommen? In dieser Podcastfolge erfährst du einen wirkungsvollen Beziehungstipp, der emotionale Nähe stärkt und dabei hilft, einander wieder besser zu verstehen.
Hier gibt es weitere Ressourcen, um in Verbindung zu kommen:
Ideen für schöne Dates
Arbeitsblätter für eine bessere Kommunikation
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Was macht eine Beziehung langfristig glücklich und sicher? Psychologisch fundierte Erkenntnisse über Liebe, Vertrauen, Konflikte, emotionale Sicherheit und die Fähigkeit, nach schwierigen Momenten wieder zueinanderzufinden.
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Quellen zum Nachlesen
Balzarini, R. N., Muise, A., Zoppolat, G., Di Bartolomeo, A., Rodrigues, D. L., Alonso-Ferres, M., Urganci, B., Debrot, A., Bock Pichayayothin, N., Dharma, C., Chi, P., Karremans, J. C., Schoebi, D., & Slatcher, R. B. (2023). Love in the time of COVID: Perceived partner responsiveness buffers people from lower relationship quality associated with COVID-related stressors. Social Psychological and Personality Science, 14(3), 342–355. https://doi.org/10.1177/19485506221094437
Coan, J. A., Schaefer, H. S., & Davidson, R. J. (2006). Lending a hand: Social regulation of the neural response to threat. Psychological Science, 17(12), 1032–1039. https://doi.org/10.1111/j.1467-9280.2006.01832.x
Gable, S. L., Reis, H. T., Impett, E. A., & Asher, E. R. (2004). What do you do when things go right? The intrapersonal and interpersonal benefits of sharing positive events. Journal of Personality and Social Psychology, 87(2), 228–245. https://doi.org/10.1037/0022-3514.87.2.228
Impett, E. A., Park, H. G., & Muise, A. (2024). Popular psychology through a scientific lens: Evaluating love languages from a relationship science perspective. Current Directions in Psychological Science, 33(2), 87–92. https://doi.org/10.1177/09637214231217663
Joel, S., Eastwick, P. W., Allison, C. J., Arriaga, X. B., Baker, Z. G., Bar-Kalifa, E., Bergeron, S., Birnbaum, G. E., Brock, R. L., Brumbaugh, C. C., Carmichael, C. L., Chen, S., Clarke, J., Cobb, R. J., Coolsen, M. K., Davis, J., de Jong, D. C., Debrot, A., DeHaas, E. C., . . . Wolf, S. (2020). Machine learning uncovers the most robust self-report predictors of relationship quality across 43 longitudinal couples studies. Proceedings of the National Academy of Sciences, 117(32), 19061–19071. https://doi.org/10.1073/pnas.1917036117
Kanter, J. B., Lavner, J. A., Lannin, D. G., Hilgard, J., & Monk, J. K. (2022). Does couple communication predict later relationship quality and dissolution? A meta-analysis. Journal of Marriage and Family, 84(2), 533–551. https://doi.org/10.1111/jomf.12804
Kappen, G., Karremans, J. C., Burk, W. J., & Buyukcan-Tetik, A. (2018). On the association between mindfulness and romantic relationship satisfaction: The role of partner acceptance. Mindfulness, 9(5), 1543–1556. https://doi.org/10.1007/s12671-018-0902-7
Karan, A., Rosenthal, R., & Robbins, M. L. (2019). Meta-analytic evidence that we-talk predicts relationship and personal functioning in romantic couples. Journal of Social and Personal Relationships, 36(9), 2624–2651. https://doi.org/10.1177/0265407518795336
Laurenceau, J.-P., Barrett, L. F., & Pietromonaco, P. R. (1998). Intimacy as an interpersonal process: The importance of self-disclosure, partner disclosure, and perceived partner responsiveness in interpersonal exchanges. Journal of Personality and Social Psychology, 74(5), 1238–1251. https://doi.org/10.1037/0022-3514.74.5.1238
Laurenceau, J.-P., Barrett, L. F., & Rovine, M. J. (2005). The interpersonal process model of intimacy in marriage: A daily-diary and multilevel modeling approach. Journal of Family Psychology, 19(2), 314–323. https://doi.org/10.1037/0893-3200.19.2.314
Murray, S. L., Holmes, J. G., & Collins, N. L. (2006). Optimizing assurance: The risk regulation system in relationships. Psychological Bulletin, 132(5), 641–666. https://doi.org/10.1037/0033-2909.132.5.641
Salvatore, J. E., Kuo, S. I.-C., Steele, R. D., Simpson, J. A., & Collins, W. A. (2011). Recovering from conflict in romantic relationships: A developmental perspective. Psychological Science, 22(3), 376–383. https://doi.org/10.1177/0956797610397055
Drei Geschichten sind mir in den vergangenen Wochen besonders nachgegangen, zwei aus der Paartherapie und eine aus einer Einzelsitzung. In allen drei Fällen begann die Veränderung nicht mit einem guten Rat, sondern damit, dass jemand endlich aussprach, wie es hinter der Wut, der Eifersucht oder dem ständigen Funktionieren wirklich aussah.
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