Herzmut Podcast: Liebeskummer, Beziehungsthemen und Singleleben

Herzmut Podcast: Liebeskummer, Beziehungsthemen und Singleleben

By Mag. Sabine Weiss, Psychologische Beraterin für Liebeskummer, Beziehungsthemen und SinglelebenEducationSelf-Improvement
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Herzmut Podcast: Liebeskummer, Beziehungsthemen und Singleleben episodes

  • Partnersuche – ich will endlich ankommen!

    Partnersuche sollte das nicht eigentlich eine schöne Zeit in deinem Leben sein? Endlich ist alles geregelt und es fehlt „nur“ noch der/die passende Partnerin zum Glück! Das wäre doch eigentlich eine privilegierte Ausgangsposition trotzdem erlebe ich in diesem Zusammenhang zunehmend gefrustete Klienten und zwar weiblich wie männlich. Aber woran liegt das?

    Tatsächlich wird die Partnersuche auch oft verglichen mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Erschöpfend, ewig dauernd und irgendwie sinnlos das sind meine Assoziationen zu diesem Vergleich. Wie geht es DIR denn damit?

    Warum die Partnersuche oft zu Dating-Frust führt

    Aus meiner Sicht gibt es mehrere Gründe, die dazu führen, dass die Partnersuche als extrem mühsam wahrgenommen wird. Und dennoch wir müssen einer (für manche) tristen Wahrheit ins Auge sehen.

    Leider wahr Partnersuche ist eine Altersfrage!

    Das Thema Partnersuche ist unter 20 schlichtweg kein Thema. Solange man noch in der Schule und später in der Ausbildung und/oder an der Uni ist Menschen zuhauf! Ferialjobs, Hobbies, Freizeitbeschäftigungen überall Menschen. Ein Effekt, der mit Eintritt ins Berufsleben deutlich abnimmt. Und auch wenn Statistiken zufolge jeder Fünfte seinen Partner/in am Arbeitsplatz findet wenn man mal länger im Unternehmen ist und dort keine größere Fluktuation stattfindet, dann versiegt die Quelle. Und mal ganz ehrlich wie lange haben wir unsere Geburtstage wirklich jährlich mit großen Parties gefeiert? In meinem Umfeld haben Geburtstagsfeiern, House-Warmings und Grillereien ab ca 30 deutlich abgenommen. Wie ist das bei dir?

    Das ist aber nicht der einzige Grund, warum es in jüngeren Jahren deutlich einfacher ist. Wenn man mal ganz ehrlich ist, hat man „in der Jugend“ (schreibe ich das hier wirklich? Fuck, wann bin ich eigentlich so alt geworden?) einfach noch keine Agenda. Man lebt im Jetzt und ob der/die Partner/in wirklich jetzt bis ans Lebensende bleibt, soweit denkt man nicht. Man lebt einfach.

    Je älter man wird, desto mehr Dinge kommen aber auf den „Einkaufszettel“. Man sucht plötzlich jemanden zum Heiraten, zum Kinderkriegen und Hausbauen. Und aus den bisherigen Beziehungen hat man auch so manche Schramme und Erfahrung dazu mitgenommen, wie der/die Partner/in besser nicht sein sollte.

    Wenn wir mal ganz ehrlich sind die Partnersuche wird ab einem gewissen Alter eher zur Suche nach einem Projektpartner.

    Bitte versteh mich nicht falsch das ist völlig ok so! Allerdings muss man sich dann auch klar sein, dass sich eigentlich die Kriterien dann verändern müssten.

    Manchmal sabotiert man die Partnersuche auch innerlich selbst

    Immer wieder arbeite ich mit Klienten an der Frage, wieso sie schon so lange single sind und wie sie das ändern könnten. Und ja oft gibt es wirklich innere (nicht immer bekannte) Gründe, warum man sich selbst sabotiert und Single bleibt, obwohl man offiziell genau das Gegenteil behauptet und auch glaubt. Und manchmal muss man auch einfach zugeben, dass man durch äußere Umstände nicht gerade begünstigt ist. Wenn du zB in Japan lebst und eine Frau bist, hast du ziemlich schlechte Karten. Dabei musst du aber gar nicht so weit gehen, manchmal reicht es schon, eher ländlich zu leben.

    Gern möchte ich dir auch meinen Beitrag zum Thema Kennenlernphase ans Herz legen. Ich bin überzeugt davon, dass sich das moderne Datingverhalten ganz massiv auf die Frage der Partnersuche und generell Beziehungen auswirkt und leider nicht nur im positiven Sinne. Wenn du von Singlebörsen auch schon gefrustet bist du bist nicht der/die Einzige!

    Auch der Mythos, dass man nur mit sich selbst Glücklich single sein muss und dann kommt der/die Partnerin von allein hält sich ja hartnäckig. In einem meiner früheren Videos ging ich ja bereits darauf ein!

    https://youtu.be/tJKT0w41dpE
    Partnersuche Was könnte es dir leichter machen?

    Gefallen muss er/sie mir. Zum Lachen soll er mich bringen. Sie soll hübsch sein. Reden muss ich mit ihm können. Lieb soll sie sein. Funken muss es schon! Es muss halt passen.

    Das berühmte Bauchgefühl und der Funke!

    Könnten diese Aussagen oben von dir sein? Wie würdest du deine Wünsche bei der Partnersuche formulieren?

    So, und jetzt kommt leider die unbequeme Wahrheit: Die meisten Menschen überlegen sich den Autokauf besser als die Partnersuche.

    Als ich Mama wurde, war mir klar, mein Smart Cabrio ist nicht mehr passend. Ich wußte, ich brauch ein Auto mit großem Kofferraum, 4 Türen, niedriger Ladekante, irgendwo zwischen 70-90 PS, Sitzheizung (ganz wichtig!), Klimaanlage und nicht-weiß. Gültiges Pickerl, 8fach bereift und idealerweise Schiebedach. Und das ganze noch in meiner Preisklasse. Erinnerst du dich an frühere Autokäufe, kannst du das ungefähr nachvollziehen?

    So im obigen Beispiel sind das allein 11 Kriterien für ein AUTO !! Und jetzt komm mir nochmal mit „mein Bauchgefühl muss passen“ bei der Partnersuche? Ich denke du merkst, worauf ich hinaus will

    Vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch?

    Und wenn wir schon dabei sind bitte falle NICHT auf die größe Lüge im Dating rein! Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich schon gehört habe: Ich hab mir schon überlegt, dass meine Ansprüche zu hoch sind und ich deshalb keinen Partner finde! Es hilft nämlich rein gar nichts, deine Ansprüche zu reduzieren du kannst fast immer annehmen, dass du eher genau das Gegenteil machen musst!

    Insgesamt merke ich oft: wirklich ALLE meine Klienten sind am Anfang davon überzeugt, eine klare Vorstellung davon zu haben, wenn sie suchen und wer zu ihnen passt. Und ganz oft stellt sich binnen kürzester Zeit heraus nope, Fehlanzeige. Tatsächlich haben nur wenige Menschen wirklich eine Idee davon, was sie wirklich suchen und wer zu ihnen passt! Und weißt du woran das liegt? Weil die wenigsten Menschen sich selber wirklich gut kennen!

    Woher willst du wissen, wer zu dir passt, wenn du dich selber nicht wirklich kennst?

    Wenn DIR in diesem Zusammenhang jetzt Zweifel kommen, ob du das für dich wirklich schon gut herausgearbeitet hast dabei begleite ich dich gerne. In nur wenigen Stunden (meistens die Kennenlernstunde plus das 3-Stunden-Paket) erzielen meine Klientinnen und Klienten wirklich erstaunliche Fortschritte.

    Endlich ankommen was wenn der/die Partner/in NICHT das Ziel deiner Suche ist?

    Ganz unabhängig davon möchte ich aber auf einen Aspekt eingehen, den ich ganz oft in meinen Begleitungen höre. Ich will endlich ankommen dazu erzähle ich dir hier noch mehr!

    https://youtu.be/FtJOO9el6l0

    Ich weiß, wir alle sind so aufgewachsen und von Disney erzogen worden, dass unser Leben erst vollständig ist, wenn wir zu Zweit sind. Wenn wir unsere passende und bessere Hälfte gefunden haben. Und natürlich ist es schöner, wenn die Partnersuche abgeschlossen ist ich bin doch keine Zynikerin!

    Mir ist aber auch und vor allem durch sehr lange Singlephasen klar geworden es gibt nur eine einzige lebenslange Beziehung. Und das ist die Beziehung zu MIR. Ich bin der einzige Mensch, der vom ersten bis zu letzten Atemzug bei mir sein wird. Und ich bin zutiefst davon überzeugt wenn du DIESE Beziehung endlich gefunden hast und leben kannst, dann ändert sich alles.

    Und wenn DU jetzt das Gefühl hast, dass du dir das gerne mal mit mir ansehen möchtest, dann nutze doch meine Kennenlernstunde und wir sprechen uns schon ganz bald!

    Ganz viel Herz & Mut bei DEINER Partnersuche!

    Deine Sabine

    13 min
  • Beziehungsende – warum scheitern meine Beziehungen?

    Am Ende ist alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. Wie oft haben wir diesen Spruch schon gehört? Und wie oft daran festgehalten? Vor allem am Beziehungsende? Das fühlt sich nämlich selten gut an. Und dann hasst man diesen Spruch entweder oder man hofft, dass er bedeutet, dass es doch noch ein happy End gibt. Aber manchmal (ok meistens) ist ein Beziehungsende genau das ein Ende. Und viele fragen dann: warum sind wir gescheitert?

    Noch genauer fragen MICH das oft meine Klienten. Und sie meinen damit gar nicht, warum sie als Paar gescheitert sind, sondern sie beziehen die Frage ganz persönlich auf sich. Warum bin ich schon wieder an einer Beziehung gescheitert? Ich frage dann meistens nach, was damit gemeint ist. Oft kommt als Antwort dann so etwas wie: na warum schaffe ich es nicht, eine Beziehung zu halten? Meine Beziehungen scheitern ja alle!

    Ich verstehe, dass man am Beziehungsende da steht und Bilanz zieht. Sich zu fragen, warum eine Beziehung GEENDET hat, verstehen zu wollen und daraus zu lernen. Das ist auch sinnvoll! Ich merke allerdings auch immer wieder, dass abgesehen von der Selbstreflexion hier ein ziemlich unrealistisches Bild von Beziehung in vielen Köpfen steckt.

    Ich hab es nicht geschafft, DIE Frau für ihn zu sein.

    eine Klientin

    Ist das wirklich etwas, das man SCHAFFEN kann? Oder nicht vielmehr etwas, das man IST?

    Ist ein Beziehungsende automatisch ein Scheitern?

    Wenn du dir am Beziehungsende die Frage stellst, warum du GESCHEITERT bist dann ist das nur bedingt ein sinnvoller Ansatz. Ich kann dieses Gefühl des Scheiterns sehr gut nachvollziehen und als Coach, der dich am Beziehungsende begleitet, möchte ich dir trotzdem unbedingt mitgeben, dass du diesen Gedanken sehr genau prüfen solltest. Wer schon mit mir gearbeitet hat weiß, dass ich großen Wert auf Gedankenhygiene lege. Warum ist ganz einfach deine Gedanken und vor allem die Worte, die du dabei wählst, prägen dein Unbewusstes und damit dein Selbstbild und Selbstverständnis.

    Scheitern ist etwas hochpersönliches. Es wird als persönliches Versagen wahrgenommen. Aber kann man das im Zusammenhang mit einer Beziehung selbst am Beziehungsende überhaupt so sagen?

    Stell dir doch mal umgekehrt die Frage wenn eine Beziehung scheitern kann (das ist sie in den Köpfen der Meisten am Ende), kann sie offenbar auch „nicht scheitern“. Was genau dieses Nicht-Scheitern ist, das hat sich aber kaum jemand überlegt. Für die meisten Menschen ist das Gegenteil von Scheitern GELINGEN.

    Wann gelingt eine Beziehung?

    Nur wann ist eine Beziehung gelungen? Da kommt jetzt der Haken. Die Standardantwort hieraus ist zumindest bei meinen Klienten und Klientinnen na wenn sie HÄLT.

    Aber ist das wirklich so? Ist eine Beziehung nur dann gelungen, wenn sie hält? Und wie lange muss sie dafür halten? Ein Leben lang? Oder ein paar Jahre? Ich habe Klienten, die 25 Jahre lang glücklich verheiratet waren und dann am Beziehungsende sich genauso gescheitert fühlen wie jene, die zum 5 Mal hintereinander verlassen werden.

    Was mich so stört und ich dir unbedingt mitgeben will:
    https://youtu.be/Ey02j9ET0lc
    BEZIEHUNGEN SIND NICHT MACHBAR.

    Sie sind kein Projekt und schon gar kein Einser-Projekt. Beziehungen sind (wenn schon) ein Zweierprojekt, ein Teamprojekt. Es ist völlig egal, wieviel DU in eine Beziehung hineinsteckst, an Liebe, an Zeit, an Energie. Du ALLEIN kannst keine Beziehung „machen“. Du wirst immer davon abhängig sein, ob und wieviel dein Partner, deine Partnerin mitmacht.

    BEZIEHUNGEN SIND NICHT UNENDLICH

    In jedem guten Zielbildungsmodell gibt es den Faktor Zeit. Bis wann muss es fertig sein? Wie lang soll das Projekt laufen? Nur bei Beziehungen steckt in jedem Kopf noch immer drinnen, dass sie in Leben lang halten muss. Dazu musst du wissen das war nicht immer so. Die Idee der romantischen Beziehung, der Liebesbeziehung, kam erst spät auf. In Deutschland durfte man lange Zeit erst heiraten, wenn MANN sich, seine Frau und allfällige Kinder ernähren konnte. Damit waren niedrige Stände von der Ehe ausgeschlossen. Erst ab dem 19 Jahrhundert setzte sich die Idee einer Liebesheirat durch. Bis dahin waren Ehen zielgerichtet. Fortpflanzung, Status. In Deutschland wurde erst 1876 die grundsätzliche Ehefreiheit eingeführt. Die Lebenserwartung damals war allerdings gerade mal 35 Jahre und hat sich seitdem verdoppelt!

    Und dennoch halten wir daran fest, dass eine Beziehung ein Leben lang halten muss, um als „gelungen“ zu gelten?

    Das Ideal ist geblieben, muss jetzt allerdings doppelt so lang halten. Ist das wirklich realistisch?

    Was wäre, wenn das Beziehungsende miteingeplant wäre?

    Ich lade dich gern ein zu einem Gedankenexperiment: Stell dir vor, du triffst deine große Liebe. Leider hat er oder sie jedoch nur mehr 1 Jahr zu leben. Was tust du? Nimmst du das 1 Jahr an und lebst die Beziehung? Oder lässt du es lieber bleiben und suchst nach etwas Längerfristigem? Die Meisten würden hier die Beziehung nehmen. Die Große Liebe ist dann wohl doch wichtiger als die Dauer.

    Für mich zeichnet sich eine Beziehung durch die Emotion, das Erleben und Lernen aus. Vielleicht würde das Wort „Qualität“ es am besten treffen. Ob sie dann ein paar Monate, Jahre oder Leben gedauert hat, ist glaube ich heutzutage immer mehr nachrangig. Natürlich würde ich mir auch wünschen, EINEN Partner zu haben, der bis zum Ende bleibt. Das ist auch das, was mir meine Eltern vorgelebt haben. Ich weiß aber beim besten Willen nicht, ob das heute noch geht, wenn ich mir alle Entwicklungen unserer Gesellschaft so ansehe. Datingplattformen und Smartphones haben nicht nur das Sexual- und Datingverhalten verändert, sondern haben natürlich auch Einfluss auf das Beziehungsverhalten. Tinder allein hatte 2019 rd 50 Millionen User weltweit und rund 12 Millionen Matches pro Tag. Wir können nicht SO daten und glauben, dass das keinen EInfluss auf unser Beziehungsverhalten hat!

    Mir hilft da auch immer die Erinnerung an einen meiner allerersten Klienten. Er buchte mich damals um gemeinsam zu reflektieren, was sein Muster war. Denn seine Beziehungen brachen immer nach ca einem dreiviertel Jahr ab. Auf meine Frage, was er denn als Erfolg sehen würde war seine Antwort:

    Ich wäre schon froh, wenn ich mal über ein Jahr drüber käme.

    Insofern möchte ich dich heute wirklich dazu anregen gerade jetzt am Beziehungsende! darüber nachzudenken, was wirklich schief gegangen ist. Und was vielleicht das eigentliche Erfolgskriterium für deine nächste Beziehung sein könnte! Gerne mit mir nutze die Kennenlernstunde!

    Ganz viel Herz und Mut!

    Deine Sabine

    18 min
  • Trennung JA oder NEIN? Kopf sagt Nein Herz sagt JA

    Mein Kopf sagt Nein, geh endlich. Du wirst in dieser Beziehung nicht mehr glücklich, er/sie wird sich nicht ändern. So viele Versuche, die Beziehung zu retten, alles sinnlos. Mein Herz sagt aber ich liebe ihn/sie doch so sehr! Ich kann doch nicht Schluss machen, wenn ich noch so starke Gefühle habe! Gibt es nicht doch noch einen Weg? Hilfe Trennung ja oder nein?

    Hallo und schön, dass du zu mir gefunden hast! Quälst du dich auch gerade mit der Frage, ob Trennung ja oder nein? Immer wieder schreiben mir Menschen völlig verzweifelt, wie unglücklich sie in ihrer Beziehung sind und dass sie nicht mehr weiter wissen. Wenn der Kopf Nein sagt und das Herz Ja sagt wie sollst du dich dann entscheiden? Ich möchte dir in diesem Beitrag keine neuen Argumente liefern, sondern grundsätzlich einen hinderlichen Glaubenssatz hinterfragen. Und vielleicht bringt dich ja genau das der Entscheidung einen Schritt näher!

    Trennung ja oder nein bei toxischen Beziehungen

    Insbesondere seit ich mich auf toxische Beziehungen auch spezialisiert habe, häufen sich diese Anfragen. Ganz viele Menschen buchen Beratung, weil sie in erster Linie erfahren wollen, ob ihr Partner/in narzisstische Züge aufweist. Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du, dass ich nur sehr ungern Diagnosen stelle. Unabhängig davon, dass das einem Arzt obliegt, sehe ich keinen Zweck darin. Was hilft es dir zu wissen, dass dein/e Partnerin toxische Züge hat?

    Mittlerweile verstehe ich es nach unzähligen Beratungen jedoch besser die toxischen Züge des Partners richtig einzuordnen hilft vielen Menschen, ihre Entscheidung zu treffen. Trennung ja oder nein wird deutlich einfacher, wenn man das Gefühl hat, schlichtweg zu „wissen“, dass der/die Andere sich nicht mehr ändern wird (auch wenn man das in der Form eigentlich nie sagen kann). Über die Schwierigkeit, toxische Beziehungen zu verlassen, habe ich ja auch schon ausführlich geschrieben.

    Kopf sagt Nein Herz sagt Ja Was tun?

    Im heutigen Beitrag geht es mir nicht darum, dir auf die Sprünge zu helfen, wie du neue Argumente für deine Entscheidung findest. Ich bin sicher, dass du das gut selbst kannst. Wenn man nicht weiß, was man tun soll, weil die Argumente so unterschiedlich sind auf Kopf und auf Herzebene, sucht man zwar oft noch weitere Punkte, welche das Gewicht irgendwie in eine bestimmte Richtung bringen. Nicht immer gibt es das.

    Dir muss klar sein sachliche Argumente stehen nicht GEGEN Emotionen. Es ist nicht Kopf gegen Herz, sondern Kopf UND Herz.

    Es gibt simpel beides und du musst bei der Frage, ob Trennung Ja oder Nein beides sehen. Die Argumente, die dir dein Kopf liefert und die Gefühle, die du im Herzen trägst, haben einfach unterschiedliche Qualitäten. Und dann musst du dich entscheiden, wem du folgst. Dem Kopf oder dem Herz. Und da wird es tricky denn die meisten Menschen haben eine Disney-Version von Liebe im Kopf. Nämlich so etwas wie einen (vielleicht unbewussten) Glaubenssatz:

    Aber Liebe schafft doch alles. Und wenn es Liebe ist, macht man nicht Schluss.

    (aus der Kategorie: hinderliche Glaubenssätze)

    Ich sags nur ungern aber Liebe schafft nicht alles. Soll sie auch gar nicht. Das Problem an dem Glaubenssatz ist, dass man dann nie aufgeben darf, auch nicht wenn man eigentlich schon am Ende ist. Oft erinnert mich das ein wenig an eine Szene aus dem Ritter der Kokosnuss:

    https://youtu.be/YMZ6FvpvleA
    Wenn aufgeben keine Option ist der schwarze Ritter hat keine Arme und Beine mehr und sagt am Ende noch immer: Ha, du Feigling! Jetzt türmst du!

    Und mit wahrer Liebe hat es oft in diesem Stadium auch nur mehr wenig zu tun. Bei vielen meiner Klienten ist eher schon eine emotionale Abhängigkeit entstanden. Sei es, weil es sich eben um eine toxische Beziehung handelt oder weil mittlerweile schon eine On/Off-Beziehung zwischen euch beiden besteht. Es ist nicht immer einfach, Liebe von Abhängigkeit zu unterscheiden.

    Der Denkfehler bei der Frage Trennung Ja oder Nein!

    Ich möchte aber gar nicht darauf eingehen, wie du mit dem Kopf weitere Gründe für ein Nein suchen könntest. Selten bis nie hat es eine Lösung gebracht, wenn der Kopf statt 5 dann 8 Punkte hat. Genausowenig möchte ich dich verunsichern, ob dein Herz nun Ja sagt, weil es liebt oder weil es abhängig ist.

    Was ich dir heute unbedingt mitgeben möchte, ist ein völlig anderer Ansatz. Wenn meine Klienten sich mit so einer Frage an mich wenden, gehen wir natürlich erst einmal alle Argumente durch. Kopf und Herz. Und in vielen Fällen, löst es sich auf da schon bzw finden wir oft auch einen anderen Weg. Nicht immer ist es rechts oder links.

    Aber manchmal bleibt es bis zum Schluss eine Zwickmühle. Kopf sagt Nein, Herz sagt Ja und was jetzt?

    https://youtu.be/wa1FWzWsqyw

    Dann frage ich gern:

    Glaubst du wirklich, dass jede Trennung da draußen nur stattfindet, weil die Liebe weg ist? Weil das Herz auch endlich an dem Punkt ist, wo es nichts mehr empfindet und Nein sagt?

    Ganz viele Trennungen finden TROTZ Liebe statt!

    Glaubst du, dass Menschen die sich trennen, weil der Partner sie betrügt, den Partner plötzlich nicht mehr lieben? Dass jeder Mensch, der vom Partner geschlagen wird, in der Sekunde aus der Liebe fällt und deshalb so einfach geht?

    Schluss machen ist nie leicht. Wenn du glaust, dass du warten musst, bis dein Herz an den Punkt kommt, wo es keine Gefühle mehr hat, wirst du nur in den seltensten Fällen zu einer eigenen Entscheidung kommen.

    Es gibt Situationen in denen du deinen Partner lieben kannst und trotzdem gehen musst.

    Manchmal muss der Kopf voraus gehen. Das Herz kommt dann nach.

    Denk einfach mal darüber nach, über Trennungen trotz Liebe habe ich ja hier schon mal geschrieben und übers Schluss machen auch. Und gern können wir natürlich auch darüber sprechen.

    Ganz viel Herz & Mut bei dieser Selbstreflexion!

    Deine Sabine

    12 min
  • Soll ich Schluss machen?

    Soll ich Schluss machen oder auch: ich würd gern Schluss machen, aber ich schaffe es nicht. Immer wieder landen solche Anfragen in meinem Postfach. Oft haben die Betroffenen auch schon eine entsprechende „Leidensgeschichte“ dabei. Kaum jemand der sich mit der Frage nach Schlussmachen beschäftigt und dabei Hilfe sucht, hat es nicht schon selbst mal versucht. Warum klappt es dann aber oft nicht?

    Hallo Du, schön, dass du zu mir gefunden hast! Wenn du hier gelandet bist, dann bist du vermutlich irgendwie auf der Suche nach Erklärungen, warum du nicht Schluss machen kannst. Oder wie du es vielleicht doch schaffen kannst, deine Beziehung zu beenden. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit hast du schon mehrere Anläufe unternommen aber statt einem Beziehungsende ist eine On-Off-Beziehung dabei entstanden. Irks.

    In diesem Artikel hier habe ich schon mal die 7 Gründe, die Schluss machen so schwer machen, erläutert. Ich würde dir sehr empfehlen, dich einzulesen und für dich nachzuspüren, ob bzw was davon auf dich zutrifft.

    Dennoch ist die Frage, ob man Schluss machen soll natürlich nie so einfach abgearbeitet. Und daher heute noch mal ein weiterer Aspekt von mir dazu.

     

    Soll ich Schluss machen das vielleicht größte Missverständnis um diese Frage

    Die meisten Menschen, die sich mit dieser Entscheidung plagen, mühen sich sehr damit, eine Entscheidung zu treffen. Und vergessen oft dabei, dass es ein Prozess ist. Ja ja, ich weiß das klingt erstmal nach No-Na. Aber tatsächlich erlebe ich immer wieder, dass viel zu oft zu früh Schluss gemacht wird. Weil der innere Drang bzw Schmerz schon so groß ist, dass es einfach nicht mehr aushaltbar ist. Dann wird überhaps Schluss gemacht und kurz drauf alles bereut, noch ein Gespräch gesucht, noch eine Chance genutzt und auf einmal ist man wieder zusammen. Und genauso unglücklich wie vorher.

    Bestimmt hast du schon mal von den Trauerphasen oder Liebeskummerphasen gehört. Was den Wenigsten bewusst ist, ist dass diese Phasen im Normalfall VOR einer Trennung durchlaufen werden. Mehr dazu erfährst du in diesem Video:

     

    https://youtu.be/IRav_GBr79Q

     

    Die Entscheidung Schluss zu machen wird im besten Fall in der Trennungsphase 4 (Trauer und Akzeptanz!) getroffen. Wenn du an diesem Punkt bist, wird deine Entscheidung dich zu trennen auch nachhaltig sein.

    Ich hoffe sehr, dass DIR dieser Beitrag samt allen dazugehörigen Artikeln und Videos eine Hilfe ist. Eine Hilfe bei der Frage, ob du Schluss machen sollst. Eine kleine Erklärung bringt, warum du es vielleicht bis jetzt nicht geschafft hast. Wieso eine On-Off-Beziehung plötzlich da ist. Was mir immer wichtig ist es ist was es ist! Vorwürfe und Zweifel bringen dich an dieser Stelle nicht mehr weiter. Externe Hilfe schon! Wenn du die Kennenlernstunde nutzen möchtest, um mit mir deine Beziehung zu beleuchten und vielleicht JETZT die Entscheidung zu treffen, wie es weitergehen soll dann freue ich mich auf deine Nachricht!

     

    Wie auch immer du dich entscheidest ich wünsche DIR ganz viel Herz & Mut!

     

    Sabine

    14 min
  • Die Kennenlernphase – diese Punkte sind ausschlaggebend!

    Zwischen dem ersten Kennenlernen und einer Beziehungsentscheidung liegt die Kennenlernphase. Für manche ist das die schönste, für andere aber auch die anstrengste Phase einer (möglichen) Beziehung. Warum das so ist, wie lange sie dauert und wofür sie eigentlich da ist bzw was am Ende dabei rauskommen sollte!

    Herzlich willkommen, schön dass DU da bist! Wenn du diesen Artikel gerade ergoogelt hast, dann bist du vermutlich gerade selbst mitten drin in der Kennenlernphase und hast … Zweifel. Ganz klar. Denn wenn es dir gut gehen würde, würdest du dich nicht auf die Suche machen.

    Für die Einen ist die Kennenlernphase ja die schönste Zeit überhaupt und so mancher Andere würde sie am liebsten überspringen. Eine Freundin von mir sagt immer, am liebsten würde sie das alles überspringen und sofort heiraten, dann ist alles erledigt. Die ganze Aufregung davor interessiert sie nicht. Eigentlich schade und gleichzeitig verstehe ich sie sehr gut.

    Unsicherheit als größte Herausforderung in der Kennenlernphase

    Das Schöne der Kennenlernphase ist ja genau das Kennenlernen. Egal auf welche Art und Weise dieser Prozess beginnt ob online, in einer Bar oder im Diskonter. Man kommt erstmal irgendwie in Kontakt und findet den zumindest soweit faszinierend, dass man weiter dran bleiben möchte. Mit der Zeit interessiert man sich für den Anderen, langsam immer mehr. Das Kennenlernen schreitet voran und im besten Fall auch die Anziehung zueinander. Über viele Fragen lernt man sich besser kennen und versucht mit jedem Kontakt, mehr über den Anderen zu erfahren.

    Für viele Menschen ist diese Phase relativ einfach, ich erlebe jedoch immer wieder, dass hier auch viele Unsicherheiten bestehen. Die größte Schwierigkeit ist hier immer wieder die Frage:

    wie lange dauert die Kennenlernphase überhaupt?

    Und diese Frage wiederum stellt sich nur aus einem Grund: wenn einer schneller als der andere an dem Punkt ist, wo er gern schon eine fixe Beziehung hätte. Und der Andere sich noch nicht comitted hat. Typischerweise sind es Frauen, die früher wissen, dass sie schon gern zusammen wären. Das heißt nicht, dass Männer nicht öfters auch schon an dem Punkt wären, wo sie das wüßten. Aber Frauen haben naturgemäß (und das meine ich so, nämlich tatsächlich evolutionsbiologisch gesehen) viel mehr Interesse an einer fixen Beziehung als Männer. Vielleicht hilft dir daher der folgende Abschnitt:

    Die Kennenlernphase für Männer

    Männer verlieben sich anders als Frauen und auch langsamer.

    Es gibt typische Phasen, wie wir Menschen prüfen, ob unser Gegenüber für eine Beziehung für uns interessant wäre. Dieser Prozess läuft bei Frauen ganz anders ab als bei Männern, praktisch gegenläufig sogar. Man sagt, dass Männer drei Mal so lang brauchen wie Frauen, um sich zu verlieben. DREI MAL so lang!

    Das bedeutet, dass hier leicht ein unterschiedliches Tempo entsteht und das kann auf beiden Seiten für Frust sorgen. Während typischerweise die Frau sich schon mehr wünscht und gedanklich schon aus der Kennenlernphase in die Beziehung hinein gegangen ist, ist der Mann oft noch mitten in seinem unverbindlichen Singleleben verhaftet und denkt möglicherweise noch gar nicht über Beziehung nach!

    Wichtig ist auch, warum und wo ihr euch überhaupt kennengelernt habt

    Und auch der Hintergrund des Kennenlernens spielt eine wichtige Rolle in dieser Phase!

    Dir muss klar sein, dass es einen Unterschied macht, ob ihr euch auf einer Plattform trefft, die zumindest offiziell für Beziehungssuchende steht. Oder eher auf einer Seite, wo Casual Dating und unverbindlicher Sex im Vordergrund steht. Je nachdem wo man(n) sich angemeldet hat, hat man(n) sich vorher auch schon Gedanken in die entsprechende Richtung gemacht.

    Das bedeutet nicht, dass ihr euch nicht für unverbindlichen Sex treffen könnt und sich daraus dann doch eine Kennenlernphase entwickeln kann! Die Voraussetzungen dafür sind nur deutlich geringer in diesem Fall.

    Eine der wichtigsten Fragen in der Kennenlernphase ist daher, ob beide am selben Punkt in ihrem Leben sind!

    Wie lange dauert die Kennenlernphase?

    Hier musst du unterscheiden zwischen der Kennenlernphase im Sinne eines echten Kennenlernens und der offiziellen Phase, Ich meine, du kennst deinen Partner/in erst nach der Trennung wirklich. Und aus systemischer Sicht ist es schlau, nie dem Irrglauben zu verfallen, den anderen wirklich zu kennen.

    Was die meisten Menschen eigentlich wissen wollen mit dieser Frage, ist wie lange man in der Kennenlernphase warten muss, bis man „die Frage“ stellen kann. Weil so aufregend die Kennenlernphase auch ist, die meisten von uns wollen dann doch irgendwann auch die damit verbundene Unsicherheit in der Partnersuche hinter sich lassen.

    Die Kennenlernphase endet mit der Entscheidung für oder gegen eine Beziehung.

    Wer hier weniger Druck dahinter hat, ist deutlich entspannter!

    Ehrlich gesagt gibt es dafür keine konkreten Zeitvorgaben. Es gibt Paare, die sich treffen, klicken und nach 2 Tagen wissen, dass sie zusammenbleiben wollen. Aber Achtung das bedeutet NICHT, dass da die Kennenlernphase schon vorbei ist! Es heißt nur, dass sie die Entscheidung zueinander schon schneller getroffen haben.

    Andere Menschen lassen sich mehr Zeit um sich auf verbindliche Zusagen einzulassen. Drängeln ist da einfach nur kontraproduktiv. Und trotzdem oft tief drinnen, dass es fast unmöglich scheint, es nicht zu tun! Eine Zeitspanne von ein paar Wochen bis Monaten kannst du schon einplanen. Ich frage alle meine Klienten immer, wie lang sie gebraucht haben, um sich für den anderen Partner bzw zur Beziehung zu entscheiden. Da sind Zeitspannen von wenigen Tagen bis fast ein Jahr dabei.

    Aus meiner Sicht ist eine Zeitspanne von rd 8-12 Wochen für die Kennenlernphase sinnvoll. Alles darunter ist oft überstürzt, alles darüber ist eigentlich schon eine Beziehung, zu der sich nur einer von euch bekennt. Und solltet ihr euch beide nicht dazu comitten, dann ist es eigentlich eine typische Affäre.

    Wie du fragen kannst, ob ihr ein Paar sein wollt, kannst du hier nachlesen.

    Du brauchst Geduld in der Kennenlernphase

    Geduld in der Kennenlernphase ist meistens eher eine Herausforderung für Frauen. Wie oben schon ausgeführt, haben Männer meistens ein anderes Tempo. Schwierig ist dabei oft die Einschätzung meint er es ernst und braucht mehr Zeit? Oder spielt er nur mit dir? Diese Frage ist wichtig, weil auch du möchtest ja deine Zeit nicht vergeuden und auch nicht unnötig verletzt werden, oder? Gleichzeitig möchtest du dich möglichst unterstützend verhalten, um dich nicht selbst zu sabotieren. Freundinnen sind dabei nur selten die richtigen Ratgeber, sie sind immer befangen. Falls du eine externe Einschätzung dazu möchtest, dafür ist meine Kennenlernstunde ideal.

    Wenn sich ein Mann nach der Kennenlernphase plötzlich zurückzieht, kann das mehrere Gründe haben. Falls dir das schon mehrfach passiert ist und du prüfen möchtest, ob es etwas mit deinem Verhalten zu tun hat, dann habe ich diesen Kurs hier für dich entwickelt!

    Der eigentliche Sinn der Kennenlernphase

    Die Kennenlernphase ist dafür da um festzustellen, ob

    • sich eine tiefere Anziehung zwischen euch entwickelt. Ihr braucht die Anziehung, um euch auch in schwierigen Phasen wieder Kraft zu geben, weiter zu machen!
    • ihr ähnliche Werte habt. Gleiche bzw ähnliche Vorstellungen über euer Leben, eure Beziehung bis hin zu alltäglichen Abläufen bestimmen, wie gut ihr zusammen passt. Das sind die Anteile, die euch über lange Zeit stabil in der Beziehung halten können!
    • Mich erinnert das immer an einen alten Spruch: Wer sich auf den ersten Blick verliebt, will sich manchmal nur keine Zeit für den zweiten Blick nehmen. Und genau diesen zweiten Blick braucht es.

      Der größte Fehler in der Kennenlernphase

      Was ich immer wieder erlebe, ist dass Menschen übermäßig in der Kennenlernphase investieren und am Ergebnis festhalten.

      Wenn du glaubst, dass aus der Kennenlernphase eine Beziehung werden muss, dann stehst du dir selber im Weg!

      Das ist genau NICHT der Sinn und das größte Missverständnis rund um die Kennenlernphase!

      Diese Zeit ist für dich gedacht. Damit du prüfen kannst, ob du hier wirklich an den richtigen Mann/die richtige Frau gekommen bist. Ja, am Ende der Kennenlernphase darf auch Schluss gemacht werden, selbst wenn man noch gar nicht in einer Beziehung war!

      Wenn du dir selbst erlauben kannst, dass es am Ende der Kennenlernphase auch wieder vorbei sein darf, wirst du deutlich entspannter sein!

      Fakt ist für ein echtes Kennenlernen brauchst du Zeit. Und oft auch Energie, weil gerade die Unsicherheit, wo diese Phase hingeht, für manche Menschen stärker belastend ist. Zu oft werden aus Angst und Anspannung gerade hier die unnötigsten Fehler gemacht, die eine mögliche Beziehung schon in der Kennenlernphase einfach killen. Hast du Angst, dass das gerade auch dir passiert, weil er sich plötzlich immer mehr zurückzieht? Dabei unterstütze ich dich sehr gern! Sehen wir uns in der Kennenlernstunde?! Ich bin da für dich!

      Ganz viel Herz & Mut für diese spannende Phase in eurem Kennenlernen!

      Herzlichst, Sabine

      16 min
    • Neuanfang mit Ex – wenn Ex zurück misslingt

      Ex zurück ist ja so ein kleines Aufreger-Thema für mich. Dennoch begleite ich immer wieder Paare oder besser gesagt Paar-Hälften auf dem Weg zum Neuanfang mit der/dem Ex. Und manchmal erlebe ich dabei auch, wie es gerade NICHT sein soll …

      Jeder der mir schon länger folgt, weiß dass ich beim Thema Ex Zurück meine eigenen Ansichten habe. Das lingt daran, dass so oft die Kraft eines einmal in Gang gesetzten Prozesses (das Schlussmachen des Partners) unterschätzt wird. Dennoch glaube auch ich, dass es eine Zukunft auch mit dem/der Ex geben kann. Wie dieser Weg nach der Trennung aussehen kann, habe ich dir in diesem Artikel schon beschrieben.

      Wenn jemand beim Ex mit großem Abstand nach der Trennung auftaucht und dort eine nachhaltige Veränderung verspricht, bin ich die Erste, die sofern noch Gefühle vorhanden sind dafür ist, der Beziehung noch einmal eine vorsichtige Chance zu geben und einen Neuanfang zu wagen!

      Leider und zwar wirklich leider muss man manchmal aber auch dafür bereit sein, dass dieser Neuanfang ausgerechnet vom Ex einfach nicht genutzt wird. Wenn innerhalb kürzester Zeit sichtbar wird, dass die angeblichen Veränderungen beim Ex schlichtweg nicht sichtbar sind.

      https://youtu.be/41j3RdQVDuc

      Wenn mit dem Ex auch die gleichen Aufregerthemen wie vorher wieder zurück sind, ist es manchmal besser sich daran zu erinnern, warum und dass man schon einmal eine Entscheidung in dem Zusammenhang getroffen hat. Vielleicht war es besser so.

      Weil das Herz da meistens nicht so einfach mitspielt, schadet es nicht, auch den Kopf mit an Bord zu holen. Mach dir eine Liste mit den Veränderungen, die du dir gewunschen hast die dein Ex beim Zurückkommen auch angeblich verändert hat. Und dann gib euch beiden Zeit, mehrere Wochen, und schau dir jeden Tag an ganz konkret zeigen sich die Veränderungen? In welchem Ausmaß? Oft hilft es auch, es mit jemanden Außenstehenden zu besprechen zB mit mir. Wenn du diese Beobachtungsaufgabe vorbereitest und wir in einer Kennenlernstunde einsteigen, wirst du bestimmt bald besser entscheiden können, ob der Neuanfang mit der/dem Ex Potential hat!

      Ganz viel Herz & Mut,

      Sabine

      12 min
    • Streit in der Beziehung – Warnsignal oder OK?

      So oft höre ich: „Ja wir haben uns immer wieder gestritten, aber das gehört doch einfach dazu ich hätte nie gedacht, dass er/sie mich deswegen verlässt! “ Gehört Streit in der Beziehung also einfach dazu oder ist er ein Zeichen für tiefsitzendere Beziehungsprobleme?

      Lass uns das Thema mal von einer anderen Seite beginnen:

      Beziehungen ohne Streit geht das überhaupt?

      Ich denke, die Frage ist völlig falsch. Eigentlich kann man sich nur streiten, wenn man in einer Beziehung ist. Sich zu streiten bedeutet sich auseinanderzusetzen und das geht nur, wenn man sich auf jemanden bezieht. Insofern brauche ich die Beziehung VOR dem Streit.

      Und weiter wenn streiten eine Auseinandersetzung in der Beziehung ist, dann entsteht Streit, wenn man unterschiedlicher Meinung bzw Ansicht über etwas ist. In meiner Welt zumindest kann ich nicht annehmen, dass ich in einer Beziehung immer der gleichen Meinung bin. Insofern gehört Streit in der Beziehung für mich dazu.

      Und dennoch Streit ist nicht gleich Streit! Und damit meine ich nicht, ob man jetzt lauter oder leiser, kürzer oder länger streitet. Die Art und Weise WIE man streitet sagt zwar auch etwas über euch aus, aber wesentlich spannender ist worüber streitet ihr als Paar überhaupt?

      Wieso halten manche Beziehungen Streit aus und andere zerbrechen daran?

      Meiner Erfahrung nach hat das wenig mit eurer Streitkultur zu tun obwohl das so oft gedacht wird. Wie oben schon beschrieben, Streit gehört hin und wieder einfach mal dazu. Und gerade wenn größere Entscheidungen zB anstehen, lädt sich eine Situation schon mal leichter auf. Vielleicht findest du dazu auch diesen Artikel zum Thema Beziehung retten hilfreich!

      Aber wenn ein Streit in der Beziehung zum Dauerbrenner wird, dann hat das immer etwas damit zu tun, dass man sich grundsätzlich über ein bestimmtes Thema/Verhalten nicht einig werden kann. Und das liegt selten in der Absicht der Person sondern IMMER in der dahinterliegenden Wertehierarchie. Das sind dann Themen, die man auch nach der zigten Diskussion nicht klären kann.

      Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

      Albert Einstein

      Wenn du also merkst, dass ihr euch immer wieder um das gleiche Thema streitet, wird es Zeit, einen Schritt zurück zu machen. Mit Abstand drauf zu schauen um draufzukommen was steckt da eigentlich dahinter? Erst auf dieser Ebene werdet ihr zu einer Lösung kommen. Ob eine Beziehung Streit aushält oder nicht, hat also etwas mit dem Grund für den Streit zu tun.

      https://youtu.be/FuiTCbARJ5w

      Wenn du dir eure Beziehung genauer ansiehst worüber streitet ihr also? Sind es verschiedene Anlässe, die hochkochen? Alte Verletzungen (unbedingt anschauen dann!), oder immer wieder das selbe Thema nur in unterschiedlichen Variationen?

      Finde den (tieferen) Grund für euren Streit und du findest die Lösung für eure Beziehung!

      Gern helfe ich dir dabei manchmal braucht es 3 um 2 zu retten! Nutze meine Kennenlernstunde und lass uns das Thema angehen, bevor es zu spät ist.

      Ganz viel Herz & Mut,

      Sabine

      9 min
    • Narzissmus in Buch-Form: Interview mit Leandra Fischer

      Wer wissen will, wie sich Narzissmus in der Beziehung zeigen kann, sollte dieses Buch lesen. KOMM HER GEH WEG: DER WEG ZU MIR. Ein autobiographisch inspirierter Roman von Leandra Fischer.

      Leandra Fischer hat es alles hinter sich: die narzisstische Beziehung, von der sie lange nicht wußte, was da eigentlich los ist aber immer wieder zweifelte da stimmt was nicht! In diesem Buch erzählt sie die Geschichte von Lydia und Kai ausführlich. Vom Kennenlernen über Zusammenkommen, Heirat und die Geburt der gemeinsamen Kinder. Was so schön klingt und sein könnte es war das Gegenteil.

      Mir persönlich ging es beim Lesen des Buchs oft so, dass ich es fast nicht aushalten konnte. Am liebsten hätte ich die Frau im Buch an der Hand genommen und dort rausgeholt. Zum Glück hat das Lydia im Buch und Leandra im echten Leben auch ohne mich geschafft. (Wobei einen kleinen Anteil daran durfte ich auch haben sogar ohne dass ich es wußte).

      https://youtu.be/c3MwqxaSw9M

      Horch rein! Du kannst das Buch hier auf Amazon** bestellen. Außerdem kannst du auch hier im BOD-Shop und hier bei Amazon bestellen!

      Ich hoffe, du findest das Interview interessant und kannst etwas daraus für dich mitnehmen!

      Ganz viel Herz & Mut!

      Sabine

      ** Wenn du das Buch bei Amazon bestellst, erhalte ich eine minimale finanzielle Entlohnung, der Preis ändert sich dadurch für dich nicht.

      55 min
    • Toxische Menschen – was dich an sie bindet und nicht loslassen lässt

      Toxische Menschen sind wie giftiger Kleber. An dem man schnüffelt, hängen bleibt und süchtig wird. Aber wie machen die das eigentlich? So lange schreibe ich schon über narzisstische und auch toxische Beziehungen und immer noch gibt es neue Aspekte, die mir wichtig für dich erscheinen. Trotz all dem Wissen über die Eigenheiten von toxischen Menschen scheint der Ausstieg aus toxischen Beziehungen für viele nicht machbar.

      Vorweg wenn ich heute über toxische Menschen und Beziehungen schreibe, meine ich damit Frauen und Männer in egal welchen Beziehungen. Ich arbeite die meiste Zeit mit Paaren, aber durchaus auch mit Eltern und deren Kindern und begleite Klienten in der Supervision bei Schwierigkeiten mit toxischen Menschen im Arbeitsumfeld. Wichtig ist mir auch festzuhalten, dass nicht jede toxische Beziehung unbedingt an einen „toxischen Menschen“ gebunden ist. Ganz oft begegnen mir Konstellationen, in denen ich ein egal-wie-geartetes-Krankheitsbild einer der beiden Betroffenen ausschließe und trotzdem ist die Beziehung klassisch toxisch. Doch dazu ein ander Mal mehr. In diesem Beitrag heute soll es ausschließlich um toxische Menschen mit typischen Verhaltensmustern gehen.

      Toxische Menschen erkennen wenn Wissen doch nicht Macht bedeutet

      Ich habe ja schon mehrfach über toxische Beziehungen geschrieben wenn du dich gerade fragst, ob du in einen toxischen Partner hast, dann lies hier über die Merkmale einer toxischen Beziehung nach.

      Spannenderweise habe ich ganz viele Klient*innen mittlerweile die mich buchen und schon vorab schreiben, dass sie wissen, dass sie mit einem toxischen Menschen zusammen sind. Leider hilft das Wissen allein oft nicht denn was dann kommt, ist leider auch ein Muster. Das Eingeständnis, dass man irgendwie in eine emotionale Abhängigkeit von dem toxischen Menschen gerutscht ist.

      Ich werde nicht müde es immer wieder zu sagen das kann wirklich absolut jedem passieren. Ja es gibt Menschen, die dafür eher prädestiniert sind als andere, aber grundsätzlich kann sich jeder in einen toxischen Menschen verlieben.

      Toxische Menschen haben typische Verhaltensmuster, die dich an sie binden

      Hast du schon einmal harte Drogen probiert?

      Ich nicht, aber ich habe bereits in der Schule das Thema Sucht in der englischen Literatur als Schwerpunkt gewählt. (Interessant, wie manches auch nach Jahrzehnten noch zusammen geht und Sinn ergibt!) Und auch wenn die Diskussion über die Gefahr von Drogen wohl nie aufhören wird, gibt es zumindest einen Punkt, an dem sich alle einig sind:

      Beim ersten Mal ist es am Schönsten!

      Und das gilt auch für toxische Menschen.

      Die meisten Drogen haben unangenehme Nachwirkungen. Ein Kater ist dabei noch das geringste Übel. Und dennoch machen die Menschen es immer wieder. Warum?

      Weil sie immer wieder auf der Suche nach dem First High sind.

      Und das gilt auch für die Partner toxischer Menschen.

      Toxische Menschen werden wie jede Droge erst mit der Zeit zum Gift für dich. Je nach Ausprägung geht das schleichend bis superschnell. Und sie machen das tatsächlich genauso wie jede andere Droge. Sie versprechen dir am Anfang etwas Schönes in dem Falll die Traumbeziehung, auf die du schon immer gewartet hast.

      Und GENAU in dem Moment, in dem du dich drauf einlässt, nehmen sie dir das wieder weg. Du bist irritiert, fragst nach und bist verunsichert. Und weil der toxische Mensch in deinem Leben ja auch verdeckte oder ganz offene Hinweise darauf gibt, dass es an dir liegt, beginnst du dich zu bemühen. Denn es war ja mal so schön!

      Und wenn es einmal so schön war dann kann es doch wieder so werden. Richtig?

      Und du beginnst dich zu bemühen, immer mehr und mehr. Bis du nicht mehr kannst. Und entweder zusammenbrichst oder dich wirklich entfernst und an Trennung denkst. Und genau in dem Moment passiert es es ist wie ein umgelegter Schalter. Dein Partner kommt heim und alles ist wieder schön und fast sogar noch besser als am Anfang!!! Endlich haben sich alle deine Bemühungen ausgezahlt.

      FALSCH.

      Es wird nie wieder so werden wie am Anfang. Toxische Menschen haben superfeine Antennen für dich und werden immer genau dann, wenn du am Absprung bist, ihre Art ändern.

      Toxische Menschen sind wie Jekyll und Hyde

      Am Anfang lernst du Jekyll kennen das ist der Mensch, in den du dich verliebst. Aber langsam verwandelt er sich in Hyde. Und die Phasen zwischen Jekyll und Hyde werden immer kürzer. Und genau da kommen wir zur nächsten Herausforderung.

      Toxische Menschen leiten dich durch ihr Verhalten in eine Emotionale Abhängigkeit

      Das intermittierende Verhalten von toxischen Menschen also der ständige Wechsel zwischen Kalt-Warm führt dich in eine emotionale Abhängigkeit. Es ist das gleiche Prinzip wie bei On-Off-Beziehungen (hier nachlesen).

      Aber auch wenn viele Menschen und auch DU vielleicht gerade glaubst, dass das der Grund ist, warum du nicht loslassen kannst das ist es nicht. Emotionale Abhängigkeit kann man erkennen und aufarbeiten allein, mit Begleitung oder tatsächlich mit einem längerfristigen stationären Aufenthalt je nach Ausprägung.

      Die meisten meiner Klient*innen sind jedoch maximal leicht ausgeprägt in ihrer emotionalen Abhängigkeit, auch wenn sie das selbst durchaus stärker empfinden. Das ist nicht die Hürde die sie in der Beziehung zum toxischen Menschen hält. Nein, etwas ganz Anderes hindert sie am Loslassen.

      Toxische Menschen haben dich nicht mit einem Vodoo-Zauber an sie gebunden!

      Auch wenn es sich für die meisten Menschen so anfühlt. Toxische Partner sind zwar manipulative Naturtalente aber zaubern können sie auch nicht. Spätestens nach dem zigten Zyklus zwischen Jekyll und Hyde und dem Lesen und Verarbeiten dieses Artikels ist es sonnenklar.

      So schwierig toxische Menschen im Umgang sind, so vorhersehbar sind sie auch.

      Du weißt, dass es wieder anders wird. Die meisten meiner Klient*innen wissen auch womit sie entsprechende Muster auslösen können und sind sich dieser Macht erstmal gar nicht bewusst.

      https://youtu.be/UWIVM6vo-YI

      Fakt ist du kennst den toxischen Menschen an deiner Seite. Vermutlich sogar besser als er/sie sich selbst. Was dich an ihr/ihm hält ist etwas ganz anderes.

      Es ist die Hoffnung, dass es doch noch anders wird. DEINE Hoffnung darauf, dass Hyde wieder verschwindet und Jekyll wieder zurückkommt. Und zwar um zu bleiben.

      Und leider nein ich habe weder ein Foto noch gute Nachrichten für dich wenn du alle Artikel zum Thema toxische Menschen, toxische Beziehungen etc durchgegraben hast (wovon ich ausgehe) und eigentlich alle Anzeichen dir ins Gesicht springen dann ist es nicht der toxische Mensch, der dich hält. Es ist deine Hoffnung.

      Wenn du von einem toxischen Menschen loskommen möchtest, musst du zuerst deine Hoffnung auf ein Happyend aufgeben.

      Wenn alle Zeichen auf Rot stehen dann gibt es da nichts zu holen. Nicht noch mehr Anstrenung, nicht noch mehr Kleinmachen und Anpassen bis zum Verbiegen und Zerbrechen wird die Beziehung zu toxischen Menschen retten.

      Wenn überhaupt, dann geht es nur über Emanzipation. Über die Ablösung von der Hoffnung und das in die Eigenverantwortung-kommen. Dabei helfe ich dir gerne. Vielleicht in einer Kennenlernstunde?

      In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel Herz & Mut bei deiner Entwicklung!

      Sabine

      16 min
    • Toxische Beziehung – Wenn dich dein*e Partner*in krank macht

      Diese Beziehung macht mich krank! Hast du dir auch schon mal gedacht oder noch besser gefühlt, dass du in einer Beziehung innerlich vor die Hunde gehst? Obwohl du am Anfang MEGA glücklich warst? IHR glücklich wart? Aber irgendwie war dann irgendwann nichts mehr so wie ausgemalt und statt einem Himmel voll Geigen bist du dir eher wie in der Hölle vorgekommen? Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit warst du da in einer toxischen Beziehung gefangen! Nicht immer ist einem selbst das klar, es bleibt nur das dumpfe Gefühl, dass trotz aller Liebe die Beziehung einfach nicht gut ist in erster Linie für dich selbst. Lass uns also heute der toxischen Beziehung etwas auf die Spur kommen!

      Vorab alles was ich hier schreibe, gilt für Männer wie Frauen gleich. Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du, dass einer meiner Schwerpunkte vor allem die Begleitung rund um narzistische Beziehungen ist. Falls du ganz neu bei dem Thema bist, würde ich dir empfehlen, erstmal meine bisherigen Artikel zum Thema Narzissmus zu lesen. Gerade aufgrund dieses Schwerpunktes bin ich schon öfters zu Interviews gebeten worden und dabei fällt mir auf in letzter Zeit wird eine toxische Beziehung immer gleichgesetzt mit einer narzistischen Beziehung. Das kann so sein muss es aber nicht.

      Was ist eine toxische Beziehung?

      Und schon sind wir mitten im Problem es gibt keine Definition dafür, du kannst nicht auf Wiki nachlesen. Warum ist das so? Weil eine toxische Beziehung total subjektiv ist. Und genau das macht es so schwer sie zu erkennen da gibt es einen riesigen Graubereich. Denn toxische Partner laufen nun mal nicht mit einem Warnschild herum und sie beginnen auch selten direkt mit ihrem toxischen Verhalten. Wenn du da mal einen kleinen Einblick erhalten willst, kannst du dir auf Netflix „You, du wirst mich lieben“ ansehen… 1 Staffel, die ersten Folgen und du wirst sehen, wie jemand ganz bewusst sein Opfer einspinnt …

      Im echten Leben gibt es diese bewusst planenden und mordenden Partner zum Glück eher selten. Und dennoch machen manche Beziehungen krank, ohne so recht zu wissen warum. Und das ist genau eines der wichtigsten Merkmale einer toxischen Beziehung.

      Merkmale einer toxischen Beziehung

      Oft sagen mir Klienten schon im Erstgespräch Sätze wie: Diese Beziehung macht mich krank. Ich habe überhaupt keine Kraft mehr. Ich bin total verzweifelt. Ich habe schon deutlich an Gewicht verloren. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich weiß ich muss hier raus aber ich schaffe es nicht. Manchmal zweifle ich schon an meinem Verstand.

      All das sind schon erste Hinweise für mich. Psychische Erschöpfung die manchmal bis hin zur freiwilligen Einweisung in die psychiatrische Akutambulanz führen können. Aber auch körperliche Erkrankungen sind typisch für toxische Beziehungen im weit entwickelten Stadium. Vor allem dann, wenn du nicht auf deine psychischen Alarmsignale hörst, entwickeln sich oft typische Krankheiten wie Hautausschläge oder neurodermitische Schübe (Haut = Barriere nach außen), wiederholte Blasenentzündungen (= kein Sex) oder auch Schlafstörungen (durch die erhöhte Nervosität) und Magen-Darm-Probleme (weil du es emotional nicht verdauen kannst).

      Test hat deine Beziehung toxische Züge?

      Gerade weil eine toxische Beziehung etwas sehr subjektives ist, ist es schwer einen Fragenkatalog zu erstellen, der für alle gültig ist. Vor allem für jene toxischen Beziehungen, die eigentlich zwischen zwei gar nicht toxischen Menschen zustande kommt ja das gibt es! Nachfolgend schildere ich dir aber mal den bilderbuchartigen Ablauf samt Symptomen.

      • Du hast sehr früh in der Beziehung das Gefühl DAS ist es. Du bist endlich angekommen. Alles scheint zu stimmen. Dein Gegenüber interessiert sich unfassbar intensiv für dich und du hast das Gefühl, noch nie jemanden getroffen zu haben, der so auf deiner Wellenlänge ist. Es scheint, als würde er/sie dir jeden Wunsch von den Augen ablesen. Du erlebst ein Gefühlshoch und meinst noch nie so geliebt zu haben wie jetzt.
      • Was du dabei nicht weißt, ist dass der Abuser (Täter*in) dabei doppelt profitiert. Denn zum Einen erfährt er/sie dabei ganz viel über dich, deine Wünsche, deine Ziele und auch deine Unsicherheiten, Ängste und Sorgen. Darauf kann er später zurückgreifen. Gleichzeitig lass uns mal ganz ehrlich sein wir alle sind unterversorgt mit ehrlicher Aufmerksamkeit. Wenn uns diese mal entgegenscheint, dann sind die meisten Menschen extrem dankbar und himmeln ihr Gegenüber dafür an. Du nicht auch? Und genau das ist ja auch ein schöner Effekt für den toxischen Partner, denn er erfährt dadurch eine narzisstische Zufuhr (auch wenn er kein Narzisst ist!).

      • Ihr plant rasch eine gemeinsame Zukunft, Urlaube, Feiern, später Garten, Hund, Haus, Kind etc alles scheint möglich.
      • Stichwort Future Faking wobei meiner Meinung nach das auch aus Sicht des toxischen Partners nicht unbedingt ein Fake sein muss. Ich meine viel eher, dass auch die toxischen Partner*innen sich ja genau das wünschen und in dem Moment auch wirklich glauben, was sie sagen!

      • Auch das „Ich liebe dich“ kommt sehr schnell. Überhaupt gibt es permanent Liebesbekundungen, vielleicht auch Blumen und Geschenke (je nach Typ), gemeinsame Fotos auf sozialen Netzwerken, die euch als DAS Paar zeigen. Love Bombing!
      • Es ist vielleicht sogar fast ein wenig zu schön um wahr zu sein und deshalb bist du anfänglich noch etwas zurückhaltend.
      • Doch irgendwann bist du dir sicher du kannst vertrauen. Und du lässt dich ein. Und ab da wird alles anders.
      • Denn bisher hat sich dein*e Partner*in ganz intensiv bemüht und das beginnt sich nun ins Gegenteil zu verkehren.
      • Es beginnt eigentlich ganz schleichend. Es kommen kleine Bemerkungen, die man gar nicht so einordnen kann, aber trotzdem ein schlechtes Gefühl hinterlassen. Lies dazu unbedingt weiter unten mehr zur Täter-Opfer-Umkehr!
      • Die Abwärtspirale beginnt: Dein Partner äußert hin und wieder abfällige Bemerkungen. Anfänglich nichts wirklich Schlimmes, Aussagen wie „Ach du immer mit deinem …“ vielleicht noch verbunden mit einer wegwerfenden Handbewegung vielleicht zum Einstieg. Aber die mokanten und sarkastischen Aussagen häufen sich, beginnen langsam hinter verschlossenen Türen aber werden dann auch schon vor Freunden gemacht. Und irgendwie schafft es dein Partner dabei immer, sogar recht harmlos dabei rüber zu kommen und du weißt nicht so recht es klingt wie ein Scherz auf deine Kosten, alle lachen nur du fühlst dich zum heulen.
      • Wenn du versuchst, dich zu „wehren“, das aufzuklären oder eine Veränderung in eurer Kommunikation herzustellen, entstehen daraus endlose Diskussionen. In diesen Gesprächen ziehst du immer den/die Kürzere und es gibt keine Lösung. NIE.
      • Denn die Fehler und Schwachstellen in eurer (längst toxisch gewordenen) Beziehung liegen nur bei dir. Du bist an allem Schuld und vermutlich „Stellst du dich immer so an“ …
      • Du fühlst dich schlecht in der Beziehung. Immer. Sogar wenn du mit Freunden und Familie unterwegs bist und dein Partner/deine Partnerin gar nicht dabei ist.
      • Du ziehst dich immer mehr in dich zurück, Freunde und Familie sagen, dass du dich irgendwie verändert hast.
      • Dein Partner versteht dich nicht. Alle Gespräche enden mit Vorwürfen an dich und irgendwann hörst du auf zu reden, weil es sinnlos ist.
      • Passive Aggressivität. Dein*e Partner*in straft dich mit Schweigen und Liebesentzug.
      • Dein Partner versucht immer zu wissen wo du bist, was du machst, die Kontrolle zu haben. Gleichzeitig hält er sich selbst bedeckt.
      • Du leistest die ganze Beziehungsarbeit. Und dein Partner gibt nichts.
      • Von den anfänglichen Plänen (Urlaub, Wohnung, Kinder etc) wird auf einmal nicht mehr gesprochen.
      • Dein Partner trifft keine klaren Aussagen und Entscheidungen. Außer bei Anderen aber du und eure Beziehung hat keine Priorität.
      • Du hast immer mehr das Gefühl, dass DU falsch bist. Dein Partner überzeugt und verwirrt dich gleichermaßen, dass du manchmal schon glaubst, verrückt zu sein! Gas Lightning!
      • Dein Partner wird verbal aggressiv und beschimpft dich jetzt offen.
      • Dein Partner lügt. Selbst wenn du ihn dabei erwischt und damit konfrontierst, ändert sich nichts daran.
      • Dein Partner flirtet mit Anderern und/oder geht auch fremd.
      • „Du kannst dir ein Leben ohne mich gar nicht leisten, was kannst du schon“ Dein Partner übt neben psychischer auch finanzielle Gewalt über dich aus.
      • Dein Partner schlägt dich physische Gewalt.
      • In der obigen Liste habe ich dir den typischen Verlauf einer toxischen Beziehung aufgezeigt. Nicht alle Merkmale treten immer gemeinsam auf, aber je mehr du darin deine jetzige Beziehung erkennen kannst, desto wahrscheinlicher bist du mit einem*r toxischen Partner*in zusammen.

        Eines der wichtigsten Erkennungszeichen ist für mich jedoch das nachfolgend beschriebenene Muster deshalb gehe ich auch sehr ausführlich darauf ein!

        Typisch für toxische Beziehungen die Täter-Opfer-Umkehr!

        In allen meinen Beratungen zu mehr oder weniger toxischen Beziehungen gibt es das selbe Muster. Der Abuser tut etwas (Täter), dass dich eigentlich zum Opfer macht. Wenn du es ansprichst (um dich selbst zu retten), schafft er es, das ganze so umzudrehen, dass er plötzlich das Opfer ist. Ein Beispiel:

        „Steht dir, die paar Kilo mehr“
        Ist das jetzt ein Kompliment oder eine Beleidigung? Es lässt sich nicht genau einordnen. Und deswegen bist du auch total am Holzweg, wenn du versuchst es aufzuklären. Denn die Antwort wird immer sein „Was hast du denn? Ich habe doch gerade ein Kompliment gemacht? Nie bist du zufrieden, dann sage ich eben gar nichts mehr.“ Und plötzlich wirst DU dich in der Situation befinden, dass du dich entschuldigst und versuchst sie/ihn wieder zu versöhnen. Dabei war es doch gerade vorher noch umgekehrt !!! Für mich ist das ein perfektes Beispiel für eine Täter-Opfer-Umkehr.

        Es ist unglaublich wichtig, dass du dieses Muster verstehst und erkennen kannst.

        Manchen ist es vielleicht auch aus eigenen Fortbildungen schon als Drama-Dreieck bekannt. Ich habe es ganz bewusst in meinen Beratungen immer Täter-Opfer-Umkehr genannt, weil es damit viel plastischer wird, was eigentlich mit DIR passiert in dem Moment.

        Oft fällt es meinen Klienten erst im Nachhinein auf, wie oft ihnen das passiert ist. Typisch dafür ist, dass du gar nicht verstehen kannst, wie du plötzlich in dieser Situation landen konntest, es fühlt sich oft wie Nebel im Kopf an.

        Wann immer aus einer Verletzung, Kränkung etc auf einmal nicht DU das Opfer bist, sondern dein Partner bingo. Sowas kann dich regelrecht um den Verstand bringen deshalb ist es mir so wichtig, dir das zu verdeutlichen.

        Die Täter-Opfer-Umkehr ist ein toxisches Muster, um dich klein zu halten und zu verwirren!

        Es ist leider übrigens völlig sinnlos, dass dem Abuser zu erklären er wird nur wieder einen Weg finden, es auf dich zu schieben.

        Wie kann ich sicher sein, ob ich ein einer toxischen Beziehung bin?

        Um für dich selbst zu beurteilen, ob du in einer toxischen Beziehung bist, würde ich dir immer raten:

        • Geh den obigen Katalog an Merkmalen durch. Wieviele der typischen Anzeichen für Toxisches Verhalten erkennst du ganz konkret bei euch? 1, 2 oder eher 5, 6?
        • Kommt dir vor allem die Täter-Opfer-Umkehr bekannt vor? Wie oft wird dieses Muster benutzt? Selten, öfters, häufig, ständig?
        • Vergiss nicht ein toxischer Partner muss NICHT ein Narzisst sein! Toxische Beziehungen können mit praktisch jedem Menschen entstehen! Achte daher weniger auf die Eigenschaften deines Partners, als vielmehr die Eigenschaften eurer Beziehung!
        • Am Besten legst du dir dafür ein kleines „Beziehungstagebuch“ an, in dem du einmal für 1 Woche lang alle Merkmale und Situationen jeweils pro Tag notierst. Du wirst überrascht sein, wenn du es dann Schwarz auf Weiss siehst!
        • Und am Wichtigsten:
        • Hör auf dein Bauchgefühl. Ganz egal was Andere oder sogar dein Partner sagen. Wenn du dich schlecht fühlst, ist das so. Du bist nicht verrückt. Nur verstrickt in einer giftigen Beziehung!

          Ich hoffe sehr, dass dir der heutige Blog erstmal weitergeholfen hat. Bitte denk immer daran gerade bei toxischen Beziehungen verliert man schnell das Gefühl für Richtig und Falsch und dafür, was du jetzt tun kannst. Dabei kann ich dir immer gerne helfen jede einzelne Stunde die du in dich investierst wird sich dreifach lohnen. Der günstigste Beratungseinstieg ist das verbilligte Erstgespräch, alle Infos findest du hier!

          Weil das Thema ausserdem so umfassend ist, wird es demnächst eine Fortsetzung zu diesem Artikel geben, wenn dir das hier also geholfen hat und du erfahren möchtest, sobald es etwas Neues dazu gibt, trage dich in meinen Newsletter ein!

          Bis Bald, ganz viel Herz & Mut!

          Deine Sabine

          27 min

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