Hörgang

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By Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-BurgerScienceMedicineHealth & FitnessLife Sciences
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Hörgang episodes

  • Live, lokal, global: Highlights von der EuroPerio11 in Wien
    Die EuroPerio11 in Wien markierte einen historischen Moment für die Parodontologie. Über 10.000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern strömten in die Messe Wien, um die neuesten Erkenntnisse zu diskutieren, sich zu vernetzen und eines der absoluten Highlights mitzuerleben: die Live-Operationen. Erstmals wurden Eingriffe direkt aus der Zahnklinik der SFU übertragen – ein logistisches und technisches Meisterstück. Die Nähe zur Kongresshalle ermöglichte es den Operateuren sogar, Minuten später ihre Eingriffe live auf dem Podium zu analysieren.
    Neben innovativer Chirurgie standen Themen wie personalisierte Zahnmedizin, interdisziplinäre Therapieansätze und das orale Mikrobiom im Fokus. Auch KI in der Diagnostik, Prävention durch Ernährung und der Wunsch nach einer stärkeren Sichtbarkeit der Parodontologie wurden intensiv diskutiert. Hardy Haririan, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie, spricht von der „intensivsten Woche seiner Karriere“ – und einer einmaligen Chance, sein Fachgebiet ins Rampenlicht zu rücken.
    Nach der EuroPerio ist vor der EuroPerio: In drei Jahren trifft sich die Fachwelt in München.
    24 min
  • PRIDE Kids – Identität im Wandel
    Transidente und nicht-binäre Kinder und Jugendliche
    Was tun, wenn ein Kind sagt: „Ich bin kein Mädchen – oder kein Bub“?
    In einer Zeit, in der Identität heftig diskutiert wird, braucht es vor allem eines: Verständnis.
    Psychologin Dr. Diana Klinger spricht mit Medizinjournalistin Johanna Wolfsberger über das Aufwachsen jenseits binärer Geschlechterrollen, über Ängste, Fakten und wie echte Unterstützung aussieht – für Kinder, Eltern und Fachleute.
    19 min
  • Medizin, Macht und Moral - Klinische Ethik im Krankenhausalltag
    In dieser Episode tauchen die Intensivmedizinerin Dr. Eva Schaden und die Palliativmedizinerin Prof. Dr. Eva Katharina Masel von der MedUni Wien in ein Thema ein, das im hektischen Krankenhausalltag oft im Verborgenen bleibt – die klinische Ethik. Wie trifft man Entscheidungen an der heiklen Grenze zwischen medizinischem Können und menschlichem Dürfen?
    Die beiden Ärztinnen verdeutlichen, dass Ethik keine abstrakte Theorie für den Elfenbeinturm ist, sondern eine täglich gelebte Praxis – in intensiven Gesprächen, sorgfältigen Abwägungen und dynamischen Teamprozessen. Besonders auf Intensivstationen, wo technologische Möglichkeiten und Grenzsituationen aufeinandertreffen, ist ethische Reflexion unerlässlich, um individuelle Therapiewege zu finden.
    Die Medizinerinnen schildern, wie klinische Ethikberatung funktioniert: als strukturierter Raum für interdisziplinären Dialog – nicht als von außen auferlegte Entscheidung, sondern als Unterstützung zur Selbstklärung. In schwierigen Situationen, etwa bei der Änderung von Therapiezielen oder bei Kommunikationsproblemen mit Angehörigen, eröffnet sie neue Perspektiven und entlastet die Teams.
    Neben Fachwissen sind Haltung, Empathie und Dialogbereitschaft von entscheidender Bedeutung – Ethik als tägliche Verantwortung. Der Wunsch der beiden Expertinnen: Ethikkompetenz soll so selbstverständlich werden wie medizinisches Know-how – und die Beratung irgendwann nur noch für die besonders kniffligen Fälle gebraucht werden.
    Ein Gespräch über Würde, Verantwortung – und das Menschsein in der modernen Medizin.
    27 min
  • Multiple-Sklerose-Therapie im Wandel: früher, stärker, gezielter
    Hörgang Med Uni Graz
    Anlässlich des Welt-MS-Tages am 30. Mai gewährt Prof. Dr. Michael Khalil, Neurologe an der MedUni Graz, Einblicke in die neuesten Entwicklungen bei der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS). In Österreich leben etwa 13.500 Menschen mit dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems – und die Zahl steigt stetig.
    Ein zentrales Thema ist der therapeutische Paradigmenwechsel: Neue Studien plädieren für den frühzeitigen Einsatz hocheffektiver Therapien, um die Krankheitsaktivität bereits in der Anfangsphase effektiv zu unterdrücken. Diese Strategie – „hit hard and early“ genannt – zeigt langfristig positive Effekte, wirft jedoch auch Fragen zu Nebenwirkungen und dem Langzeitmanagement auf.
    Parallel dazu gewinnen Biomarker und verbesserte Messparameter an Bedeutung, um Krankheitsverläufe individueller zu prognostizieren und Therapien maßzuschneidern. Das Ziel ist es, die Präzisionsmedizin auch im MS-Bereich zu etablieren.
    Neben medikamentösen Ansätzen rückt der Lebensstil stärker in den Fokus. Studien aus Schweden zeigen, dass regelmäßiger Fischkonsum mit einem milderen Krankheitsverlauf einhergehen kann. Auch Bewegung, Nichtrauchen und eine gesunde Ernährung haben einen positiven Einfluss auf den Verlauf der MS.
    Neue Hoffnung weckt auch ein Forschungsergebnis aus Graz: Im Tiermodell konnte gezeigt werden, dass Vitamin D antioxidative Effekte in der Spätphase der MS hat – ein vielversprechender Ansatz, der weitere Studien erfordert.
    Nicht zuletzt ermöglichen neue Technologien wie Künstliche Intelligenz eine präzisere Auswertung der wachsenden Datenmengen im MS-Management. Khalil betont: Die Versorgung von MS-Patienten ist im Wandel.
    20 min
  • Mind the gut! Wie unser Mikrobiom die Psyche beeinflusst
    Unser Körper beherbergt Milliarden von Mikroorganismen – vor allem unser Darm. Doch was haben diese winzigen Mitbewohner mit unserer Psyche zu tun? In dieser Folge spricht Prof. Dr. Martin Aigner mit Johanna Wolfsberger über das faszinierende Zusammenspiel von Mikrobiom und mentaler Gesundheit. Wie beeinflussen Darmbakterien unsere Stimmung? Können Probiotika helfen, Depressionen zu lindern? Und ist Ernährung vielleicht mehr als nur Nährstoffaufnahme? Eine Reise ins unsichtbare Ökosystem, das vielleicht unser Denken mitbestimmt.
    Martin Aigner ist ein führender Experte für Psychiatrie. Dr. Johanna Wolfsberger ist Medizinjournalistin bei Springer Wien.
    15 min
  • Lust und Risiko - Warum wir über Geschlechtskrankheiten reden sollten
    Diese Folge des Hörgangs kommt aus dem Narrenturm im Alten AKH in Wien – einem der faszinierendsten Museen Europas, berühmt für seine Sammlung medizinischer Kuriositäten. Doch heute richten wir unseren Blick weniger auf das Kuriose, sondern auf das Aktuelle – und Alarmierende.  Was jahrzehntelang auf dem Rückzug war, ist heute wieder auf dem Vormarsch – sexuell übertragbare Infektionen wie Syphilis, Gonorrhö oder HIV.  
    Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie eng Medizin, Gesellschaft und Sexualmoral miteinander verflochten sind – und welche Lehren wir aus der Vergangenheit ziehen können. 
    Darüber sprechen wir mit der Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums, Dr. Katrin Vohland, sowie mit den Kuratoren der Ausstellung  „Safe Sex-Comeback der Geschlechtskrankheiten" im Narrenturm im Alten AKH, Eduard Winter und Laura Lick. Dabei erfährt man dann doch allerhand Kurioses, etwa, dass Backenbärte im 19. Jahrhundert bei Männern deshalb so populär waren, um zu zeigen, dass man eben keine Syphilis hat, vor Gesundheit strotzt und Haarausfall kein Thema ist.
    Die Ausstellung beginnt mit dem Thema Syphilis. Warum eigentlich? Kurator Eduard Winter dazu:  „Syphilis kennt eigentlich jeder vom Namen her. Es ist eine der ältesten Geschlechtskrankheiten, die die Menschheit kennt, die sie über Jahrhunderte hin beschäftigt hat und die auch viele Auswirkungen auf die Gesellschaft hatte. Es hat sich angeboten, mit einem Klassiker zu starten."  Generaldirektorin Vohland sagt, dass die Ausstellung  „Menschen sensibilisieren und ermutigen soll, mit ihren jeweiligen Sexualpartnern und -partnerinnen offen über das sexuell übertragbare Krankheiten zu sprechen". Das Lieblingspräparat in der Ausstellung ist für Kuratorin Laura Lick der „Gebärmutterhalskrebs, weil eben die HPV-Impfung die erste Impfung ist, die auch vor einer Krebsart schützt. Da gibt es auch einen sehr positiven zusätzlichen Aspekt, denn bis Ende 2025 gibt es für unter 30-Jährige die Möglichkeit, die Impfung nachzuholen".
    18 min
  • Gehirnmetastasen erkennen und schrumpfen lassen
    Hörgang MedUni Wien
    Wenn sich Krebs im Körper ausbreitet und das Gehirn erreicht, verändert sich für viele Betroffene alles. Gehirnmetastasen sind schwerwiegende Folgen fortgeschrittener Tumorerkrankungen und genau darüber sprechen wir in dieser Folge.
    Für Patienten bedeutet diese Diagnose nicht nur eine Verschlimmerung ihrer Erkrankung, sondern oft auch erhebliche neurologische Beschwerden. Die durchschnittliche Prognose bewegt sich je nach Tumorart zwischen wenigen Monaten und wenigen Jahren.
    Die Forschung macht Fortschritte, neue Diagnosemethoden, gezieltere Therapien und ein besseres Verständnis der Erkrankung geben Anlass zur Hoffnung. „Wir verstehen immer besser, wie es überhaupt zur Metastasierung ins Gehirn kommt."
    Das sagt Dr. Matthias Preusser, er ist Professor für internistische Onkologie an der MedUni Wien und forscht schon seit vielen Jahren an diesem Thema: „Die Tumorzellen lösen sich von den Primärtumoren ab. Die können in ganz unterschiedlichen Orten im Körper liegen. Meistens sind das Brustkrebs oder Lungenkrebs oder auch Metanome, also schwarze Hautkrebs, die ein besonderes Risiko tragen, sich ins Gehirn abzusetzen."
    Trotz moderner Therapien spricht Preusser - wie die meisten Onkologen - nicht gern von Heilung, „speziell bei fortgeschrittenen Erkrankungsstadium, wenn Hirnmetastasen vorliegen. Was uns gelingt, ist Hirnmetastasen zu schrumpfen, mit unterschiedlichen Therapieverfahren, auch dank neuer Medikamente."
    Die Fragen stellt Martin Krenek-Burger.
    (Redaktion: Dr. Johanna Wolfsberger. Postproduktion: hear-wego)
    16 min

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Forschung, Klinik und Gesundheitspolitik im Gespräch: Hörgang, der Podcast von Springer Medizin Wien, bringt die Menschen ans Mikrofon, die Medizin gestalten und weiterdenken. Fundierte Einblicke, spannende Geschichten und Perspektiven aus erster Hand.

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