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Ohne es recht zu bemerken, benutzt der Bayer gerne den Konjunktiv. Was denkt, was fühlt, was meint er damit? Fest steht: Der bayerische Konjunktiv ist keine grammatikalische, sondern eine Lebensform.
Der Konjunktiv ist dem Bayern sein Indikativ: Zumindest sehr oft und sehr zweideutig. Was darauf hindeutet, dass auch der Bayer in seinem Denken, Meinen und Fühlen sehr zwei-, mehr- oder gar vieldeutig ist. Was allein in einem „I waar jedzad da!“ steckt. Da ist etwas vorangegangen, eine Bestellung, der Ruf nach Unterstützung oder auch eine Verabredung.
Oder das „I hätt' gern ...“ beim Bäcker, über die Theke. Keine Forderung, sondern eine Bitte. Alles wäre möglich, auch wenn's unmöglich sein könnte. Selbst als König kann man sich nicht ganz sicher sein, wer man ist: der König, der Kaschperl - oder gar der Konjunktiv?
Thomas Kernert versucht, diesem ambivalenten Grammatik- und Existenzmodus im tiefsten Inneren des bayerischen Lebensgefühls spekulativ nachzuspüren. Natürlich nicht nur bei Hochwohlgeborenen, sondern auch in dunkleren Gefilden.
By Bayerischer Rundfunk5
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Ohne es recht zu bemerken, benutzt der Bayer gerne den Konjunktiv. Was denkt, was fühlt, was meint er damit? Fest steht: Der bayerische Konjunktiv ist keine grammatikalische, sondern eine Lebensform.
Der Konjunktiv ist dem Bayern sein Indikativ: Zumindest sehr oft und sehr zweideutig. Was darauf hindeutet, dass auch der Bayer in seinem Denken, Meinen und Fühlen sehr zwei-, mehr- oder gar vieldeutig ist. Was allein in einem „I waar jedzad da!“ steckt. Da ist etwas vorangegangen, eine Bestellung, der Ruf nach Unterstützung oder auch eine Verabredung.
Oder das „I hätt' gern ...“ beim Bäcker, über die Theke. Keine Forderung, sondern eine Bitte. Alles wäre möglich, auch wenn's unmöglich sein könnte. Selbst als König kann man sich nicht ganz sicher sein, wer man ist: der König, der Kaschperl - oder gar der Konjunktiv?
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