
Sign up to save your podcasts
Or


Folge 173: „Wenn es gefährlich wird“: Akute Suizidalität, Krisen und die Frage nach Sicherheit
In der vierten Folge meiner Minireihe über Suizidgedanken und Sterbewünsche geht es um eine der schwierigsten Fragen überhaupt:
Wann wird aus einem Suizidgedanken eine akute Gefahr?
Nicht jeder Mensch mit Suizidgedanken befindet sich automatisch in unmittelbarer Lebensgefahr. Gleichzeitig können sich suizidale Krisen innerhalb kurzer Zeit verändern und zuspitzen.
Deshalb geht es in dieser Folge nicht um einfache Checklisten oder vermeintlich sichere Risikoscores, sondern um die Frage:
Was passiert bei diesem Menschen gerade jetzt?
Ihr erfahrt unter anderem:
Warum sich Suizidalität häufig dynamisch verändert und eine Einschätzung immer nur eine Momentaufnahme sein kann.
Warum Risikofaktoren wichtig sind, aber keine zuverlässige Vorhersage darüber erlauben, ob ein Mensch einen Suizidversuch unternehmen wird.
Welche Bedeutung Handlungsdruck, Distanzierungsfähigkeit und Absprachefähigkeit bei der Einschätzung einer akuten Krise haben.
Warum ein bloßes „Versprich mir, dass du nichts machst“ keine ausreichende Sicherheitsmaßnahme darstellt.
Welche Rolle frühere Krisen, Hoffnungslosigkeit, Substanzkonsum, psychische Verengung und starke innere Unruhe spielen können.
Warum auch Schutzfaktoren individuell verstanden werden müssen und Kinder, Familie oder Partnerschaft allein keine Garantie darstellen.
Was ein Safety Plan leisten kann und warum es in einer Krise manchmal zunächst darum geht, Zeit zu gewinnen.
Wann eine ambulante Behandlung trotz Suizidgedanken möglich und sinnvoll sein kann.
Wann eine stationäre Behandlung mehr Sicherheit bieten kann.
Und warum Schutz und Selbstbestimmung keine einfachen Gegensätze sein müssen.
Ein zentraler Gedanke dieser Folge ist:
Suizidgedanken sind ernst, aber akute Suizidgefahr ist mehr als das bloße Vorhandensein eines Gedankens.
Es geht darum, genau hinzuschauen:
Wie stark und dynamisch sind die Gedanken?
Wie groß ist der Handlungsdruck?
Kann sich der Mensch noch davon distanzieren?
Kann er Hilfe annehmen?
Welche Schutzfaktoren gibt es?
Und reicht das, was ambulant an Sicherheit hergestellt werden kann?
Dabei bleibt ein schwieriges Spannungsfeld:
So viel Selbstbestimmung wie möglich, so viel Schutz wie notwendig.
Die Reihe besteht aus fünf Folgen:
1. „Ich will nicht mehr“: Suizidgedanken verstehen, ohne davor wegzulaufen
2. „Ich möchte eigentlich nicht sterben, ich möchte nur so nicht weiterleben“
3. „Was sage ich, wenn jemand nicht mehr leben will?“
4. „Wenn es gefährlich wird“: Akute Suizidalität, Krisen und die Frage nach Sicherheit
5. „Wenn die Krise vorbei ist“: Wie Menschen nach Suizidalität wieder ins Leben finden
Im Anschluss folgt eine Sonderfolge:
„Ich möchte selbst entscheiden, wann ich sterbe“: Sterbehilfe zwischen Autonomie und Schutz
Bei akuter Suizidgefahr wendet euch bitte an den Notruf 112 oder eine psychiatrische Notfallambulanz.
Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 1110111, 0800 1110222 und 116 123 erreichbar.
#Suizidprävention #Suizidgedanken #Sterbewunsch #Suizidalität #PsychischeGesundheit #Psychotherapie #Psychologie #Depression #Trauma #PTBS #Krise #SafetyPlan #Krisenintervention #MentalHealth #IdentitätUndLeben
Folge 172: „Was sage ich, wenn jemand nicht mehr leben will?“
In der dritten Folge meiner Minireihe über Suizidgedanken und Sterbewünsche geht es um eine Situation, die viele Menschen überfordert und verunsichert:
Wie reagiere ich richtig, wenn mir jemand von Suizidgedanken erzählt?
Viele haben Angst, etwas Falsches zu sagen. Doch häufig braucht es zunächst etwas anderes:
Zuhören. Aushalten. Nachfragen.
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Angehörige, Freunde und auch professionelle Helfer mit Suizidgedanken umgehen können, ohne sie zu dramatisieren oder kleinzureden.
Ihr erfahrt unter anderem:
Warum man einen Menschen direkt nach Suizidgedanken fragen darf und warum dadurch nach aktuellem Forschungsstand keine Suizidalität ausgelöst wird.
Warum Sätze wie „Du hast doch so viel“, „Denk an deine Kinder“ oder „Andere haben es schlimmer“ gut gemeint sein können, aber manchmal zusätzliche Scham oder Schuld erzeugen.
Weshalb es oft hilfreicher ist zu fragen: „Was ist gerade so unerträglich geworden?“
Warum die Frage „Was müsste aufhören, damit du wieder leben könntest?“ einen wichtigen Zugang zum psychischen Schmerz ermöglichen kann.
Warum Suizidalität häufig von Ambivalenz geprägt ist und ein Mensch gleichzeitig nicht mehr leben wollen und dennoch an Teilen seines Lebens festhalten kann.
Welche Fragen helfen können, um herauszufinden, ob jemand sich aktuell noch sicher fühlt.
Wann Zuhören allein nicht mehr reicht und professionelle oder notfallmäßige Hilfe notwendig wird.
Was ein Safety Plan ist und warum er mehr bedeutet als ein bloßes: „Versprich mir, dass du nichts machst.“
Warum Angehörige niemals das Gefühl bekommen sollten, allein für das Überleben eines anderen Menschen verantwortlich zu sein.
Ein wichtiger Gedanke dieser Folge ist:
Wenn ein Mensch sagt „Ich möchte nicht mehr leben“, müssen wir nicht sofort wissen, wie wir sein Leben reparieren.
Vielleicht beginnt Hilfe zunächst viel einfacher:
„Ich bin da. Erzähl mir, was gerade passiert.“
Denn Suizidprävention bedeutet nicht immer, einen Menschen mit Argumenten vom Leben überzeugen zu müssen.
Manchmal bedeutet sie zuerst, einen Raum zu schaffen, in dem jemand ehrlich sagen darf, wie schlecht es ihm wirklich geht.
Die Reihe besteht aus fünf Folgen:
1. „Ich will nicht mehr“: Suizidgedanken verstehen, ohne davor wegzulaufen
2. „Ich möchte eigentlich nicht sterben, ich möchte nur so nicht weiterleben“
3. „Was sage ich, wenn jemand nicht mehr leben will?“
4. „Wenn es gefährlich wird“: Akute Suizidalität, Krisen und die Frage nach Sicherheit
5. „Wenn die Krise vorbei ist“: Wie Menschen nach Suizidalität wieder ins Leben finden
Im Anschluss folgt eine Sonderfolge:
„Ich möchte selbst entscheiden, wann ich sterbe“: Sterbehilfe zwischen Autonomie und Schutz
Bei akuter Suizidgefahr wendet euch bitte an den Notruf 112 oder eine psychiatrische Notfallambulanz.
Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 1110111, 0800 1110222 und 116 123 erreichbar.
#Suizidprävention #Suizidgedanken #Sterbewunsch #Suizidalität #PsychischeGesundheit #Psychotherapie #Psychologie #Depression #Trauma #PTBS #Krise #Angehörige #SafetyPlan #Hoffnung #Lebensmutnintervention #MentalHealth #IdentitätUndLeben
Folge 171: „Ich möchte eigentlich nicht sterben, ich möchte nur so nicht weiterleben“
Was meint ein Mensch eigentlich, wenn er sagt: „Ich will nicht mehr“?
In der zweiten Folge meiner Minireihe über Suizidgedanken und Sterbewünsche geht es um einen der wichtigsten und zugleich häufig missverstandenen Aspekte von Suizidalität:
Den Wunsch, dass etwas aufhört ohne dass damit zwangsläufig der Wunsch verbunden sein muss, wirklich tot zu sein.
Viele Menschen in schweren psychischen Krisen erleben einen Zustand, in dem sie keinen Ausweg mehr sehen. Der innere Schmerz wird so groß, die Hoffnung so klein und das eigene Leben so belastend, dass der Tod irgendwann wie die einzige noch vorstellbare Möglichkeit erscheinen kann.
Doch häufig steckt hinter dem Satz „Ich möchte sterben“ gleichzeitig noch etwas anderes:
„Ich möchte nur nicht mehr so weiterleben.“
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum genau diese Unterscheidung so wichtig ist.
Ihr erfahrt unter anderem:
- Warum Suizidgedanken häufig von starker Ambivalenz geprägt sind.
- Was psychischer Schmerz mit dem Wunsch zu sterben zu tun haben kann.
- Warum Hoffnungslosigkeit dazu führt, dass Menschen alternative Lösungen irgendwann nicht mehr erkennen können.
- Welche Rolle Depressionen, Trauma, Einsamkeit, Scham und das Gefühl von Ausweglosigkeit spielen können.
- Warum ein Mensch gleichzeitig sterben wollen und dennoch an Teilen seines Lebens festhalten kann.
- Weshalb der Wunsch nach Ruhe, Erlösung oder einem Ende des Leidens nicht automatisch mit einem eindeutigen Todeswunsch gleichzusetzen ist.
- Warum es so wichtig ist, nicht nur zu fragen: „Willst du sterben?“, sondern auch: „Was müsste aufhören, damit du wieder leben könntest?“
- Und warum Beziehung, Verständnis und echtes Zuhören manchmal wieder Möglichkeiten sichtbar machen können, die in einer Krise vollkommen verschwunden scheinen.
Mir ist bei diesem Thema besonders wichtig, Suizidgedanken weder kleinzureden noch jeden Sterbewunsch sofort ausschließlich als Gefahr zu betrachten.
Denn bevor wir einem Menschen helfen können, müssen wir zunächst verstehen, was sein Sterbewunsch für ihn bedeutet.
Manchmal ist der Wunsch zu sterben vor allem der verzweifelte Versuch, einen Zustand zu beenden, der sich nicht mehr aushaltbar anfühlt.
Und genau dort kann eine entscheidende Frage entstehen:
Was müsste sich verändern, damit nicht das Leben enden muss – sondern das Leiden?
Die Reihe besteht aus fünf Folgen:
1. „Ich will nicht mehr“: Suizidgedanken verstehen, ohne davor wegzulaufen
2. „Ich möchte eigentlich nicht sterben, ich möchte nur so nicht weiterleben“
3. „Was sage ich, wenn jemand nicht mehr leben will?“
4. „Wenn es gefährlich wird“: Akute Suizidalität, Krisen und die Frage nach Sicherheit
5. „Wenn die Krise vorbei ist“: Wie Menschen nach Suizidalität wieder ins Leben finden
Im Anschluss folgt eine Sonderfolge:
„Ich möchte selbst entscheiden, wann ich sterbe“: Sterbehilfe zwischen Autonomie und Schutz
Bei akuter Suizidgefahr wendet euch bitte an den Notruf 112 oder eine psychiatrische Notfallambulanz. Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 1110111, 0800 1110222 und 116 123 erreichbar.
#Suizidprävention #Suizidgedanken #Sterbewunsch #Suizidalität #PsychischeGesundheit #Depression #Trauma #PTBS #Psychotherapie #Psychologie #Hoffnung #Lebensmut #Krise #Krisenintervention #MentalHealth #IdentitätUndLeben
Folge 170 [Minireihe]: „Ich will nicht mehr“ – Suizidgedanken, Sterbewunsch und der Weg zurück ins Leben
Was bedeutet es, wenn ein Mensch sagt: „Ich will nicht mehr“?
Bedeutet das automatisch: „Ich möchte sterben“? Oder steckt dahinter manchmal vielmehr: „Ich halte mein Leben so, wie es gerade ist, nicht mehr aus“?
In dieser neuen Minireihe von „Identität & Leben“ geht es um ein Thema, über das noch immer viel zu selten offen gesprochen wird: Suizidgedanken, Sterbewünsche und suizidale Krisen.
Dabei möchte ich das Thema weder dramatisieren noch verharmlosen. Denn zwischen Lebensüberdruss, einem passiven Sterbewunsch und akuter Suizidalität liegen psychologisch sehr unterschiedliche Zustände.
Wir sprechen darüber, warum Menschen überhaupt an einen Punkt gelangen können, an dem der Tod wie eine Lösung erscheint. Über psychischen Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Trauma und Depression, aber auch über die oft gleichzeitig vorhandene Sehnsucht danach, dass nicht das Leben endet, sondern endlich das Leiden.
In der Minireihe erfahrt ihr unter anderem:
- Was Lebensüberdruss, Sterbewünsche, Suizidgedanken und akute Suizidalität voneinander unterscheidet.
- Warum der Satz „Ich will nicht mehr“ oft mehr Ambivalenz enthält, als man zunächst vermutet.
- Warum Menschen in suizidalen Krisen häufig nicht ausschließlich sterben wollen, sondern keinen anderen Ausweg mehr erkennen können.
- Warum es wichtig ist, Suizidgedanken direkt anzusprechen.
- Was Angehörige und Freunde sagen und tun können.
- Was psychologisch geschieht, wenn sich Denken in einer Krise immer weiter verengt.
- Wie Psychotherapie zwischen Beziehung, Vertrauen, Selbstbestimmung und notwendigem Schutz abwägen muss.
- Warum Menschen Suizidgedanken manchmal aus Angst vor Konsequenzen verschweigen.
- und vor allem: Wie Menschen nach einer suizidalen Krise wieder einen Weg zurück ins Leben finden können.
Diese Minireihe handelt zwangsläufig vom Tod.
Aber eigentlich geht es um etwas anderes: psychischen Schmerz, Beziehung, Hoffnung, Gehörtwerden und darum, was einem Menschen wieder einen Grund geben kann, zu bleiben.
In dieser Reihe werden Suizidgedanken und suizidale Krisen ausführlich thematisiert. Wenn euch dieses Thema aktuell stark belastet, entscheidet bitte gut für euch selbst, ob und wann ihr die Folgen hören möchtet.
Bei akuter Suizidgefahr wendet euch bitte an den Notruf 112 oder eine psychiatrische Notfallambulanz. Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 1110111, 0800 1110222 und 116 123 erreichbar.
Die Inhalte dienen der Information und Psychoedukation und ersetzen keine individuelle psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.
#Suizidprävention #Suizidgedanken #Suizidalität #Sterbewunsch #PsychischeGesundheit #Depression #Trauma #Psychotherapie #Psychologie #Krisenintervention #Hoffnung #Lebensmut #Sterbehilfe #Selbstbestimmung #IdentitätUndLeben #Identität&Leben #CordNeubersch
Folge 169: Vater-Kind-Kur: Hätte ich das doch früher gemacht (Teil 2 von 2)
In dieser zweiten und abschließenden Folge meiner kleinen Podcast-Reihe über die Vater-Kind-Kur geht es um das, was während einer solchen Vorsorge- und Präventionsmaßnahme im Inneren eines Menschen geschieht.
Gemeinsam mit Martin Schulz, Allgemeinarzt der Fachklinik Thomas Morus auf Norderney, spreche ich darüber, warum eine Vater-Kind-Kur weit mehr ist als eine Auszeit vom Alltag.
Wir räumen mit alten Vorurteilen auf, sprechen über Scham, gesellschaftliche Erwartungen an Männer und darüber, weshalb Prävention häufig unterschätzt wird, obwohl sie oft genau der richtige Zeitpunkt ist, um gesundheitliche Entwicklungen frühzeitig positiv zu beeinflussen.
Im Gespräch erfahrt ihr unter anderem:
- Warum der Begriff "Kur" dem eigentlichen Charakter einer Vorsorgemaßnahme oft nicht gerecht wird.
- Weshalb Prävention so viel mehr bedeutet, als Krankheiten zu verhindern.
- Warum viele Männer Schwierigkeiten haben, sich selbst Hilfe zu erlauben.
- Warum Selbstfürsorge kein Egoismus ist.
- Wie wichtig persönliche Ziele für eine erfolgreiche Vorsorgemaßnahme sind.
- Warum der Austausch mit anderen Vätern so wertvoll sein kann.
- Weshalb viele Teilnehmer am Ende sagen: "Hätte ich das doch schon viel früher gemacht."
- Warum Prävention nicht erst dann beginnen sollte, wenn bereits eine schwere Erkrankung entstanden ist.
- Welche besondere Bedeutung die reine Vater-Kind-Maßnahme auf Norderney für viele Männer hat.
Außerdem sprechen wir darüber, wie sich der Blick auf Gesundheit in den letzten Jahren verändert hat und warum Begriffe wie Selbstfürsorge, Achtsamkeit und psychische Gesundheit heute glücklicherweise immer selbstverständlicher geworden sind.
Ich hoffe sehr, dass diese Folge Mut macht. Mut, die eigene Gesundheit ernst zu nehmen und Unterstützung anzunehmen.
Das Gespräch mit Martin Schulz zeigt eindrucksvoll, dass Prävention keine Schwäche ist. Sondern Verantwortung für sich selbst und damit letztlich auch für die Menschen, die wir lieben.
Gesundheit für Vater und KinderFachklinik Thomas Morus
Müttergenesungswerk – Vater-Kind-Kur
Das Gespräch in dieser Folge spiegelt persönliche Erfahrungen sowie die fachliche Einschätzung von Martin Schulz aus seiner langjährigen Tätigkeit in der Fachklinik Thomas Morus auf Norderney wider.
Die Inhalte ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Ob eine Vater-Kind-Kur oder eine andere Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahme sinnvoll ist, sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt sowie einer anerkannten Beratungsstelle besprochen werden.
#VaterKindKur #MutterKindKur #ElternKindKur #Prävention #Selbstfürsorge #MentaleGesundheit #PsychischeGesundheit #Männergesundheit #Vatersein #Vaterrolle #BurnoutPrävention #Stressbewältigung #Resilienz #Gesundheitsvorsorge #Psychosomatik #Norderney #FachklinikThomasMorus #Müttergenesungswerk #Kurberatung #KurBeantragen #Familie #Elternschaft #Nordsee #IdentitätUndLeben #MartinSchulz
Folge 168: Vater-Kind-Kur: Drei Wochen, die etwas in mir verändert haben (Teil 1 von 2)
Eine Vater-Kind-Kur ist kein Urlaub. Aber sie darf erholsam sein, guttun und vielleicht sogar eine neue Richtung im eigenen Leben sichtbar machen.
In dieser sehr persönlichen Folge erzähle ich von meiner dreiwöchigen Vater-Kind-Kur mit zwei meiner Kinder in der Fachklinik Thomas Morus auf Norderney.
Viele Väter funktionieren über Jahre hinweg. Sie arbeiten, übernehmen Verantwortung, organisieren den Familienalltag und versuchen, für alle anderen stabil zu bleiben. Die eigene Erschöpfung wird dabei häufig übergangen oder kleingeredet. Doch man muss nicht erst vollständig zusammenbrechen, bevor man Unterstützung annehmen darf.
Ich erkläre in dieser Folge ausführlich:
- Was ist eine Vater-Kind-Kur überhaupt?
- Für wen kommt sie infrage?
- Welche Beschwerden und Belastungen können eine Kur begründen
- Wie wird eine Vater-Kind-Kur beantragt?
- Wer hilft bei der Antragstellung?
- Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?
- Muss man dafür Urlaub nehmen?
- Wie läuft die Anreise nach Norderney ab?
- Wie sieht ein typischer Tag in der Klinik aus?
- Wie werden die Kinder während der Therapien betreut?
- Welche medizinischen und therapeutischen Angebote gibt es?
- Was geschieht nach der Kur?
- Und wie kann es gelingen, etwas von den Erfahrungen in den Alltag mitzunehmen?
Außerdem erzähle ich davon, was Norderney persönlich mit mir gemacht hat.
Diese Folge richtet sich an erschöpfte Väter, Mütter, Eltern, Partnerinnen und Partner sowie an alle Menschen, die überlegen, ob eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für sie oder ihre Familie sinnvoll sein könnte.
Fachklinik Thomas Morus auf Norderney
Müttergenesungswerk – Vater-Kind-Kur
Kostenlose Kurberatung des Müttergenesungswerks
Meine Schilderungen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen während meiner Vater-Kind-Kur. Voraussetzungen, medizinische Indikationen, Kostenübernahmen, Altersgrenzen und konkrete Abläufe können sich je nach Klinik, Krankenkasse und individueller Situation unterscheiden.
Bitte lasst euch deshalb persönlich von eurer Krankenkasse, eurer behandelnden Ärztin oder eurem behandelnden Arzt sowie einer anerkannten Kurberatungsstelle beraten.
#VaterKindKur #MutterKindKur #ElternKindKur #Norderney #FachklinikThomasMorus #Müttergenesungswerk #KurBeantragen #Kurberatung #Erschöpfung #Burnout #Stressbewältigung #Vaterrolle #Vatersein #Familie #Elternschaft #Selbstfürsorge #Psychosomatik #PsychischeGesundheit #MentaleGesundheit #Vorsorge #Rehabilitation #Nordsee #Gesundheit #Auszeit #Achtsamkeit #IdentitätUndLeben
🎙️ Folge 167 Wie Narzissmus entsteht: Trauma, Scham und das falsche Selbst
Minireihe: Wenn Liebe Kontrolle wird – Narzissmus, Trauma und Beziehung (Teil 5)
Wie entsteht Narzissmus eigentlich? Ist Narzissmus die Folge einer schwierigen Kindheit? Von Trauma? Von Verwöhnung? Von emotionaler Vernachlässigung oder werden Menschen einfach so?
Sobald wir beginnen, nach den Ursachen zu fragen, entsteht schnell ein Missverständnis: Wenn wir verstehen, warum ein Mensch geworden ist, wie er heute ist, entschuldigen wir damit sein Verhalten?
Dabei betrachten wir Narzissmus nicht als moralisches Urteil, sondern aus entwicklungspsychologischer, bindungstheoretischer, neurobiologischer und psychotherapeutischer Perspektive.
Ich spreche unter anderem darüber,
- warum Persönlichkeit niemals durch einen einzigen Auslöser entsteht
- welche Rolle Temperament, Bindung, Erziehung und Lebenserfahrungen für unsere Persönlichkeitsentwicklung spielen
- weshalb sich unser Gehirn in Beziehungen entwickelt und wie frühe Erfahrungen unser Nervensystem prägen
- warum ein stabiler Selbstwert nicht angeboren ist, sondern in sicheren Beziehungen wächst
- weshalb Scham häufig das eigentliche Zentrum narzisstischer Schutzmechanismen bildet
- was Donald Winnicott mit dem „wahren Selbst“ und dem „falschen Selbst“ meinte
- warum Trauma allein Narzissmus nicht erklärt
- weshalb manche Menschen eher Depressionen oder Angststörungen entwickeln und andere narzisstische Schutzstrategien
- welche Unterschiede zwischen grandiosem und vulnerabelm Narzissmus bestehen
- wie ICD-10, ICD-11 und DSM-5 die narzisstische Persönlichkeitsstörung beschreiben und warum sich die moderne Diagnostik zunehmend von starren Schubladen verabschiedet
- und warum Verstehen niemals bedeutet, Verantwortung aufzugeben.
Außerdem geht es um eine der vielleicht wichtigsten Fragen psychotherapeutischer Arbeit:
Wie können wir Mitgefühl für die Geschichte eines Menschen entwickeln, ohne dabei das Leid der Menschen aus dem Blick zu verlieren, die durch sein Verhalten verletzt wurden?
Links zu den Folgen von Identität und Leben, die in der Folge genannt werden:
🎧 Folge 6 – „Der Lebenszyklus der Menschen“: Sie handelt über die Bedeutung früher Bindungserfahrungen und die Entwicklung unserer Persönlichkeit.
🎧 Folge 78 – „Die Beziehung zu mir“: Sie handelt über Selbstwert, Bindung und die Beziehung zu uns selbst.
🎧 Folge 56 – „Persönlichkeitsstörungen (ICD-Diagnosen F60–F69)“: Diese Folge kann als grundlegende Einführung in die verschiedenen Persönlichkeitsstörungen und ihre diagnostische Einordnung angesehen werden.
📍 Weitere Informationen und Kontakt
🏷️ Hashtags
#IdentitätUndLeben #Narzissmus #NarzisstischePersönlichkeitsstörung #Persönlichkeitsstörung #Trauma #kPTBS #Bindung #Bindungstheorie #Selbstwert #Scham #PsychologiePodcast #Psychotherapie #Psychologie #Beziehungen #Gaslighting #TraumaBonding #CoAbhängigkeit #Selbstfürsorge #Persönlichkeitsentwicklung #MentalHealth #Andersschlau #CordNeubersch
🎙️ Folge 166 Kann ein narzisstischer Mensch sich verändern?
Warum Liebe allein selten ausreicht
Minireihe: Wenn Liebe Kontrolle wird – Narzissmus, Trauma und Beziehung (Teil 4)
Kann ein narzisstischer Mensch sich verändern?
Diese Frage stellen sich viele Menschen, die in einer narzisstisch geprägten Beziehung leben oder gelebt haben.
Vielleicht ist es die Frage, die Betroffene am längsten begleitet.
Denn hinter ihr steckt oft eine tiefe Hoffnung:
Wenn ich nur geduldig genug bin.
Dann wird sich etwas verändern.
In dieser Folge von Identität und Leben geht es um die Frage, was Veränderung bei narzisstischen Mustern tatsächlich braucht und wo die Grenzen von Liebe, Verständnis und Unterstützung liegen.
Ich spreche darüber,
- warum Hoffnung Menschen oft über viele Jahre in schwierigen Beziehungen hält
- weshalb Liebe Veränderung begleiten, aber nicht erzwingen kann
- welche Rolle Scham, Selbstwert und Schutzmechanismen spielen
- warum Einsicht allein noch keine Veränderung bedeutet
- woran echte Veränderungsbereitschaft erkennbar ist
- weshalb Therapie helfen kann, aber nur dann wirksam wird, wenn Menschen selbst Verantwortung übernehmen möchten
- und warum viele Betroffene irgendwann erkennen müssen, dass sie nicht die Therapie eines anderen Menschen sind
Außerdem geht es um die schwierige Balance zwischen Mitgefühl und Selbstschutz.
Wie können wir die Verletzungen eines Menschen verstehen, ohne dabei unsere eigenen Grenzen zu verlieren?
Wann wird Hoffnung zu einer Kraft, die trägt?
Und wann wird sie zu einer Falle, die uns davon abhält, die Realität zu sehen?
Diese Folge richtet sich an Betroffene, Angehörige und Fachpersonen gleichermaßen.
Sie soll weder verurteilen noch entmutigen.
Sie soll helfen, Veränderung realistischer einzuordnen und dabei den Blick wieder auf die wichtigste Person zurücklenken:
auf dich selbst.
Denn die entscheidende Frage lautet oft nicht:
„Wird dieser Mensch sich verändern?“
Sondern:
„Wie lange mache ich mein eigenes Leben davon abhängig?“
📍 Weitere Informationen und Kontakt
🏷️ Hashtags
#IdentitätUndLeben
🎙️ Folge 165 Die verschiedenen Gesichter des Narzissmus
Warum Narzissmus nicht immer laut, dominant und selbstbewusst wirkt
Minireihe: Wenn Liebe Kontrolle wird - Narzissmus, Trauma und Beziehung (Teil 3)
Wenn wir das Wort Narzissmus hören, denken viele Menschen sofort an jemanden, der arrogant, dominant, selbstverliebt und kontrollierend wirkt.
Doch die Realität ist deutlich komplexer.
Narzissmus hat viele Gesichter.
Manche Menschen wirken laut und überlegen.
Andere wirken verletzt, empfindlich, missverstanden oder dauerhaft benachteiligt.
Manche kontrollieren durch Dominanz.
Andere durch Schuldgefühle, Selbstmitleid oder die Angst, sie im Stich zu lassen.
In dieser Folge von Identität und Leben geht es um die verschiedenen Erscheinungsformen narzisstischer Dynamiken und darum, warum gerade die verdeckten Formen oft besonders schwer zu erkennen sind.
Ich spreche darüber,
- warum grandioser und vulnerabler Narzissmus unterschiedlich aussehen können
- weshalb manche narzisstischen Menschen eher stark und andere eher verletzlich wirken
- wie Selbstmitleid, Opferrollen und Schuldgefühle zu Formen von Beziehungskontrolle werden können
- warum empathische Menschen häufig besonders stark auf solche Dynamiken reagieren
- welche Rolle Selbstwertregulation bei narzisstischen Mustern spielt
- und weshalb moderne Psychologie Narzissmus heute deutlich differenzierter betrachtet als früher
Außerdem geht es um aktuelle wissenschaftliche Perspektiven aus DSM und ICD-11, um die Entstehung narzisstischer Muster sowie um die wichtige Frage:
Wann hilft Verständnis und wann beginnt Selbstaufgabe?
Diese Folge soll dabei helfen, Menschen besser zu verstehen, ohne problematisches Verhalten zu entschuldigen.
Denn hinter narzisstischen Dynamiken stehen oft komplexe psychologische Prozesse.
Gleichzeitig bleiben Verantwortung, Grenzen und Selbstschutz wichtige Bestandteile gesunder Beziehungen.
Am Ende ist oft weniger entscheidend, welcher Narzissmus-Typ einem gegenübersteht.
Entscheidender ist die Frage:
Was passiert mit mir in dieser Beziehung?
📍 Weitere Informationen und Kontakt
🏷️ Hashtags
#IdentitätUndLeben
🎙️ Folge 164 Warum Menschen in narzisstischen Beziehungen bleiben, obwohl sie leiden
Trauma-Bindung, Hoffnung und die Sehnsucht nach dem Anfang
Minireihe: Wenn Liebe Kontrolle wird – Narzissmus, Trauma und Beziehung (Teil 2)
Warum bleiben Menschen in Beziehungen, die ihnen offensichtlich nicht guttun?
Warum gehen Betroffene nicht einfach?
Und weshalb greifen gut gemeinte Ratschläge wie „Dann trenn dich doch“ oder „Du musst nur konsequenter sein“ oft viel zu kurz?
In dieser Folge von Identität und Leben geht es um die psychologischen Mechanismen, die Menschen in narzisstisch geprägten Beziehungen halten können, selbst dann, wenn sie längst leiden.
Ich spreche darüber,
- warum Menschen oft nicht trotz der schönen Momente bleiben, sondern wegen ihnen
- was Trauma-Bindung (Trauma Bonding) bedeutet und wie sie entsteht
- weshalb Hoffnung, Schuldgefühle und alte Beziehungsmuster so starke Kräfte entwickeln können
- wie intermittierende Verstärkung emotionale Abhängigkeit begünstigt
- warum Betroffene häufig beginnen, ihrer eigenen Wahrnehmung zu misstrauen
- welche Rolle Gaslighting, Selbstzweifel und emotionale Verwirrung spielen
- und weshalb empathische Menschen besonders gefährdet sein können, sich in Retterrollen zu verlieren
Außerdem geht es um die Verbindung zwischen früheren Bindungserfahrungen und späteren Beziehungsmustern:
- Warum sich manche Dynamiken vertraut anfühlen, obwohl sie schmerzhaft sind.
- Warum unser Nervensystem manchmal Vertrautheit mit Sicherheit verwechselt.
- und weshalb Heilung oft dort beginnt, wo Menschen lernen, ihre eigene Wahrnehmung wieder ernst zu nehmen.
Diese Folge richtet sich an Betroffene, Angehörige und Fachpersonen gleichermaßen.
Es geht nicht um Schuld zu verteilen oder um Menschen zu verurteilen. Es geht darum, zu verstehen. Denn Menschen bleiben selten, weil sie das Leid nicht sehen. Sie bleiben oft, weil Hoffnung, Bindung und Sehnsucht stärker wirken, als Außenstehende ahnen.
📍 Weitere Informationen und Kontakt
Podcast-Folgen zu Täter-Opfer Dynamiken:
Die Identität mit Opfer-Anteilen (Identität und Leben Folge 74): https://open.spotify.com/episode/1mWh07tncXPXKTiNDSQPwl?si=b9fa92f2ad6540da
Die Identität mit Täter-Anteilen (Identität und Leben Folge 75): https://open.spotify.com/episode/0yKZal9Jk8uAl9JZiB7TXu?si=83dca68baaf54873
🏷️ Hashtags
#IdentitätUndLeben
From the publisher's feed

9 Listeners

107 Listeners

49 Listeners

19 Listeners

3 Listeners

42 Listeners

30 Listeners

7 Listeners

41 Listeners

3 Listeners