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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)News
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International episodes

  • Panama – Brücke der Welt, Herz des Universums
    «Puente del mundo, corazón del universo»: So beschreiben die Menschen in Panama ihr Land, das Nord- und Südamerika verbindet. Panama ist aber mehr als «nur» eine natürliche Landbrücke. Panama verbindet vieles: In der Wirtschaft, der Kultur - und auch der Biodiversität. Wie eine Brücke eben.
    Der Panamakanal ist das berühmteste Bauwerk des Landes und Stolz seiner Bevölkerung. Eine maritime Brücke zwischen Atlantik und Pazifik, nach dem Suezkanal die zweitwichtigste künstliche Wasserstrasse der Welt. Einträglich für Panamas Staatskasse, einträglich auch für Panamas Eliten. Doch der Kanal ist nicht der einzige Grund, weshalb der Begriff «Brücke» eine bedeutende Rolle im Selbstverständnis der Panamaer und Panamaerinnen einnimmt. Das Land ist ein Schmelztiegel der Kulturen, ein Sammelbecken von Menschen aus aller Welt und dank seiner einzigartigen geographischen Lage auch ein Ort grosser Artenvielfalt – aus Nord- und Südamerika, wie Michael Castritius berichtet. So sind zum Beispiel geschätzt rund 300'000 Insektenarten in Panama heimisch, genauso wie diverse Tierarten aus beiden Subkontinenten. Doch die fruchtbaren Regenwälder Panamas sind auch in Gefahr.
    32 min
  • Chinas Kampf gegen die Verwüstung
    Grosse Teile Chinas sind Wüste. Sie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ausgebreitet. Behörden und Bevölkerung bekämpfen das Fortschreiten der Sandmassen; mit unterschiedlichen Methoden und durchaus auch mit Erfolg.
    Sträucher, Blumen, sogar ein Gemüsegarten –am Rand der Tengger-Wüste ist in Malanhu eine kleine Oase entstanden - wo noch vor zehn Jahren Ödnis war.
    Die Verwüstung ist ein globales Phänomen, sie macht auch China zu schaffen: knapp ein Viertel der Landesfläche ist Wüste und die Sandmassen breiteten sich über Jahrzehnte hinweg weiter aus. Das hatte auch mit der Abholzung von Wäldern und der Überweidung von ganzen Landstrichen zu tun. Die Behörden versuchten entgegenzuwirken. Sie machten dabei Fehler, so wurden Bäume angepflanzt, die sich für die lokalen Bedingungen nicht eigneten. Nachdem die Bäume die spärlichen Wasserreserven aufgebraucht hatten, starben sie wieder ab - anstatt die Verwüstung aufzuhalten, verstärkte sich diese noch.
    Doch China hat im Kampf gegen die Sandmassen dazugelernt. Es setzt nun auf genügsamere Pflanzen, die mit viel weniger Wasser auskommen. Im Vorzeigeprojekt Malanhu nisten sogar Vögel und hoppeln Hasen zwischen den Sträuchern. Auch anderswo gelang es mit gezielten Eingriffen, die Verwüstung aufzuhalten. Allerdings, die Herausforderung bleibt gewaltig und der globale Klimawandel stellt Chinas Erfolge im Kampf gegen die Verwüstung wieder in Frage.
    28 min
  • «Nur weg von hier» - der Exodus aus Honduras
    Honduras ist eines der ärmsten Länder der Welt. Jedes Jahr verlassen Hunderttausende den zentralamerikanischen Staat Richtung USA. Die Reportage aus Honduras beleuchtet die Gründe für den Exodus: die Armut, die allgegenwärtige Gewalt, Naturkatastrophen oder der korrupte, weitgehend abwesende Staat.
    US-amerikanische Behörden hielten an der Südgrenze allein im letzten Jahr über 1,9 Millionen Flüchtlinge und Migranten fest – ein neuer Rekord. Besonders viele kommen aus Honduras. Laut offiziellen US-Statistiken rund 20'000 pro Monat. Die meisten stellen an der Grenze einen Asylantrag. Doch die US-Behörden lassen viele umgehend wieder in ihre Heimat zurückschaffen.
    Das ländliche und weitgehend gebirgige Honduras liegt zwischen Mexiko und dem Panama-Kanal. Es exportiert vor allem landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee oder Bananen. Und in sogenannten «Maquilas» fertigen schlechtbezahlte Arbeiterinnen und Arbeiter Textilien für den US-Markt. Die Mehrheit aber arbeitet im sogenannt informellen Sektor - das heisst ohne festen Lohn und ohne Vertrag. Die Situation dieser Leute hat sich in der Pandemie stark verschlechtert. Über siebzig Prozent der Bevölkerung leben in Armut.
    Neben der Armut ist die Gewalt einer der wichtigsten Gründe für die Flucht Richtung Norden. Wobei die Gewalt nicht nur von kriminellen Banden sondern oft auch von korrupten staatlichen Behörden ausgeht. In den letzten Jahren haben zudem Wirbelstürme schwere Schäden hinterlassen - was noch mehr Leute in die Flucht treibt.
    27 min
  • Italiens Milliarden-Chance
    Mit ihrem bislang grössten Wachstumspaket will die EU Europas Volkswirtschaften ankurbeln. Das meiste Geld fliesst nach Italien: Insgesamt 191 Milliarden Euro. Für Italien ist das eine einzigartige Chance. Doch alle wollen teilhaben am Milliardenkuchen.
    Für Italien ist der Geldsegen aus Brüssel eine riesige Herausforderung und zugleich die einzigartige Chance, alten Übeln endlich den Garaus zu machen: Endlich ist Geld da, um dringend nötige Reformen zu finanzieren. Die Liste der Baustellen im Land ist lang und reicht von städtebaulichen Vorhaben über Eisenbahnnetz und Infrastruktur bis zur Digitalisierung von Verwaltung und Justiz.
    Damit das Geld dorthin fliesst, wo es am Sinnvollsten eingesetzt werden kann, hat Italien einen Wettbewerb lanciert: Gemeinden, Städte und Regionen sollen innert kürzester Zeit realisierbare Projekte einreichen. Die vielversprechendsten darunter erhalten dann von der Regierung in Rom einen Teil des Geldes.
    Doch die politische Unsicherheit im Land, Jahrzehnte der Misswirtschaft und das Wirtschaftsgefälle zwischen Nord- und Süd-Italien drohen die Chance zunichte zu machen: Im wirtschaftlich schwachen Süden, dort, wo Investitionen am Dringendsten nötig wären, fehlen jetzt etwa die nötigen Fachkräfte, um Projekte ausarbeiten zu können, die überhaupt wettbewerbsfähig sind. Und: ein Teil der Milliarden aus Brüssel ist nur ausgeliehen. Steigen die Schuldzinsen, wächst Italien Schuldenlast weiter. So kommt es zu einem Wettlauf gegen die Zeit.
    28 min
  • Illegalität und Ausbeutung: Pflegende aus Osteuropa wehren sich
    Im Westen, auch in der Schweiz, lassen sich alte Menschen von Polinnen zu tiefen Löhnen pflegen. In Polen wiederum springen Ukrainerinnen in die Bresche: Unter prekären Bedingungen pflegen sie alte Polinnen und Polen. Die Frauen aus dem Osten wollen sich nicht länger ausnutzen lassen.
    Über Vermittlungsagenturen kann man sie «bestellen»: Osteuropäerinnen, die im Westen alte Menschen zu Hause pflegen. Sie verdienen wenig, arbeiten fast rund um die Uhr. Das zeigt auch der Fall einer Polin, die in einem Dorf bei Bern eine alte Frau pflegt: Sie muss darum kämpfen, dass ihr die zahlreichen Überstunden bezahlt werden. Sie wird geplagt vom Heimweh und sorgt sich um Mutter und Grossmutter, die sie in Polen zurücklassen musste.
    Die Polinnen, die im Westen pflegen, können ihrer Familie in Polen zwar ein besseres Leben finanzieren. Aber sie können nicht ihre eigenen Eltern und Grosseltern pflegen – in einem Land, in dem sich der Staat wenig um die Alten kümmert, in dem die Pflege als Privatsache gilt. In die Bresche springen Ukrainerinnen. Obwohl die Pflege in Polen ohne sie zusammenbrechen würde, arbeiten sie in der Illegalität, zu sehr niedrigen Löhnen. Die Frauen sind Demütigungen und Misshandlungen ausgesetzt.
    Jede fünfte Ukrainerin und jeder fünfte Ukrainer lebt im Ausland. In ärmlichen Dörfen wir Oriv ist das Geld, das die Frauen in Polen verdienen, bitter nötig. Die eigenen Eltern müssen sie sich selbst überlassen: In der Ukraine kümmert sich häufig niemand um die alten Menschen.
    Viele Osteuropäerinnen haben Angst, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Doch einige wollen sich nicht mehr ausnützen lassen. Die Frauen, Ukrainerinnen und Polinnen, haben angefangen, sich zu wehren. In dieser Sendung, in der wir von der Schweiz über Polen bis in die Ukraine reisen, kommen fast ausschliesslich diese kämpferischen Frauen zu Wort.
    28 min
  • Best of International: Indigene in Kanada - Trauma ohne Ende
    Die «Residential Schools» haben in Kanada ganze Generationen von indigenen Kindern traumatisiert. Tausende haben die Internate, die von den Kirchen geführt wurden, nicht überlebt. Die Folgen für die «First Nations» sind gravierend.
    Der Schock war gross, als im vergangenen Jahr in Kanada viele hunderte Kindergräber entdeckt wurden, rund um ehemalige «Residential Schools». Die Funde zwangen Kanada dazu, sich einmal mehr einem düsteren Kapitel der Vergangenheit zu stellen.
    Rund 150'000 indigene Kinder mussten die Internate besuchen. Sie stammten aus allen indigenen Volksgruppen: First Nations, Métis und Inuit. Die Schulen waren eigentliche Umerziehungslager, mit dem Ziel «den Indianer im Kind zu töten». An den Schulen waren körperliche und psychische Gewalt an der Tagesordnung, ebenso sexueller Missbrauch. Die meisten Schulen wurden von der katholischen Kirche betrieben.
    Bei den Überlebenden der Schulen blieb ein schweres Trauma zurück, das wie ein Schatten über den abgelegenen Reservaten der First Nations liegt. Dort leben die Indigenen unter teils prekären Bedingungen: in zu kleinen Häusern, ohne sauberes Trinkwasser, mit schlechter Gesundheitsversorgung. Suizide, gerade unter Jugendlichen, sind weit verbreitet.
    Und das Unrecht der Residential Schools lebt in anderer Form weiter: Überdurchschnittlich häufig nimmt der Staat indigene Kinder den Eltern weg. Jugendliche, die in den Reservaten leben, sind benachteiligt: Wer eine High School besuchen will, muss die abgelegene, kleine First Nation verlassen, um in einer fremden Stadt wie Thunder Bay eine Schule zu besuchen. Dort sind die indigenen Teenager intensivem Rassismus ausgesetzt und laufen Gefahr, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden.
    Die Reportage aus der kanadischen Provinz Ontario zeigt, wie das Trauma der Residential Schools nachwirkt und wie weit Kanadas Weg zur «Reconciliation», zur Versöhnung mit den Indigenen noch ist.
    Erstausstrahlung: 30. Oktober 2021
    29 min
  • Somalia – Leben im «gescheiterten» Staat
    Somalia gilt als «gescheiterter» Staat, grosse Teile sind der Dschihadistenmiliz Al-Shabaab überlassen. Aber auch die grösste Friedensmission der Welt ist in dem ostafrikanischen Land aktiv - und einheimische Unternehmerinnen und Unternehmer engagieren sich für eine bessere Zukunft.
    «Failed state», gescheiterter Staat, so wird ein Staat bezeichnet, der seine grundlegenden Funktionen nicht erfüllen kann - Funktionen wie Sicherheit, Bildung oder Gesundheit. Das hat Folgen. In Somalia stirbt jedes achte Kind vor seinem fünften Geburtstag, kaum sonst wo auf der Welt ist die Müttersterblichkeit derart hoch, nirgendwo gehen weniger Kinder zur Schule.
    Nach Ausbruch des Bürgerkriegs vor 30 Jahren galt Somalia während Jahren als regierungslos. Heute hat das Land wieder eine provisorische Verfassung und eine Zentralregierung, doch die dschihadistische Terrorgruppe Al-Shabaab beherrscht weite Teile des Landes, verübt regelmässig Bombenanschläge und behindert den Aufbau eines Staates. Wer springt in die Bresche, wenn der Staat nicht existiert?
    Wir besuchen Menschen, die Somalia zusammenzuhalten versuchen, wie Abdinasir Ali Mohamed. Er hat trotz Terrorgefahr in Mogadischu eine der besten Schulen des Landes aufgebaut. Ein ehemaliger Gefolgsmann von Al-Shabaab erzählt, was ihn bewog, sich der Dschihadistenmiliz anzuschliessen und wie er im Auftrag von Al-Shabaab Steuern eintrieb. Und wir gehen auf Patrouille mit der grössten Friedensmission der Welt, der AMISOM.
    29 min
  • Niederlande - Es wird eng auf der Nordsee
    Bisher förderten die Niederlande im grossen Stil Gas. Jetzt aber planen sie die Energiewende und bauen riesige Windparks in der Nordsee. Schon bald wird ein grosser Teil des Meeres vor der niederländischen Küste voller Windturbinen sein. Die tiefgreifende Veränderung weckt Ängste und Hoffnungen.
    Bis im Jahr 2050 will die Regierung in Den Haag 30 bis 40 Prozent der Stromnachfrage mit Windenergie decken. Rund ein Viertel der niederländischen Kontinentalplatte soll zu diesem Zweck mit Windparks voll gebaut werden.
    Weil die Nordsee weiter draussen vor der Küste einer Autobahn von Frachtschiffen gleicht, werden die Windparks nur rund 20 Kilometer vom Ufer entfernt gebaut. Das weckt den Widerstand der Küstenbewohnerinnen und -bewohner, die um ihre freie Sicht aufs Meer fürchten.
    Und die Fischer sind aufgebracht, weil sie in den Windparks künftig nicht mehr fischen dürfen.
    Die Umwelt-Organisationen dagegen sind hin und her gerissen. Zum einen stellen die Windparks einen tiefen Eingriff ins Ökosystem dar, zum andern eröffnen sie neue Möglichkeiten für die Natur.
    28 min
  • Die Bootsflüchtlinge und der Streit am Ärmelkanal
    Mit dem Brexit wollte Grossbritannien die volle Kontrolle über die Einwanderung zurückerlangen. Aber ausgerechnet seit dem EU-Austritt kommen immer mehr Flüchtlinge in überfüllten Booten übers Meer. Jetzt liegt London im Streit mit Paris.
    Früher schmuggelten sich die Flüchtlinge in Containern und Güterzügen durch den Kanaltunnel. Jetzt aber kommen sie immer mehr übers Meer. Im Ärmelkanal drohen die überfüllten Boote in Seenot zu geraten oder gar überfahren zu werden von einem der unzähligen Schiffe auf der stark befahrenen Route. Ein Unglück im November hat verdeutlicht, wie gefährlich die Überfahrt ist: 27 Menschen starben, als ein Boot gekentert war.
    Grossbritannien bezahlt an Frankreich grosse Summen, damit dessen Polizei die Flüchtlinge an der Überfahrt hindert. Warum gelingt ihr das nicht? Oder hat London recht, wenn es Paris vorwirft, es strenge sich nicht genug an? Warum ist die französische Polizei machtlos gegenüber den Schleppern? Und wer überhaupt sind die Flüchtlinge auf den Booten – und weshalb wollen sie unbedingt nach Grossbritannien? Die Reportage von beiden Ufern des Ärmelkanals liefert Antworten.
    27 min
  • Irlands Verwandlung – wie die Insel zu sich selbst fand
    Das heutige Irland ist weit entfernt von der Trostlosigkeit und der Enge des letzten Jahrhunderts. Innerhalb einer Generation haben sich die Wirtschaft, die Bevölkerungsstruktur und das Selbstverständnis des Landes grundlegend verändert.
    Vor 35 Jahren war Irland ein rückständiges Land, im Bann der katholischen Kirche und argwöhnisch-empfindlich im Umgang mit der britischen Nachbarin. Diese Altlasten wurden seither abgetragen, die irische Bevölkerung hat sich radikal verändert: Ehemalige Auswanderer sind mit neuen Ideen heimgekehrt, Einwanderer aus Mitteleuropa haben Farbe in eine vormals sehr geschlossene Gesellschaft gebracht und ein regelrechtes Wirtschaftswunder ermöglicht. Auch dass sich mehr Frauen an der Arbeitswelt beteiligten, war ein wichtiger Faktor beim Aufschwung, dem Erfolg des «keltischen Tigers».
    Einer, der diesen Wandel miterlebt hat, ist Martin Alioth. Als Korrespondent von Radio SRF lebte er in der Nähe von Dublin. Jetzt ist er im 67. Altersjahr gestorben. Im Gedenken an ihn wiederholen wir seine letzte International-Sendung vom Frühling 2020.
    29 min

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Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen.

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