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Matthias Beck ist heute Gast im Musiksalon und lauscht mit Wilhelm Sinkovicz Musik aus Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“: Welche spirituellen Erfahrungen können wir zu Weihnachten machen – hörend und lesend? Beck, eine der schillerndsten Gestalten des Katholizismus in unserer Zeit, einst europäischer Jugendmeister im Dressurreiten, dann Pharmazeut, Mediziner, Theologe, Universitätsprofessor und Buchautor, ist heute Pfarrer in St. Josef zu Margareten in Wien, der „Schubertkirche“.
Zu hören sind Aufnahmen des Münchner Bachorchesters unter Karl Richter (DG) und von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik (audite).
Über den Podcast:
Eine unserer liebsten und beliebtesten „Klassik für Taktlose“-Folgen zum Wiederhören:
Er war ein praktizierender Antisemit, ein manipulativer Mann, von der eigenen Überlegenheit tief überzeugt – und einer der genialsten Opernkomponisten der Geschichte: Zu Richard Wagner gibt es viele Mythen und Kontroversen. In dieser Folge von „Klassik für Taktlose“, dem Podcast für Einsteiger, gehen Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz ihnen nach.
Wie nähert man sich am besten dieser wuchtigen Musik? Zwischen einigen Hörproben geht es unter anderem darum, was der „Ring des Nibelungen“, Wagners Mammut-Opernreihe, mit Fantasy-Epen wie „Game of Thrones“ gemeinsam hat, wie man Walküre richtig ausspricht und wie Wagner (der nebenbei die Angewohnheit hatte, seinen Geldgebern die Frauen auszuspannen) König Ludwig II dazu brachte, ihm ein Festspielhaus zu spendieren, in dem bis heute der Untergang der herrschenden Mächte zelebriert wird.
Hinweis: Die Folge erschien erstmals im Juli 2022. Einige genannte Details beziehen sich auf diesen Zeitraum.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Wagner-Aufnahmen:
Über den Podcast
Der Podcast erscheint jeden zweiten Samstag in "Musiksalon", dem Klassik-Kanal der "Presse".
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Die jüngste Wiederaufnahme der Oper „Palestrina“ in der Staatsoper hat das Interesse auf einen Komponisten fokussiert, der seit geraumer Zeit kaum eine Aufführungschance hat. Warum die Begeisterung für die Neueinstudierung nur ein Strohfeuer gewesen sein wird, „Palestrina“ kaum eine Chance haben dürfte, wie früher eine Repertoireoper in Wien zu werden, das überlegt sich Wilhelm Sinkovicz heute im Musiksalon – und präsentiert die Wiederholung eines Podcasts, der vor zwei Jahren bereits dem Komponisten gewidmet war, als die Linzer Stadtväter beschlossen, die Hans-Pfitzner-Straße umzubenennen, weil der Meister einst dem Nationalsozialismus nahestand. Ein Plädoyer, die musikalischen Qualitäten dieses Mannes nicht ganz zu vergessen.
Über den Podcast:
Julius Bittner, komponierender Jurist im Wien um 1900 war zu Zeiten ein viel gespielter Opernmeister, ist aber heute völlig vergessen. 2024 hat sich sein Geburtstag zum 150. Mal gejährt. Erklungen ist kein einiges Werk aus seiner Feder – „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz bitte aber am 10. Dezember im Haus Hofmannsthal zu einem „Abend für Julius Bittner“ – und bringt im Podcast einige der (wenigen erhaltenen) Aufnahmen seiner Musik zum Klingen – was neugierige Musikfreunde sicher aufhorchen lässt!
Zu hören sind Aufnahmen mit Günther Treptow („Bergsee“), Erich Kleiber („Das höllisch Gold“), dem Sibirischen Symphonieorchester unter Dmitry Vasilyev (Toccata Classics) und anderen.
Karajan hier, Karajan da: Wer auch nur mit einem Fuß in die Welt der Klassik eintaucht, kommt an Herbert von Karajan nicht vorbei. Dabei ist der legendäre Dirigent schon seit 35 Jahren tot. Und beschäftigt Klassik-Fans dennoch mehr als jeder andere – was sich auch in durchschnittlich 71 Erwähnungen pro Jahr in der „Presse“ zeigt. Katrin Nussmayr will also von ihrem Podcast-Partner Wilhelm Sinkovicz wissen: Was machte diesen Mann denn wirklich so besonders? Was steckt hinter dem Mythos Karajan – und ist der ewige Hype nicht auch ein wenig übertrieben?
Auf der Suche nach Antworten erzählen die beiden Karajan-Witze, blicken hinter das Inszenierungstalent des musikalischen Halbgotts mit dem Privatjet, erörtern seine Rolle in der NS-Zeit – und hören nach, wie die Perfektion, nach der Karajan mit dem Taktstock stets strebte, klingt.
Über den Podcast:
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Das ist eine der seltsamsten Opern, die je komponiert wurden: Keine Liebesgeschichte, keine mythologische Welterklärung und nur am Rande ein paar politische Pointen. Dafür profunde Diskussionen über Sinn und Zweck der Kunst, und ein Protokoll der Ohnmacht des schöpferischen Menschen — und der Befreiung daraus. Warum uns das berühren kann, versucht — im Vorfeld der Neueinstudierung des "Palestrina“ an der Wiener Staatsoper — der heutige Podcast zu vermitteln.
Mit Ausschnitten aus der Liveaufnahme des Werks, die unter der Leitung von Kirill Petrenko in Frankfurt entstand (Oehms Classics).
Über den Podcast:
Wenige Jahre nach dem Tod Ludwig van Beethovens hat der Franzose Berlioz die Musikwelt kräftig erschüttert und die Geschichte der Symphonie nachhaltig in Richtung Moderne gelenkt. Auf den Spuren der „Fantastischen“, die der Komponist selbst als Protokoll eines Opiumrauschs bezeichnet hat, fragen wir uns, wie aus einem solchen Experiment eine der meistgespielten Symphonien des klassischen Konzertrepertoires werden konnte.
Die Musikbeispiele stammen aus dem Aufnahmeklassiker des Boston Symphony Orchestras unter Charles Munch. Eine Zugabe führt uns weit zurück in die Aufnahme-Historie in die Dreißigerjahre, wo wir die vielleicht mutigste Berlioz-Interpretation aller Zeiten finden.
Über den Podcast:
Sie könnte uns alle überleben: Jene goldene Scheibe, "Golden Record" genannt, die an Bord der Voyager 1 und der Voyager 2 gerade durchs All fliegt. Vor bald 50 Jahren wurde sie als Botschaft der Menschen auf den Weg geschickt - und sie enthält, neben Bildern und Grußbotschaften, auch Musik. Vor allem klassische: Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz erörtern die Auswahl, die dafür getroffen wurde, und überlegen, wie repräsentativ sie für die Menschheit ist. Und was sich Aliens, die die goldene Platte finden, bei all den Rhythmen und Koloraturen wohl denken könnten.
Auf unserem musikalischen Flug begleiten uns Interpreten wie Igor Strawinsky mit dem Columbia Symphony Orchestra (CBS), Edda Moser und das Bayerische Staatsorchester unter Wolfgang Sawallisch (EMI), Arthur Grumiaux, Karl Richter und das Münchner Bachorchester, Glenn Gould (CBS), Otto Klemperer mit dem Philharmonia Orchestra (EMI) sowie das Budapest String Quartet (CBS).
Was würden die "Klassik für Taktlose"-Macher ins Weltall senden?
Mehr als 40 Jahre hat Brahms gebraucht, um endlich eine Symphonie zu komponieren – wir begleiten ihn auf seinem steinigen Weg im Schatten Beethovens und pflücken dabei sogar manch hübsche musikalische Blume.
Auf der akustischen Reise führen uns Dirigenten wie Fritz Reiner (Klavierkonzert), Bruno Walter (2. und 3. Symphonie, CBS), Herbert von Karajan (3. Symphonie, Decca), Otto Klemperer (2. und 4. Symphonie, EMI) sowie Hans Rosbaud (Serenaden) und Paul Mann (Holloway-Version von Op. 34, Toccata). Außerdem zu hören: Ausschnitte aus Aufnahmen mit dem Tschechischen Nonett (Praga) und dem Duo d’Accord (Oehms).
Über den Podcast:
Die Achte ist Gustav Mahlers am seltensten aufgeführte Symphonie, denn sie ist die spektakulärste und fordert ein Massenaufgebot an Sängern und Instrumentalisten. Bei der Uraufführung waren 1028 Mitwirkende auf dem Podium. Mit einzigartigem Aufwand realisiert der Komponist seine hochfliegenden Pläne. Die Textgrundlage bildeten der katholischen Pfingsthymnus „Veni Creator Spiritus“ und die Schluss-Szene von Goethes Faust – die Anrufung des Heiligen Geists also, und die Apotheose der Erlösung durch die Liebe. Im Musiksalon versucht Wilhelm Sinkovicz heute Pfade durch das Dickicht dieses rätselhaften Werks zu bahnen.
Die musikalischen Beispiele stammen aus der Aufnahme, die Sir Georg Solti mit dem Chicago Symphony Orchestra (und Wiener Chören) für Decca gemacht hat.
Über den Podcast:
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