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Eine neue CD-Edition präsentiert erstmals Liveaufnahmen aus der Berliner Philharmonie – und lässt den oft der Oberflächlichkeit und des glatten Perfektionismus geziehenen Dirigenten Herbert von Karajan in neuem Licht erscheinen. Wer ihn noch live erlebt hat, hört hier wieder, was man einst als so faszinierend empfunden hat: Nach akribischer Probenarbeit ließ Karajan seinen Musiker nämlich viel Freiheit. So entstanden atemberaubende Aufführungen, lebendiger und spontaner als die zu Recht für ihre Perfektion gerühmten Studio-Aufnahmen. Zu entdecken ist auch Karajans erstaunlich reichhaltiges Repertoire vom Barock bis zur Avantgarde.
Ausschnitte aus der Edition: Herbert von Karajan, live in Berlin 1953-1969. Label: Berliner Philharmoniker.
Über den Podcast:
Wie klingt der Frühling? Antonio Vivaldi hatte sehr genaue Vorstellungen davon – genauso, wie er sehr genau wusste, wie auch Sommer, Herbst und Winter klingen. 1725 brachte er seine vertonten „Vier Jahreszeiten“ heraus und schuf damit eines der berühmtesten Musikwerke überhaupt. Höchste Zeit also, dass Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz sich in ihrem Podcast „Klassik für Taktlose“ dem Werk widmen. Und seinen vielen Facetten, von den unvergesslichen Melodien bis zu den Feinheiten des musikalischen Vogelzwitscherns, Hitzeflirrens, Eisklirrens, das da zu hören ist. Neben bellenden Hunden, trinkenden Bauern und einem Kuckuck, der so manchem Musiker Rätsel aufgibt.
All das wirft natürlich Fragen auf: Klang das Wetter vor 300 Jahren so wie heute? Wie stand es um die Vogelkenntnisse des italienischen Barock-Komponisten Vivaldi? Wie wurde dieser vom Priester zum größten Musiker seiner Zeit – und wie kann es sein, dass er letztlich völlig verarmt und vergessen in Wien starb? Wie prägen die „Vier Jahreszeiten“ die Musikwelt bis heute? Und: Wer spielt die vier Konzerte eigentlich am besten?
Zu hören sind Ausschnitte …
Über den Podcast
Der Podcast erscheint jeden zweiten Samstag in "Musiksalon", dem Klassik-Kanal der "Presse".
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Es sind oft grausame Begebenheiten, die Antonin Dvorak zu aufregenden „Symphonischen Dichtungen“ verarbeitet hat. Die Werke nach böhmischen Märchenballaden sind alle nach der berühmten „Symphonie aus der Neuen Welt“ entstanden, also Werke aus der Spätphase des Komponisten und enthalten herrliche Melodien, aber auch pittoreske Klangbilder, die sich zu spannenden Erzählungen verdichten.
Die Aufnahmen (Supraphon) stammen von der Tschechischen Philharmonie unter Zdenek Chalabala, den es wieder zu entdecken gilt. Wilhelm Sinkovicz legt da eine seiner Lieblingsplatten auf!
Über den Podcast:
In Bozen geboren, in Wien ausgebildet, hat der Tenor mit dem sicheren Hohen C und dem bubenhaften Charme sein Publikum erobert, zunächst in der Volksoper, die jahrzehntelang sein Stammhaus bleiben sollte, dann nicht zuletzt auch via Schallplatte und Fernsehen: Sein Repertoire reichte vom „Vogelhändler“ und der „West Side Story“ über Puccinis „Boheme“ bis zu Wagner und Richard Strauss. Für „sein“ Haus, aber auch für Aufnahmen im Studio mit berühmten Partnern und Dirigenten hat er auch Raritäten einstudiert und so vor dem Vergessen bewahrt. Ein Podcast als Geburtstagsgruß.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahme Dallapozzas:
C. Zeller: „Der Vogelhändler“
F. Lehár: „Friederike“
R. Wagner: "Die Meistersinger von Nürnberg"
E. Humperdinck: „Königskinder"
R. Strauss: „Intermezzo"
L. v. Beethoven: „Fidelio"
F. Schubert: Messe in F-Dur D 105
E. Kálmán: „Kaiserin Josephine“
sowie kurze Ausschnitte aus O. Straus: „Der letzte Walzer“, A. Adam: „Postillion von Lonjumeau“ und G. Puccini: „La Boheme“
Über den Podcast:
Über Komponisten haben Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in diesem Podcast schon viele Worte verloren. Über Komponistinnen noch kaum. Ein Versäumnis, klar – aber auch ein Abbild des öffentlichen Musiklebens, in dem die Werke von Frauen kaum eine Rolle spielen: Denn auf den Spielplänen der Opern- und Konzerthäuser, auf den Lehrplänen von Musik-Unis und auf der Agenda von Plattenlabels stehen fast nur Werke von Männern. Dabei haben in fast allen Epochen auch Frauen komponiert, oft gegen so manche Widerstände, und ihr großes Talent unter Beweis gestellt. So berühmt wie ihre männlichen Zeitgenossen ist heute aber kaum eine von ihnen.
Höchste Zeit, dagegen anzuwirken! Zu Gast ist dafür Dorothy Khadem-Missagh: Die österreichische Pianistin, Dirigentin und Festival-Intendantin hat sich intensiv mit den Werken und Biografien diverser Komponistinnen beschäftigt – und sie präsentiert dem „Klassik für Taktlose“-Team fünf Frauen, die sie besonders fasziniert haben. Und ein paar weitere, die man kennen sollte.
Unter den Komponistinnen dieser Folge: die blinde Mozart-Zeitgenossin Maria Theresia von Paradis; Clara Schumann, die auch die bedeutendste Pianistin ihrer Zeit war (und sowohl für ihren Mann Robert Schumann, als auch für den sie liebenden Johannes Brahms die wichtigste musikalische Ansprechpartnerin); Fanny Hensel, die nicht minder begabte Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy, der eine Musikkarriere untersagt blieb und die trotzdem über 400 Werke komponierte; Ethel Smyth, eine Kämpferin für Frauenrechte, deren Musik explizit wie implizit politisch war; und die aktive US-Komponistin Jessie Montgomery, der aktuell größte Star unter den zeitgenössischen Komponistinnen.
**Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen: **
Über den Podcast
Der Podcast erscheint jeden zweiten Samstag in "Musiksalon", dem Klassik-Kanal der "Presse".
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Einen „Schweizer Uhrmacher“ hat Kollege Igor Strawinsky den Franzosen Maurice Ravel genannt, der als Sohn eines Erfinders und Konstrukteurs tatsächlich mit äußerster Präzision an seinen Werken gearbeitet hat. Seine Fantasie schweifte freilich in exotische Regionen aus 1001 Nacht, in Visionen antiker Mythen, vor allem aber in die Heimat seiner geliebten Mutter, die Baskin war und deren Gesänge er tausendfältig verwandelt hat – bis hin zum berühmtesten seiner Werke, dem „Bolero“, der freilich nach seiner eigenen Aussage „keine Musik enthält“. Was war Musik für diesen rätselhaften Mann? Im Musiksalon versuchen wir dem auf die Spur zu kommen.
Zu hören sind Aufnahmen des Orchestre de la Suisse Romane unter Ernest Ansermet (Decca), José van Dam (Bariton) und BBC Symphony unter Pierre Boulez (Erato), London Symphony unter Pierre Monteux (RCA) sowie Samson Francois, Orchestre de la Société du Conservatoire Paris unter André Cluytens (EMI).
Mehr Musiksalon zu Maurice Ravel:
Über den Podcast:
„Lied der Nacht“ haben Kommentatoren die Siebente Symphonie von Gustav Mahler genannt. Tatsächlich enthält das Werk zwei vom Komponisten selbst sogenannte „Nachtmusiken“, ein irrlichterndes, sinistres Scherzo, aber auch viel Musik von strahlender Helle. Für Musikfreunde ist sie vielleicht die rätselhafteste der bilderreichen Symphonien. Aus Anlass der Übertragung der Aufführung unter Sir Simon Rattle in Ö1 am kommenden Wochenende legt „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz seinen erläuternden Podcast über das Werk noch einmal auf.
Zu hören sind Ausschnitte aus der Aufnahme der Symphonie durch Leonard Bernstein und die New Yorker Philharmoniker (DG).
Über den Podcast:
Sie ist nicht zu verwechseln mit der Bolognese und auch nicht mit dem (auch Polonäse geschriebenen) Party-Tanz, bei dem sich alle an die Schultern greifen: Mit einer Polonaise wird traditionell jeder Ball eröffnet. Auch der Opernball. Und doch wird schnell klar in dieser Folge von „Klassik für Taktlose“, dass der Begriff oft mit einer gewissen Unschärfe verwendet wird. Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz wollen es wieder einmal genau wissen und erklären, was eine Polonaise wirklich ist, wie man sie ganz leicht an ihrem Rhythmus erkennen kann und warum dazu eigentlich gar nicht getanzt, sondern nur würdevoll geschritten wird.
Weiter geht es dann mit dem taktlosen Opernball-Guide durch die Ballnacht: Warum handelte der Donauwalzer ursprünglich von einem tragischen (und gar nicht zur Ballstimmung passenden) Ereignis? Was genau ist eine Quadrille und wie kam der Cancan aufs Ballparkett? Und sollten Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz nicht langsam zum Würstelstand aufbrechen?
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Der Podcast erscheint jeden zweiten Samstag in "Musiksalon", dem Klassik-Kanal der "Presse".
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Karriere gemacht hat er nicht mit einschmeichelnden Liebesliedern, sondern mit scharf gezeichneten psychologischen Rollenportraits: Der Wiener Heinz Zednik wurde zum Inbegriff des Charaktertenors. In aller Welt von Bayreuth bis zur New Yorker Metropolitan Opera versuchte man ihn zu engagieren, wenn man einen Loge oder Mime für Wagners „Ring des Nibelungen“ einen Herodes für Richard Strauss’ „Salome“ oder einen Monostatos für Mozarts „Zauberflöte“ suchte. Mit dem legendären „Jahrhundertring“ von Pierre Boulez und Patrice Chereau bei den Bayreuther Festspielen 1976 schafft ihr das Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper den internationalen Durchbruch. Seine Heimatstadt ist Zednik dennoch immer treu geblieben – auch musikalisch. „Presse“- Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz würdigt den Künstler im aktuellen Musiksalon aus Anlass von dessen 85. Geburtstag.
Über den Podcast:
Mit einer Aufführung von Antonio Vivaldis Vier Jahreszeiten beginnt eine neue Ära: Der von Alice und Nikolaus Harnoncourt gegründete Concentus musicus gibt ab sofort nicht nur Konzerte im Wiener Musikverein, sondern in kleiner Besetzung auch im Casino Zögernitz in Döbling.
Im Musiksalon sind heute Maximilian Harnoncourt, Enkel der Ensemblegründer, und der Cembalist und Ensembleleiter Stefan Gottfried zu Gast. Im Gespräch mit Wilhelm Sinkovicz erinnern die beiden an musikalisches Pionierzeiten, beleuchten das Leben in einer bemerkenswerten Musikerfamilie — und wälzen im Schatten einer großen Vergangenheit Zukunftspläne.
Zu hören sind Aufnahmen des Concentus musicus unter Nikolaus Harnoncourt (Teldec & Sony) sowie Stefan Gottfried (Aparte).
Über den Podcast:
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