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Der 150. Geburtstag des „Vaters der Moderne“ ist vorüber. Mancher Musikfreund ist nach wie vor skeptisch. Für alle, die zum Jubiläum zumindest ein bisschen zu verstehen versuchen, warum ein Mann, der in seiner Jugend herrlich spätromantische Musik komponiert hat, zum radikalsten Revoluzzer der Musikgeschichte werden konnte, ein kleiner akustischer Leitfaden.
Zu höre sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
Verklärte Nacht op. 4
Kammersymphonie op. 9
Streichquartette Nr. 2 & 4
Erwartung
Klavierstücke op. 19
Pierrot Lunaire
Suite op. 25
Moses und Aron
Über den Podcast:
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Der österreichische Komponist Franz Schmidt, Zeitgenosse Gustav Mahlers, war einer der führenden Symphoniker seiner Generation. Dank seines gewaltigen Apokalypse-Oratoriums „Das. Buch mit sieben Siegeln“ und des Zwischenspiels aus der Oper „Notre Dame“, einer effektvollen Wunschkonzert-Nummer, ist er nicht ganz vergessen. Doch dem wahren Rang dieses Meisters stehen bemerkenswerte künstlerische, aber auch unkünstlerische Bedenken im Wege.
Das Oratorium ausgenommen, steht im Jahr von Schmidts 150. Geburtstag kein einziges Werk auf den Spielplänen der Wiener Konzert- und Opernhäuser. Zum Gedenken stellt „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz kulturhistorische Überlegungen an und wiederholt einen Podcast aus dem Jahr 2023.
Über den Podcast:
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Eine unserer liebsten und beliebtesten „Klassik für Taktlose“-Folgen zum Wiederhören:
Eine extravagante Mischung aus Hardrock und Opernparodie servierten Queen 1975 in ihrem 6-minütigen Hit „Bohemian Rhapsody“, der bis heute viele Menschen zu gewagten spätabendlichen Stimmmanövern animiert. Steckt ein ausgeklügelter musikalischer Masterplan hinter diesem außergewöhnlichen Stück (der Begriff „Song“ trifft es nicht)? Durchaus möglich, meint Wilhelm Sinkovicz, der mit Katrin Nussmayr in dieser Podcast-Folge die legendäre Queen-Aufnahme analysiert und dabei erstaunliche Parallelen zu mehr oder weniger bekannten Stücken der Musikgeschichte findet.
Nicht nur was die musikalische Struktur angeht, gibt es bei „Bohemian Rhapsody“ einiges zu untersuchen. Auch textlich steckt diese Rhapsodie voller Geheimnisse, die wir hier zu ergründen versuchen. Was hat Scaramouche mit einem Fandango zu schaffen, was Galileo mit Figaro – und wurde bei Queen gar aus einem „Halleluja!“ ein „Bismillah?“ Steckt eine tiefere Bedeutung hinter den vielen Metaphern oder stimmt es, wenn Freddie Mercury singt, dass „nothing really matters“? Mamma mia, let me go!
Zu hören sind, neben „Bohemian Rhapsody“, Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
C. Monteverdi: La giovinetta piante (aus: „Madrigalbuch Nr. 3)
G. F. Händel: Der Messias
P. Mascagni: Cavalleria rusticana
„Klassik für Taktlose“ ist Teil des Podcasts „Musiksalon“ und erscheint jeden zweiten Samstag.
Die Wiener Konzertsaison startet mit einem Gastspiel des Cleveland Orchestra, das unter Franz Welser-Möst unter anderem Tschaikowskys Fünfte Symphonie im Reisegepäck mitführt. Aus diesem Anlaß führt „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz in die romantisch-subjektive, hoch dramatische Welt des Symphonikers Peter Iljitsch Tschaikowsky und deckt Querverbindungen zur österreichischen Symphonik der Ära "Wien um 1900“ auf.
Die Tonbeispiele entstammen der legendären Tschaikowsky-Einspielung durch die Leningrader Philharmoniker unter Jewgeni Mrawinsky (DG).
Über den Podcast:
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Dass Anton Bruckner ein wichtiger Sinfoniker war, ist allgemein bekannt und wird beim heurigen Internationalen Brucknerfest Linz auch im Rahmen eines kompletten Sinfonienzyklus in den Fokus genommen. Inwiefern er aber auch als Komponist von Liedern und Kammermusik bedeutsam war, erläutert „Presse“-Klassikspezialistin Theresa Steininger im Gespräch mit Brucknerhaus-Dramaturg Andreas Meier. Er folgt Jan David Schmitz als Leiter der Programmplanung und Dramaturgie nach, Schmitz ist inhaltlich verantwortlich für die Programmplanung des Internationalen Brucknerfests Linz 2024. Bei diesem wird man Bruckners Lieder von Bariton Thomas Hampson und von der Sopranistin Julia Lezhneva hören. Kammermusik bietet das Quatuor Danel. Das Internationale Brucknerfest Linz startet am 4. September.
Musik
Anton Bruckner: Mein Herz und deine Stimme (Alois Mühlbacher/Countertenor, Franz Farnberger/Klavier) - Rechte: Solo Musica
Die Salzburger Festspiele gehen zu Ende. „Presse“.Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz zieht Bilanz und erinnert an einen der Gründerväter der Festspiele, der die Geschicke des Salzburger Sommers mehr als ein halbes Jahrhundert lang entscheidend mitgeprägt hat: Bernhard Paumgartner.
(Wiederholung eines Podcasts aus dem Jahr 2023)
Über den Podcast:
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Wer war Franz Schubert? Der erste große Songwriter!, das weiß auch Katrin Nussmayr, die von Wilhelm Sinkovicz aber mehr wissen will: Wie konnte dieser einzige geborene Wiener unter den großen Klassikern, der nur 31 Jahre alt wurde, aus den geschlossenen Zirkeln der Biedermeier-Salons heraus die Musikgeschichte sprengen? Schubert begründete die musikalische Romantik – aber was bedeutet das genau, und wie klingt das? Und warum sind Schubert-Lieder alles andere als nett? Ein kompakter Streifzug durch das Werk und Leben des Komponisten.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Schubert-Aufnahmen:
Die Winterreise
Die schöne Müllerin
„Die Forelle“
„Der Tod und das Mädchen“
„Erlkönig“
Symphonie h-Moll („Unvollendete“)
Symphonie Nr. 3 D-Dur
Deutsche Tänze
Ballettmusik aus „Rosamunde“/Schubert/Berté: Das Dreimäderlhaus
„Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz über Karl Böhm, dem er, wie er selbst sagt, „einige der größten musikalischen Eindrücke meines Lebens“ verdankt. Zum 130 Geburtstag des Dirigenten und zum Ausklang der Salzburger Festspiele, die er jahrzehntelang maßgeblich mitgeprägt hat.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen unter Böhms Leitung:
R. Strauss: Don Juan (Berliner Philharmoniker – DG)
Georges Prêtre wäre am 14. August 100 Jahre alt geworden. Bis ins hohe Alter hat sich der französische Dirigent seine jugendlchen Energien erhalten können, sein letztes Konzert gab er mit 91. Im Musiksalon wandern wir auf den Spuren einer außergewöhnlichen Musikerkarriere, die in Wien bemerkenswerte Höhepunkte erlebt hat – am Pult der Wiener Symphoniker, aber auch bei zwei außergewöhnlichen Neujahrskonzerten der Philharmoniker, die erst spät, dafür aber umso intensiver mit diesem Künstler zusammengearbeitet haben.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen aus dem weit gespannten Repertoire von Georges Prêtre:
Bizet "Carmen" (EMI)
1942 kam die letzte Oper des „Rosenkavalier“-Meisters in München zur Uraufführung. Während Europa im Bombenhagel versankt, debattierte auf der Bühne eine adelige Gesellschaft in einem Rokoko-Schlösschen über die Frage, ob in der Oper Dichtung oder Musik wichtiger seien? Hatte man damals keine anderen Sorgen? Kann man „Capriccio“ jenseits solch zeithistorischer Betrachtungen ernst nehmen? Im Musiksalon versucht „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz Antworten zu finden.
Zu hören sind Ausschnitte aus der ersten Gesamtaufnahme des Werks, die 1958 unter Wolfgang Sawallisch in London entstand; mit Elisabeth Schwarzkopf, Christa Ludwig, Nicolai Gedda, Dietrich Fischer-Dieskau, Eberhard Waechter und Hans Hotter.
Über den Podcast:
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