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Diese Woche mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner.
2022 hat Deutschland sein Klimaziel eingehalten und seinen Treibhausgasausstoß verringert. Der Grund waren allerdings teure fossile Brennstoffe und nicht Klimaschutz. Deshalb ist das kein Grund zur Begeisterung.
In den vergangenen Monaten ist die FDP vor allem durch Blockaden von Klimaschutzmaßnahmen aufgefallen. Jetzt haben zwei Bundestagsabgeordnete der Partei, Johannes Vogel und Lukas Köhler, ein Diskussionspapier vorgelegt, wie die FDP die Problemsektoren Verkehr und Gebäude klimafreundlich machen will. Das bevorzugte Mittel ist der CO2-Emissionshandel.
Die EU will den Strommarkt reformieren, um zu verhindern, dass die Energiepreise wie zuletzt explodieren. Künftig sollen Stromerzeuger und der Staat sich auf eine bestimmte Preisspanne vertraglich einigen. Das soll extreme Ausschläge bei den Stromkosten verhindern. Doch der Vorschlag passt nicht zur bisherigen Praxis in Deutschland.
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Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
Diese Woche mit Katharina Schipkowski und Sandra Kirchner.
Erstmals hat ein Gericht Klimaaktivist:innen der "Letzten Generation" zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt. Weil die zwei Aktivist:innen bereits wegen einer Straßenblockade vor Gericht standen und ankündigten, sich auch künftig auf der Straße festkleben zu wollen, entschied sich eine Richterin des Amtsgerichts Heilbronn für den Freiheitsentzug. Neben Zustimmung gibt es auch Kritik an dem Urteil.
Die Klimakrise kommt Deutschland teuer zu stehen: Es drohen Kosten von 30 Milliarden Euro jährlich, wenn es keine konsequente Klimapolitik gibt. Wird hingegen der CO2-Ausstoß in den kommenden Jahren schnell verringert, halten sich die Kosten durch Klimaschäden in Grenzen, zeigt ein Gutachten im Auftrag von Bundesumwelt- und -wirtschaftsministerium. Dabei ist schon lange klar, dass sich Klimaschutzmaßnahmen auszahlen.
Die Ökosysteme im Meer stehen unter Druck – etwa durch Überfischung und durch die Klimakrise. In New York wurde nun ein Abkommen zum Hochseeschutz geschlossen. Es gilt für zwei Drittel der Weltmeere, wo es bislang nur wenig Regeln gab. Jetzt können – wie es das Weltbiodiversitätsabkommen vorsieht – 30 Prozent der Meeresoberfläche unter Schutz gestellt werden. Bislang haben die Ozeane rund ein Viertel des von Menschen produzierten Kohlendioxids aufgenommen.
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Diesmal mit Susanne Schwarz und Verena Kern.
Die FDP argumentiert mit einem Gutachten gegen ein Tempolimit, das sie selbst beauftragt hat. Dessen Autoren werfen dem Umweltbundesamt methodische Fehler bei der Berechnung des Klimaeffekts eines Tempolimits vor. Nur: Die beiden haben noch vor wenigen Jahren die wissenschaftliche Grundlage zum Klimawandel in Zweifel gestellt.
Und noch mal FDP: Die Partei wirft ihren Koalitionspartnern vor, klimaschädliche Öl- und Gasheizungen verbieten zu wollen. Abgesehen davon, dass das klimafreundliche Heizen dringend einen Anschub bräuchte: Das mit dem Verbot stimmt gar nicht.
Deutsche Bauernhöfe haben 2022 eine maue Gemüseernte erlebt. Laut Statistischem Bundesamt liegt das teilweise an Hitze und Dürre. Diese Wetterlagen werden mit der Klimakrise zunehmen. Wie können wir Ernten retten?
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Diese Woche mit Verena Kern und Sandra Kirchner.
Russlands Überfall auf die Ukraine jährt sich diesen Freitag. Welche Folgen hat der Krieg eigentlich für die Umwelt, das Klima und die Energiewende?
Bestehende Gebäude sollen lieber %
Der Bau von Straßen ist viel klimaschädlicher, als in offiziellen Planungen veranschlagt wird. Das sagen Greenpeace und BUND, die jetzt eine entsprechende Analyse vorgelegt haben. Dabei bekräftigen die Umweltverbände erneut ihre Kritik am Bundesverkehrswegeplan, der vor allem den weiteren Ausbau von Straßen zum Ziel hat.
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Diesmal mit Verena Kern von klimareporter° und Susanne Schwarz von der taz.
Ein harter Vorwurf: Die Bundesregierung sei stark mit der Gas-Branche verbandelt, kritisiert die Transparenzorganisation Lobbycontrol in einer Studie. Das gelte vor allem für vergangene Regierungen - aber auch noch für die Ampel. Was das Bundeswirtschaftsministerium dazu sagt, könnt ihr hier nachlesen. Hat die Gas-Lobby wirklich zu viel Macht?
Das Verbrenner-Aus für neue Pkw ab 2035 ist jetzt endgültig beschlossene Sache in der Europäischen Union. Aber was ist mit Lkw und Bussen? Dazu hat die EU-Kommission jetzt einen Vorschlag vorgelegt. Der sieht auf den ersten Blick wie ein großer Fortschritt aus, widerspricht aber den europäischen Klimazielen.
Eine deutliche Mehrheit der Menschen würde eine Öko-Abgabe auf Fleisch unterstützen, hat eine neue Studie ergeben. Ein Beratungsgremium der Bundesregierung empfiehlt eine solche Maßnahme schon lange, denn die Fleischproduktion ist sehr klimaschädlich. An der Akzeptanz der Bevölkerung würde das also nicht scheitern.
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Diese Woche mit Katharina Schipkowski und Sandra Kirchner.
Die Erde erwärmt sich. Aber Feinstaub, der aus Verkehr und Industrieanlagen in die Atmosphäre gelangt, sowie Wüstenstaub reflektieren einen Teil des Sonnenlichts und haben deshalb etwa ein Drittel der Erwärmung kompensiert. Das zeigt eine Studie.
Die Klimakrise gefährdet Fortschritte, die weltweit in der Bekämpfung von Krankheiten erreicht wurden. Mit steigenden Temperaturen und häufigerem Extremwetter – beides durch die Klimakrise verursacht – steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Infektionen mit Medikamenten-resistenten Bakterien oder Viren zunehmen und mehr Menschen daran sterben. Das UN-Umweltprogramm Unep fordert einen umfassenden Ansatz, der die Gesundheit des Planeten und der Menschen zusammenbringt.
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Diese Woche mit Sandra Kirchner und Susanne Schwarz.
Das Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, ist wenig realistisch, haben Wissenschaftler:innen aus Hamburg in einer Studie ermittelt. Das liegt daran, soziale Dynamiken fehlen. Die Gesellschaft ist vor allem bei Änderungen des Konsumverhaltens und bei Unternehmensstrategien zu träge.
Zwei Klima-Aktivist:innen, die mit dem Flugzeug nach Südostasien geflogen sind, wurden diese Woche mit viel Häme übergossen. Damit das Fliegen CO2-neutral werden kann, braucht es kleinere, effizientere Flugzeuge und nachhaltige Kraftstoffe. Und auf absehbare Zeit wird es ohne Kompensation kein klimaneutrales Fliegen geben.
Die EU will der Wirtschaft dabei helfen, schneller klimaneutral zu werden. und hat in dieser Woche ihren Green Deal Industrial Plan vorgestellt. Vieles ist noch im Vagen, aber es sollen Regularien in nachhaltigen Schlüsseltechnologien abgebaut werden - und die Staaten sollen den Unternehmen leichter Beihilfen ermöglichen können.
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Diesmal mit Verena Kern und Katharina Schipkowski.
Vor allem im Verkehrsbereich ist Deutschland nicht auf Klimakurs. Das Sofortprogramm, das FDP-Minister Volker Wissen laut Klimaschutzgesetz vorlegen musste, war ungenügend, so urteilte der Expertenrat für Klimafragen. Von "Arbeitsverweigergung" war die Rede. Ähnliches gilt auch für den Gebäudesektor. Nun hat der Umweltverband BUND die Bundesregierung verklagt.
Ein Tempolimit bringe fürs Klima kaum was, heißt es seit Jahren. Nun zeigen neue Berechnungen des Umweltbundesamtes: Das stimmt ganz und gar nicht. Rund dreimal mehr Emissionen als bislang gedacht können durch eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung eingespart werden - was im Verkehrsbereich dringend nötig wäre. Dreht sich nun die Diskussion?
Seit Jahresbeginn ist Palmöl als Kraftstoff verboten. Nun will die grüne Umweltministerin Steffi Lemke auch den Ausstieg aus Agrokraftstoffen, die aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen hergestellt werden - und verweist auf steigende Lebensmittelpreise und auf Naturschutz. Ihr Gesetzesvorschlag, der jetzt in die Ressortabstimmung geht, würde den Verkehrsminister unter Druck setzen. Denn Biosprit aus Pflanzen senkt die Klimalast des Verkehrs derzeit stärker als E-Autos. Eine verfahrene Situation. Wie kann die Verkehrswende denn nun gelingen?
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Lützerath ist geräumt - aber die Klimabewegung so groß und sichtbar wie lange nicht. Waren die Aktionen ein Erfolg oder nicht?
Im Zuge seines Machtworts zum AKW-Streckbetrieb hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auch ein Energieeffizienzgesetz angekündigt. Das kommt aber auch nach einem Vierteljahr einfach nicht auf den Weg. Woran hakt es oder besser gesagt: An wem?
Sie gelten als riskant und für den großskaligen Einsatz kaum entwickelt: Technologien, um CO2 wieder aus der Atmosphäre zu ziehen. Die erste große Bestandsaufnahme von Wissenschaftler:innen zum Thema zeigt allerdings, dass wir nicht darauf verzichten können, wenn wir das Paris-Abkommen einhalten wollen. Gegenüber der heutigen, im Grunde nur aus Pilotprojekten bestehenden Kapazität sei eine Ver-1.300-fachung nötig.
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Diese Woche mit Verena Kern und Sandra Kirchner.
Im Rheinischen Braunkohlerevier ist die Polizei dabei, die von Klimaaktivist:innen besetzte Siedlung Lützerath zu räumen. Dagegen regt sich Protest – zwei offene Briefe fordern einen Stopp der Räumung. Am Samstag soll gegen die Räumung protestiert werden.
Der Mineralölkonzern Exxon Mobil kannte schon in den 1970er Jahren die klimaschädigende Wirkung seiner Produkte – und hat darüber die Öffentlichkeit bewusst getäuscht. Eine jetzt erschienene Studie zeigt, dass die Exxon-Prognosen präziser waren als die aus der staatlichen Forschung. Die neuen Erkenntnisse dürften kommenden und bereits laufenden Klagen gegen den Mineralölkonzern zusätzliches Gewicht verleihen.
Die Klimaberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hat sich quantitativ verbessert. Allerdings gibt es noch immer große Lücken. In den vergangenen Jahren ging es im Programm von ARD, ZDF und WDR nur in ein bis 2,4 Prozent der Sendezeit um Klimafragen.
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