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Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz.
Der neue Klimaminister Robert Habeck hat seine ersten Pläne für eine schnellere Energiewende und sinkende Emissionen vorgestellt - und bekommt dafür viel Lob. Trotzdem zeichnen sich Konflikte ab.
2021 war eines der wärmsten Jahre, seit die Menschheit das Wetter aufzeichnet. In mehreren Regionen gab es extremes Wetter, das Wissenschaftler:innen auf den Klimawandel zurückführen. Dazu zählt auch der Starkregen, der in Deutschland und Nachbarländern im Sommer zu katastrophalen Überschwemmungen führte. Im Podcast erwähnt: Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu, woher wir wissen, wann extremes Wetter ein Symptom der Klimakrise ist und wann nicht.
Ein Versagen beim Klimaschutz steht an erster Steller der großen Menschheitsrisiken in der kommenden Dekade, befürchten die führenden Köpfe der globalen Wirtschaft. Das hat die jährliche Umfrage des Weltwirtschaftsforums für den Weltrisikobericht unter 1.000 Expert:innen ergeben.
Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das hier https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
Diesmal mit Susanne Schwarz und Verena Kern.
Deutschlands Treibhausgas-Emissionen sind 2021 im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Keine große Überraschung, denn da lag schließlich die Wirtschaft brach. Fürs Klima ist das trotzdem ein Problem, denn eigentlich müssten die Emissionen jedes Jahr rapide sinken. Immerhin nimmt der Staat so aber viel Geld über den Emissionshandel ein. Das an alle Menschen pro Kopf zurückzuverteilen, würde sich direkt lohnen. Im Podcast erwähnt: "Klimageschäfte mit E-Autos" von Jörg Staude.
Die EU will einen grünen Finanzmarkt aufbauen, damit das Geld für statt gegen den Planeten arbeitet. In der sogenannten Taxonomie hält sie fest, welche Technologien als nachhaltig gelten. Auf der Liste sollen mit Auflagen auch Atomkraft und Erdgas stehen, obwohl diese Energieträger alles andere als sauber sind. Aufzuhalten ist das kaum noch. Die praktischen Auswirkungen sind aber ungewiss.
Mit "Don't look up" hat Film-Gigant Netflix eine Klimakrisen-Parabel herausgebracht. Darin spielt ein Ensemble, der nicht prominenter sein könnte, die Menschheit bei dem Versuch, eine Menschheitskrise zu lösen. Eine Rezension mit Christian Eichler, Gründer und Moderator beim kritischen Film-Podcast "Cuts" (und außerdem Produzent beim klima update°).
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Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz.
In diesem Jahr erzeugt die Menschheit weltweit so viel Kohlestrom wie noch nie. Das kann man einem Bericht der Internationalen Energieagentur entnehmen. Der neue Boom der klimaschädlichen Energieform ist auf verschiedene Effekte zurückzuführen. Er betrifft auch die Europäische Union.
US-Präsident Biden hat ein großes Problem: Er kriegt sein Konjunkturpaket nicht durch den Senat, das unter anderem massive Investitionen in erneuerbare Energie vorsieht. Ohne die lassen sich die Klimaziele der USA kaum erfüllen. Das Projekt scheitert an einem einzelnen Senator - und zwar ausgerechnet an einem von Bidens Demokraten.
Robert Habeck hat das Wirtschaftsministerium übernommen, das nun auch offiziell ein Klimaschutzministerium sein soll. Wie er sich seine beides verknüpfende Arbeit vorstellt, zeigt ein Blick in erste Auszüge aus dem noch unveröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht.
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Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz.
Erstmals in seiner Geschichte hätte der UN-Sicherheitsrat diese Woche den Klimawandel als Problem der internationalen Sicherheit anerkennen sollen, doch Russland blockierte die Resolution.
Gas und Kohle sind derzeit teuer, aber auch vielen Ökostromkund:innen flattern Briefe mit Preiserhöhungen ins Haus. Warum das so ist - und eigentlich nicht viel mit den erneuerbaren Energien zu tun hat.
Die EU-Kommission hat den zweiten Teil ihres großen Klimapakets vorgelegt. Unter anderem will sie, dass die EU-Staaten Hausbauer:innen und -besitzer:innen dazu verpflichten, ihre Gebäude klimafreundlich zu machen.
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Diesmal mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner.
Anonyme Klimaaktivist:innen haben in München die Luft aus den Reifen von SUVs gelassen. Eine eher kleine Aktion - aber ob Sachbeschädigung im Namen des Klimaschutzes okay ist, wird gerade größer diskutiert. Einer der dafür plädiert, ist der Aktivist Tadzio Müller, den wir in diese Folge im Interview haben.
Im Kohledorf Lützerath ist ein Klimacamp entstanden. Um die 200 Klimaaktivist:innen leisten dem letzten Landwirt Beistand, der noch dort lebt und seinen Hof nicht abbaggern lassen möchte.
Der Deutsche Wetterdienst hat in sein Archiv geschaut und festgestellt: Der Klimawandel hat die Chance auf Schnee zu Weihnachten in Deutschland deutlich reduziert.
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Diesmal mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner.
Im ostafrikanischen Inselstaat Madagaskar hungern viele Menschen, weil eine Dürre die Ernten zerstört hat. Ein Klima-Check von Forscher:innen ergab nun: Diesmal haben die menschengemachten Treibhausgasemissionen, wenn überhaupt, nur eine geringe Rolle gespielt. Langfristig wird das aber anders aussehen.
Die Klimakrise zerstört die Artenvielfalt auf der Erde. Ein Symptom: Sie scheint das Paarverhalten von Albatrossen durcheinander zu bringen. Die eigentlich monogam lebenden Seevögel trennen sich häufiger, wenn das Meer sich aufheizt. Dafür ziehen Wissenschaftler:innen mehrere Erklärungen in Betracht.
Wer mit seinem Geld Gutes fürs Klima tun will, wählt wahrscheinlich solche Geldanlagen, die als "grün" beworben werden. Nur: Über einen Großteil der entsprechenden Fonds fließt doch wieder Geld in fossile Konzerne, hat der Verein Finanzwende recherchiert.
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Diesmal mit Sandra Kirchner und Susanne Schwarz.
Die Verhandler:innen von SPD, Grünen und FDP haben ihren gemeinsamen Koalitionsvertrag vorgelegt. Sofern ihre Parteien alle zustimmen, steht also die neue deutsche Regierung. Was sie sich im Bereich Klimaschutz und Energiewende vornimmt.
Ihr im Wahlkampf versprochenes Klimaministerium haben die Grünen zwar dem Namen nach bekommen - die mächtige Prüfinstanz für sämtliche Regierungspolitik, mit der sie geworben hatten, ist das allerdings nicht geworden.
Und was heißt das jetzt insgesamt? Die Ampel wähnt sich auf dem 1,5-Grad-Pfad. Diese Aussage ist so nicht vom Koalitionsvertrag gedeckt. Allerdings gibt es immerhin gemischte Gefühle: In einigen wichtigen Fragen gibt es zwar Stagnation, in anderen Fortschritte.
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Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz.
Die Glasgower Weltklimakonferenz COP 26 ist am vergangenen Samstag mit einem Tag Verspätung zu Ende gegangen. Die Ergebnisse sind gemischt. Gescheitert sind zum Beispiel verlässliche Finanzhilfen für Länder, in denen die Klimakrise Schaden angerichtet hat und weiter anrichtet.
Neben solchen Misserfolgen gibt es aber auch formale Fortschritte. Der Glasgower Klimapakt spricht erstmals in diesem internationalen Rahmen aus, dass die Klimakrise durch Nutzung fossiler Energien verursacht wird. Und: Nach Jahren der Verhandlungen gibt es endlich Handelsregeln für internationale Klimaschutzmärkte, auf denen sonst Wildwuchs und Anti-Klimaschutz gedroht hätte.
Bei den Ampel-Parteien zeichnet sich eine Aufgabenteilung für die neue Bundesregierung ab, die fürs Klima fatal sein könnte: Die Grünen sollen den Klimaschutz übernehmen – und wo die Grünen nicht zuständig sind, gibt es eben keinen. Gleichzeitig sieht man: Das Wenige, das aus den Verhandlungen um einen Koalitionsvertrag nach außen dringt, überzeugt nicht unbedingt. Die Umfragewerte für die Ampel sinken, bevor das Bündnis überhaupt mit dem Regieren begonnen hat.
Investitionen in Atomkraft und Erdgas gelten in der Europäischen Union womöglich bald als nachhaltig. Die EU-Kommission will die beiden konventionellen Energieformen in ihr Ordnungssystem für grüne Finanzen aufnehmen, die sogenannte Taxonomie. Umweltschützer:innen appellieren an Fast-Kanzler Olaf Scholz (SPD), sein politisches Gewicht dagegen in die Waagschale zu werfen. Ein deutscher Widerspruch in Brüssel würde allerdings nicht ausreichen, um das Vorhaben zu stoppen.
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Die Erwartungen an die COP26 waren groß. Beobachter*innen nannten sie im Vorfeld die letztbeste Chance etwas für die realistische Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu tun. Jetzt ist die zweite und damit letzte Woche der Konferenz beinahe vorbei. Im Klima-Update sprechen wir darüber was hier die vergangenen Tage passiert ist und was das für die globale Erwärmung bedeutet.
Für Aufsehen hatte vergangene Woche eine Analyse mehrerer NGOs gesorgt, die ergeben hat, dass 503 der Teilnehmerinnen der COP Lobbyistinnen für fossile Energien sind. Bei 40.000 Teilnehmer*innen insgesamt ist das allerdings nicht so viel wie es im ersten Moment klingt. Welchen Einfluss sie hier tatsächlich haben und ob es gerechtfertigt ist, dass sie hier sind, besprechen wir in dieser Folge.
Immerhin: Einige Länder und Unternehmen haben ein Papier unterschrieben, aus dem hervorgeht, dass sie ab 2040 - auf führenden Märkten schon 2035 - aus dem Verkauf von PKW und leichten Fahrzeugen mit Verbrennermotoren aussteigen wollen.
Aber reichen die Ankündigungen und Versprechen der Staaten zur Einhaltung des 1,5-Grad-Limits? Der Climate Action Tracker hat das analysiert. Ergebnis: Vom 1,5-Grad ist auch das optimistischste Szenario noch zu weit entfernt.
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Diese Woche mit Lena Wrba und Sandra Kirchner.
Wir sind auf der Klimakonferenz in Glasgow. Fast 40.000 Menschen sind dieses Jahr auf dem Gipfeltreffen - so viele wie noch nie. Wir sprechen, darüber wer eigentlich alles auf der Konferenz ist - und wer nicht.
Um was geht es in Glasgow? Einige Umsetzungsregeln zum Pariser Klimaabkommens müssen noch fertig verhandelt werden. Dann dreht sich alles in Glasgow ums Geld. Und es geht um die entscheidende Frage, wie es gelingen kann, das 1,5-Grad-Limit noch einzuhalten.
Dazu braucht es ehrgeizige Klimapläne von den Staaten - und einen raschen Ausstieg aus fossilen Energien wie die Kohle. Länder wie Ukraine und Polen haben sich auf der COP26 erstmals einen Kohleausstieg verpflichtet. Und jeden Tag werden neue Initiativen auf dem Klimakonferenz vorgestellt. Was die fürs Klima bringen, ist im Vornherein nicht sicher gewiss. Wir sprechen über eine Initiative, die einen Unterschied machen kann: den Methan-Pakt.
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