kurz informiert by heise online

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  • Kurz informiert vom 19.01.2018: Hate Speech, NSA, Textbombe chaiOS, Little Ripper Drohne
    Facebook, Twitter und YouTube steigern Löschquote gegen Hate Speech
    Der Kampf gegen Hass und Hetze im Internet kommt nach einer neuen Untersuchung der EU-Kommission auch ohne gesetzliche Regelungen voran. Demzufolge nahmen Facebook, Twitter und YouTube zuletzt rund 70 Prozent aller beanstandeten Inhalte auf Grundlage ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung aus dem Netz. In der EU-Kommission wird dies als weiterer Beleg dafür gesehen, dass Deutschland eventuell zu schnell ein Gesetz gegen Hass im Netz eingeführt hat.
    NSA behält Befugnis zur Massenüberwachung
    Dank vieler Stimmen aus dem Lager der Demokraten hat der Senat ein umstrittenes Überwachungsgesetz für weitere sechs Jahre verlängert. Über die Verlängerung war lange diskutiert worden, weil es sowohl in den Reihen der Republikaner als auch der Demokraten Gegner gegen die weitreichende Überwachungsbefugnis gab, die dank der Enthüllungen von Edward Snowden öffentlich bekannt geworden war. Das Gesetzt erlaubt US-Geheimdiensten, von US-Unternehmen E-Mails und andere Kommunikation ihrer Kunden einzufordern
    Apple stellt Abhilfe gegen Textbombe in Aussicht
    In der kommenden Woche will Apple per System-Update verhindern, dass sich iPhone, iPad und Mac allein durch den Empfang einer Nachricht zum Absturz bringen lassen. Ältere iOS-Versionen dürften verwundbar bleiben. Betroffene Nutzer sollten nach einem Neustart die Netzverbindung trennen – etwa durch den Flugzeugmodus – und dann versuchen, die Textnachricht mit dem Link in der Nachrichten-App aus dem Gesprächsverlauf zu löschen.
    Drohne rettet Schwimmer vor dem Ertrinken
    Im australischen Lennox Head hat eine Drohne zwei Schwimmer vor dem Ertrinken bewahrt. Eine Little-Ripper-Drohne wurde vom Strandwächter zu den Männern gesteuert, wo sie einen aufblasbaren Rettungsschwimmkörper abwarf. Mit dessen Hilfe konnten beide unverletzt zum Strand zurückkehren. Die Rettungsschwimmer hätten nach dem Notruf mehrere Minuten gebraucht, um die in Not geratenen Schwimmer zu erreichen. Die Drohne schaffte es in nur ein bis zwei Minuten.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 18.01.2018: Google, Posteo, Atomkraftwerk Fessenheim, World Web Forum
    Google bevorzugt schnelle Webseiten in der Mobilsuche
    Bleibt eine Webseite bei Google zu lange weiß, landet sie unter Umständen auf den hinteren Suchergebnisseiten – ein großer Nachteil für den Seitenbetreiber, denn das Angebot wird damit praktisch unsichtbar. Der Google-Algorithmus hat schon seit einer ganzen Weile die Ladegeschwindigkeit als eines unter vielen Signalen ausgewertet. Allerdings habe man sich bislang auf die Desktop-Suche konzentriert. Ab Juli ändert sich das.
    Posteo fordert Pflicht zu Transparenzberichten über Userdaten-Anfragen
    Der Mail-Dienst Posteo will Transparenzberichte in Deutschland etablieren und geht mit gutem Beispiel voran. In dem aktuellen Bericht sind alle Anfragen von Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendiensten des vergangenen Jahres aufgeführt. Posteo erhielt im vergangenen Jahr 48 Anfragen. Insgesamt lag der Anteil der rechtswidrigen Ersuche bei 42 Prozent. So lagen etwa Verstöße gegen das Datenschutzgesetz vor oder es fehlte die Nennung einer Rechtsgrundlage.
    Frankreich bereitet Ende des Atomkraftwerks Fessenheim vor
    Lange war das französische Atomkraftwerk Fessenheim ein Streitpunkt zwischen Deutschland und Frankreich. Jetzt rückt das von deutscher Seite geforderte Ende näher: wenn alles nach Plan läuft, könnte der veraltete Reaktor am Rhein in rund einem Jahr vom Netz gehen. Am Freitag soll ein Steuerungskomitee geschaffen werden, das die künftige Umwandlung des Standorts plant. Auf der französischen Seite der Grenze gibt es noch immer Kritik am Ende des Kraftwerks, in dem 1200 Menschen arbeiten.
    World Web Forum "End of Nation" im Livestream
    In Zürich hat das zweitägige World Web Forum begonnen. Nichts weniger als "Ende der Nationen" proklamieren dort digitale Vordenker. Die Zukunft gehöre Unternehmen wie Apple, Google, Amazon und Facebook. Die Tickets für die Konferenz sind zwar ausverkauft, dabei sein kann man aber trotzdem: heise online überträgt fast alle Vorträge im Livestream.
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  • Kurz informiert vom 17.01.2018: Android-Trojaner, "Textbombe“, Samsung Galaxy X, Netzneutralität
    Ausgefeilter Android-Trojaner spioniert Smartphones aus
    Der Android-Trojaner Skygofree soll bereits seit 2014 zielgerichtet Android-Smartphones ausspionieren, schildern Sicherheitsforscher von Kaspersky. Demnach handelt es sich um das bislang mächtigste Spionage-Tool für Android. So können Angreifer Android-Geräte fernsteuern und etwa Audioaufnahmen starten oder WhatsApp-Nachrichten mitlesen. Ursprung des Schädlings soll in Italien sein. Übergriffe in anderen Ländern hat es bislang wohl noch nicht gegeben.
    "Textbombe" crasht iOS und macOS
    Aktuell verbreitet sich auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken ein Link, mit dem sich verschiedene Apps auf Macs, iPhones und iPads mit einem Klick zum Absturz bringen lassen. Wird er in der Nachrichten-App auf dem Mac empfangen, stürzt diese sofort ab – auf iPhone, iPad und iPod touch soll es sogar zu Neustarts des Homescreens oder gar Crash-Schleifen kommen. Betroffene, die den Link erhalten, müssen die komplette Konversation löschen, damit es nicht erneut zu einem Absturz kommt.
    Produktion von faltbarem OLED-Smartphone soll 2018 starten
    Auf der CES soll Samsung ausgewählten Partnern ein faltbares Smartphone mit OLED-Display vorgeführt haben. Die Massenproduktion des Galaxy X soll Ende des Jahres beginnen. Der Bildschirm des Galaxy X soll im entfalteten Zustand große 7,3 Zoll messen. Wie groß das Display im gefalteten Zustand ist, ist noch unklar. Neben Samsung haben unter anderem Lenovo und E Ink, faltbare Display-Prototypen gezeigt. Auch Apple soll an einem Falt-Smartphone arbeiten. Auf den Markt hat es bislang noch keines davon geschafft.
    22 US-Bundesstaaten klagen gegen Abschaffung der Netzneutralität
    Der Kampf um die Netzneutralität in den USA wird nun auch vor Gericht ausgetragen. Insgesamt 22 US-Bundesstaaten haben Klage gegen die jüngste Entscheidung der FCC eingelegt. Das von der FCC beschlossene Ende der Netzneutralität mache die Internet Service Provider zu Pförtnern, die entscheiden könnten, was Menschen in den USA online zu sehen bekommen und sagen dürfen.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 16.01.2018: WhatsApp und Signal, Bitcoin, IT-Ausgaben, Nachrichtenportal
    Forscher beschreiben Schwächen verschlüsselter Gruppenchats
    Trotz sicherer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Signal und WhatsApp können Angreifer unter Umständen Nachrichten in Gruppenchats entschlüsseln, wenn sie Zugriff auf die Kontrollserver haben. Das beschreiben drei Forscher der Ruhr-Universität-Bochum in einer wissenschaftlichen Abhandlung. Die theoretischen Angriffe unterstreichen die Kritik, dass alle diese Dienste ihre eigenen Server voraussetzen. Das nimmt sicherheitsbewussten Admins die Möglichkeit, eigene Server für ihre Nutzer aufzusetzen.
    Regulierung von Bitcoins nur Frage der Zeit
    Kryptowährungen werden über kurz oder lang Gegenstand von Gesetzgebung werden, zum Beispiel zum Verbraucherschutz oder zu Steuerfragen. Davon ist Joachim Wuermeling vom Bundesbank-Vorstand überzeugt. Die Europäische Union hat bereits im Dezember einen ersten Schritt zur Regulierung von Kryptowährungen getan. Anleger sollen laut einer neuen Geldwäscherichtlinie nicht mehr anonym bleiben können, wenn sie digitales in staatliches Geld umtauschen.
    Weltweite IT-Ausgaben sollen 2018 um 4,5 Prozent wachsen
    Unternehmen werden dieses Jahr weltweit voraussichtlich 3,7 Billionen US-Dollar in IT-Produkte investieren, schätzen die Marktforscher von Gartner. Ganz vorne stünden dabei Wachstumstreiber wie Blockchain-Technik, das Internet der Dinge sowie maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Mit neuen KI-Produkten könnten effizientere Strukturen geschaffen, individuellere Kundenerfahrungen ermöglicht und neue Geschäftsmodelle generiert werden.
    Regierungskritisches philippinisches Nachrichtenportal soll Lizenz verlieren
    Seit 2016 ist Rodrigo Duterte Präsident der Philippinen und verantwortet einen blutigen Krieg gegen Drogen. Das Nachrichtenportal Rappler hat den Präsidenten scharf kritisiert und verliert nun die Lizenz. Angeblich wegen einer Finanzspritze aus den USA. Das widerspreche dem in der Verfassung niedergelegten Grundsatz, dass nur Medien im Besitz von Philippinern oder philippinischen Unternehmen in dem Land erlaubt sind. Das Portal will die Entscheidung vor Gericht bekämpfen.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 15.01.2018.: Industrie-Anlagen, NotPetya, Toshiba Symbio, NetzDG
    Smartphone-Apps zur Steuerung von Industrie-Anlagen sind voller Sicherheitslücken
    Das Ergebnis einer Untersuchung von mobilen Apps für industrielle Anwendungen ist beunruhigend: Insgesamt fanden Sicherheitsforscher in 34 Apps 147 Schwachstellen. Hacker könnten sie nutzen, um Produktionsprozesse zu stören und Maschinen oder sogar ganze Fabriken zu zerstören, berichtet Technology Review online. Die Kombination aus Apps und industriellen Steuerungssystemen ist nach Ansicht der Sicherheitsforscher ein „sehr gefährlicher und anfälliger Cocktail“.
    CIA sieht Russland hinter verheerender Cyberattacke NotPetya
    Neben Wannacry war NotPetya vergangenes Jahr eine der großen Cyberattacken mit Kryptotrojanern. Einem Bericht der Washington Post zufolge sieht der US-Geheimdienst CIA das russische Militär als Drahtzieher. Ziel war demnach das ukrainische Finanzsystem. Für NotPetya hatten die Angreifer eine Software für Unternehmen genutzt, die in der Ukraine Steuern zahlen. Getroffen wurden dadurch auch internationale Konzerne wie die dänische Reederei Maersk, der US-Pharmakonzern Merck und das US-Logistikunternehmen Fedex.
    Toshibas neuer Smart-Home-Hub
    Toshiba hat mit dem Symbio ein Smart-Home-Hub vorgestellt, das Sprachbefehle über Alexa entgegennimmt und neben WLAN und Bluetooth auch Zigbee sowie Z-Wave unterstützt. Alle Smart-Home-Anwendungen und –Geräte können über die zugehörige App kontrolliert werden. Außerdem hat Symbio eine Full-HD-Sicherheitskamera mit Weitwinkelobjektiv eingebaut, die live aufs Handy streamt.
    NetzDG: Beiträge der Street-Art-Künstlerin Barbara gelöscht
    Barbara kontert mit ironischen Klebeschildern hasserfüllte Schmierereien und widerspricht übereifrigen Verboten. Nun wurde ihr das Netzwerkdurchsetzungs-gesetz zum Verhängnis: Facebook hat Einträge entfernt und droht mit der Account-Löschung. Auch Barbaras Profil auf Instagram sei betroffen. Die Künstlerin beklagt, dass Satire auf den Online-Plattformen unter diesen Umständen nur noch zensiert stattfinden könne.
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