kurz informiert by heise online

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  • Kurz informiert vom 5.1.2018: Meltdown und Spectre, HP: Brandgefahr, Autonomes Fahren, Verbraucherzentralen
    Apple-Geräte von Meltdown und Spectre betroffen
    Apple hat sich endlich zu der Chiplücke in ARM- und Intel-Prozessoren geäußert. Demnach sind alle aktuellen Produkte des Konzerns angreifebar. Erste Bugfixes existieren. Weitere Gegenmaßnahmen seien in "kommenden Updates" für Safari, iOS, macOS, tvOS und watchOS geplant. Auch Browser-Hersteller reagieren auf den Prozessor-Bug: In Chrome lässt sich eine Option aktivieren, die das Risiko der Sicherheitslücke verringern soll. Über Nacht haben die Mozilla-Entwickler Firefox mit den Sicherheitsupdates herausgebracht. Microsoft hat ebenfalls bereits einen Patch für seine Browser Edge und Internet Explorer veröffentlicht.
    HP ruft Akkus vieler Notebooks und Workstations zurück
    Zwei Jahre lang hat HP Akkus ausgeliefert, bei denen nun eine Brand- und Verbrennungsgefahr festgestellt wurde. Das Unternehmen hat deswegen eine Rückrufaktion begonnen und will die betroffenen Akkus kostenlos ersetzen. Da nicht alle Akkus betroffen sind, können Kunden mithilfe eines Dienstprogramms testen, ob der bei ihnen verbaute Akku von dem Rückruf betroffen ist.
    Niedersachsen will beim autonomen Fahren Vorreiter sein
    Noch in diesem Jahr sollen erste Teile eines bundesweit einzigartigen Testfeldes zum automatisierten Fahren zwischen den Städten Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter in den Pilotbetrieb starten. Schrittweise werden dafür Autobahnteilstrecken mit Bundes- und Landstraßen zu einem Netz von etwa 280 Kilometern Länge ausgebaut. Sensorik soll dort anonymisiert das Verkehrsgeschehen erfassen.
    Verbraucherzentralen fordern mehr digitalen Datenschutz
    Den Verbraucherzentralen ist die digitale Welt zu sehr an die Bedürfnisse der Werbeindustrie angepasst. "Heute ist es viel zu häufig so, dass ich erstmal alle Informationen preis gebe und mich mühselig durch Menüs durchklicken muss, um das zu verändern", kritisiert der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller. Hoher Datenschutz – auch mit Blick auf Online-Käufe und soziale Netzwerke – müsse aber die Norm sein und nicht die Ausnahme
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    3 min
  • Kurz informiert vom 4.1.2018: CPU-Sicherheitslücke, Maas verteidigt Gesetz, Kartendienst Here
    Erste Details zu gravierender Prozessor-Sicherheitslücke
    Nach diversen Spekulationen über Ursache und Auswirkungen der CPU-Sicherheitslücke nehmen Intel und Google Stellung. Der Prozessorhersteller erklärt, die Lücke habe das Potenzial, dass Angreifer sensitive Daten auf Systemen abgreifen könnten. Man gehe aber nicht davon aus, dass durch die Lücke Daten korrumpiert, manipuliert oder gelöscht werden könnten. Google erklärt, dass nicht nur Intel-CPUs, sondern auch Prozessoren von AMD und ARM betroffen seien – Android-Systeme seien ebenfalls gefährdet und sind nur geschützt, wenn sie das Security-Update vom 2. Januar bekommen haben. Das Windows-Update, das Microsoft in der Nacht herausgegeben hat, um der Sicherheitslücke zu begegnen, ist offensichtlich das Update, das für den 9. Januar mit Bekanntgabe der Details zu den Problemen vorgesehen war. Allerdings bekommen nicht alle Anwender das Update angeboten: Es gibt Probleme mit einigen Antivirus-Produkten. Antiviren-Hersteller wie Kaspersky oder Avast, haben schon reagiert und Updates bereitgestellt oder sie für den 9. Januar angekündigt. Microsoft warnt ausdrücklich davor, das Windows-Update zu installieren, solange nicht kompatible Antiviren-Software eingesetzt wird.
    Maas verteidigt Gesetz gegen Hass im Internet
    Justizminister Heiko Maas sieht keinen Widerspruch zwischen Meinungsfreiheit und dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Mordaufrufe, Bedrohungen und Beleidigungen, Volksverhetzung oder die Auschwitz-Lüge seien aber kein Ausdruck der Meinungsfreiheit, sondern Angriffe auf die Meinungsfreiheit anderer. Dienste wie Facebook, Twitter und YouTube müssen seit dem 1. Januar klar strafbare Inhalte binnen 24 Stunden nach einem Hinweis löschen.
    Autozulieferer Bosch und Continental steigen bei Kartendienst Here ein
    Der ehemals zu Nokia gehörende Kartendienst Here wird immer mehr zu einem wichtigen Produkt der deutschen Autoindustrie: Die Zulieferer Bosch und Continental haben von den Haupteigentümern Audi, BMW und Daimler nun Anteile erworben. Es geht dabei auch darum, die Unabhängigkeit von anderen großen Kartenanbietern wie Google, Apple und TomTom zu sichern.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 3.1.2018: EU-Geldwäscherichtlinie, Elektroautos, Tesla, Handy-Schmuggel
    Neue EU-Geldwäscherichtlinie: "Die Privatsphäre fällt praktisch weg"
    Juristen kritisieren den Kompromiss für eine Richtlinie gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung scharf, auf den sich die EU-Gremien kurz vor Weihnachten geeinigt hatten. Der Zahlungsverkehr werde damit künftig "fast vollständig überwacht", moniert die Rechtswissenschaftlerin Carolin Kaiser gegenüber heise online. Transaktionsdaten könnten jahrzehntelang auf Vorrat gespeichert werden. Und wie die lang umkämpfte Vorratsdatenspeicherung beträfe auch dieses Instrument prinzipiell jeden Europäischen Bürger.
    Kaufprämie für Elektroautos kaum gefragt
    In den vergangenen Monaten hat die Nachfrage nach der Kaufprämie für Elektroautos zwar etwas angezogen, doch insgesamt gingen bislang nur für etwas mehr als zehn Prozent der Gesamtfördersumme Anträge ein. Der Präsident des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Andreas Obersteller regte deshalb an, das Geld anderweitig zur Förderung der Elektromobilität einzusetzen. Die neue Bundesregierung könnte zum Beispiel einen Teil des Budgets umwidmen und für die Förderung privater Ladeinfrastruktur bereitstellen.
    Angekündigte autonome Fahrt bei Tesla ist ausgeblieben
    2017 sollte ein vollautonomer Tesla die USA durchqueren, ohne menschliches Zutun. Das hat Elon Musk 2016 versprochen. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die Fahrt stattgefunden hat. Zum Zeitpunkt der Ankündigung, im Oktober 2016, begann Tesla damit, alle Neufahrzeug mit neuer Hardware auszurüsten, die vollautonomes Fahren ermöglichen soll. Was scheinbar fehlt, ist die passende Software.
    Französische Gefängniszellen bekommen Festnetz-Telefone
    Um den Insassen den Kontakt zu ihren Familien zu erleichtern und gleichzeitig gegen das Problem des Handy-Schmuggels vorzugehen, will Frankreich in Gefängniszellen Festnetz-Telefone installieren. Die ließen sich auch leichter abhören. Die Häftlinge sollen von den Telefonen nur jeweils vier Nummern anrufen können, die vorher genehmigt wurden.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 30.12.2017: Jahresrückblick 2017 Teil 2: Netzneutralität, AMD, Cassini
    US-Behörde schafft Netzneutralität ab
    Am 14. Dezember hat die US-Regulierungsbehörde FCC die Netzneutralität abgeschafft, also die Gleichbehandlung aller Datenströme im Internet. Telekom-Unternehmen dürfen seither in den USA bestimmte Datenströme in ihren Netzen gegen Bezahlung priorisieren, drosseln oder Inhalte komplett blockieren. Die Verbraucherschutzorganisation Electronic Frontier Foundation prognostiziert, dass sich in den USA nun ein Zwei-Klassen-Internet herausbilden wird, in dem Konzerne wie Google, Facebook oder Amazon sich in den Breitbandnetzen Überholspuren sichern. Hierzulande hat die Netzneutralität bestand. Es gibt aber Schlupflöcher. So leitet die Telekom in einem bestimmten Tarif die Inhalte einiger Partner gegen Bezahlung ohne Traffic-Berechnung zu ihren Kunden.
    Dieselskandal: Lange Haft und Milliardenzahlungen
    Während des ganzen Jahres gärte der Dieselskandal um illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung vieler Diesel-Fahrzeuge von VW. Als letzter Höhepunkt wurde der VW-Manager Oliver Schmidt von einem US-Gericht wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt. Dem Konzern hat der Skandal kaum geschadet. Im Oktober konnte der Konzern satte Gewinne vermelden. Bereits im Januar hatte sich Volkswagen mit dem amerikanischen Justizministerium auf einen Vergleich geeinigt, nach dem VW gut 4 Milliarden Dollar an Strafen und Bußgeldern zahlen muss.
    E-Mobilität: Autohersteller denken um
    Die Automobilindustrie setzt stark auf E-Mobilität. Toyota will bis 2025 von allen seinen Modellen eine elektrische oder hybrid angetriebene Variante anbieten. Opel will bis 2024 alle seine Modelle elektrifiziert haben, Nissan plant ein "Elektro-Ökosystem" und Renault will auf diesem Gebiet Marktführer in Europa werden – so wie auch Ford. Derweil hat Vorreiter Tesla bereits in diesem Jahr einen elektrisch betriebenen Truck namens Semi vorgestellt, sowie sein erstes Mittelklasse-Modell, das Model 3. Auch die Deutsche Post gehört zu den Vorreitern. Sie hatte den E-Transporter Streetscooter entwickelt.
    AMD meldet sich mit neuen Prozessoren zurück
    Der Prozessorhersteller AMD hat im Laufe des Jahres mehrere Prozessoren seiner neuen Ryzen-Familie vorgestellt. Dabei ist alles neu, von der Prozessorarchitektur bis zur Fassung. In den Laboren der c't konnten die neuen Prozessoren überzeugen, auch bei rechenintensiven Aufgaben wie dem Rendern von 3D-Grafiken, dem Kodieren von 4K-Videos oder Virtual-Reality-Spielen. Die Ryzens sind dabei billiger als vergleichbare Intel-CPUs und setzen den Marktführer auf dem Prozessormarkt unter Druck.
    4 min
  • Kurz informiert vom 27.12.2017: Jahresrückblick 2017 Teil 1 - Netzneutralität, Dieselskandal & mehr
    US-Behörde schafft Netzneutralität ab
    Am 14. Dezember hat die US-Regulierungsbehörde FCC die Netzneutralität abgeschafft, also die Gleichbehandlung aller Datenströme im Internet. Telekom-Unternehmen dürfen seither in den USA bestimmte Datenströme in ihren Netzen gegen Bezahlung priorisieren, drosseln oder Inhalte komplett blockieren. Die Verbraucherschutzorganisation Electronic Frontier Foundation prognostiziert, dass sich in den USA nun ein Zwei-Klassen-Internet herausbilden wird, in dem Konzerne wie Google, Facebook oder Amazon sich in den Breitbandnetzen Überholspuren sichern. Hierzulande hat die Netzneutralität bestand. Es gibt aber Schlupflöcher. So leitet die Telekom in einem bestimmten Tarif die Inhalte einiger Partner gegen Bezahlung ohne Traffic-Berechnung zu ihren Kunden.
    Dieselskandal: Lange Haft und Milliardenzahlungen
    Während des ganzen Jahres gärte der Dieselskandal um illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung vieler Diesel-Fahrzeuge von VW. Als letzter Höhepunkt wurde der VW-Manager Oliver Schmidt von einem US-Gericht wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt. Dem Konzern hat der Skandal kaum geschadet. Im Oktober konnte der Konzern satte Gewinne vermelden. Bereits im Januar hatte sich Volkswagen mit dem amerikanischen Justizministerium auf einen Vergleich geeinigt, nach dem VW gut 4 Milliarden Dollar an Strafen und Bußgeldern zahlen muss.
    E-Mobilität: Autohersteller denken um
    Die Automobilindustrie setzt stark auf E-Mobilität. Toyota will bis 2025 von allen seinen Modellen eine elektrische oder hybrid angetriebene Variante anbieten. Opel will bis 2024 alle seine Modelle elektrifiziert haben, Nissan plant ein "Elektro-Ökosystem" und Renault will auf diesem Gebiet Marktführer in Europa werden – so wie auch Ford. Derweil hat Vorreiter Tesla bereits in diesem Jahr einen elektrisch betriebenen Truck namens Semi vorgestellt, sowie sein erstes Mittelklasse-Modell, das Model 3. Auch die Deutsche Post gehört zu den Vorreitern. Sie hatte den E-Transporter Streetscooter entwickelt.
    AMD meldet sich mit neuen Prozessoren zurück
    Der Prozessorhersteller AMD hat im Laufe des Jahres mehrere Prozessoren seiner neuen Ryzen-Familie vorgestellt. Dabei ist alles neu, von der Prozessorarchitektur bis zur Fassung. In den Laboren der c't konnten die neuen Prozessoren überzeugen, auch bei rechenintensiven Aufgaben wie dem Rendern von 3D-Grafiken, dem Kodieren von 4K-Videos oder Virtual-Reality-Spielen. Die Ryzens sind dabei billiger als vergleichbare Intel-CPUs und setzen den Marktführer auf dem Prozessormarkt unter Druck.
    Raumsonde Cassini liefert beeindruckendes Saturn-Panorama
    Die Mission der Raumsonde Cassini ist beendet. Mitte September ist Cassini in den Saturn gestürzt. Doch kurz vorher hat die Sonde noch einmal Aufnahmen des Ringplaneten gemacht. Die Bilder haben Forscher nun zusammengesetzt und veröffentlicht. Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Panorama des Saturn, seiner Ringe und seiner Monde.
    Ab dem zweiten Januar melden wir uns wieder täglich mit Neuigkeiten aus der IT-Welt. Bis dahin finden Sie alle aktuellen IT-News auf heise.de.
    4 min

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