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Jannis Bonek, 26 Jahre, aktuell Österreichs erfolgreichster Orientierungsläufer. Der Athlet gewann 2024 sowohl die Militärweltmeisterschaft im Einzel als auch Team- und Staffelmedaillen, holte die erste OL-WM Medaille für Österreich und läuft im Weltcup ganz vorne mit. Bonek kam durch seine Familie zum Sport und absolvierte auch ein halbes Jahr in einem Orientierungslaufgymnasium in Uppsala, Schweden.
Orientierungsläufer müssen einen Parcours mit etwa 20 Kontrollpunkten in vorgegebener Reihenfolge ablaufen, wobei die Routenwahl zwischen den Posten frei ist. Am Start erhalten sie eine detaillierte Karte mit der eingezeichneten Bahn (Gebiet mit den Positionen der Posten). Die Wettkämpfe werden nach Siegerzeiten geplant: Langdistanz etwa 90 Minuten, Mitteldistanz 35 Minuten, Sprint 15 Minuten.
Die verwendeten Karten sind deutlich detaillierter als Wanderkarten (Maßstab 1:10.000 bis 1:15.000). Jeder markante Stein, Wurzelstock und jede Geländeformation ist eingezeichnet. Es gibt internationale Normen, aber Kartenzeichner interpretieren diese individuell je nach Gelände und Region.
Das Training kombiniert klassisches Ausdauertraining mit Technikeinheiten zur Orientierung. Besondere Herausforderung: Wettkampfgebiete sind oft lange vor dem Wettkampf gesperrt, Training findet in verschiedenen Umgebungen und Wäldern statt (für Grossereignisse in möglichst ähnlichen Gebieten). Bonek trainiert beim Heeressport-Leistungszentrum und bei seinem Trainer Vincent Vermeulen in der Ramsau.
Umknicken ist die häufigste Verletzung – über 50% der Läufer hatten bereits Bänderverletzungen. Spezielle Orientierungslaufschuhe mit kurzen Spikes sorgen für Grip auf verschiedenen Untergründen. Bei längeren Distanzen werden Gels mitgeführt, die Einnahme während des Wettkampfs ist aber schwierig.
Neue Formate wie der Knockout-Sprint sollen den Sport fernsehtauglicher machen, sind aber umstritten. Etwa 10 Weltcup-Rennen pro Jahr, Karrieren bis etwa 35 Jahre möglich. In Österreich starten bei nationalen Meisterschaften etwa 600 Teilnehmer aller Altersklassen.
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Der Beitrag LEP#342 – Ein Gespräch mit Jannis Bonek erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
By Florian , Christian & PeterJannis Bonek, 26 Jahre, aktuell Österreichs erfolgreichster Orientierungsläufer. Der Athlet gewann 2024 sowohl die Militärweltmeisterschaft im Einzel als auch Team- und Staffelmedaillen, holte die erste OL-WM Medaille für Österreich und läuft im Weltcup ganz vorne mit. Bonek kam durch seine Familie zum Sport und absolvierte auch ein halbes Jahr in einem Orientierungslaufgymnasium in Uppsala, Schweden.
Orientierungsläufer müssen einen Parcours mit etwa 20 Kontrollpunkten in vorgegebener Reihenfolge ablaufen, wobei die Routenwahl zwischen den Posten frei ist. Am Start erhalten sie eine detaillierte Karte mit der eingezeichneten Bahn (Gebiet mit den Positionen der Posten). Die Wettkämpfe werden nach Siegerzeiten geplant: Langdistanz etwa 90 Minuten, Mitteldistanz 35 Minuten, Sprint 15 Minuten.
Die verwendeten Karten sind deutlich detaillierter als Wanderkarten (Maßstab 1:10.000 bis 1:15.000). Jeder markante Stein, Wurzelstock und jede Geländeformation ist eingezeichnet. Es gibt internationale Normen, aber Kartenzeichner interpretieren diese individuell je nach Gelände und Region.
Das Training kombiniert klassisches Ausdauertraining mit Technikeinheiten zur Orientierung. Besondere Herausforderung: Wettkampfgebiete sind oft lange vor dem Wettkampf gesperrt, Training findet in verschiedenen Umgebungen und Wäldern statt (für Grossereignisse in möglichst ähnlichen Gebieten). Bonek trainiert beim Heeressport-Leistungszentrum und bei seinem Trainer Vincent Vermeulen in der Ramsau.
Umknicken ist die häufigste Verletzung – über 50% der Läufer hatten bereits Bänderverletzungen. Spezielle Orientierungslaufschuhe mit kurzen Spikes sorgen für Grip auf verschiedenen Untergründen. Bei längeren Distanzen werden Gels mitgeführt, die Einnahme während des Wettkampfs ist aber schwierig.
Neue Formate wie der Knockout-Sprint sollen den Sport fernsehtauglicher machen, sind aber umstritten. Etwa 10 Weltcup-Rennen pro Jahr, Karrieren bis etwa 35 Jahre möglich. In Österreich starten bei nationalen Meisterschaften etwa 600 Teilnehmer aller Altersklassen.
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