MDR KULTUR Café

MDR KULTUR Café

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MDR KULTUR Café episodes

  • MDR KULTUR Café mit Peggy Mädler
    Selbstregulierung ist ein Begriff aus der Kybernetik. Peggy Mädler erzählt, wie sie die Kybernetik als Variante der Systemtheorie in der Geschichte der DDR entdeckt hat: als einen kurzen Moment nach dem Bau der Mauer, in dem es in akademischen Kreisen möglich schien, dass die Partei etwas von ihrer totalen Kontrolle abgibT:
    Peggy Mädler, Jahrgang 1975, wurde in Dresden geboren. Zuletzt war sie erfolgreich mit dem Bestseller „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ - gemeinsam mit Annett Gröschner und Wenke Seemann. „In den Begriff Selbstregulierung habe ich mich sofort verliebt“, sagt Peggy Mädler. „Allerdings habe ich ihn anfangs stärker auf die persönlichen Beziehungen der Menschen bezogen als auf die gesellschaftlichen Verhältnisse.“ So sei dieser Begriff zum Prinzip ihres Romans geworden. In „Selbstregulierung des Herzens“ organisiert Peggy Mädler Erinnerungen wie ein empfindliches Netzwerk: Liebe, politische Strukturen, Familiengeschichten und technische Wissenschaft greifen ineinander wie Elemente eines Systems. Über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren bis in die Gegenwart suchen ihre Figuren nach Möglichkeiten und Nischen – in der Liebe, in der Datenverarbeitung und in einer Datschensiedlung nördlich von Berlin.
    Der Roman erscheint bei Galliani. 304 Seiten.

    Eine Sendung von Carsten Tesch
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    42 min
  • MDR KULTUR Café mit Florian Stetter
    Der 1977 in München geborene Sohn eines Mikrobiologen spielte schon mit achtzehn Jahren seine erste Hauptrolle in dem Roadmovie "L'Amour" und wurde beim renommierten Max-Ophüls-Festival als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Bereits während des Schauspielstudiums spielte er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, besonders die Zusammenarbeit mit Dominik Graf prägte ihn nachhaltig. Der sympathische und wandlungsfähige Schauspieler verdankt Dominik Graf eine seiner schönsten Rollen, im Film "Die geliebten Schwestern" (2014), der zum Teil in Thüringen gedreht wurde, zeichnete er ein sehr lebendiges und menschliches Porträt von Friedrich Schiller. Florian Stetter, der heute in Berlin lebt, bezeichnet sich selbst als Grenzgänger, er liebt besondere schauspielerische Herausforderungen wie die Rolle des Christoph Probst in "Sophie Scholl - Die letzten Tage", die er ergreifend spielte, oder einen manipulativen Geistlichen in "Kreuzweg" (2014), wo er einen endlos langen Monolog in einem einzigen Take bewältigte. Gerade ist er im Kinofilm "Maysoon" zu sehen, in dem er noch eine ganz andere Facette seines großen Könnens zeigen kann, er spielt dort einen aggressiven, unberechenbaren Ehemann.

    Eine Sendung von Knut Elstermann Redaktion: Gabriele Bischoff
    44 min
  • MDR KULTUR Café mit Fabia Mantwill
    Dabei hat sie schon einen in der Tasche. Im MDR KULTUR Café spricht mit sie über ihre Kindheit in Chemnitz, das Reisen als musikalische Spurensuche und den Kampf um das große Ensemble. Vielleicht sind gerade die großen freien Jazzorchester die ersten, die dem deutschen Sparzwang zum Opfer fallen. Aber die Stadionsaxophonistin von Nina Chuba beklagt sich nicht: Ihre Auftragsbücher für dieses Jahr sind schon ziemlich voll.

    Eine Sendung von Julia Hemmerling
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    38 min
  • MDR KULTUR Café mit Betterov
    Plötzlich tauchte da dieser Musiker aus Thüringen auf, der sehr schnell viel Aufmerksamkeit bekam. Damals war Betterov noch ein Newcomer, heute ist er fester und sehr wichtiger Bestandteil der deutschen Popmusik Szene. Phänomenale Texte voller Poesie und dazu Musik, die wir in Deutschland gebraucht haben. Zwei Alben, eine EP und ein paar zusätzliche Singles hat er bisher veröffentlicht und es wird deutlich: da ist jemand mit einer spannenden Vergangenheit, einer besonderen Gegenwart und der Gabe mit seiner Musik große Kunst zu erschaffen, und das nicht nur, weil sein aktuelles Album „Große Kunst“ heißt. Mit diesem Album ist er gerade auf Deutschlandtour und heute zu Gast im MDR KULTUR Café.

    Eine Sendung von Kerstin Poppendieck Redaktion: Gabriele Bischoff
    39 min
  • MDR KULTUR Café mit Bernadette La Hengst
    In der Heimat Ostwestfalen knüpft Bernadette La Hengst enge Bande zu Gleichgesinnten, geht später nach Berlin und Hamburg, gründet in den 90er - Jahren die Band „Die Braut haut ins Auge“. Vier Alben später beginnt ihre vielgestaltige Solokarriere. Eins ihrer wichtigsten Projekte: Bürgerchöre, bei denen mal Beschwerdesongs, mal Hymnen für scheinbar abgehängte Regionen entstehen. Im MDR KULTUR Café spricht sie über rebellische junge Feministinnen, die irgendwann selbst Ü50 sind, über die Kraft neuer Dorfhymnen – und lässt ahnen, dass Protest auch zeitlos elegant sein kann.

    Eine Sendung von Ellen Schweda
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    43 min
  • MDR KULTUR Café mit Judith Hermann
    Was bedeutet es, einen Großvater zu haben, der wahrscheinlich an Verbrechen des Holocaust beteiligt war? Wenn nur noch ein paar Fotos übrig sind? Wenn die eigene Mutter kaum was erzählt. In den "Frankfurter Poetikvorlesungen" von 2021/22 hat Hermann, die vorher nie Privates preisgegeben hat, auch über die Kindheit und Jugend in Berlin gesprochen. Und auch ihren Großvater erwähnt. Fortgeschrieben hat sie die persönlichen Anklänge in ihren Büchern "Daheim" (2021) und "Wir hätten uns alles gesagt" (2023). Nun ist "Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ erschienen.
    Eine Sendung von Carsten Tesch
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    42 min
  • MDR KULTUR Café mit Ken-David Masur
    Gerade zieht er als Familie mit Kindern und Hund Hugo nach Kalifornien um, in die Heimatregion seiner Frau, der Pianistin Melinda Lee. In New York stemmen beide gemeinsam seit Jahren ein eigenes, kleines Festival und schauen derzeit auch mit ein wenig Sorge auf politische und künstlerische Verwerfungen in ihrem Land. Ein Gespräch über die 80er Jahre in Leipzig, eine Kindheit in den Fluren des Gewandhauses und über den berühmten Vater Kurt Masur, der das Gewandhausorchester entscheidend prägte. Ken-David Masur erzählt aus seiner Schulzeit - damals in der DDR - von den japanischen Großeltern, die ihn in Leipzig besuchten und warum er letzten Endes doch Dirigent geworden ist, obwohl das nie sein Plan war.

    Eine Sendung von Blanka Weber
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    41 min
  • MDR KULTUR Café mit Theresia Philipp
    Im sächsischen Großröhrsdorf 1991 geboren, hat sie die „Ossi-Identität“ erst entdeckt, als sie in Köln wiederholt darauf hingewiesen wurde. Das Gastdirigat bei der HR Big Band hat sie 2022 dann vor die Realität im Jazz gestellt: Eine der besten Big Bands europaweit beschäftigte zu diesem Zeitpunkt keine einzige Frau. Mit Können, Beharrlichkeit und einem einnehmenden Humor stellt sie seit Beginn 2026 nun eine Vorreiterrolle im Jazz.

    Eine Sendung von Julia Hemmerling
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    37 min
  • MDR KULTUR Café mit Pierre Sanoussi-Bliss
    Der gelernte Koch, geboren 1962 in Berlin, war der erste Schwarze Student an der berühmten Ernst Busch-Schauspielschule, er spielte am Staatsschauspiel in Dresden und ist vielen Fernsehzuschauern sicher sehr vertraut durch den Assistenten Axel Richter, den er 18 Jahre lang in der ZDF-Serie “Der Alte” spielte. In seinen Memoiren “Den Rest hab ich verdrängt” gibt er gewohnt offenherzig und witzig Auskunft über sein Leben in der DDR, seine besonders schöne Arbeit mit Doris Dörrie, aber auch über den viel beachteten Auftritt im “Dschungelcamp”. Wir befragen den schwulen Aktivisten Pierre Sanoussi-Bliss im MDR KULTUR Café über Höhen und Tiefen seines bewegten Künstlerlebens, über die Schwierigkeiten, als älterer, Schwarzer Schauspieler Rollen zu bekommen, aber auch über seinen unverwüstlichen Humor, seine Lebensfreude und die ungebrochene Lust am Spielen.

    Eine Sendung von Knut Elstermann
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    36 min
  • MDR KULTUR Café mit Lea Drinda
    Die junge Schauspielerin Lea Drinda hat sich bereits einen sehr guten Namen gemacht. Mit einem genauen Gespür für starke und eigenwillige Figuren wählt sie ihre Rollen aus, oft in bahnbrechenden Serien. So spielte sie einfühlsam eine nonbinäre Person in “Becoming Charlie”, gehörte zum Ensemble von “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” und war in der aufwändigen Fantasy-Serie “Der Greif” zu sehen.
    Die 2001 in Jena geborene Lea Drinda, Enkelin des beliebten DDR-Schauspielers Horst Drinda, ist derzeit in den Kinos präsent mit dem großartigen deutschen Film “In die Sonne schauen", gedreht auf einem Hof in der Altmark. Dieses Geschichtsdrama ist ihr besonders wichtig, weil hier 100 Jahre deutscher Geschichte aus weiblicher Sicht erzählt werden.

    Eine Sendung von Knut Elstermann
    Redaktion: Gabriele Bischoff
    44 min

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Informativ und unterhaltsam zugleich, das ist das MDR KULTUR-Café. In entspannter Atmosphäre erzählen prominente Gäste aus ihrem Leben, gewähren Einblicke in ihre Persönlichkeit und berichten über…

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