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Der Katholikentag in Erfurt liegt nun schon einige Monate zurück. Unter den rund 40.000 Besucherinnen Ende Mai 2024 waren auch wir - mit dem SachsenSofa. Darauf durften wir mit Erzbischof Heiner Koch, Ministerpräsidentin a.D. Christine Lieberknecht und dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa drei prominente Gäste begrüßen und mit ihnen über die großen Fragen rund um Religion und Gesellschaft sprechen. Vor allem hatten aber auch die ganz persönlichen Fragen Platz, welche die Besucherinnen der ausgebuchten Veranstaltung an die drei Gäste auf dem Sofa loswerden wollten.
Für unsere Hörer*innen hier im Podcast haben wir ein Best-of der Zitate und Passagen als Feature produziert. Reist also – wenn Ihr uns ganz tagesaktuell hört am Throwback Thursday – in die heiligen Hallen des Erfurter Augustinerklosters und nehmt jetzt bei „Mit Herz und Haltung“ Platz auf unserem SachsenSofa.
Erzbischof Dr. Heiner Koch war ab 2006 Weihbischof in Köln und 2013 bis 2015 Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Seit 2015 ist er Erzbischof in Berlin.
Christine Lieberknecht war von 1991 bis 2019 Abgeordnete im Thüringer Landtag. In dieser Zeit hatte sie verschiedene Positionen als Ministerin inne und war von 2009 bis 2014 auch Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen inne.
Prof. Dr. Hartmut Rosa ist Soziologe an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
Hinweise
Interview: Lisa-Marie Eberharter und Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Vor drei Jahren ging die Initiative „Out in Church" an den Start, zugleich erschien der Film „Wie Gott uns schuf“. Öffentlich sprachen Menschen, die in der katholischen Kirche beheimatet sind oder waren über diskriminierende Erfahrungen und über Ihre Ängste, aufgrund ihrer Sexualität oder geschlechtlichen Identität ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Das Medienecho war groß, innerkirchlich hat die Initiative viele Diskussionen angestoßen. Und nicht zuletzt auf Druck von #OutInChurch wurde das kirchliche Arbeitsrecht neu formuliert.
Wie ist die Bilanz drei Jahre nach Start der Initiative? Auf welche Meilensteine kann „Out in Church" zurückblicken – welche Forderungen haben sich erfüllt, welche Anliegen sind noch offen? Und wie ist die Situation für Menschen der queeren Community heute in der katholischen Kirche?
Rainer Teuber wurde 1968 geboren und verantwortet am Essener Dom und dessen Schatzkammer die Museumspädagogik und den Besucherservice. Bei der katholischen Kirche ist er seit 1996 beschäftigt. Teuber ist Mitorganisator von #OutInChurch und seit Mai 2023 Pressesprecher der Initiative. Außerdem war er Mitwirkender bei #Liebegewinnt. Für sein Engagement in beiden Initiativen zeichnete die Münchener „Prout at work“-Stiftung ihn 2022 und 2023 als „ProutPerformer“ aus.
Hinweise:
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Bis zur Bundestagswahl sind es noch rund fünf Wochen und allmählich läuft sich die Wahlkampfmaschinerie warm. Nötig geworden ist dieser ungewöhnliche Wahltermin mitten im Winter, weil der Bundestag Kanzler Olaf Scholz kurz vor Weihnachten auf dessen Vertrauensfrage hin, ein solches Vertrauen nicht mehr mit der erforderlichen Mehrheit aussprechen wollte. Doch auch das generelle Vertrauen in Politiker*innen und das politische System ist zuletzt zurückgegangen.
Untersuchungen wie die Leipziger Autoritarismus-Studie lassen nicht ohne Sorge danach fragen, worin die Gründe für jenen Vertrauensverlust liegen, was demgegenüber den Reiz des Autoritären bedingt, und was getan werden müsste, um Vertrauen als notwendige Voraussetzung eines demokratischen Systems wiederherzustellen.
Wir haben darüber bei "Mit Herz und Haltung" mit dem Leipziger Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Oliver Decker gesprochen. Entstanden ist eine analytisch dichte, mitunter besorgte, aber sicherlich nicht hoffnungslose Bestandsaufnahme des Zustandes unserer demokratischen Gesellschaft zu Beginn des Wahljahrs 2025.
Prof. Dr. Oliver Decker ist Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts sowie des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig und lehrt als Professor für Sozialpsychologie und interkulturelle Praxis an der Sigmund-Freud-Universität Berlin.
Hinweise
Interview: Dr. Karin Wollschläger
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Das vorzeitige Ende der Ampel-Regierung erfordert es, neu über die politische Agenda des Jahres 2025 nachzudenken. Vor welchen Herausforderungen steht die Sozialpolitik in Deutschland nach dem Aus der Ampel-Koalition? Was sollte aus christlicher Sicht den Wahlkampf vor der Bundestagswahl im Februar prägen? Darüber sprachen wir mit der Präsidentin des Deutschen Caritasverbands, Eva Maria Welskop-Deffaa. Sie hatte im Dezember-Heft der Herder Korrespondenz bereits entsprechende Forderungen präsentiert.
Eva Maria Welskop-Deffaa warnt davor, sich nicht einfach nur um die „wirklich Bedürftigen“ zu kümmern, weil das zu kurz greifen würde. Was aber bedeutet das konkret? In jedem Fall sollte für bessere Angebote das Thema Digitalisierung eine viel größere Rolle als bisher spielen, formuliert Eva Maria Welskop-Deffaa als Herausforderung für die Sozialpolitiker der neuen Bundesregierung.
Das Interview haben wir am 17. Dezember 2024 aufgezeichnet.
Eva Maria Welskop-Deffaa wurde 1959 geboren und ist seit 2021 Präsidentin des Deutschen Caritas-Verband. Davor war sie mehrere Jahre Vorstand für Sozial- und Fachpolitik im DCV. Die Diplom-Volkswirtin war von 2013 bis 2017 Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, zuständig für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Migration und Teilhabe. Bis 2012 leitete sie die Abteilung Gleichstellung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und bis 2013 war sie zugleich ehrenamtlich Sprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken für wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundfragen.
**Hinweis: **
Den Artikel von Eva-Maria Welskop-Deffaa im Dezember-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Das Dezember-Heft der Herder Korrespondenz können Sie hier bestellen.
In der Reihe Herder Korrespondenz Spezial ist auch ein Themenheft zum karitativen Engagement der Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden erschienen. Es trägt den Titel: „Delegierte Nächstenliebe. Die Kirche und ihr Caritas“:
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
In den letzten Wochen erzählte unser diesjähriges Adventsspecial mit Annette Jantzen die Weihnachtsgeschichte bereits aus vielerlei Perspektiven neu. Nun steht das Weihnachtsfest fast vor der Tür und in unserem Bild von der Krippe fehlen noch der Stern, der über ihr steht, und drei Gäste, die einen langen Weg hinter sich haben und üblicherweise erst etwas verspätet, nämlich am 6. Januar, eintreffen. In letzten Folge unserer Adventsreihe sprechen wir deshalb nicht nur ausführlich über das Sternenzelt, das über der Krippe steht, sondern auch diejenigen Besucher, denen die Tradition die Namen Caspar, Melchior und Balthasar gegeben hat.
Dr. Annette Jantzen studierte katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg und ist Pastoralreferentin und Frauenseelsorgerin im Bistum Aachen. Prägend für ihre Arbeit ist insbesondere der Blog „Gotteswort weiblich“. Ihr aktuelles Buch „Das Kind in der Krippe“ ist 2024 im Verlag Herder erschienen.
Hier geht es zu den ereits erschienenen Folgen zum Ersten Advent, Zweiten Advent und Dritten Advent. Alle Folgen finden sich außerdem bequem in dieser Spotify-Playlist.
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Am 19. Dezember 1989 hielt Bundeskanzler Helmut Kohl vor der Ruine der Dresdner Frauenkirche eine seiner wichtigsten Reden. Wenige Wochen zuvor war in Berlin die Mauer gefallen, die Deutsche Einheit stand plötzlich im Bereich des Möglichen. Zugleich war sowohl im Verhältnis der beiden deutschen Staaten als auch auf dem außenpolitischen Parkett zwischen den USA, der Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich Fingerspitzengefühl gefragt.
In diesem Dezember jährt sich der Auftritt von Helmut Kohl zum 35. Mal. Deshalb kommen bei „Mit Herz und Haltung“ drei unterschiedliche Stimmen zu diesem markanten Ereignis der Dresdner Stadtgeschichte und Historie Deutschlands zu Wort:
Frank Richter studierte Theologie und Philosophie und war zunächst als Priester im Bistum Dresden- Meißen tätig. 2009-2017 leitete er die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, von 2019 bis 2024 gehörte er dem Sächsischen Landtag an.
Prof. Dr. Horst Teltschik studierte Politikwissenschaft, Neuere Geschichte sowie Völkerrecht. Von 1983 bis 1991 war er Vize-Kanzleramtschef unter Bundeskanzler Helmut Kohl und dadurch maßgeblich an den deutsch-deutschen Verhandlungen während des deutschen Einigungsprozesses 1989/90 beteiligt. Nach 1991 war er führende Industrieunternehmen und Stiftungen tätig und leitete unter anderem von 1999 bis 2008 die Münchener Sicherheitskonferenz.
Prof. Dr. Michael Gehler studierte Geschichte und Deutsche Philologie. Seit 2006 lehrt er Neuere Deutsche und Europäische Geschichte an der Universität Hildesheim und leitet das dortige Institut für Geschichte. Im Jahr 2024 erschien das von ihm herausgegebene Tagebuch der Jahre 1989/1990 von Horst Teltschik unter dem Titel „Die 329 Tage zur deutschen Einigung“ im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.
Hinweise
Interview: Dr. Karin Wollschläger
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
In diesem Advent werfen wir jede Woche gemeinsam mit Annette Jantzen einen neuen und frischen Blick auf die Figuren um die Weihnachtskrippe. In der Folge zum dritten Advent stehen die Personen im Mittelpunkt, die sonst eher zu den Statisten der Weihnachtsgeschichte zählen. Denn gerade auch die Perspektiven des Wirts in Bethlehem, der Hirten und von Josef ermöglichen eine spannende Sicht darauf, was die ersten Christ*innen mit den Geschichten um die Geburt Jesu zum Ausdruck bringen wollten. Nicht zuletzt dürfen natürlich auch die Tiere im Bild nicht fehlen: Und so dreht sich die heutige Episode natürlich auch um Ochse und Esel.
Dr. Annette Jantzen studierte katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg und ist Pastoralreferentin und Frauenseelsorgerin im Bistum Aachen. Prägend für ihre Arbeit ist insbesondere der Blog „Gotteswort weiblich“. Ihr aktuelles Buch „Das Kind in der Krippe“ ist 2024 im Verlag Herder erschienen.
Hier geht es zu den ereits erschienenen Folgen zum Ersten Advent und Zweiten Advent. Alle Folgen finden sich außerdem bequem in dieser Spotify-Playlist.
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
In der katholischen Tradition wurde wohl über niemanden neben Jesus so viel geschrieben wie über sie: Maria. Im Christentum wird sie verehrt wie keine andere Frau. Gerade in der Geschichte um die Geburt Jesu ist ihre Perspektive eine der wichtigsten. Doch auch den Blick auf Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, zu richten, lohnt sich sehr. In dieser zweiten Folge des diesjährigen Adventsspecials mit Annette Jantzen stehen deshalb die Frauen und ihre Rollen in den Geburtsgeschichten der Evangelien im Mittelpunkt.
Dr. Annette Jantzen studierte katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg und ist Pastoralreferentin und Frauenseelsorgerin im Bistum Aachen. Prägend für ihre Arbeit ist insbesondere der Blog „Gotteswort weiblich“. Ihr aktuelles Buch „Das Kind in der Krippe“ ist 2024 im Verlag Herder erschienen.
Hinweise:
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die Luft wird kälter, die Tage kürzer und die Innenstädte sind wieder gefüllt mit bunten Lichtern und dem Geruch nach gebrannten Mandeln: Die Adventszeit hat begonnen. In diesem Jahr widmen wir uns in vier Adventsfolgen der Weihnachtsgeschichte. Gemeinsam mit Annette Jantzen sprechen wir darüber, wie die Geschichte von dem Kind in der Krippe damals von den ersten Christ*innen erzählt worden sein könnte und welche Texte aus dem Ersten Testament, auf welche sie sich dabei bezogen, für uns heute in Vergessenheit geraten sind. So zeichnen wir mit jeder Folge das Bild der Krippe mit einem frischen Blick - und alten, jedoch neu erzählten Perspektiven.
Dr. Annette Jantzen studierte katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg und ist Pastoralreferentin und Frauenseelsorgerin im Bistum Aachen. Prägend für ihre Arbeit ist insbesondere der Blog „Gotteswort weiblich“. Ihr aktuelles Buch „Das Kind in der Krippe“ ist 2024 im Verlag Herder erschienen.
Alle Folgen des diesjährigen Advents-Specials finden sich bequem in dieser Spotify-Playlist.
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Im Februar dieses Jahres hat die Deutsche Bischofskonferenz in einer vielbeachteten Erklärung deutlich gemacht, dass völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar sind und sich damit gegen eine erstarkende AfD positioniert. Dadurch wurde erneut die Debatte entfacht, wie die Kirche ihre politische Rolle verstehen soll. Ursula Nothelle-Wildfeuer hat in der Dezember-Ausgabe der Herder Korrespondenz einen Essay zu ebendiesem Thema verfasst, über den wir in dieser Folge mit ihr sprechen.
Denn wie ist es eigentlich um die Kirche und ihre konkreten Empfehlungen oder Ablehnungen politischer Parteien bestellt – gerade auch im Hinblick auf die anstehende vorgezogene Bundestagswahl im kommenden Jahr? Darf oder muss die Kirche sich überhaupt politisch engagieren oder überschreitet sie hier ihre Kompetenzen? Und wie soll man damit umgehen, wenn Rechtspopulisten für sich in Anspruch nehmen, die „wahren christlichen Werte“ zu vertreten? Um diese und weiter Fragen geht es in unserer aktuellen Podcastfolge von „Mit Herz und Haltung“.
Ursula Nothelle-Wildfeuer wurde 1960 geboren und ist Professorin für Christliche Gesellschaftslehre und Sozialethik an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Kirche und Religion in Staat und Gesellschaft; Fragen sozialer Gerechtigkeit, Gemeinwohlkonzeptionen; Rechtspopulismus und die Tradition der Sozialverkündigung. Zuletzt veröffentlicht gemeinsam mit Magnus Striet: Katholischer Rechtspopulismus, Freiburg 2022.
Hinweise:
Den Beitrag von Ursula Nothelle-Wildfeuer im Dezember-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
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