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Im vergangenen Jahr hatte bei „Mit Herz und Haltung“ keine Folge mehr Abrufe erzielt, als unser Special zur Karwoche mit dem Karmeliten und Exerzitienbegleiter Pater Reinhard Körner. Vielen ist er gerade in Ostdeutschland bekannt durch die lange Liste geistlicher Literatur aus seiner Feder oder einer persönlichen Begegnung in Birkenwerder.
Pater Reinhard Körner wuchs unweit von Cottbus auf, studierte Philosophie und katholische Theologie in Erfurt und trat nach seiner Priesterweihe 1982 in den Teresianischen Karmel ein. Er promovierte im Fachbereich Christliche Spiritualitätsgeschichte. Seit 1990 leitet er das Exerzitienhaus am Karmelitenkloster in Birkenwerder bei Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Exerzitienbegleiter ist er Autor zahlreicher Bücher.
Hinweise
Redaktion: Daniela Bethge, Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Der Name ist Programm. Das gilt nirgendwo so sehr, wie bei einem Papst. Warum hat sich Leo XIV. diesen Namen gegeben? Wie reiht er sich ein in die Folge der Löwenpäpste? Darüber haben wir mit dem Kirchengeschichtler Hubertus Lutterbach gesprochen. Er hat im Juni-Heft der Herder Korrespondenz die Hintergründe der Namenswahl aufgeschlüsselt.
Leo XIV. hat selbst wenige Tage nach der Wahl Leo XIII. als seinen wichtigsten Anknüpfungspunkt öffentlich gemacht und auf die Bedeutung der katholische Soziallehre auch heute hingewiesen. Hubertus Lutterbach betont, dass Leo XIII. die Sensibilität für die Nöte der Arbeiter im 19. Jahrhundert nicht in die Wiege gelegt worden sei, sich dann aber überraschend engagiert für sie engagiert hat. Und dann gab es da noch als wichtiges Thema für Leo XIII. die Frage, wie die Weltkirche auf das Selbstbewusstsein dezidiert reformorientierter US-amerikanischer Katholiken reagieren sollte – ein Thema, dass den neuen Papst mit US-amerikanischen Pass auch beschäftigen dürfte.
Hubertus Lutterbach wurde 1961 geboren und lehrt seit 2000 Christentums- und Kulturgeschichte (Historische Theologie) an der Universität Duisburg-Essen im Fach Katholische Theologie. Zahlreiche Monografien, zuletzt „Urtümliche Religiosität in der Gegenwart“, Freiburg 2022.
**Hinweise: **
Den Artikel von Hubertus Lutterbach im Juni-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Das Juni-Heft der Herder Korrespondenz können Sie hier bestellen.
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
Im vergangenen Jahr verließen in Deutschland 322.000 Menschen die katholische Kirche, im Jahr zuvor waren es mehr als 400.000. In der evangelischen Kirche sind die Zahlen, was die Größenordnung betrifft, vergleichbar. Insgesamt schwindet dadurch, da auch die Zahl der Bestattungen über derjenigen der Taufen liegt, der Anteil, den Christ:innen an der Gesamtbevölkerung ausmachen, weiter – mittlerweile liegt er in Deutschland knapp unter 50 %.
Diese Entwicklung hat im vergangenen Jahr auch die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, die KMU, eindrücklich abgebildet. Die Kirchenaustritte setzen die Kirchen einerseits ökonomisch unter Druck, da sie mit weniger Kirchensteuermitteln einhergehen, die für ihre Arbeit in Pastoral, Caritas und Bildung zur Verfügung stehen. Vor allem sind sie jedoch auch eine theologische Herausforderung: So dokumentiert jeder Austritt, dass es der katholischen Kirche nicht gelungen ist, die christliche Botschaft für die einzelnen Ausgetretenen so plausibel und glaubwürdig gemacht zu haben, dass sie in der Kirche verbleiben wollen.
Bereits im vergangenen November hat der Pastoraltheologe Prof. Dr. Rainer Bucher im theologischen Online-Feuilleton feinschwarz.net die gegenwärtige Konjunktur der Kirchenaustritte in einem pointierten Essay als eine „prophetische Herausforderung“ für die Kirchen benannt. Mit Blick auf die jüngsten Zahlen haben wir bei “Mit Herz und Haltung” mit ihm nochmals ausführlich auf seine Thesen und die Frage, was es für die Kirchen aus den Austritten zu lernen gilt, geblickt.
**Prof. Dr. Rainer Bucher **lehrte von 2000 bis 2022 Pastoraltheologie im österreichischen Graz. Neben seiner breiten akademischen Publikationstätigkeit ist er seit kurzem auch Gastgeber seines eigenen Podcasts: „Dieses eine Leben“.
Hinweise:
Interview: Dr. Karin Wollschläger
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Wer nicht an ein besseres Morgen glaubt, wird ziemlich sicher in einem schlechteren aufwachen. Davon ist der SPD-Politiker Lars Castellucci, der religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, überzeugt. Er hat im Mai-Heft der Herder Korrespondenz ein Plädoyer für mehr Hoffnung und Zuversicht vorgelegt. Nur wenn wir uns die Zukunft zurückerobern, können wir der Perspektivlosigkeit entkommen – gerade angesichts der multiplen Krisen.
Lars Castellucci hat deshalb die überparteiliche Initiative „#wird gut“ angestoßen, mit der er nicht zuletzt der Politikverdrossenheit entgegensteuern will. In dieser Podcastfolge macht er deutlich, wer was dazu beisteuern kann und welche Rolle nicht zuletzt die Kirchen und Religionsgemeinschaften dabei spielen sollten.
Lars Castellucci wurde 1974 geboren und ist Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion, der er seit 2013 angehört. Er hat Politische Wissenschaft, Geschichte und Öffentliches Recht in Heidelberg und San Francisco studiert und wurde 2008 in Darmstadt zum Dr. phil. promoviert. Von 2001 bis 2013 war er Projektleiter für Kommunal- und Regionalentwicklung und Bürgerbeteiligung; seit April 2013 ist er Professor für Nachhaltiges Management an der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) in Mannheim.
Hinweise:
Den Artikel von Lars Castellucci im Mai-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Das Mai-Heft der Herder Korrespondenz können Sie hier bestellen.
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
Am Abend des 8. Mai trat Kardinal Robert Francis Prevost als neu gewählter Papst Leo XIV. erstmals vor die Gläubigen auf dem Petersplatz. Seitdem wird spekuliert, welche Schwerpunkte er in seinem Pontifikat setzen wird. Für die katholische Kirche in Deutschland ist er derweil kein gänzlich Unbekannter. Wir haben für die Sonderfolge von „Mit Herz und Haltung“ mit Claudia Nothelle, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, gesprochen. Sie hat als Teil einer Delegation des ZdK erst vor wenigen Monaten den damaligen Kardinal Prevost getroffen.
In seiner ersten Ansprache richtete sich der Papst zunächst mit einem Friedensgruß an die Gläubigen. Dass auch das Stichwort der Synodalität fiel, wurde vielerorts mit Interesse wahrgenommen. Wie steht der neue Papst zu einer synodalen Kirche? Wird er den von Papst Franziskus eingeschlagenen Weg weitergehen? Und wie hat er bislang die synodalen Bestrebungen in Deutschland wahrgenommen?
Claudia Nothelle wurde 1964 geboren und ist Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Die Journalistin ist seit 2017 Professorin an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie hat katholische Theologie, Germanistik und Pädagogik studiert. Von 2006 bis 2016 war sie zunächst Chefredakteurin dann Programmdirektorin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Die am Fuße des Erzgebirges gelegene Industriestadt Chemnitz ist 2025 Pilgerziel für alle Kunstbegeisterten und Kulturinteressierten. Denn neben dem slowenischen Nova Gorica darf sich Chemnitz ein Jahr lang mit dem Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ schmücken. Unter der Marke „C the Unseen“ will die Stadt mit dem charakteristischen Ein-Buchstaben-Kennzeichen das Verborgene und erst auf den zweiten Blick Erkennbare in den Fokus rücken.
Vor Ort wartet deshalb ein breites Angebot von Veranstaltungen, Ausstellungen und Installationen auf Besucher:innen von nah und fern. Und auch die sächsische Landeskirche und das Bistum Dresden-Meißen sind gemeinsam als Kulturkirche in Chemnitz präsent. Wir haben mit Dr. Ulrike Lynn gesprochen, die auf katholischer Seite das Programm verantwortet.
Dr. Ulrike Lynn studierte in Berlin Germanistik und Philosophie, promovierte mit einer Arbeit über Gestik und war unter anderem in den USA und an der Universität Chemnitz wissenschaftlich tätig. Außerdem absolvierte Ulrike Lynn eine Ausbildung zur Kreativitätspädagogin, arbeitete als Lehrerin in einer Kreativitätsgrundschule und studierte berufsbegleitend Grundschullehramt und Theologie.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die Zahl der Christinnen und Christen mag hierzulande stetig sinken, der Stifter des Christentums jedoch ist auch in der Gegenwart nicht wegzudenken aus Kultur, Kunst, Literatur – und eben dem christlichen Bekenntnis. Das steht in diesem Jahr anlässlich des 1.700-Jahr-Jubiläums des Konzils von Nicäa besonders im Fokus. Grund genug, um mit dem Neutestamentler Thomas Söding einen Blick auf die Figur Jesus zu werfen.
Denn wer war Jesus aus Nazareth, was ist historisch verbürgt – und wie viel Interpretation steckt schon in den Evangelien? Wen bekennen Christinnen und Christen da eigentlich im Glaubensbekenntnis? Und wie ist es angesichts aktueller Entwicklungen um Jesus und die Politik bestellt? Darum geht es in dieser Folge von „Mit Herz und Haltung“.
Thomas Söding wurde 1956 geboren und ist seit 2008 Professor und seit 2023 Seniorprofessor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bochum. Er ist Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und hat als Experte an der Weltsynode teilgenommen. Zuletzt von ihm erschienen: Gottesreich und Menschenmacht. Politische Ethik des Neuen Testaments, Freiburg 2024.
Hinweise:
Das neue HK Spezial „Jesus gegen Christus. Neues vom Menschen aus Nazareth“ finden Sie hier.
Darin ist auch ein Gespräch zwischen Thomas Söding und Kathy Ehrensperger.
Thomas Söding, Gottesreich und Menschenmacht. Politische Ethik des Neuen Testaments, Freiburg 2024.
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Interview: Annika Schmitz
Schnitt und Produktion: Daniel Heinze
Am Morgen des Ostermontag ist Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren verstorben. 12 Jahre lang stand er der katholischen Weltkirche vor und stieß einen bemerkenswerten innerkirchlichen Kulturwandel hin zu mehr Synodalität an. Doch auch bei den großen sozialen und ökologischen Fragen der Gegenwart besaß er durch seine Reisen, Lehrdokumente und kleinen Gesten stets eine moralische Autorität als Weltgewissen.
Eine wirkliche Bilanz seines Pontifikats zu ziehen wird erst mit Abstand möglich sein. Dennoch nehmen wir den Tod des Papstes zum Anlass, auf das zu blicken, was er der Weltgesellschaft zu sagen hatte, und lassen den unvergesslichen, persönlichen Stil des ersten Papstes, der den Namen des Heiligen Franziskus für sich gewählt hat, noch einmal Revue passieren.
Prof. Dr. Gerhard Kruip lehrte von 2006 bis zum vergangenen Jahr als Professor für Christliche Anthropologie und Sozialethik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Zudem hat er das Pontifikat
Hinweise
Interview: Dr. Karin Wollschläger
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Es gibt Grund zum Feiern! Unser Podcast „Mit Herz und Haltung“ ist vor kurzem schon fünf Jahre alt geworden. Was im April 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie aus der Not heraus begann, weil Akademieveranstaltungen und der Diskurs vor Ort schlicht nicht mehr möglich waren, ist nun - ein halbes Jahrzehnt später - ein wichtiges Standbein der Akademiearbeit. Das Projekt erfreut sich bereits rund 300 Episoden und bietet Woche für Woche mit prominenten Gesprächspartner:innen und Expert:innen Einblicke in aktuell brennende Fragen und Themen aus Politik, Wissenschaft, Kirche und Kultur.
Seit Jahresbeginn 2024 wird die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen dabei durch die Freiburger Herder Korrespondenz als zweiten Verantwortlichen unterstützt. Mit dem gesamten Podcast-Team feiern wir heute den Geburtstag unseres Podcasts mit einem Werkstattgespräch, das einen Blick hinter die Kulissen und Mikrofone verschafft und sich zugleich der großen Frage stellt, wie Kirche und religiöse Themen gegenwärtig im gesellschaftlichen Diskurs überhaupt noch vorkommen und welche Rolle sie noch spielen.
Dr. Stefan Orth ist Chefredakteur der Herder Korrespondenz.
Annika Schmitz ist Redakteurin der Herder Korrespondenz.
Dr. Karin Wollschläger ist Co-Büroleiterin Hauptstadt / Ostdeutschland der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) in Berlin.
Daniel Heinze ist Radioredakteur bei R.SA und Teil der RADIO PSR-Kirchenredaktion und Produzent aller Podcasts bei "Mit Herz und Haltung".
Dr. Jonatan Burger ist Referent der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.
Emily Siegel studiert Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und arbeitet ehrenamtlich bei "Mit Herz und Haltung" mit.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
In der Fastenzeit blicken wir in diesem Jahr verstärkt auf den menschlichen Umgang mit Schuld und Verantwortung. Heute bringen wir dazu ein noch lange nicht aufgearbeitetes Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte zur Sprache: die Kolonialherrschaft in Deutsch-Ostafrika, dem heutigen Tansania.
Isabelle Reimann studierte Ethnologie, Psychologie und Soziologie in Heidelberg und Leipzig. Als selbstständige Provenienzforscherin arbeitete sie für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Aktuell promoviert sie an der Humboldt-Universität in Berlin zum Umgang und der Rehumanisierung von menschlichen Gebeinen aus kolonialen Kontexten in deutschen Sammlungs- und Forschungseinrichtungen.
Mnyaka Sururu Mboro ist Gründungs- und Vorstandsmitglied von Berlin Postkolonial e.V. sowie Teil des Gründungsvorstandes von Decolonize Berlin e.V. und bietet unter anderem geführte Touren durch Berlins koloniales afrikanisches Viertel an.
Hinweise:
Veranstaltungen im Rahmen des Projekts [Open] Perspectives:
Tagung in Aachen sowie online am 15.-16.05.2025: Kirche und koloniales Erbe
am 30.08.2025 in Chemnitz: Film und Gespräch „Das leere Grab“ mit Felix Kaaya und Isabelle Reimann im Rahmen des Kulturkirchentages
Am 27. März 2025 wurde das Positionspapier „Sieben Erwartungen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wendet sich an katholische wie evangelische Kirchenmitglieder in Sachsen und ist ein Ergebnis des ökumenischen Arbeitskreises „Postkoloniale Perspektiven in der kirchlichen Bildungsarbeit“, in dem engagierte Menschen aus der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens sowie dem Bistum Dresden-Meißen seit gut zwei Jahren zusammenarbeiten.
In dieser Playlist findet ihr alle Folgen, die bisher schon bei "Mit Herz und Haltung" zum Thema Postkolonialismus erschienen sind.
Hier verlinkt findet ihr das aktuelle Programm der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.
Über diesen Link könnt ihr euch außerdem für den Newsletter der Akademie anmelden.
Interview: Dorothea Trappe
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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