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Man lernt nie so gut voneinander, wie wenn man miteinander spricht. Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres 2024/2025 lud deshalb das Bischöfliche Peter-Breuer-Gymnasium in Zwickau den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, zu einem Gespräch mit dem Lehrer*innen-Kollegium ein. Gut ein Jahr nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023 bestimmten natürlich dessen Folgen und Fragen nach dem Umgang mit dem anhaltenden Antisemitismus, das Gespräch. Aber auch aktuelle Bildungsprojekte des Zentralrats sowie Hintergründe zu den Strukturen des Judentums in Deutschland kamen zur Sprache. Wir haben für diese Folge von "Mit Herz und Haltung" die spannendsten Passagen des Gesprächs zusammengestellt.
Dr. Josef Schuster ist Mediziner in Würzburg und wurde 2014 zum Präsidenten des Zentralrats der Juden gewählt. Außerdem ist er Vizepräsident des World Jewish Congress und des European Jewish Congress.
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Im Oktober fand im Vatikan das zweite Treffen der Weltsynode statt. Papst Franziskus hatte die katholische Kirche weltweit vor vier Jahren mit einem synodalen Prozess in allen Ortskirchen auf dieses Thema verpflichtet. In der Schweiz hat man aufgrund des staatskirchenrechtlichen Systems des Landes viel Erfahrung mit Synodalität. Was sind die Vorteile, wo sind die Grenzen? Darüber sprachen wir mit der Schweizerin Helena Jeppesen-Spuhler, die Delegierte der Weltsynode war. Sie hatte im September-Heft der Herder Korrespondenz im Vorfeld der Weltsynode ihre Erwartungen beschrieben.
Helena Jeppesen-Spuhler sieht nach dem Treffen in Rom jetzt eine große Chance für die katholische Kirche weltweit wie im deutschen Sprachraum. Dazu müssen die im Abschlussdokument festgehaltenen Ergebnisse allerdings auch umgesetzt werden. Das betrifft nicht zuletzt die Fragen nach mehr Mitwirkungsmöglichkeiten für Frauen, für die sich Jeppesen-Spuhler einsetzt. Es sei im Oktober nicht leicht gewesen, das Thema wieder auf die Agenda zu bringen.
Helena Jeppesen-Spuhler wurde 1966 geboren und ist Programmverantwortliche für die Philippinen beim katholischen Hilfswerk der Schweiz „Fastenaktion“ (Luzern). Sie ist Mitglied der Weltsynode 2023 und 2024.
Hinweise:
Den Artikel von Helena Jeppesen-Spuhler im September-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Das September-Heft der Herder Korrespondenz können Sie hier bestellen.
Berichte und Kommentare zur Weltsynode werden sich im Dezember-Heft der Herder Korrespondenz finden, das Ende November erscheint.
Helena Jeppesen-Spuhler ist auch Autorin des Themenheftes „Gottes starke Töchter. Frauen und Ämter im Katholizismus weltweit. Das Heft finden Sie hier.
Interview: Dr. Stefan Orth
Der Blick auf die Newsticker am 6. November 2024 sorgte bei vielen Beobachter*innen in Deutschland für ein banges Innehalten wie ein Deja-vu gleichermaßen: Donald Trump erlebt ein politisches Comeback. Nachdem 2020 der Demokrat Joe Biden gegen ihn gewann und Trump das Weiße Haus - nicht ohne Widerstand - räumen musste, siegte er nun mit einer großen Mehrheit an Wahlleutestimmen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris.
Was zu diesem deutlichen Wahlerfolg führte, welche Konsequenzen nun für die Weltpolitik und die USA zu erwarten sind und nicht zuletzt welche Rolle die Unterstützung durch Christ*innen unterschiedlicher Denomination bei seiner Wahl spielten, analysiert Dr. Karin Wollschläger, Leiterin des Büros Hauptstadt / Ostdeutschland der Katholischen Nachrichtenagentur KNA mit einer profunden Kennerin der US-amerikanischen Politik und Kulturgeschichte.
Prof. Dr. Brigitte Georgi-Findlay studierte Anglistik/Amerikanistik und Romanistik in Heidelberg. Seit 1997 lehrte sie als Professorin für Nordamerikanastudien an der TU Dresden. Zu ihren derzeitigen Forschungsschwerpunkten zählen u.a. Geschichts- und Gesellschaftsentwürfe in Westernfilm und Western-Fernsehserien.
Hinweise:
Eine Folge zum US-Wahlkampf mit Dr. Andreas G. Weiß aus dem Mai 2024 gibt es zum Nachhören hier.
Kompakte Hintergrundinformationen zum Urteil Roe vs. Wade des Supreme Court, welches jahrzehntelang das Abtreibungsrecht in den USA prägte, findet ihr u.a. bei der Bundeszentrale für politische Bildung.
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind auch in Deutschland die orthodoxen Kirchen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Patriarch Kyrill, das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, ein treuer Unterstützer Wladimir Putins ist und den Krieg sogar religiös legitimiert. Die „Herder Korrespondenz“ hat deshalb ein Spezialheft zu dem Thema der Orthodoxie vorgelegt.
Darin findet sich auch ein Gespräch zwischen Regina Elsner, Professorin für Ostkirchenkunde und Ökumenik, und dem Erzpriester und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, Radu Constantin Miron über den Krieg, die Diaspora und die Situation der orthodoxen Kirchen. Für diese Podcastfolge haben wir mit Regina Elsner über Russland und die Ukraine, politische Verwicklungen der Kirchen und die Situation der Kirchen hierzulande gesprochen: Wohin steuern die Kirchen des Ostens?
Regina Elsner wurde 1979 geboren und ist seit 2024 Professorin für Ostkirchenkunde und Ökumenik an der Universität Münster. Sie studierte in Münster katholische Theologie und war langjährige Mitarbeiterin am Ökumenischen Institut der Katholisch-Theologischen Fakultät. Von 2005 bis 2010 arbeitete sie als Projektkoordinatorin für die Caritas Russland in St. Petersburg. 2018 erschien ihre Dissertation zur Auseinandersetzung der russischen Orthodoxie mit der Moderne. Von 2017 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin.
Hinweise:
Den Beitrag von Regina Elsner im neuen HK Spezial finden Sie hier.
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Ob auf Kostümpartys zu Halloween oder in Film, Fernsehen und Literatur: Hexe Lilli oder der Klassiker Harry Potter, für jedes Alter ist etwas dabei, wenn es um die Fantasie rund um Hexen geht. Doch verraten Begriffe wie die „Hexenjagd“, die etwa Donald Trump im US-Wahlkampf seinen Kritiker*innen gerne vorwirft, dass dieses freundliche Bild von den Hexen, das die Popkultur dominiert, keine Selbstverständlichkeit ist.
Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit grassierte in Europa eine regelrechte Hexenfurcht, die blutige Verfolgungen Unschuldiger nach sich zog. Und auch heute ist der Vorwurf der Hexerei in einigen Regionen der Erde noch eine tödliche Bedrohung.
Wie die Vorstellung, es gebe Hexen, in die Welt kam und sich durch die Jahrhunderte wandelte und welche Mythen die Hexen-Forschung inzwischen entlarvte, besprechen wir deshalb in der heutigen Ausgabe von „Mit Herz und Haltung“ mit einem echten Hexen-Experten.
Prof. Dr. Marco Frenschkowski ist Religionswissenschaftler und Theologe sowie Professor an der Universität Leipzig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkte gehören antike und moderne Religionen, magische und fantastische Alteritäten und das Verhältnis von Literatur und Religion.
Hinweise
Interview: Jonatan Burger
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die katholischen Hilfswerke stehen immer wieder in der Kritik. Es geht zum einen um die Frage, warum es überhaupt so viele von ihnen braucht. Auf der einen Seite geht es um den Vorwurf ineffizienter Strukturen, auf der anderen Seite gibt es auch Kritik an den Entscheidungswegen – bis hin zum Vorwurf des Machtmissbrauchs. Was sagen die Hilfswerke selbst zu diesen Anfragen?
Darüber sprachen wir mit dem Präsidenten von Missio Aachen, Pfarrer Dirk Bingener, der auch das Päpstliche Kindermissionswerk leitet, das für die Sternsingeraktion verantwortlich ist. Dirk Bingener, hat im Oktober-Heft der Herder Korrespondenz auf einen Beitrag im September-Heft der Herder Korrespondenz mit entsprechenden Anfragen von Markus Demele, Generalsekretär von Kolping International, reagiert. Seine Überzeugung: Die Vielfalt der Hilfswerke ist ein Reichtum, in ihr liegen sogar eigene Chancen für die Zukunft der Kirche.
Dirk Bingener wurde 1972 geboren und ist seit 2019 Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes Missio Aachen und Präsident des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ in Aachen. Er hat katholische Theologie in Bonn und München studiert. Zuvor war er Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Düsseldorf. Seit 2017 ist er Mitglied der Konferenz Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz.
Hinweise:
Den Artikel von Dirk Bingener im Oktober-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Das Oktober-Heft der Herder Korrespondenz können Sie hier bestellen.
Den Artikel von Markus Demele im September-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Das September-Heft der Herder Korrespondenz können Sie hier bestellen.
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
In diesem Oktober blicken aus der ganzen Weltkirche viele Augen gebannt nach Rom. Seit rund einer Woche tagt dort die Weltbischofsynode – und dies wie im vergangenen Jahr erneut mit der Beteiligung auch von Frauen und Laien. Thema ist vor allem die Synodalität, also die Frage nach dem Miteinander von Papst und Bischöfen, Priestern und Laien und Ortskirchen aus ganz unterschiedlichen Weltgegenden und kulturellen Kontexten.
Die deutsche Kirche hat hier zuletzt auf dem Synodalen Weg, der 2023 in den Synodalen Ausschuss mündete, zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Dieser Prozess wurde damals auch von internationalen Beobachtern aus benachbarten Ortskirchen aufmerksam verfolgt. Einer von ihnen war der Antwerpener Bischof Johan Bonny. Mitte September war dieser zu einem Gesprächsabend der Katholischen Akademie in Dresden zu Gast. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie das „Beieinander-Bleiben“, also das Miteinander, in Kirche wie Gesellschaft angesichts gegenwärtig zunehmender Fliehkräfte gelingen kann.
Bischof Johan Jozef Bonny leitet seit 2008 die belgische Diözese Antwerpen. Er studierte Theologie und Philosophie in Brügge, Leuven und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Vor seiner Ernennung zum Bischof von Antwerpen war Bonny viele Jahre Mitarbeiter im Päpstlichen Rat für die Förderung der Einheit der Christen, wo er besonders für die ökumenischen Beziehungen zu den orthodoxen Kirchen Verantwortung trug.
Hinweise
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die Frau soll sich dem Mann unterordnen – oder doch nicht? Immer wieder ziehen Menschen Sätze aus der Bibel heran, um Weltbilder zu begründen, die ausgrenzend und diskriminierend sind. Manchen dient die Bibel zur Begründung antisemitischer, frauen- und demokratiefeindlicher Einstellungen.
Was kann man fundamentalistischen Bibelauslegungen entgegensetzen? Wie soll man umgehen mit solch problematischen Bibelstellen – die unter anderem auch in den Schriftlesungen in der Liturgie vorkommen? Wie debattiert man mit Menschen, die fundamentalistische Positionen vertreten? Dazu gibt Dr. Katrin Brockmöller, Direktorin des Katholischen Bibelwerks e.V., Antworten.
Katrin Brockmöller, Dr. theol., wurde 1973 geboren und ist seit 2014 Direktorin des Katholischen Bibelwerks. Sie studierte katholische Theologie in Passau, Würzburg, Bonn und im Theologischen Studienjahr Jerusalem. Sie ist Mitglied der Kommission Frauen in Kirche und Gesellschaft der Deutschen Bischofskonferenz und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.
Hinweise:
Zum Artikel von Katrin Brockmöller in der Herder Korrespondenz geht es hier.
Das Bibelwerk hat den Auftrag, die Bibel zu erschließen und ist als e.V. organisiert. So entsteht ein weltweit einzigartiges Netzwerk von Menschen unterschiedlichster Profession für eine moderne, spirituelle und wissenschaftlich verantwortete Auslegung der Bibel. Alles Infos finden sich auf der Homepage.
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Im April 2024 legte die von der Bundesregierung eingesetzte „Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“ ihren Abschlussbericht vor, welcher sich für eine Neuregelung von Abtreibungen außerhalb des Strafrechts ausspricht.
Mit diesem Plädoyer für eine Neuregelung steht auch in Deutschland abermals die Frage im Mittelpunkt einer politischen Debatte, wie sich die Rechtsgüter des Lebensschutzes des ungeborenen Kindes und die Selbstbestimmung von Frauen über ihren Körper zueinander verhalten. Eine Abwägung, die nicht nur hierzulande politisch kontrovers verhandelt wird. Auch in unseren unmittelbaren Nachbarstaaten Frankreich und Polen war die Gesetzgebung zur Abtreibung zuletzt zwischen den politischen Lagern wieder höchst umstritten.
Grund genug für uns, in der heutigen Episode von „Mit Herz und Haltung“ einen Blick über den nationalen Tellerrand hinweg zu wagen und zu fragen, welche Folgerungen sich aus den Kontroversen in unseren Nachbarstaaten für die deutsche Debatte ziehen lassen.
Dr. Elisabeth Zschiedrich studierte Theologie und Romanistik in Freiburg im Breisgau und absolvierte die studienbegleitende Journalistenausbildung am ifp in München. Seit 2021 ist sie als Doktorassistentin am Lehrstuhl für Moraltheologie und Ethik an der Universität Freiburg/Schweiz tätig. 2018 erschien ihre Dissertation „Elternschaft und Gemeinwohl: Ein sozialethischer Beitrag zum demografischen Diskurs“ im Verlag Schöningh.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Ende Juni hat das Dikasterium für die Förderung der Einheit der Christen ein Dokument vorgelegt, das sich als Impuls für das ökumenische Gespräch über das Papstamt versteht. Was sind die neuen Perspektiven für eine Anerkennung der besonderen Bedeutung des Bischofs von Rom für die Weltchristenheit? Darüber sprachen wir mit Heinrich Bedford-Strohm, dem Vorsitzenden des Weltkirchenrats.
Bedford-Strohm betont, dass das Papier bisher von den anderen Konfessionen sehr positiv aufgenommen worden ist. Die gegenwärtigen Gespräche über die Synodalität in der katholischen Kirche seien ein Kairos für eine neue ökumenische Verständigung. Auf der anderen Seite gebe es aber auch eine Reihe von Hürden und noch zu klärenden Fragen.
Heinrich Bedford-Strohm wurde 1960 geboren und ist seit 2022 Vorsitzender des Weltkirchenrats. Er war von 2014 bis 2021 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Von 2011 bis 2023 war er Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Zuvor war er Professor für Systematische Theologie und Theologische Gegenwartsfragen an der Universität Bamberg.
Hinweise:
Den Artikel von Heinrich Bedford-Strohm im August-Heft der Herder Korrespondenz finden Sie hier.
Ein Probe-Abo der Herder Korrespondenz können Sie hier beziehen.
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
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