Viele wollen ihr Geld möglichst so investieren, dass es Umwelt und Gesellschaft etwas bringt. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn für nachhaltige Investitionen gibt es keine einheitlichen Richtlinien. Anlegerinnen müssen selbst Verantwortung tragen.
Das Problem bei nachhaltigen Investments
Es ist zwar etwas im Gange, doch zurzeit ist es leider so: Es gibt keine Richtlinien, die sagen, welche Bedingungen eine nachhaltige Investition zu erfüllen hat. Daher definiert das jede Bank selbst. Di eine strenger, die andere weniger. So kann es passieren, dass zum Beispiel eine Erdölfirma in einem nachhaltigen Fonds auftaucht. Stichwort Greenwashing: Man stülpt einer Firma ein grünes Mäntelchen über, obwohl das nicht wirklich passt.
Investmentberater mögen jetzt argumentieren, dass diese Firma am meisten für Nachhaltigkeit tut in ihrer Branche und langfristige, nachhaltige Ziele hat, die man mit einem nachhaltigen Investment unterstützen kann. Tatsache ist aber, dass sie immer noch Erdöl abbaut.
Was ist mir wichtig?
Schlussendlich muss jeder Anleger und jede Anlegerin selbst entscheiden: Was ist mir wichtig? Zum Beispiel die Armutsbekämpfung, die Artenerhaltung oder das Klima? Und: Wer soll auf keinen Fall Geld von mir erhalten? Mit diesen Eckpfeilern kann man sich dann auf die Suche machen oder sich von einem Investmentprofi beraten lassen.
Hilfreich für solche Überlegungen können diese Leitfäden sein:
WWF
Greenpace
Bank-Angebote kritisch prüfen
Erhalten Sie ein Angebot, prüfen Sie es genau, ob es Ihren Vorstellungen entspricht. Ist die Beraterin auf meine Wünsche und Bedingungen eingegangen? Welche Strategie hinter dem Investment garantiert Nachhaltigkeit?
Leider bleibt dann auch nichts anderes übrig, als selbst Hintergrundrecherchen anzustellen: Lesen Sie die Halbjahresberichte des vorgeschlagenen Fonds und studieren Sie die einzelnen Firmen darin. Was Sie ebenfalls tun können: Besuchen Sie Vergleichsplattformen im Internet und prüfen Sie, welches Ranking die vorgeschlagene Investition hat.
Seien Sie sich aber bewusst: Mangels einheitlicher Regeln formuliert jede Plattform – genau wie die Banken – für sich selbst, was nachhaltig ist. Für eine erste Orientierung ist ein Besuch eines solchen Rankings aber sicher nicht verkehrt.
Vergleichsplattformen:
Yoursri.ch
Cleanvest.org
Meinfairmoegen.de