Blickt auf ein dramatisches Leben und bekam den Preis der Leipziger Buchmesse. | "Wenn Du gesehen hättest, was ich gesehen habe...". Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Natascha Wodin ist zehn, als sich ihre Mutter das Leben nimmt. Sie weiß nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art "Menschenunrat" gehörten, weil sie in einem Lager für "Displaced Persons" lebten. Natascha kommt in ein katholisches Mädchenheim, aus dem sie flieht und obdachlos wird. Es folgen Stationen als Telefonistin und Stenotypistin, sie besucht eine Sprachenschule und beginnt, Literatur aus dem Russischen zu übersetzen. Seit 1980 lebt Natascha Wodin als freie Schriftstellerin. In ihren vielfach ausgezeichneten Werken setzt sie sich vor allem mit Entwurzelung und Fremdheit auseinander. Für ihr neues Buch, das die Geschichte ihrer Mutter erzählt, die die Zwangsarbeit überlebte und doch daran zerbrach, bekam sie den Preis der Leipziger Buchmesse.