"Ein guter Tennisspieler war ich nie." Nico Helwerth ist ehrlich – das trifft sich gut. Denn Ehrlichkeit braucht er auch als Schiedsrichter bei Tennis-Grand-Slam-Turnieren. Seine Begeisterung für den Tennis-Sport begann schon früh: Als Ballkind bei Turnieren in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Aktiv, als Spieler auf dem Feld, ist er aber eher im Handball zu Hause.
Im jugendlichen Alter schon wurde er Linienrichter, stieg später im wahrsten Sinn des Wortes auch auf den Schiedsrichterstuhl auf. Nach und nach kam Nico Helwerth dann zu seinen ersten internationalen Einsätzen. Highlights und sicher auch große Verantwortung: die Grand Slam-Endspiele bei den Australian Open, French Open, US Open und dem Davis Cup. Der eigenen Beschreibung nach ist Helwerth nervenstark und kann gut unter Druck schnelle Entscheidungen treffen. Wenn nach einem Match nicht über den Schiedsrichter gesprochen wird, hat er einen guten Job gemacht, meint der. Ausnahmen gab es aber nach seinen Einsätzen als Tennis-Unparteiischer durchaus: Etwa, als er als erster deutscher Schiedsrichter nach 30 Jahren ein Grand-Slam-Finale leitete.
Moderation: Jens Wolters