Was wäre, wenn die Wirklichkeit nicht da draußen existiert, sondern in uns? Heinz von Foerster hat mit dieser Frage nicht weniger getan als den gesunden Menschenverstand angreifen. Der österreichische Kybernetiker und Philosoph nennt es radikalen Konstruktivismus: Wir nehmen die Realität nicht wahr, wir erschaffen sie. Was wir für die Welt halten, ist immer das Produkt unseres eigenen Nervensystems. Sein berühmter Satz bringt es auf den Punkt: „Objektivität ist die Wahnvorstellung, dass Beobachtungen ohne Beobachter gemacht werden könnten." Das klingt abstrakt, hat aber konkrete Konsequenzen, für Wahrheit, für Wissenschaft, für unser Miteinander. Denn wenn jeder seine eigene Wirklichkeit konstruiert, wie können wir dann überhaupt miteinander reden? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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